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Home 2007/08 16, A, BL, Freiburg
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Vorbericht, Spieltag 16: SC Freiburg |
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Geschrieben von Christian Spoo
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Freitag, 07 Dezember 2007 |
Der Tabellenzweite der Zweiten Bundesliga empfängt den Tabellenführer – das ist das, was man gemeinhin ein „Spitzenspiel“ nennt. Aber nicht nur der reine Tabellenstand, sondern auch der recht sehenswerte Fußball, den beide Mannschaften in dieser Saison bis heute gezeigt haben, lässt auf ein spitzenmäßiges Erlebnis für alle Beteiligen und Zuschauer hoffen. Borussia könnte sich mit einem Sieg im Breisgau vorzeitig die Herbstmeisterschaft sichern. Ein Titel, für den man sich nichts kaufen kann, der aber für Mannschaft, Trainer und Funktionäre Grundlage für eine ruhige Winterpause wäre.
Zwölf Spiele ohne Niederlage, dabei neunmal gewonnen. Man
sollte glauben, dass derzeit rund um den Borussia-Park niemand etwas zu meckern
hat. Glücklicherweise trifft das auf alle, die etwas zu sagen haben, auch
wirklich zu. Im „Umfeld", sprich: bei den Fans, schleicht sich aber
stellenweise schon wieder eine latente Unzufriedenheit ein - wohl auch, weil
vielen schlicht die Betätigung fehlt, wenn sie nicht nörgeln können. So wird
dann angesichts der vergangenen vier Spiele ein Abwärtstrend herbeifabuliert,
werden die Leistungen einzelner Spieler abgeurteilt, wird jeder Fehlpass als
„einer Spitzenmannschaft nicht würdig" zur halben Katastrophe erklärt und etwa
ein 3:0 gegen Offenbach als zu niedriger Sieg befunden. In der Tat bemerkt auch
der Autor dieser Zeilen an sich selbst einen erschreckenden Gewöhnungseffekt
was Erfolge angeht, als hätte es die letzte Saison (und, seien wir ehrlich, die
vorletzte, die vorvorletzte und die vorvorvorletzte) nie gegeben. Uns allen
sollte aber klar sein, dass wir eine prima Zeit erleben und dass uns ein
bisschen Bescheidenheit angesichts der vergangenen Misserfolge und der
aktuellen Erfolge ganz gut zu Gesicht steht.
Borussia-Defensive
Zwei Worte würden reichen: nix Neues. Aber wollen wir doch
kurz ins Detail gehen: Im Tor bleibt Christofer Heimeroth unangefochten. Für
ihn gilt weiterhin, dass er einen schlechten Stand bei der Anhängerschaft hat.
In den diversen virtuellen Meinungsaborten wird ihm neuerdings gar sein
Gesichtsausdruck zur Last gelegt, der eines Borussentorwarts nicht würdig sei.
Bleiben wir bei den Fakten: Seit dem Köln-Spiel hat Heimeroth kein Tor mehr
verschuldet. Er spielt zur Recht.
Die Innenverteidigung präsentiert sich seit vielen Spielen
ordentlich, wenn auch nicht komplett fehlerlos. Dennoch bleiben Roel Brouwers
und Filip Daems gesetzt. Konkurrenzlos ist links hinten Alexander Voigt. Aber
selbst wenn Marvin Compper schon wieder zu 100 Prozent fit und Filip Daems
nicht in der Innenverteidigung vonnöten wäre, die Leistungen Voigts geben
keinen Anlass, auf dieser Position zu experimentieren. Keiner aus Borussias
Viererkette setzt außerdem so viele Impulse nach vorne wie der ursprünglich
als reine „Kampfsau" verschriene Mann aus Köln-Ehrenfeld.
Die Position hinten rechts bleibt die von Tobias Levels. Der
hat zuletzt nicht immer überzeugt, ließ sich hinten gelegentlich übertölpeln
und wirkt in der Vorwärtsbewegung nicht immer konzentriert. Zudem fehlt ihm
noch der Mut, einen Vorstoß auch einmal mit einem Torschuss zu beenden. Weil
aber Konkurrent Kasper Bögelund ohnehin verletzt bis ins neue Jahr ausfällt,
steht auch Levels nicht zur Debatte.
Zum Mann vor der Abwehr, Patrick Paauwe, ist eigentlich inzwischen von jedem alles gesagt: bester
Neueinkauf, Spielgestalter, wichtigster Mann der „neuen" Borussia etc. - und es
ist alles wahr.
Borussia-Offensive
Auch hier hatte sich zuletzt eine Stammformation entwickelt,
die Trainer Jos Luhukay nur noch gezwungenermaßen umzubauen bereit schien. Ein
solcher Zwang tritt nun aber ein - womöglich aber auch die eine oder andere
„ungezwungene" Umstellung.
Marcel Ndjeng ist nach seiner (umstrittenen) gelb-roten
Karte aus dem Wehen-Spiel gesperrt. Wie schwer der Ausfall des besten
Vorbereiters ins Gewicht fällt, lässt sich schwer prognostizieren. In den
letzten beiden Spielen blieb Ndjeng unter seinen Möglichkeiten, auch wenn er
gegen Offenbach ein Tor erzielte. Vor allem den sonst so gefährlichen Standards
fehlte vielfach die Präzision.
Gegen Wehen zeigte auch Marko Marin wenig von dem, was ihn
sonst auszeichnet. Seine Auswechlsung zur Halbzeit war folgerichtig. Sascha
Rösler dagegen war vor allem in der zweiten Hälfte neben Paauwe bester Borusse
und entscheidend mit daran beteiligt, dass die Mannschaft bis zum (glücklichen)
Ende alles versuchte, um die zweite Saisonniederlage abzuwenden.
Somit kann für das Spiel am Montag allein Rösler als gesetzt
gelten. Des Weiteren ergeben sich diverse Möglichkeiten, das Mittelfeld zu
besetzen. Die einfachste wäre wohl, Marin drin zu lassen und Ndjeng 1:1 durch
Sharbel Touma zu ersetzen, wenn der Schwede auch in seinen bisherigen Einsätzen
nicht den Eindruck machte, auf dieser Position wirklich komplett zu Hause zu
sein. Seit langem hofft Eugen Polanski darauf, wieder eine Chance in der
Startelf zu bekommen. Dass das auf der Position vor der Abwehr der Fall sein
wird, scheint unwahrscheinlich - hier gilt Sebastian Svärd als erste
Alternative, sollte Patrick Paauwe ausfallen oder in der Innenverteidigung
aushelfen müssen. So wäre der Ausfall Ndjengs möglicherweise eine Chance für
Polanski. Mit seiner Trainerkritik via Boulevard hat er sich diese Chance aber
eventuell selbst schon wieder kaputt gemacht. Eine weitere denkbare Variante
wäre es, Marko Marin die Seite wechseln zu lassen und anstelle seiner im linken
Mittelfeld Johannes van den Bergh beginnen zu lassen. Das wahrscheinlichste
Szenario ist aber, dass Soumaila Coulibaly in die Startelf rückt und neben
Rösler und Marin oder aber van den Bergh spielt.
Im Sturm bleibt Oliver Neuville unumstritten. Er gehörte in
Wehen zu den besten Borussen und ist als Führungsspieler ohnehin gesetzt. Dass
Jos Luhukay dem Nationalmannschaftsrückkehrer abermals Rob Friend zur Seite
stellt, ist anzunehmen. Zwar hat der Kanadier zuletzt nicht mehr getroffen,
auch seine an guten Tagen fast unglaubliche Stärke bei Zweikämpfen in der Luft
und seine Ballsicherheit konnte er nicht mehr in dem Maße zeigen, wie zwischen
den Spieltagen vier und zwölf. Davon, dass der „Riese in der Krise" ist, wie es
das Boulevard - wie stets konflikthungrig - scheibt, kann aber keine Rede
sein. Dennoch: dank seines guten Auftritts als Einwechselspieler gegen Wehen,
am Ende ja auch noch vom Torerfolg gekrönt, darf sich Roberto Colautti durchaus
eine kleine Chance ausrechnen, in Freiburg wieder mitspielen zu dürfen - und
sei es auch nur in der letzten halben Stunde.
Der Gegner aus Freiburg
Es ist das Jahr nach dem großen Umbruch beim SC Freiburg.
Die Ära Volker Finke endete mit starken Misstönen, Verein und Umfeld waren
gespalten. Schlechte Startvoraussetzungen für den neuen Trainer Robin Dutt,
dessen Befähigung ihm nachzufolgen der Architekt des modernen SCF selbst
öffentlich in Zweifel gezogen hatte. Nach etwas holprigem Start bezweifelt
inzwischen niemand mehr die Fähigkeiten des vormaligen Trainers der Stuttgarter
Kickers. Er hat aus wenigen alten und vielen neuen Spielern eine schlagkräftige
und spielstarke Mannschaft geformt, die großem Verletzungspech zum Trotz
inzwischen zu den Top-Aufstiegskandidaten gezählt werden darf. Dabei hatte
Präsident Achim Stocker selbst vor der Saison die Erwartungen noch
heruntergeschraubt und vom „Saisonziel sicheres Mittelfeld" gesprochen. In den
vergangenen sechs Spielen haben die Freiburger nicht verloren, die letzten
Spiele gegen München 60 und Offenbach endeten unentschieden.
Freiburger Defensive
Mit 15 Gegentreffern haben die Freiburger rein statistisch
(gemeinsam mit Mainz und München 60) die beste Abwehr der Liga. Aber auch einer
genaueren Überprüfung hält die Behauptung stand, dass die Defensive das
Prunkstück der Mannschaft von Trainer Robin Dutt ist.
Im Tor hat Freiburg einen Wechsel zurück vornehmen
müssen. Vor der Saison hatte Carsten Nulle den damals verletzten Kapitän Alexander Walke
verdrängt, am 10. Spieltag verletzte sich Nulle dann aber im Spiel gegen St.
Pauli an der Schulter. Seitdem steht wieder Walke im Tor - und hütet das recht
sicher.
Die Freiburger Innenverteidigung bilden Heiko Butscher und
Pavel Krnas, zwei routinierte Spieler mit langjähriger Erfahrung aus der ersten
Liga Deutschlands beziehungsweise Tschechiens. Beide kamen zu Beginn dieser
Saison zum SCF. Heiko Butscher, bis zum Sommer in Bochum aktiv, gilt als
Abwehrchef. Er hat bislang in dieser Saison noch keine Spielminute verpasst.
Krnas hat seine Leistungen nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen
stabilisiert. Die beiden großgewachsenen Innenverteidiger haben großen Anteil
daran, dass die Abwehr bislang äußerst sicher steht.
Auf der rechten Seite der Viererkette spielt mit Daniel
Schwaab ein Freiburger Eigengewächs. Der 19-Jährige ist seit der C-Jugend beim
SC. In der vergangenen Saison, seiner ersten bei den Profis, hat er sich
schnell einen Stammplatz erkämpft und diesen nicht wieder abgegeben. Auch
Schwaab war in dieser Spielzeit in allen Spielen von An- bis Abpfiff dabei. Der
Juniorennationalspieler gilt als guter Techniker, der auch für die Offensive
viel tut. In dieser Saison stehen bislang ein Tor und ein Assist zu Buche.
Schwaabs Pendant auf der linken Seite hieß zuletzt Dennis Aogo. Der ist - wie
auch Schwaab - gebürtiger Badener und spielte schon in der Jugend beim SC
Freiburg. Unter Volker Finke spielte er schon in der ersten Bundesliga. Aogo
ist eigentlich im linken Mittelfeld zuhause; links hinten verdrängte er dennoch
in dieser Saison den Österreicher Andreas Ibertsberger. Mit zwei Toren und
sechs Assists ist er in der Offensive extrem effektiv. Sollte im Mittelfeld
eine Position frei werden, dürfte Ibertsberger wieder in die Viererkette rücken
und hinter Aogo die linke Seite dicht machen.
Robin Dutt spielt gewöhnlich mit einem 4-4-2-System mit
„Doppelsechs". Die Positionen im defensiven Mittelfeld bekleiden Ivica Banovic
und Eke Uzoma. Uzoma ist der Shooting-Star in dieser Saison, in dieser Hinsicht
das Pendant zu Gladbachs Marko Marin. Er ist ähnlich wuselig und beweglich,
spielt aber eine ganz anderen Rolle im Spiel der Mannschaft. Der 18-Jährige
kommt - wie so viele seiner Kollegen - aus der Fußballschule des SC und
bestreitet seine erste Saison bei den SC-Profis. Seit dem vierten Spieltag
steht er regelmäßig in der Startelf. Der junge Nigerianer ist gelernter
Stürmer, in seiner derzeitigen Position ist er aber vielmehr für das Umschalten
von Abwehr auf Angriff zuständig. Aber auch im offensiven Mittelfeld hat er in
dieser Saison schon (gut) gespielt. Neben Uzoma spielt mit dem Ex-Nürnberger
Banovic ein Routinier. Er kam vor Saisonbeginn nach Freiburg, unter Hans Meyer
war er beim Club zuletzt fast ausschließlich als Einwechselspieler zum Zuge
gekommen, so dass eine Vertragsverlängerung dort kein Thema war. Beim SC ist
Banovic unangefochtener Stammspieler, und stand bislang immer in der
Startelf.
Freiburger Offensive
Seit mehreren Wochen muss der SC Freiburg auf seine besten
Stürmer verzichten. Der Franzose Jonathan Jäger und Wilfried Sanou aus Burkina
Faso fallen noch lange aus, letzterer wird womöglich wegen seines
Kreuzbandrisses in dieser Spielzeit gar nicht mehr zum Zug kommen. Wohl nicht
zuletzt infolge des Verletzungspechs haben die Freiburger den schwächsten
Angriff der derzeitigen Spitzenteams, nur 24 Mal trafen die Breisgauer ins
gegnerische Tor. Derzeit sucht der SC nach einer Verstärkung für die
Winterpause. In dieser Woche präsentiert sich der frühere tschechische
Nationalstürmer Tomás Jun, der noch bei Trabzonspor in der Türkei unter Vertrag
steht, im Probetraining.
Das offensive Mittelfeld bildeten zuletzt regelmäßig zwei
gelernte Stürmer: Karim Matmour und Jonathan Pitroipa. Der Algerische
Nationalspieler Matmour ist ein weiteres Gewächs der Fußballschule des SC. In
seinem dritten Profijahr zeigt er bislang eher schwankende Leistungen. Dagegen
zählt Pitroipa zu den Leistungsträgern der Mannschaft. Der technisch enorm
beschlagene Mann aus Burkina Faso hat folglich schon Begehrlichkeiten bei
anderen Vereinen geweckt. Mit dem Hamburger SV ist er inzwischen über einen
Wechsel einig. Offen ist noch, ob der erst nach der Saison oder schon in der
Winterpause erfolgen wird. Der SC macht bislang, wenig überraschend, keine
Anstalten, ihn vorzeitig aus seinem Vertrag zu entlassen. Mit vier Toren und
zwei Assists ist Pitroipa gefährlicher als die beiden Ersatzstürmer, die wegen
der oben erwähnten Personalprobleme seit einigen Spieltagen das Angriffsduo der
Freiburger bilden. Henrich Bencik hat dabei die Erwartungen durchaus erfüllt,
immerhin viermal traf der slowakische Nationalspieler, genauso oft wie in der
gesamten Vorsaison. Damals, wie auch zu Beginn dieser Spielzeit, fungierte
Bencik fast immer nur als Joker. An seiner Seite stürmt Mimes Mesic. Der
Bosnier spielte in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga bei 1899 Hoffenheim, in seiner ersten Zweitligasaison traf er bisher zwei Mal.
Möglicherweise ersetzt Dutt Mesic am Montag durch Matmour oder Pitroipa. Eke
Uzoma könnte in diesem Fall ins offensive Mittelfeld aufrücken. Dutt könnte
dort aber auch Ali Günes eine Chance von Beginn an geben. Der Rückkehrer aus
der Türkei war ursprünglich als Führungskraft für das neue SC-Team und
Identifikationsfigur für die Fans gedacht. Zunächst spielte Günes allerdings
schlecht, dann war er verletzt. Derzeit kämpft der im Badischen geborene Türke
um den Anschluss an die Stammformation.
Schiedsrichter
Aus Bremen kommt Schiedsrichter Peter Gagelmann, seinerseits ein erfahrener Erstligaschiedsrichter mit mannigfaltiger Historie wenn es um Borussia Mönchengladbach geht. Seinen letzten Einsatz bei einem Ligaspiel der Borussia hatte der 39-jährige in der vergangenen Saison, dort pfiff er zunächst den Heimsieg über Energie Cottbus (2:0) am ersten Spieltag und dann noch das torlos endende Spiel zwischen der Borussia und Alemannia Aachen in der Rückrunde. Das letzte Auswärtsspiel unter der Leitung des neuerdings im Veranstaltungsmanagement tätigen Norddeutschen absolvierte die Borussia noch unter Horst Köppels Leitung, Ende März 2006 unterlag die Borussia dem späteren Absteiger 1. FC Kaiserslautern in Kaiserslautern kläglich mit 0:3. Nachhaltig in Erinnerung ist der Mann von ATSV Seebaldsbrück den Borussenfreunden in erster Linie aufgrund seiner Entscheidung in Leverkusen am 16. November 2002. Die Borussia war unter Hans Meyer beim Auswärtsspiel in der BayArena zweimal in Führung gegangen und hatte sich in den Schlußminuten bei einer 2:1-Führung heftigen Attacken der heimischen Leverkusener ausgesetzt gesehen. Einer der abschließenden Leverkusener Angriffe ließ den Ball in die Nähe des heutigen Müncheners Daniel Bierofka fliegen. Dieser vermochte den Ball nur durch ein Handspiel zu kontrollieren und schob den Ball nach dieser Regelwidrigkeit zum Ausgleichstreffer ein. Trotz heftiger Reklamationen der Borussenabwehr um Torwart Jörg Stiel erkannte Gagelmann den Treffer als gültiges Tor an und ließ das Spiel letztlich Remis enden.
Bilanz
Erstmals in der Geschichte beider Vereine findet diese Partie in der 2. Bundesliga statt, derweil es bisher in 16 Erstligapartien zwischen den beiden Vereinen für beide Klubs nur jeweils einen Auswärtserfolg gegeben hat. Sieben Partien dieser 16 Spiele endeten Remis, sieben mit jeweils einem Erfolg für die Heimmannschaft. Aufgrund des vorzeitigen Abstiegs des SC Freiburg aus der 1. Bundesliga gab es in den vergangenen 2 Spielzeiten keine Partien zwischen den beiden Vereinen. Das letzte Aufeinandertreffen, ein 3:2 für Borussia in Mönchengladbach, prägten zwei Tore des Wesley Sonck ebenso wie der zwischenzeitliche Führungstreffer der Freiburger durch den bemerkenswerten Distanzschuß des heutigen Borussenspielers Soumaila Coulibaly. In jener Saison 2004/2005 gastierte die Borussia auch zuletzt im Breisgau. Unter Trainer Holger Fach trennte man sich Enge August 2004 Unentschieden. Beim ersten Auftritt des nur unmittelbar zuvor damals nachverpflichteten Marek Heinz im Trikot der Borussia gingen die Freiburger durch Roda Antar in Führung und bekamen eine Viertelstunde vor Schluß den Gegentreffer durch Oliver Neuville. Dieser erste Treffer des heutigen Mannschaftskapitäns der Borussia blieb aus zweierlei Gründen in Erinnerung. Einerseits entstand bei dem anschließenden Jubel über dieses Tor jenes Agenturfoto des "knutschenden Christian Ziege", andererseits erzielte Neuville in den auf dieses Spiel folgenden 5 Partien zumindest einen Treffer für Borussia. Diese Serie endete damals erst durch die DFL-Sperre, die Neuville beim Spiel gegen Kaiserslautern riskiert hatte.
Aufstellung
SC Freiburg: Walke - Schwaab, Butscher, Krnas, Aogo
(Ibertsberger) - Banovic, Uzoma - Matmour (Günes), Pitroipa - Mesic, Bencik.
Reserve: Solic - Khizaneishvili, Olajangbesi, Kruppke, Barth,
Schlitte, Cafu.
Es fehlen: Jäger, Sanou (beide verletzt)
Borussia: Heimeroth - Levels, Brouwers, Daems, Voigt -
Paauwe - Coulibaly (Touma), Rösler, Marin (van den Bergh) - Neuville, Friend
(Colautti).
Reserve: Gospodarek - Compper, Svärd, Polanski,
Baumjohann, Rafael, Lamidi.
Es fehlen: Bögelund, Fleßers, Schachten, Gohouri (alle verletzt bzw.
Reha), Ndjeng (gesperrt)
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Schiedsrichterassistenten: Sascha Thielert, René Kunsleben
SEITENWAHL-Meinung
Hans-Jürgen Görler: Am Montag steht beim SC Freiburg die wohl schwerste Partie der Hinrunde an. Bei einem Sieg geht es auch bei einem noch ausstehenden Spiel mit einem respektablen Punktevorsprung in die Winterpause. Selbst bei einer Niederlage mit drei Toren Unterschied werden die Breisgauer das Team von Jos Luhukay und Christian Ziege nicht von Platz 1 verdrängen. Damit diese Rechnerei ein Ende hat, gewinnt die Borussia mit 2:0 und wird - gefühlt seit 1766 - endlich wieder einmal Herbstmeister.
Michael Heinen: Alles hat ein Ende, leider auch unsere schöne Serie. Borussia verliert mal wieder ein Spiel, und zwar verdient mit 1:2.
Mike Lukanz: Borussia verliert 1:2. Sie spielt zwar noch gut dieser Tage, aber Freiburg ist besser drauf zurzeit, zudem im Heimvorteil. Man wird es am Niederrhein verschmerzen.
Christian Heimanns: Die spielstärksten Mannschaften der Liga im direkten Duell. Der Freiburger Heimvorteil sorgt dafür, dass das Duell mit 2:1 für die Badener ausgeht. Damit hat Borussia allerdings kein Problem sondern nur mehr Ansporn, die Hinserie zu wiederholen.
Thomas Zocher: Da begreife einer Fußballfreunde. Im 12. Punktspiel gerät die Borussia erstmals wieder nah an den Rand einer Niederlage und auch wenn sie sie noch abwendet, so etwas wie leichter Unmut bei den Fußballanhängern ist scheinbar aufgekommen. Dabei hat das Spiel in Wiesbaden gegen Wehen weitaus mehr positive Signale gesetzt. Insofern wäre es für das kommende Spiel töricht an etwas zu glauben, dass faktisch nicht richtig ist. Wer aus dem Wehen-Spiel die richtigen Schlüsse und Erkenntnisse gezogen hat, der kann an einem 2:1-Tipp zugunsten Borussias gegen Freiburg einfach nicht vorbei. Denn auch die Borussia hat das Wehenspiel richtig analysiert.
Christoph Clausen: Irgendwann muss die Zeit der niederlagenlosen Ligaspiele vorbeigehen, und bei der Auswärtspartie im Breisgau würde sie kaum jemanden so richtig überraschen. Den so heimstarken Freiburgern traue ich ohne weiteres zwei Treffer zu. Der Borussia allerdings auch, was unter dem Strich das dritte Auswärtsremis in Folge bedeuten würde. Die Serie bricht später, vielleicht zu einem ganz unerwarteten Zeitpunkt.
Christian Spoo: Haben wir in dieser Saison tatsächlich
das Glück gepachtet? Nach den Spielen gegen Jena und in Wehen könnte man das
glatt glauben. Borussia sollte nach diesen Spielen jedenfalls gelernt haben,
dass in dieser Saison nichts von selbst läuft, dass mit Willen und Einsatz aber
fast alles geht. Deswegen wage ich eine optimistische Prognose:
Freiburg-Borussia 1:3.
Der SC Freiburg im Internet: www.scfreiburg.com
Der SC Freiburg im SEITENWAHL-Zweitligacheck: Sport Club Freiburg
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