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Geschrieben von Mike Lukanz
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Mittwoch, 10 Oktober 2007 |
Lieber Mike,
ich fasse es immer noch nicht. Ich staune, ich zweifle, ich juble, ich bange, ich hüpfe, ich singe, ich steppe, ich stocke, ich lache - mein Herz pocht wieder, wenn es um Fußball geht. Gut, es hat fast immer gepocht, aber meist doch nur aus Trauer, Wut, Verzweiflung. Wie viel Spaß Erfolg doch macht! Wusstest Du das noch? Und spürst Du auch schon die Gefahr, dass uns die Siege korrumpieren? Dass wir bereit wären, viel von dem aufzugeben, für das wir immer eifern, verspräche man uns nur, dass wir noch lange, lange viele Tore schießen, oben stehen, aufsteigen, und auch oben oben bleiben? Im Jubel dieser Tage habe ich mir versprochen, wachsam gegen mich selbst zu bleiben. Siege sind nicht alles. Aber sie sind sooo schön!
Ich freue mich schon wahnsinnig, endlich wieder einmal im Stadion zu sein. Wo es mit der UEFA-Cup-Teilnahme nix geworden ist, muss ich ja zurück aus Österreich, um endlich wieder einmal Gladbach sehen zu können. Im Moment bin ich zwischen den Welten, ohne eine einzige eingerichtete Wohnung, in Wien schon fort, in Deutschland noch nicht da. Umzüge sind seltsame Zeiten, zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren umso mehr. Aber sie sind auch Chancen, sich ein wenig neu zu erfinden. Gladbach hat genau das gemacht, beim Umzug in die zweite Liga, und sich anscheinend dabei wiedergefunden. Ich wünsche auch Borussia einen zweiten, baldigen Umzug, zurück nach Norden, nach Oben. Doch hoffentlich geht auf dem Weg dann nicht zu viel in Scherben.
Den Kopf voller Kisten, das Herz voller Freude grüßt Dich
Martin
PS. Was ist denn jetzt mit der Hirnforschung? Auf meine Frage aus meinem letzten Seitenwechsel gab es ja auch noch keine Antwort... Ich will ja nicht nerven, aber ich muss, denn mein Hirn will es so...
Neue Saison, neue (und gleiche) Liga, aber altes Prinzip. Auch in
dieser Saison heißt es: Auf schillernde Juwelen kann man von vielen
Seiten blicken und staunen. Seit 1997 bereits blickt SEITENWAHL für
seine Leser auf das Gladbacher Geschehen, 2004 gesellte sich der VfLog
dazu. Beide Projekte haben ihren eigenen unverwechselbaren Charme. Seit
Beginn der Saison 06/07 kommt es zum SEITENwechsel:
SEITENWAHL und VfLog pflegen einen Briefwechsel, in dem alles möglich
ist: Fachsimpelei, Verbalfouls, Streit und Harmonie. Solange die Tinte
reicht, wird auf www.seitenwahl.de und www.VfLog.de
künftig nach Spieltagen der Brief der jeweils anderen Seite
veröffentlicht. Auch in der neuen Saison - wenn nicht jetzt, wann dann?
- werden der VfLog und SEITENWAHL die Lage der VfLs aus ganz
persönlicher Sicht kommentieren.
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