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Geschrieben von Dr. Martin Zierold
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Mittwoch, 07 November 2007 |
Mike, altes Haus,
wie schön von Dir zu lesen. Ja, die Gedanken sind frei, und manchmal bleiben sie auch für eine Weile aus. So ist es unserem schönen Briefwechsel gegangen, und wie schön, dieses vermisste Kind wieder pflegen zu können! Deine Analyse ist wie so oft so klug, so treffend, was soll ich noch anfügen? Es ist (oder scheint es nur?!) alles wirklich derart entspannt gerade: Den VfLs geht es gut, die Perspektiven geben keinen Anlass zu verfrühter Euphorie, stimmen aber vorerst zuversichtlich. Konsolidierung würde man es in der Wirtschaft wohl nennen, wenn nach einer Phase heftigen Werkelns, großer Umbrüche ein wenig Ruhe einkehrt. Und das wurde ja auch höchste Zeit. Aber es fühlt sich ungewohnt an, nicht wahr?
Konsolidierung ist dennoch unverzichtbar, sonst führt der dauernde Raubbau an den eigenen Nerven irgendwann zum Zusammenbruch. Und eine Ruhephase ist der optimale Besinnungsmoment, noch einmal langfristig strategisch zu überlegen, wo man hin möchte, wie es weitergehen soll. Klar, in Liga 1 für Gladbach, mindestens dauerhaft in Liga 2 für Osnabrück. Aber was ist damit gesagt? Wie füllen wir die Zukunft mit mehr Leben, als nur mit einem schnöden Klassenziel? Darüber sollten wir jetzt nachdenken, bevor die Wogen zum Saisonende in jedem Fall wieder hochschlagen. Aber es ist so wonnig angenehm gerade, wer will da jetzt schon langfristig denken? Zumal beiderseits die Gefahr besteht, vermessen zu wirken: Jetzt schon für die 1. Liga planen, das kann sich zumindest nach außen kein VfL leisten.
Also ist gerade eigentlich auch mal Zeit für etwas anderes. Mal ein Buch lesen statt zittern. Einen Spaziergang machen. Diversifizieren nennt man das wiederum in der Wirtschaft. Auch nie falsch. Auf dem VfLog haben wir zum Beispiel immer wieder Zeit für unseren Schlagzeilen-Service für andere Medien. Aber selbst das brauchen wir nicht mehr selbst zu machen, denn unsere Message ist längst durchgedrungen. So titelt der SPIEGEL Online gestern über einen Friseurwettbewerb "Dresdnerin schnitt am besten ab". Großartig!
Für den aktuellen VfL-Zustand schlage ich die Schlagzeile "Öfter mal nichts Neues" vor. Auf das die Serien anhalten, und wir nächste Woche weiter über ruhige Zeiten meditieren können!
Schon ganz wonnig im Gemüt
Martin
Neue Saison, neue (und gleiche) Liga, aber altes Prinzip. Auch in
dieser Saison heißt es: Auf schillernde Juwelen kann man von vielen
Seiten blicken und staunen. Seit 1997 bereits blickt SEITENWAHL für
seine Leser auf das Gladbacher Geschehen, 2004 gesellte sich der VfLog
dazu. Beide Projekte haben ihren eigenen unverwechselbaren Charme. Seit
Beginn der Saison 06/07 kommt es zum SEITENwechsel:
SEITENWAHL und VfLog pflegen einen Briefwechsel, in dem alles möglich
ist: Fachsimpelei, Verbalfouls, Streit und Harmonie. Solange die Tinte
reicht, wird auf www.seitenwahl.de und www.VfLog.de
künftig nach Spieltagen der Brief der jeweils anderen Seite
veröffentlicht. Auch in der neuen Saison - wenn nicht jetzt, wann dann?
- werden der VfLog und SEITENWAHL die Lage der VfLs aus ganz
persönlicher Sicht kommentieren.
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