|
Borussia lehnt Jansen-Offerte ab |
|
|
Geschrieben von www.seitenwahl.de
|
|
Freitag, 25 August 2006 |
Borussias Eigengewächs und Nationalspieler Marcell Jansen ist offenbar
einer der Spieler, mit dem sich Bundesligakonkurrent Hamburger SV nach
dem Erreichen der Champions League und bis zum Ende der noch etwa eine
Woche andauernden Transferperiode noch gerne verstärken würde. Indes,
die Borussia hat keinerlei Absicht diesem Wunsch der Hanseaten
nachzukommen.
Wie die Borussia offiziell zu erkennen gibt,
sei der norddeutsche Verein mit einer beachtlichen Offerte an sie
herangetreten und habe ihr damit versucht den Verlust des
Leistungsträgers schmackhaft zu machen. Dies sei, so die Borussia
weiter, passiert, obgleich der Hamburger SV bereits zu einem früheren
Zeitpunkt von ihr darüber informiert worden sei, dass die Borussia
einen Transfer ihres Nationalspielers nicht in Erwägung ziehe, da er
elementarer Bestandteil ihrer Planungen sei.
Damit bestätigt die Borussia indirekt Meldungen aus dem Sommer, als nicht lediglich nur das in Hamburg erscheinende Abendblatt
darüber berichtete, dass der Hamburger SV mit einem Angebot zur
Übernahme des gebürtigen Mönchengladbachers an sie herangetreten sei.
Nicht bestätigten Meldungen zur Folge lag die damalige Offerte bei etwa
5 Millionen Euro, die aktuelle Offerte ist indes wenigstens doppelt so
groß, denn die Borussia spricht in ihrer Stellungnahme - ohne nähere
Angaben zu machen - von einem "zweistelligen" Millionenbetrag.
Diese heute erfolgte Stellungnahme der Borussia darf als starkes Indiz
gewertet werden, dass die Borussia wirklich nicht über einen Verkauf
des noch bis Juni 2009 gebundenen neunmaligen Nationalspielers
nachdenkt und möglicherweise erneuten, abermals erhöhten Angeboten von
hanseatischer Seite ebenfalls eine Absage erteilen wird.
Am gestrigen Donnerstagabend hatte der Hamburger SV - der in Person von
Sportchef Dietmar Beiersdorfer und Trainer Thomas Doll noch am
Dienstagabend nach dem Einzug in die Königsklasse des europäischen
Fußballs von "bis zu drei" noch ausstehenden Neuverpflichtungen
innerhalb der laufenden Transferperiode sprach - in dem
niederländischen Nationalspieler Joris Mathijsen vom AZ Alkmaar einen
ersten Akteur unter Vertrag genommen, der gleichzeitig den in der
vergangenen Woche zum FC Chelsea London abgewanderten Khalid Boulahrouz
ersetzen soll.
Über die Ablösesumme für den WM-Teilnehmer schwiegen
sich die beiden Klubs zwar aus, während in Deutschland Summen um die 6
Millionen Euro unbestätigt in den Raum gestellt worden waren, werden in
den Niederlanden Summen von bis zu 10 Millionen Euro als "tatsächliche
Ablöse" für Mathijsen gehandelt. Inwiefern diese Diskrepanz zwischen
hier lancierter und dort vermutlich entrichteter Ablöse erklärbar ist,
dafür könnte derweil möglicherweise ein Artikel des erwähnten Hamburger Abendblattes vom Mittwoch als Hilfestellung dienen; in diesem vom Aufsichtsratsvorsitzenden des Klubs bereits dementierten
Artikel war gegenüber der Zeitung anonym behauptet worden, der
Hamburger SV zähle aufgrund seiner Finanzpolitik "in Wahrheit zu den
Sorgenkindern" der Deutschen-Fußball-Liga.
|