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Nach einer in der Offensive ansprechenden, in der Defensive aber erneut erschreckenden Leistung hat sich Borussia Mönchengladbach mit dem 1:4 im Heimspiel gegen Werder Bremen die fünfte Saisonniederlage eingehandelt. Bereits nach fünf Minuten gingen die Bremer durch ihren ersten Torschuss in Führung. Einen Freistoß von der Außenlinie passte Marko Marin flach in den Strafraum, wo er von an einem dichten Spielergewirr vorbei ins lange Eck trudelte. Acht Minute später fand auch der zweite Torschuss der Gäste den Ball ins Tor. Marx hatte Wesley ungestört abziehen lassen und Torwart Logan Bailly den abgefälschten Schuss zwar erreicht, aber nicht abwehren können.
Nach zehnminütiger Bremer Spielverwaltung entwickelte sich eine dramatische Partie mit riesigen Torchancen für beide Teams, vor allem aber für die Gladbacher. Zunächst scheiterte Idrissou aus kurzer Distanz am stark reagierenden Sebastian Mielitz. Bremens Silvestre hatte die Chance mit einem verirrten Kopfball eingeleitet. Auch der direkt folgende Eckball bot Borussias Anhängern Anlass zum Haareraufen: Zunächst wehrte Frings Andersons wuchtigen Kopfball kurz vor der Linie ab, dann fehlte es Marko Reus an Körpergröße, um den Fallrückzieher Bobadillas ins Tor zu verlängern. Zwei Minuten später kam Filip Daems nach Flanke des Startelf-Debütanten Jens Wissing frei vor Mielitz zum Kopfball, traf den Ball aber nicht richtig.
Mitten in diese Gladbacher Drangphase verpasste Werder die riesige Chance zum 3:0. Reus‘ zu flach getretene Freistoßflanke nutzte Arnautovic zu einem Steilpass auf Marin, der sich gegen Levels durchsetzte, den Ball aber am Tor vorbeilupfte.
Danach waren es wieder die Borussen, die auf den Anschlusstreffer drängten. Keinen Elfmeterpfiff gab es in der 32. Minute, als der heraus eilende Mielitz den steil geschickten Igor de Camargo mit den Beinen fällte, dabei aber mit den Händen den Ball berührte. De Camargo war es auch, der zweimal in Folge nur knapp den Ball verpasste – Mielitz wäre beide Male chancenlos gewesen.
Die zweite Halbzeit war noch jung, da verdichtete sich in einer Minute, warum die Borussen dieses Spiel verloren: Zunächst köpfte Idrissou Reus‘ Flanke gegen die Laufrichtung Mielitz‘ im Grunde klug, wenn auch etwas zu unplatziert aufs Tor. Mit starkem Reflex krönte Werders dritter Torwart seine Leistung und verhinderte den Anschlusstreffer. Im direkten Gegenzug fälschte Filip Daems Hunts eigentlich eher harmlosen Schuss unhaltbar für Bailly zum 0:3 ab.
Damit war die Partie entschieden, auch wenn Per Mertesackers Eigentor gut zwanzig Minuten vor Schluss den Borussen nochmal kurzfristig Hoffnung schenkte. Aber außer einem klaren Abseitstor Idrissous gab es in Werders Strafraum in der Folge wenig Aufregung. Auf der anderen Seite konnte Claudio Pizarro nach Wesleys Flanke gar auf 4:1 erhöhen und sich damit zum erfolgreichsten ausländischen Torschützen der Bundesligahistorie aufschwingen.Kurz zuvor hatte Bailly Werders vierten Treffer noch mit großartiger Reaktion gegen Arnautovic verhindert.
Am Ende stand ein zweifellos verdienter, wenn auch vielleicht zu hoher Sieg der Gäste, die ihre Chancen konsequenter nutzten und im Tor über einen starken Rückhalt verfügten. Die Borussen spielten engagiert und hätten mehr Treffer erzielen können, waren vor allem in der Defensive aber nicht konkurrenzfähig. Statistik Borussia Mönchengladbach: Bailly – Levels, Anderson, Daems, Wissing – Marx, Bradley – Reus, Idrissou – de Camargo (67. Herrmann), Bobadilla.
Werder Bremen: Mielitz – Fritz, Mertesacker, Prödl, Silvestre – Frings (83. Jensen), Wesley – Arnautovic, Hunt (68. Bargfrede), Marin – Pizarro (86. Almeida).
Tore: 0:1 Marin (5.), 0:2 Wesley (13.), 0:3 Hunt (51.), 1:3 Mertesacker (Eigentor, 75.), 1:4 Pizarro (79.)
Gelbe Karten: Marx, Bradley – Silvestre, Jensen. Schiedsrichter: Perl. Zuschauer: 53.000
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