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Vorbericht, 2. DFB-Pokalrunde: FC Bay. München |
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Geschrieben von Joachim Schwerin
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Dienstag, 30 Oktober 2007 |
Borussia Mönchengladbach fährt nicht als chancenloser Außenseiter zum DFB-Pokalspiel bei Bayern München: Wenn ein einzelner Satz die positive Entwicklung der Elf vom Niederrhein im letzten Vierteljahr umschreibt, dann ist es vielleicht dieser. Zum Zeitpunkt der Auslosung der zweiten Hauptrunde wäre man für eine solche Aussage bestenfalls mitleidig belächelt worden, zu durchwachsen war der Saisonauftakt und zu verunsichert zeigten sich Verein und Umfeld nach dem desaströsen Bundesligaabstieg. So mußte man fast fürchten, daß das Spiel live im Fernsehen übertragen werden würde, denn nur zu gut erinnerte man sich an landesweit ausgestrahlte Peinlichkeiten wie das 0:5 auf Schalke vor fünf Jahren – wie würde es dann erst bei den vermeintlich unschlagbaren Super-Bayern enden? Zumindest diese Sorge erscheint inzwischen obsolet. Borussia wird mit viel Spaß und Ambition zum Bundesliga-Tabellenführer reisen, und selbst wenn dieser seiner Favoritenrolle gerecht wird, darf man einen Saisonhöhepunkt erwarten, der Vorfreude auf mehr weckt.
Zwar soll man die Chancen Borussias
nicht größer reden, als sie sind, und auch der Verweis auf die vermeintlich
eigenen Gesetze des Pokals wirkt bestenfalls abgestanden. Sehr wohl aber kann
man sich daran erinnern, daß kein Verein in der ersten diesjährigen Hauptrunde
so knapp am Ausscheiden vorbeigeschrammt ist wie Bayern München. Beim
spielerisch limitierten Regionalligisten aus Burghausen mühte sich der große
Favorit dank eines späten Ausgleichstores in die Verlängerung, nur um danach im
Elfmeterschießen noch gerade so aus der Grube zu hüpfen, weil Oliver Kahn den
vermeintlich entscheidenden Strafstoß des Gegners noch aus dem Eck kratzte.
Hieraus darf man selbstverständlich nicht ableiten, daß das Team von Ottmar
Hitzfeld am Mittwoch ähnlich pomadig zu Werke gehen wird. Der Hinweis auf das
gespannte Verhältnis, das die Bayern zum von ihnen ungeliebten und tief im
Inneren verachteten nationalen Pokalwettbewerb seit Jahren pflegen, ist jedoch
angebracht.
Borussia
Im Vergleich zu den Bayern geradezu
entspannt übersprang Borussia die Hürde Osnabrück, wo man noch zweimal zuvor
kläglich gescheitert war. Zugegebenermaßen hätte in einer ausgeglichenen Partie
durchaus auch der niedersächsische Ligakonkurrent die Oberhand behalten können,
wenn nicht die individuelle Klasse von Marko Marin der Waagschale den
entscheidenden Stoß versetzt hätte. Und dennoch: Bereits in diesem Spiel zeigte
sich die Elf vom Niederrhein nicht mehr als Kollektiv von „Auswärtsdeppen", das
als stupides Schlachtvieh lediglich deshalb auf des Gegners Rasen herumweidet,
um drei Punkte aus dem Hintern fallen zu lassen und anschließend wohlig gewärmt
wieder in den heimischen Stall transportiert zu werden.
Gab es in Osnabrück noch mehr Wollen
als Können, so gelang in den Wochen danach endgültig die Wende zum Positiven.
Vergessen wird ja gern, daß bereits die Klatsche in Mainz nicht mehr durch
Unfähigkeit, sondern einen in weiten Teilen extrem ungünstigen Spielverlauf
verursacht wurde. Danach gelangen vier Auswärtssiege in Folge, jeweils mit
mindestens drei eigenen Treffern. Erstmals seit Jahren überrascht Borussia
somit wieder mit positiven Schlagzeilen. Wer diese Erfolge allein auf die
vermeintliche Limitiertheit der zweitklassigen Gegner schiebt, der irrt und
vernachlässigt die Aufbauarbeit, die angefangen bei Borussias Management über
das Trainergespann bis hin zur Mannschaft als Ganzem geleistet wurde. Zu tief
sitzt bei den Fans aber noch das Mißtrauen, das durch Jahre des Niedergangs
geformt wurde, um dem neuen Aufwärtstrend so recht zu trauen. So hatten
sicherlich die wenigsten am vergangenen Freitag mit einem derart souveränen
Auftreten in Fürth gerechnet, wie es die Mannschaft bei einem der
Hauptligakonkurrenten letztlich zelebrierte. Als Fazit bleibt daher
festzuhalten, daß Borussia inzwischen in der Zweiten Liga als Favorit zu den
Gegnern reist, wie sie auch heißen mögen. Höchste Zeit also, um zu überprüfen,
wie groß der Abstand zu den Spitzenteams der Ersten Liga tatsächlich noch ist!
Borussen-Defensive
Für Jos Luhukay ergibt sich kaum ein
Grund, die erfolgreiche Elf des letzten Spieles zu verändern, wenngleich er
dank des guten Kaders auf nahezu jeder Position über die Möglichkeiten dazu
verfügen würde. Dies gilt auch für das Tor, wo Uwe Gospodarek dank seiner
Erfahrung sofort für Christofer Heimeroth in die Bresche springen könnte,
sollte dies notwenig werden. Da Heimeroth ebenso sicher wie angenehm
unauffällig agiert und zu einer Nummer Eins gereift ist, die die anfängliche
Skepsis vor allem einiger Journalisten (wer erinnert sich eigentlich noch an
Michael Melka?) erfolgreich von sich fernhalten konnte, besteht hierzu jedoch kein
Grund.
In der Viererabwehrkette bietet
allein eine der beiden Innenverteidigerpositionen Anlaß zu Diskussionen, während
die Außen (Levels und Voigt) sowie Abwehrchef Brouwers gesetzt sind. Daems oder
Gohouri lautet die Frage, und Argumente gibt es für beide Seiten. Daems hat in
den letzten Partien den Part des zentralen Verteidigers überzeugend gegeben und
ist zudem dank des Treffers gegen Köln mit reichlich Selbstvertrauen
ausgestattet. Die Frage ist allerdings, ob er nach nahezu anderthalbjähriger
Spielpause bereits wieder so gefestigt ist, im Rhythmus englischer Wochen über
die volle Distanz zu gehen, zumal auf einer Position, die er nicht wirklich
liebt. Ein Einsatz Gohouris könnte zudem demonstrieren, daß die unselige
„Disco-Affäre" endgültig ausgestanden ist. Zuletzt spricht auch die größere
Erfahrung für den Franzosen, der für die Elfenbeinküste international spielt.
Und dennoch: Gerade der hinsichtlich Technik und Stellungsspiel manchmal
unbedarft wirkende Gohouri könnte sich gegen den wuseligen Bayern-Sturm als
Unsicherheitsfaktor der höchsten Kategorie entpuppen, während dem quirligen
Daems trotz manchen Fragezeichens, wie er gegen die Besten der Besten aussehen
wird, wenigstens die Cleverness in unübersichtlichen Situationen nicht abgeht.
Er könnte somit erneut den Vorzug erhalten.
Borussen-Offensive
Das Mittelfeld hat sich als
Prunkstück etabliert, und größere Wechsel für das Bayernspiel könnten hier
geradezu selbstmörderisch werden. Paauwe als Abräumer, Ndjeng als Vorbereiter
und Rösler als Antreiber und Verwerter sind nahezu unverzichtbar; zwar
existiert Ersatz, doch nur mit qualitativen Abstrichen. Halbwegs offen ist
lediglich die linke Außenposition, auf der Johannes van den Bergh bereits
mehrfach glänzen konnte. Dennoch wäre es überraschend, würde Jos Luhukay in
einem Spiel, in dem Borussias Offensivaktionen auf wenige Kernszenen beschränkt
bleiben werden, auf den technisch herausragenden Marin verzichten würde. Ja, so
vergeht die Zeit: Vor einem Jahr war der junge Jansen das Maß der Dinge, nun
ist es der noch jüngere Marin, doch auch hier sind die Bayern bereits einen
Schritt weiter: Auf ihrem Einkaufszettel steht bereits der fünfzehnjährige
Julian Korb, der seit dieser Spielzeit für Borussias U17 agiert und von den
Scouts des deutschen Rekordmeisters seit über einem Jahr beobachtet wird ...
Im Sturm schließlich herrscht ähnlich
viel Sonnenschein wie im Mittelfeld. Rob Friend wirkt zwar manchmal noch ein
wenig hölzern, hat aber einen Lauf und zudem bei manchen seiner nunmehr neun
Zweitligatreffer technische Fähigkeiten aufblitzen lassen, die man ihm nicht
zugetraut hätte. Sein Sturmpartner Oliver Neuville kämpft mit Macht um den
Verbleib in der Nationalelf und weiß sich in den Schlüsselszenen stets
gefährlich in Szene zu setzen ist. Roberto Colautti steht für einen Kurzeinsatz
bereit, nachdem er zuletzt fast eine Halbzeit für das Oberligateam auflief und
neben einem Treffer noch manch gefährliche Aktion verbuchen konnte. Mit Touma
schließlich verfügt Luhukay noch über einen Flügelstürmer mit Erstliganiveau,
das der Neuzugang bislang mangels Gelegenheit noch zu wenig hat anklingen
lassen können.
Der Gegner aus München
Über die spielerische Klasse eines FC
Bayern in Bestform muß man keine Worte verlieren. Kontrovers diskutieren kann
man hingegen, wie weit die Mannschaft, der viele Beobachter nicht nur für die
nationalen Wettbewerbe, sondern auch den UEFA-Cup die Favoritenrolle
zusprechen, von dieser Bestform derzeit entfernt ist. Tatsache ist, daß etliche
Stützen der Stammelf gerade erst von Verletzungen oder Krankheiten genesen sind
oder sich auf dem Weg zurück zur Fitness befinden. Ribéry, Toni, van Buyten und
Demichelis sind nur einige, die wegen Blessuren aller Art zuletzt kaum in einen
Spielrhythmus fanden, und mancher, der keinen objektiven Grund zum Aussetzen
hatte, zeigte sich dennoch in unzulänglicher Verfassung, so die Lieblingskinder
des Boulevards, Schweini und Poldi.
Klar ist, dass die Bayern diese
Aderlässe jederzeit auffangen können, vielleicht nicht auf internationalem
Topniveau, doch immer noch ausreichend für Meisterschaft und DFB-Pokal. In
diesem Zusammenhang reicht es, auf Toni Kroos zu verweisen, den Kapitän der
deutschen U17-Nationalelf, welche im Sommer den dritten Platz bei der
Weltmeisterschaft in Südkorea belegte. Entscheidend für das Pokalspiel wird
freilich, inwieweit Ottmar Hitzfeld gewillt ist, Risiken zu nehmen. Aus seiner
Sicht dürfte das Spiel gegen Borussia das vermeintlich leichteste und wohl auch
unwichtigste der nächsten Wochen sein. Gibt er daher manchem Hinterbänkler
Einsatzzeiten, oder stellt er die vermeintliche Topelf auf, mit der Gefahr, daß
mancher der jüngst Angeschlagenen noch nicht hundertprozentig wiederhergestellt
und somit anfällig ist? Was für die Gäste besser wäre, sei dahingestellt:
Während Ribéry in jedem Fall ein Gefahrenherd wäre, könnte ein Einsatz von
Spielern wie Demichelis oder van Buyten, die im Zweifel vielleicht die letzten
fünf Prozent Einsatz zurückhalten, durchaus vorteilhaft sein. Bayern bleibt
Favorit, so viel steht fest. Es ist jedoch angenehm zu beobachten, daß die
Münchner derzeit weit mehr Unsicherheit bezüglich des spielenden Personals
haben als Borussia.
Bayern-Defensive
Während
Oliver Kahn, der Pokalheld aus der ersten Hauptrunde, sich von seiner
Ellenbogenoperation erholt, hat sein designierter Nachfolger Michael Rensing
die Chance ergriffen, seinen Anspruch auf den Stammplatz im Tor weiter zu
untermauern. Durchgehend fehlerlos konnte er die in ihn gesetzten Erwartungen
erfüllen, und als störend erwies sich allein das Gedröhne eines Uli Hoeneß, der
von der Seitenlinie meinte, den Aufmerksamkeitswert für seinen Schützling noch
weiter steigern zu müssen, indem er mal übertrieben lobte, dann wieder
unverständlich kritisierte. Dabei reicht es für Rensing, einfach Leistung zu
bringen und auf die Fehler der nationalen Konkurrenten (zuletzt Manuel Neuer)
zu warten, dann werden zu gegebener Zeit zu den Vereinsspielen auch weitere
DFB-Auswahlspiele hinzukommen.
Philipp Lahm dürfte in die
Abwehrkette zurückkehren, fraglich ist allein, ob als Links- oder
Rechtsverteidiger. Da Marcell Jansen zuletzt überspielt wirkte und eine Pause
gebrauchen könnte, vermuten manche Beobachter Lahm auf der linken Seite.
Dagegen spricht aber, daß gerade die Pokalpartie gegen Mönchengladbach für den
Ex-Borussen Jansen ein Saisonhöhepunkt sein dürfte, auf den der Spieler nicht
leichten Herzens verzichten möchte, was sein Trainer auch weiß. Somit dürfte
Jansen in der Startelf verbleiben, neben der südamerikanischen
Innenverteidigung Lucio/Demichelis.
Bayern-Offensive
Die Aussage Ottmar Hitzfelds, sich
vor dem Abschlußtraining nicht auf eine Startformation festlegen zu wollen, gilt
insbesondere für das Mittelfeld, in dem die verschiedensten Konstellationen
denkbar sind. Da Ribéry dem Bekunden nach nicht spielen kann, könnte das
kreative Element auf die Schultern von Zé Roberto und Schweinsteiger verteilt
werden. Während Ottl einen eher defensiveren Part gibt, agiert Hamit Altintop
rechts. Schön ist es übrigens, wenn ein Verein so viele gute Spieler in seinen
Reihen weiß, daß die eigenen Mitarbeiter nicht einmal deren Namen kennen: Der
offizielle Bericht zum Dortmund-Spiel auf der Internetseite des FC Bayern
vermeldet lustig einen "Halili Altintop", mit dem wohl Halil Altintop gemeint
war, der aber natürlich bei Schalke 04 spielt.
Über den Sturm der Bayern muß nicht
viel geschrieben werden; der gemeinsame Spitzenrang von Klose und Toni in der
Bundesliga-Torschützenliste besagt genug. Interessant ist allerdings die Frage,
ob Ottmar Hitzfeld einmal wieder seinem Edel-Joker Podolski einen Einsatz über
die vollen neunzig Minuten gönnt. Sowohl die selbstkritische Art als auch die
Erfahrungen der Nationalelf mit Podoski fielen den Verantwortlichen jüngst
positiv auf, somit dürfte der Ex-Kölner der Startelf ein Stück näher gerückt
sein.
Schiedsrichter
Wie vor einem Jahr leitet Manuel
Gräfe Borussias Zweitrundenpartie im DFB-Pokal. Einer breiteren Öffentlichkeit
bekannt wurde Gräfe durch den Fußball-Wettskandal 2005, den er mit seinen
Aussagen ins Rollen brachte und aus dem er letztlich nicht nur unbeschadet
hervorging, sondern von dem er trotz danach oftmals durchwachsener Leistungen,
die ihm gerade nach manch spielentscheidendem Elfmeterpfiff (Gräfe genießt
diesbezüglich den Ruf eines fröhlichen Pfeifers) Kritik einbrachte, im Sommer
dieses Jahres in den Rang eines FIFA-Schiedsrichters durchstartete. Wer die
Gründe sucht, mag dem DFB eine e-mal schicken. Aussagekräftige Antworten sind
freilich nicht zu erwarten.
Bilanz
Die DFB-Pokal-Bilanz gegen Bayern
München ist verheerend, und dennoch bereitet allein die Erinnerung an die
vergangenen Spiele wohlige Gänsehaut. Fünfmal (Wiederholungsspiele
eingerechnet) traf Borussia bislang auf den Rekord-Pokalsieger, keine Partie
konnte die Elf vom Niederrhein siegreich gestalten, und dennoch durfte man sich
mehr als einmal zumindest als moralischer Sieger fühlen. Der erste
Schlagabtausch im Finale 1983/84 in Frankfurt war gleich der bisherige
Höhepunkt, als Borussia bis kurz vor Schluß der regulären Spielzeit führte,
sich letztlich aber im Elfmeterschießen noch geschlagen geben mußte. In der
folgenden Spielzeit gelang im Halbfinale auswärts fast die Revanche, ehe ein umstrittener
Elfmeter in der Verlängerung das Aus bedeutete. Nach einem 2:2 zu Hause in der
zweiten Hauptrunde 1987/88 reiste Borussia nicht ohne Hoffnung nach München, um
sich trotz zwischenzeitlicher Führung erneut nach Verlängerung knapp geschlagen
geben zu müssen, diesmal mit 2:3. Neun Jahre später und in der gleichen
Spielrunde, doch diesmal am Bökelberg, gelang Jörg Neun ein fulminanter Schuß
zur Borussenführung, ehe die Bayern fünf Minuten vor Spielschluß die Partie
noch zu ihren Gunsten drehen konnten. Der 14. Oktober 1995 bleibt somit in
allen Wettbewerben bislang der einzige Tag, an dem Borussia nach einem
Gastspiel bei den Bayern einen Sieg feiern durfte.
Aufstellungen
Borussia: Heimeroth – Levels, Brouwers, Daems, Daems – Paauwe, Marin, Ndjeng, Rösler – Neuville, Friend.
Reserve: Gospodarek, Gohouri, Baumjohann, Coulibaly, Fleßers, Polanski, Svärd, van den Bergh, Colautti, Lamidi, Touma.
Es fehlen: Bögelund, Compper, Rafael, Schachten (alle verletzt bzw. mit Trainingsrückstand)
Bayern: Rensing – Lahm, Lucio, Demichelis, Jansen – Ottl, Hamit Altintop, Schweinsteiger, Zé Roberto – Klose, Podolski.
Reserve: Dreher, Lell, van Buyten, Kroos, Sosa, van Bommel, Schlaudraff, Toni, Wagner
Es fehlen: Ismael, Kahn, Ribéry, Sagnol (alle verletzt bzw. mit Trainingsrückstand)
Schiedsrichter: Manuel Gräfe
Schiedsrichterassistenten: Norbert Grudzinski, Carsten Kadach
Vierter Offizieller: Felix Zwayer
SEITENWAHL-Meinung
Christoph Clausen: Hätte ich meinen Tipp gleich nach der Auslosung am 12. August schreiben müssen, oder, schlimmer noch, eine Woche darauf und damit nach dem Spiel in Mainz, so hätte ich auf die Borussia keinen Pfifferling gegeben. Inzwischen hat Jos Luhukays Mannschaft eine atemberaubende Entwicklung durchlaufen, und gegen die meisten anderen Bundesligisten würde ich ihr einen Überraschungserfolg, selbst in der Fremde, durchaus zutrauen. Die Herren Ribéry und Toni aber dürften im Normalfall denn doch eine Nummer zu groß sein. Immerhin: Bis zur 90. Minute hält die Borussia ein hoch respektables 1:1, um dann erst in der Verlängerung die Grenzen aufgezeigt zu bekommen und letztlich mit 1:3 n.V. zu unterliegen.
Hans-Jürgen Görler: Während der eine oder andere bereits eine Übernachtungsmöglichkeit in Berlin sucht, bleibe ich lieber auf dem Teppich. Wenn der Erste der 1. Liga gegen den Ersten der 2. Liga antritt, sind die Rollen nämlich klar verteilt. Die Borussia wird sich mit einem hochinteressanten 1:3 aus dem Wettbewerb verabschieden und fortan voll auf den Aufstiegskampf konzentrieren können.
Christian Heimanns: [folgt]
Michael Heinen: Die Bäume wachsen selbst bei Borussia nicht in den Himmel. Mit 0:2 verliert man in München und läßt sich dabei achtbar aus der Affäre sowie aus dem Wettbewerb schlagen.
Mike Lukanz: Als formstarker Tabellenführer zum DFB-Pokal-Auswärtsspiel nach München. Man frage den 1. FC Köln, wie ein solches Spiel in dieser Konstellation enden kann. Nun, ein 0:8 wird es wohl nicht geben, aber in diesem Spiel wird Borussia merken, dass der FC Bayern eine Nummer zu groß ist. Man wird der Truppe um Ribery, Toni & Co. ein heißes Match liefern, die individuelle Klasse der Bayern wird jedoch dafür sorgen, dass nach dem am Ende deutlichen 0:3 die diesjährige Pokalrunde für Borussia beendet sein wird.
Joachim Schwerin: Selbst zu schlechtesten Erstligazeiten hat Borussia bei den Bayern meist nie allzu schlecht ausgesehen. Beseelt vom neuen Nimbus der „Auswärtshelden“ und unter Berücksichtigung einer gewissen Unterschätzung, mit der die Münchner uns trotz aller anderen Beteuerungen begegnen werden, tippe ich einen 2:1-Auswärtssieg für Borussia und zementiere damit meinen letzten Platz im Redaktionstipspiel.
Thomas Zocher: Im Spielbericht des zurückliegenden Ligamatches habe ich die Borussenelf für ihre Spürnase, ihren Realitätssinn gepriesen. Diesen dürfte sie auch jetzt zeigen und bis zum Führungstreffer der Hausherren zu einem rundum gelungenen Match beitragen. Je länger das Spiel geht, und je öfter ihre Bemühungen an der Münchener Verteidigung zerschellen, wird sich die Elf besinnen und mit den Gegebenheiten bravourös abfinden. Zu hoffen ist, dass dies alles auch die Borussenfans nach dem 1:3 für den FC Bayern tun und geschlossen hinter ihrer Elf bleiben.
Der FC Bayern München im Internet: www.fcbayern.t-com.de.
Die letzten Pflichtspiele beider Mannschaften gegeneinander: 15. Spieltag 2006/2007 , 32. Spieltag 2006/2007
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