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SpVgg Greuther Fürth - Bor. Mönchengladbach 1:3 |
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Geschrieben von seitenwahl.de
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Freitag, 26 Oktober 2007 |
Drei Treffer von Rob Friend haben der Borussia erlaubt ihre sehr positive Ausbeute der letzten Wochen weiter auszubauen und mit drei Auswärtspunkten ihre Position an der Spitze der 2. Fußball-Bundesliga zu festigen. In einem Spiel, das die Borussia über große Teile beider Halbzeiten vor allem verwaltet hat, erzielte der kanadische Nationalstürmer seine Treffer in der Anfangs- und in der Schlussphase und war dabei erstmals, jeweils nach Vorlage von Marcel Ndjeng, auch mit dem Kopf erfolgreich zur Stelle.
Mit einer Änderung im Vergleich zur Heimpartie gegen den
1. FC Köln schickte Jos Luhukay seine Mannschaft an den Start. Für Marko Marin,
dem er eine Pause gönnte, ließ Borussias Trainer Johannes van den Bergh auf der
linken Seite im Mittelfeld beginnen. Ansonsten blieb die Mannschaft
unverändert, auch im Abwehrzentrum. Dort spielte Filip Daems zum zweiten Mal in
seiner Laufbahn in der Innenverteidigung, der gegen Köln nicht eingesetzte
Steve Gohouri wurde neben seinem Leidensgenossen Soumaila Coulibaly auf der
Ersatzbank belassen.
Wie schon gegen die TuS Koblenz, so schlug die Borussia
auch gegen die Spielvereinigung in Fürth mit ihrem ersten Torabschlussversuch
zu. Rob Friend wurde am zweiten Pfosten von einer Maßflanke Marcel Ndjengs in
Szene gesetzt und der Sturmgefährte Oliver Neuvilles wusste dort mit seinem
Kopf besser zum Ball zu gehen als die Verteidigung der Fürther und konnte
deshalb auch den Fürther Torwart Sascha Kirschstein aus Nahdistanz überwinden.
Der blieb chancenfrei gegen den wuchtigen Kopfball des Kanadiers, der sich in
der neunten Spielminute ereignete und dem in der Anfangsphase der Partie einzig
der von Marcel Ndjeng auf der Torlinie abgewehrte Kopfball von Asen Karaslavov
in der sechsten Spielminute vorausging. Adlung hatte dabei einen Eckball in den
Borussenstrafraum getreten, die Borussia sich indes aufmerksam gezeigt und der
Methode, mit der die Gastgeber zwei ihrer drei Tore beim vorausgegangenen
Auswärtsmatch bei 1860 München erzielt hatten, im rechten Moment eine akkurate
Absage erteilt.
Mit der Borussenführung einher ging schon wie im
vorherigen Auswärtsspiel gegen Koblenz der Versuch sich vornehmlich auf die
Kontrolle des Spiels zu verlagern und sich nicht so sehr darum zu bemühen, dass
das Spiel eines mit möglichst vielen Torraumszenen wird. Die Borussia stellte
sich etwas näher zu ihrem eigenen Tor auf und ließ die Franken zunächst relativ
breitflächig gewähren, sofern sie dem Gehäuse von Christofer Heimeroth
fernblieben. Je näher die Gastgeber in Richtung Heimeroth vordrangen, umso
energischer mühte sich die Borussia um die Ballübernahme. In der 17.
Spielminute fiel dann, auch aus einer Ballübernahme heraus, das zweite
Borussentor des Abends. Wiederum erzielt von Robert Friend, diesmal allerdings
mit dem Fuß.
Sascha Rösler hatte in der Nähe der Fürther Gefahrenzone
dann Ball geführt und im richtigen Augenblick das Spielgerät auf den über den
linken Flügel mitgelaufenen Johannes van den Bergh abgelegt. Dieser nahm den
Ball auf und flankte flach in den Sechzehnmeterraum, in dem am ersten Pfosten
zunächst Oliver Neuville nicht zum Zuge kam. Glücklicherweise trudelte der Ball
infolge des Neuvilleschen Versuches so, dass er dem nahen Friend vor die Füße
fiel. Der Kanadier hatte keinerlei Schwierigkeiten den Fürther Torhüter
Kirschstein zum zweiten Mal und erneut aus der Nahdistanz zu überwinden - nach
kaum 20 Minuten dieser Partie lag die Borussia komfortabel in Front.
Ihre Herangehensweise an die Begegnung änderte dies nicht.
Die Borussia blieb darauf bedacht weniger konkret den Ball, denn das
Spielgeschehen längerfristig zu kontrollieren und ließ die Gastgeber, die
merklich damit zu kämpfen hatten, dass eine im Abschluß äußerst effektive
Borussenoffensive mit ihren ersten beiden wirklichen Torattacken gleich doppelt
zum Zuge gekommen war. Besaß die Borussia in einer keinesfalls überaus
temporeichen Partie vor allem eine Defensivorganisation, die Hausherren bissen
sich mangels zielstrebigem Fußball regelmäßig ihre Zähne daran aus. Umsichtig
gestaltet und verkörpert wurde die Borussendefensive von den daran beteiligten
Defensivspielern und nebst harmlosen Versuchen konnten die Fürther dabei in
erster Linie (abgewehrte) Standardsituationen erlangen. Richtige Torschüsse
blieben ihrerseits bis tief in die erste Spielhälfte die ausdrückliche
Mangelware. Erst Bernd Nehrig, drei Minuten vor der Halbzeit, kam einmal zu
einer Chance, doch Christofer Heimeroth und seine Abwehr wusste diese
Gelegenheit zu parieren.
Offensiv agierte die sich kontrollierend verhaltende
Borussia mit ihrer möglicherweise ökonomisch, sicher aber effektiv zu nennenden
Spielweise vor allem auch hier wieder über den Tempogegenstoß beziehungsweise
den Versuch über den Tempogegenstoß Wirkung zu erzielen. Hierbei blieb Rob
Friend ein ganz zentraler Bestandteil der Spielart der Borussen, der
hochaufgeschossene Nordamerikaner behauptete signifikant viele Bälle mit dem
Rücken zum Tor und versuchte die dann über Abspiele zu Mitspielern in
Torchancen für die Borussia zu wandeln. In der 32. Spielminute stand der
Kanadier, dessen Sturmpartner Oliver Neuville kein sehr gelungenes Spiel
erwischt hatte, dann unmittelbar vor einem lupenreinen Hattrick: in der
Kontersituation war er im Begriff einen sauber von Neuville verarbeiteten und
weitergeleiteten Ball zu übernehmen, als er jedoch beide um ihn herumstehenden
Abwehrspieler Fürths bereits passiert zu haben schien, versprang ihm bei dem
Versuch den Ball zu kontrollieren das Spielgerät und somit musste er diese
Gelegenheit ungenutzt passieren lassen.
So verdient die Halbzeitführung der Borussia war, so sehr
musste man aus sicht der niederrheinischen Borussia bedauern, dass man nach
zwei Toren in den ersten 20 Spielminuten nicht in den restlichen Spielminuten
des ersten Abschnitts abermals zum Torerfolg gekommen war. Wie so manche Partie
der Borussia in dieser Saison verblieb auch diese Begegnung nach einer an und
für sich beruhigenden Zwei-Tore-Führung der Elf Luhukays in einem
Schwebezustand, in dem ein Treffer die Gegnerelf wieder in hoffnungsgrüne
Schlagdistanz versetzt hätte. Bereits früh den sprichwörtlichen „Sack"
„zugemacht", so geschraubt dies auch klingt, und die Borussia hätte die
verbliebene Zeit noch deutlicher mit dem Versuch verbringen können, den eigenen
Kräfteverschleiß auf ein Minimum zu reduzieren. Andererseits, ähnlich
beeindruckend wie in der Partie beim FC St. Pauli vor einigen Wochen gelang es
der Elf in der Defensivleistung in diesem Spiel dem Gegner vor dem eigenen Tor
keine richtig nennenswerte Chance anzubieten.
Dem Trend nicht zielstrebig in den Borussenstrafraum zu
dringen, dem wollten die Hausherren gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte
entgegenwirken. Und der aus Bughausen vor der Saison nach Fürth heimgekehrte
ehemalige Leverkusener Juniorennationalspieler Thorsten Burkhardt, der über die
Abwehrseite von Tobias Levels seine Versuche initiierte, war dann auch gleich
schussgewaltig aktiv. Doch aus spitzem Winkel gelang es ihm nicht den Ball auf
das Gehäuse zu bugsieren. Indes, die ersten sechs Minuten der zweiten Halbzeit
schienen anzudeuten, dass Fürths Trainer Labbadia seiner Mannschaft nicht
gestatten wollte den Rest der Partie chancenlos zu bestreiten und sie in der
Halbzeitunterbrechung wohl aufgefordert haben wird. Sie aufgefordert haben wird
zielgenauer zu passen und zielstrebiger in Richtung Tor zu ziehen.
In der 52. Minute, die Borussia hatte eilends einen
weiteren Versuch der Fürther kollektiv zum Scheitern verurteilt, bot sich dann
in einem nächsten hochkarätigen Tempogegenstoß die Gelegenheit für die Borussia
das Ergebnis mit dem dritten Treffer in für die Heimelf unerreichbare Sphären
zu schrauben. Makellos blieb hierbei der Einsatz von Rob Friend, der den Ball
nicht nur frühzeitig aufnahm, sondern mit ihm auch verstärkt auf das Fürther
Tor zu spielen wusste. Allerdings erwies sich der von ihm butterweich in
Tornähe freigetrickste Johannes van den Bergh als der Situation nicht
gewachsen. Anstatt seine insgesamt erneut untadelige Leistung mit einem
Saisontor zu krönen, wollte der dem eigenen Nachwuchs entstammende Linksfuß den
Ball umgehend wieder Friend in den Lauf bugsieren, hatte dabei allerdings nicht
die temporäre Abseitsstellung des Kanadiers bedacht. Der auf Ballhöhe
befindliche Schiedsrichterassistent indes schon, sein rasches Zeichen verwandte
Referee Weiner zur umgehenden Annullierung der vielversprechenden Situation.
Anstelle einer Spielentscheidung brachte dies eine
Verschleppung der Entscheidung, so möchte man formulieren, auch wenn die
Fürther in der zweiten Spielhälfte insgesamt einen erheblich besseren, einen
wirklich tüchtigen Eindruck hinterließen und deutlich machten, weshalb sie in
der aktuellen Saison wiederholt eher überraschenderweise doch wieder in der
Spitzengruppe der Liga aufzufinden sind. Die Borussia, bei der nach 64 Minuten
Sebastian Svärd den verwarnten Sascha Rösler ersetzte, hielt kompetent und im
Vergleich zur ersten Halbzeit nicht weniger effizient dagegen. Erlaubte den
Fürthern, die mit zunehmender Spieldauer allerdings ein Stück weit zu
resignieren schienen, den bei einem Stand von 2:0 immer möglichen
Wiedereintritt in die Partie mittels eines Anschlusstreffers nicht. Die
Borussia blieb energisch, wenn dies von ihr unmittelbar gefordert war.
Glücklos wie angesprochen verlief unterdessen der Spieltag
für Oliver Neuville. Der Borussenkapitän hatte bis auf einige Ansätze, viel
Laufarbeit und den hervorragenden Paß auf Rob Friend, den dieser nicht unter
seine Fittiche hatte bringen können, nicht viel Gelungenes zum Spiel seiner Elf
beizutragen. Folgerichtig kam Jos Luhukay zu der Überlegung den Nationalspieler
von seinen Pflichten zu befreien. Da jedoch Nando Rafael verletzt fehlte, fiel
Luhukays Wahl auf Soumaila Coulibaly, der seinerseits in der 77. Spielminute
zum ersten Mal seit seiner Auswechselung im Osnabrück-Spiel wieder benötigt
wurde und ein bisschen versetzt zum überragenden Rob Friend aus dem Mittelfeld
heraus in Aktion trat.
Der in die Disziplinarangelegenheit zu Wochenbeginn
verwickelte Afrikaner hatte in den ersten Minuten nach seiner Einwechselung
auch ein paar Balleroberungen und -behauptungen erreicht, als er in der 82.
Minute ganz rechts wie außen in der Strafraumnähe der Fürther stehend von
Tobias Levels als Anspielpartner benötigt wurde. Levels, der eine extrem
ordentliche Partie bot und sich im Vergleich zum Köln-Spiel verbessert und
fokussierter zeigte, hatte den Ball dorthin geführt und Coulibaly erkannt, dass
Marcel Ndjeng in den Strafraum der Hausherren durchstartete. Dahin, auf den
startenden Ndjeng, kam der von Coulibaly gespielte Ball und führte indirekt zum
dritten Tor des Rob Friend, der eine sehr weiche Hereingabe Ndjengs per
Hechtkopfball an dem an seinem Abwehrversuch nahezu verzweifelnden Torwart
Kirschstein vorbei zum 3:0 verwertete.
Auf der Partie, das war nun deutlich, war der „Deckel drauf".
Die Fürther, die nach etwa einer Stunde bereits doppelt gewechselt hatten,
waren nicht mehr in der Lage auch noch auf das weitere Borussentor zu reagieren
und so ermöglichte Jos Luhukay Rob Friend vier Minuten vor dem Ende den
verdienten Applaus der mitgereisten Borussenfreunde. Er wechselte ihn gegen
Sharbel Touma aus, der seinerseits mit einem Ballverlust im Mittelfeld, in
Kooperation mit Soumaila Coulibaly, den Ehrentreffer der Gastgeber in der
Nachspielzeit einleitete. Filip Daems hätte dieses Ehrentor der Fürther noch
verhindern können, in dem er etwa Vorbereiter Kotuljac stärker hätte bedrängen
können, doch angesichts der fortgeschrittenen Spielzeit und des Spielstandes
entschied sich der im Abwehrzentrum erneut überaus ordentliche Ex-Kapitän von
Genclerbirligi Ankara nicht nachhaltig aktiv zu werden. Stefan Reisinger im
Fürther Dress bedankte sich mit einem Abstaubertreffer für die Fehlerkette bei
der Borussia, die ihm diesen Torerfolg ermöglichte und Christofer Heimeroth das
dritte gegentorfreie Auswärtsspiel in Serie verwehrte.
Unmissverständlich verblieb nach Ansicht der Partie der
Eindruck eines verdienten Auswärtserfolges für die Borussia. Die Mannschaft von
Trainer Luhukay bewies dabei nicht nur, dass sie einen sogenannten Lauf hat und
in diesem Lauf die in Begegnungen stets spielentscheidenden Substanzen
(sattelfeste Defensive, abschlussstarke Offensive) in den letzten Wochen immer
stärker herausschälen konnte. Sie hinterlegte vier Tage nach dem Heimremis
gegen Prestigegegner Köln auch, dass sie sich auf das Wesentliche zu
konzentrieren weiß. Sie ist dank ihrer individuellen Qualität immer in der Lage
Tore zu erzielen, eine Eigenschaft von hoher Wichtigkeit für ein Fußballteam,
sie ist dank ihrer gemeinschaftlichen Arbeit in der Lage den Gegner am
erfolgreichen Angriffsspiel zu hindern, nicht minder wichtig in dieser
Sportart, sie ist vor allem die bisher stabilste Mannschaft dieser Spielklasse
in dieser Spielzeit und steht deshalb erkennbar zurecht an der Tabellenspitze.
Borussia nimmt erkennbar jeden Gegner ernst und behandelt
ihn mit dem stets nötigen Respekt. Etwas, dass von sinnhafter Bewältigung der
Aufgaben innerhalb der Spielvorbereitung zeugt und nicht nur der Mannschaft ein
Kompliment zollt. Dadurch aber, dass man jeden Gegner erkennbar ernstnimmt und
für sich genommen bewältigt, erscheint Borussia in der aktuellen Saisonphase
erfreulicherweise ungemein reif. Mündig genug eben für 22 Zähler aus den
letzten acht Spielen. Zu wünschen ist indes, dass dieses Mantra-hafte, diese
Besinnung, dieses vorgelebte Herangehensweise auch noch stärker in der
Anhängerschaft der Borussia Fuß fasst. Waren die begeisterungsfähigen
Borussenfans in den vergangenen Jahren den damaligen Teams in Sachen Hingabe
oft ein rühmliches Beispiel, kann es die aktuelle Elf mit ihrer realitätsnahen,
nüchternen Art und Weise der Spielbewältigung andersherum nun sein.
Aufsteigen wird am Saisonschluss lediglich das Sechstel
der Liga, das unter dem Strich die meisten Punkte erzielen konnte. Und da gibt
es in jedem der 34 Einzelpartien jeweils drei Punkte zu erzielen. Unabhängig
vom Namen oder Renommee des jeweils per Spielplan zugeführten Kontrahenten.
Dementsprechend ist jedes Spiel wichtig, genauso wichtig wie das vorherige und
das nächste. Die drei Punkte jeder Partie bekommt man nicht vererbt und nicht
geschenkt, sie wird man sich stets neu verdienen müssen. Und das ist nur zu
erreichen, wenn man sich - wie das Team es zuletzt sehr beeindruckend unter
Beweis gestellt hat - der Verpflichtung und der Verantwortung in selben Teilen
stellt. Wenn man reflektiert wie nötig Enthusiasmus und Freude auf der einen
Seite, vor allem aber Realitätsnähe auf der anderen Seite ist. Diese Borussia
deutet nun bereits seit Wochen an, dass sie gewillt ist ihren Teil zum Gelingen
der Saison beizutragen. Es wäre fein, wenn die von außen immer manipulierbar
erscheinende Anhängerschaft nachzieht und unterstreicht, dass das sogenannte
„große Ziel" wichtiger ist als jeder noch so prestigeträchtige „Etappenerfolg".
Am Ende ist nämlich nicht wichtig wie die Spiele gegen Köln oder Aachen endeten
oder ob die Borussia an einem der ersten 33 Spieltage auf einem der ersten drei
Plätze steht, sondern nur, dass sie am 34. Spieltag mindestens auf dem 3. Rang
der Tabelle rangiert.
Genauso wie die Borussia auch in der Zukunft (wieder) Spiele
verlieren wird, kann es auch sehr gut möglich sein, dass sie die natürlich toll
anzuschauende Tabellenführung im Laufe der Spielzeit einbüsst. Niederlagen und
andere Tabellenränge zu akzeptieren, damit vernunftgesteuert umzugehen. Dies
wird dann auch nicht nur eine Aufgabe der Mannschaft, sondern auch ihrer Fans
sein. Denen zu wünschen ist, dass sie insofern hinzugelernt haben, als dass sie
sich in Zukunft wie Gegenwart von dem Irrglauben verabschieden, dass es nur
Sieg und Heldenstatus bzw. Niederlage und Versagerstatus gibt. Wie einst schon
u.a. die gewachsene Aufstiegself von 2001 hat die aktuelle Equipe der Borussia
wahrhaft eine aufrichtigere Behandlung verdient. Selbst wenn die aktuelle Elf
sich die definitiven Meriten der Elf Hans Meyers aus den Jahren der
Jahrtausendwende erst noch wird nachhaltiger erringen müssen.
Fürth: Kirschstein - Felgenhauer, Karaslavov, Biliskov,
Achenbach - Judt (Schröck 66) - Adlung, Lanig, Burkhardt - Nehrig (Reisinger
82), Maierhofer (Kotuljak 66)
Borussia: Heimeroth - Levels, Brouwers,
Daems, Voigt - Paauwe - M. Ndjeng, Rösler (Svärd 64), van den Bergh - Neuville
(Coulibaly 77), Friend (Touma 86)
Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Friend (9., 17., 82.), 1:3
Reisinger (90.)
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Zuschauer: 13.000
Gelbe Karten (Borussia): Rösler, Brouwers
Rote Karten: -
Besondere Vorkommnisse: Die Partie war
Borussias achtes niederlagenfreies Pflichtspiel in Serie, nach sechs
aufeinanderfolgenden Siegen hatte sie am letzten Spieltag gegen Köln Remis
gespielt. Der Treffer Stefan Reisingers war Borussias erstes Auswärtsgegentor
seit dem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von Tom Geißler für Erzgebirge
Aue am 5. Spieltag. Christofer Heimeroth kassierte dadurch erstmals seit 302
Spielminuten auswärts einen Gegentreffer. In den vorherigen drei
Auswärtsspielen erzielte Robert Friend jeweils einen Treffer, heute sogleich
drei in einer Partie. Insgesamt erzielte die Borussia 16 ihrer bisher 26
Saisontore auf fremdem Platz und hat damit zum jetzigen Zeitpunkt bereits mehr
Auswärtstore erzielt als in den vorangegangenen drei Spielzeiten in der 1.
Bundesliga. Mit 26 Saisontoren hat die Borussia auch bereits jetzt mehr Tore
erzielt als im Verlauf der gesamten letzten Spielzeit in der 1. Bundesliga, als
sie in 34 Partien 23 Treffer markieren konnte. Erstmals erzielte Robert Friend in einem Pflichtspiel für die Borussia drei Tore. Zuletzt waren drei Tore in einem Pflichtspiel Vaclav Sverkos (DFB-Pokal Achtelfinale, 02.12.2003, VfB Stuttgart, 4:2) gelungen, in einem Ligaspiel zuletzt Arie van Lent (21. Spieltag 2001/2002, 05.02.2002, 1. FC Köln, 4:0). In diesen beide Partien war die Borussia Gastgeber.
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