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Geschrieben von Maik Gizinski
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Donnerstag, 13 Dezember 2007 |
Lieber Mike,
am Sonntag, 24 Stunden vor Gladbachs Herbstmeisterstück in Freiburg und am Tag des 3:0-Triumphes von Osnabrück gegen 1860 München, fuhr ich von Kopenhagen zurück nach Hamburg. Ein Mädchen neben mir im Zug las ein Buch von Anna Gavalda mit dem Titel: "Zusammen ist man weniger allein." Ich musste unwillkürlich an Arminia Bielefeld denken. Solche Menschen, die diesem Klub anhängen, mögen in der Lage sein, sich in einem Zustand katastrophaler Verhängnis zu wähnen, der womöglich dazu verleitet, die Existenz von Mitmenschen als eher besser denn schlechter zu empfinden. Zusammen ist man weniger allein - was für ein ausgemachter Blödsinn! Doch wenn nicht mal der Jahrhunderttrainer reicht, um dem Verein Halt und Stärke zu geben, mag genau so ein Blödsinn wohltun.
Ein bisschen Blödsinn stünde der Borussia gut zu Gesicht. Bayern München, nominell eine Liga höher spielend, sorgt, obwohl nur zwei Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten, ja auch für eine bisschen Budenzauber, damit's nicht allzu langweilig wird. Könnte Heimeroth uns nicht ein bisschen den Kahn machen? Oder ließe sich Rösler nicht für das Paderborn-Spiel suspendieren? Es geht doch nicht an, dass immer nur gewonnen wird und sonst nichts passiert. Los, schlag einen Nebenkriegsschauplatz vor, der sich die nächsten Tage und durch die Winterpause hindurch beackern ließe!
Gladbach spielt gerade beängstigend souverän, in etwa so souverän wie Osnabrück vergangene Saison in der Regionalliga. Womöglich steigt die Borussia dann ja am Ende ähnlich unangefochten auf, weil sie in letzter Minute das Spiel in Paderborn doch noch dreht und Freiburg daheim gegen Wiesbaden nicht über ein 1:1 hinauskommt. Das wäre ein schönes Finale!
Übrigens ist in weniger als zwei Wochen Weihnachten. Da liebe Freunde sich gewöhnlich gut bedachte Geschenke machen, ist es Zeit zu fragen: Was wünscht du dir von Martin und mir?
Wir wünschen uns nicht viel, eigentlich haben wir schon alles. Naja, eins vielleicht: Uns würde reichen, könntest du uns aussichtsreich als Kandidaten für die Stefan Aust-Nachfolge beim Spiegel ins Gespräch bringen. Wir haben Online-Erfahrung, interessieren uns einen Scheiß für Leserzahlen, erst recht wenn sie sinken, und eklären gern alles und jeden zum Skandal, je nachdem, wer wie viel dafür zahlt. Und versprochen: Den VfLog würde es weiter geben!
Genug für heute. Nächste Woche steht eine ordentliche Nachlese zur ersten Saisonhälfte an. Und keine Sorge, wir versäumen nicht zu gratulieren, wenn ihr zehn werdet.
Auf ein rauschendes Fest freut sich,
Maik
Neue Saison, neue (und gleiche) Liga, aber altes Prinzip. Auch in
dieser Saison heißt es: Auf schillernde Juwelen kann man von vielen
Seiten blicken und staunen. Seit 1997 bereits blickt SEITENWAHL für
seine Leser auf das Gladbacher Geschehen, 2004 gesellte sich der VfLog
dazu. Beide Projekte haben ihren eigenen unverwechselbaren Charme. Seit
Beginn der Saison 06/07 kommt es zum SEITENwechsel:
SEITENWAHL und VfLog pflegen einen Briefwechsel, in dem alles möglich
ist: Fachsimpelei, Verbalfouls, Streit und Harmonie. Solange die Tinte
reicht, wird auf www.seitenwahl.de und www.VfLog.de
künftig nach Spieltagen der Brief der jeweils anderen Seite
veröffentlicht. Auch in der neuen Saison - wenn nicht jetzt, wann dann?
- werden der VfLog und SEITENWAHL die Lage der VfLs aus ganz
persönlicher Sicht kommentieren.
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