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Geschrieben von Christian Spoo
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Sonntag, 24 Oktober 2010 |
Borussia vollzieht auf der Torhüterposition einen Wechsel. Nach zuletzt regelmäßig unterdurchschnittlicher Leistung ist Logan Bailly seinen Stammplatz los. Der Verein teilt mit, Bailly werde nicht nur ins zweite Glied rücken, sondern für eine Woche komplett aus dem Training genommen. Damit wird im Pokalspiel gegen Leverkusen und wohl auch in der folgenden Bundesligapartie gegen Kaiserslautern Christofer Heimeroth ins Tor zurückkehren. Trainer Michael Frontzeck hat die Entscheidung zum Wechsel getroffen, wenngleich er Wert auf die Feststellung legt, Logan Bailly sei nicht allein verantwortlich für die Rekordzahl von 27 Gegentreffern in neun Spielen. "Es stehen elf Spieler auf dem Platz, die dabei genauso Verantwortung tragen", lässt sich der Trainer zitieren. Der Beschluss, Bailly eine Pause zu geben, sei nach einem Gespräch mit dem Belgier und Torwarttrainer Uwe Kamps gefallen.
Diese Entwicklung war nach dem gestrigen Spiel gegen Werder Bremen fast zwangsläufig. Nachdem Bailly beim ersten Tor unglücklich und beim zweiten schlicht katastrophal agierte, hatte sich ein Großteil der Zuschauer auf den ehemaligen Publikumsliebling eingeschossen. Jede Ballberührung, sei es nach Rückpass oder nach einem Angriff der Gegners, wurde mit höhnischen Rufen und Beifall begleitet. Die Borussenfans - so hart das ist - lachten ihren eigenen Torwart aus. Nun mag man das als fanunwürdiges Verhalten kritisieren, fest steht aber, dass Bailly seinen enormen Kredit aufgebraucht hat und mit dem gestrigen Tag schlichtweg als "verbrannt" zu bezeichnen ist.
Dass sich mit dem Torwartwechsel die Probleme Borussias in der Hintermannschaft in Luft auflösen, ist gleichweg nicht zu erwarten. Das Abwehrverhalten ist insgesamt oft mangelhaft (man lese dazu den aktuellen Artikel von Christoph Clausen auf dieser Seite). Zudem wird sich Christofer Heimeroth noch allzugut daran erinnern, dass auch er in der Vergangenheit nicht selten den Unmut des Publikums zu spüren bekam, und das nicht einmal für eine Vielzahl an "Böcken" sondern dafür, dass er dem Geschmack der Kurve nach den Ball nicht flott genug hergab und dafür, dass er schlicht kein sonderlich extrovertierter Charakter zu sein scheint.
Von daher ist der Wechsel im Borussentor logisch und wohl auch sinnvoll, einen Grund zum Aufatmen bietet er aber nicht.
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