Bundesliga 2011/2012

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Zweimal zehn Drucken
Geschrieben von Christoph Clausen   
Sonntag, 28 März 2010

Zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, zehn Punkte Rückstand aufs erste Tabellendrittel: Borussia hat am 28. Spieltag einen großen Schritt gemacht, um das Saisonziel "gesichertes Mittelfeld" zu erreichen. Mit dem 1:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV rückt die Mannschaft auf den 12. Platz vor.

 

Beide Trainer nahmen dabei einige teils überraschende Umstellungen vor. Bei der Borussia war Tobias Levels kurzfristig wegen eines Magen-Darm-Infekts ausgefallen; statt seiner verteidigte Tony Jantschke rechts in der Viererkette. Marko Reus rückte wieder auf den rechten Flügel, der wiedergenesene Karim Matmour übernahm die Rolle der hängenden Spitze. Raul Bobadilla blieb damit erneut zunächst auf der Bank, auf die Patrick Herrmann nach seinem Startelf-Debüt letzte Woche zurückkehrte. Beim Hamburger SV rückte Rincon ins defensive Mittelfeld, damit Zé Roberto offensiver auf dem Flügel agieren konnte. Guy Demel kehrte dafür in die Viererkette zurück, in der Jerome Boateng wieder ins Zentrum rückte.


Borussia begann furios und hätte bereits früh in Führung gehen können, hätte nicht Frank Rost zwei Großchancen von Matmour und Friend entschärft. Danach entwickelte sich ein wenig ansehnliches Spiel, in dem die Borussia mit großer Leidenschaft die Hamburger Offensivbemühungen neutralisierte, ihrerseits nach vorne aber nur selten gefährlich wurde. Für die etwas überraschende, insgesamt aber nicht unverdiente Führung sorgte kurz vor der Pause Roel Brouwers. Der Niederländer erzielte damit vor den Augen seines Nationaltrainers Bert van Marwijk bereits seinen siebten Saisontreffer. Mindestens ebenso wichtig war seine starke Leistung gegen Landsmann Ruud van Nistelrooy, der sich gegen Brouwers kaum entfalten konnte und von Trainer Labbadia nach gut einer Stunde ausgewechselt wurde.

 

In der zweiten Hälfte zeigte sich der Hamburger SV leicht verbessert. Während zweier kurzer Drangphasen schien sich der Ausgleich anzubahnen, weil sich die Borussia zu weit in die eigene Hälfte drücken ließ und ihre Kontergelegenheiten zu wenig konsequent ausspielte. Letztlich verebbte der Elan der Gäste aber bald wieder, so dass der HSV auch über weite Strecken der zweiten Halbzeit trotz reichlich Ballbesitz viel zu einfallslos agierte. Nachdem der insgesamt sehr großzügig pfeifende Schiedsrichter Zwayer mit einer unverständlich langen Nachspielzeit noch für etwas Aufregung gesorgt hatte, konnte die Borussia zum zweiten Mal in dieser Saison einen knappen Sieg über die Hamburger feiern.


Borussia: Bailly – Jantschke, Brouwers, Dante, Daems – Meeuwis, Marx – Arango (89. Herrmann), Reus – Friend (76. Bobadilla), Matmour (90. Kleine).
Hamburger SV: Rost – Demel, Boateng, Rozehnal, Aogo – Jarolim, Rincon (46. Pitroipa) – Trochowski, Zé Roberto – van Nistelrooy (63. Nistelrooy), Petric.

Tor: Brouwers (43.)
Gelbe Karten: Marx – Demel, Jarolim, Guerrero.
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin).
Zuschauer: 52.000.