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Borussia Mönchengladbach bleibt seinem Gegentorschnitt treu. Im Kellerduell beim 1. FC Kaiserlautern unterlagen die Borussen mit 0:3. Durch den Kölner Heimsieg gegen den HSV fiel die Borussia damit auf den letzten Tabellenplatz zurück.
In einer Phase beidseitiger Vorsicht hatten die Borussen die ersten Halbchancen. Zunächst wurden de Camargos und Idrissous Schussversuche abgeblockt, dann scheiterte Marx mit einem harten, aber unplatzierten Distanzsschuss an Sippel. Auf der anderen Seite verpasste Lakic eine Flanke de Wits nur knapp. Die größte Gelegenheit bot sich in der 16. Minute dem Lauterner Micanski, als er gegen eine zwischenzeitlich desorientierte Gladbacher Abwehr aus gut acht Metern frei zum Schuss kam, das Tor aber knapp verfehlte. Hatte Christofer Heimeroth sich in der vorangegangenen Szene noch bei einem hohen Ball übel verschätzt, so klärte er zwei Minuten später gegen einen strammen Schuss Bileks souverän. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahmen die Hausherren zwar immer mehr die Spielkontrolle, wobei viel über die engagierten de Wit und Tiffert lief. Tiffert war es auch, der in der 27. Minute nach einem Eckball um ein Haar die Führung erzielt hätte. Patrick Herrmann konnte den Schuss mit viel Glück noch an die Latte lenken. Erneut Aufregung gab es kurz vor der Pause, als Lakic nach Tifferts Freistoßflanke den Ball wenige Meter vor Heimeroth allerdings mit der Hand spielte. Andersons leichten Zupfer an Lakics Trikot wertete Schiedsrichter Meyer als nicht elfmeterwürdig. Vielleicht ist das Wort „unfassbar“ noch zu schwach, für die Szene, die sich fünf Minuten nach Wiederanpfiff ereignete. Nach einem schnellen Gladbacher Konter hatte Lauterns Torwart Sippel Marko Reus‘ Schuss nur vor die Füße des mitgelaufenen Mo Idrissou abklatschen können. Sieben Meter vor dem Tor, völlig unbedrängt, mit einem am Boden liegenden Torwart, hätte Idrissou entweder sanft ins Tor stupsen oder in aller Ruhe mit ihm in selbiges schlendern können. Der Gladbacher brachte es aber fertig, den Ball neben das verwaiste Lauterner Gehäuse zu setzen. Während sich die Zuschauer noch die Augen rieben, hätte Idrissou eine Minute später beinahe tätige Buße in Form einer Torvorlage geleistet, doch de Camargo verpasste seine scharfe Hereingabe knapp. Eine Gästeführung hätte den Spielverlauf allerdings auch auf den sprichwörtlichen Kopf gestellt. Die Lauterner waren und blieben von zwei schwachen Mannschaften die etwas weniger schlechte. Erst in der Schlussphase aber münzten sie die höheren Spielanteile in Tore um. In der 71. Minute traf Christian Tiffert mit einem Distanzschuss unhaltbar in den Winkel. In der 83. Minute überlief der eingewechselte Nemec mühelos Anderson und schloss von der Strafraumkante erfolgreich ab. Und zwei Minuten vor Schluss traf der stets bemühte, lange aber glücklose Lakic zum Endstand. Lakic war völlig frei vor Heimeroth an den Ball gekommen, nachdem Daems Moraveks Flanke durchgelassen hatte. Am Ende stand eine vollauf verdiente Gladbacher Niederlage. In einem schwachen Spiel waren die Hausherren durchgängig die engagiertere Mannschaft. Die Borussen ließen in der Abwehr weniger zu als in ihren schlechtesten Saisonspielen, aber immer noch zu viel, um die Partie ohne Gegentor zu beenden. Nach vorne blieben sie weitgehend harmlos und vergaben in Person Idrissous eine der wenigen Torchancen in lächerlicher Manier. Zu allem Unglück handelte sich Thorben Marx durch ein Frustfoul gegen Tiffert in der Nachspielzeit die fünfte gelbe Karte ein. Er wird den Borussen somit nächste Wochen in München fehlen. 1. FC Kaiserslautern: Sippel – Kirch, Amedick, Abel, Bugera – Bilek – Tiffert, de Wit (86. Walch) – Moravek – Micanski (62. Nemec), Lakic.
Borussia Mönchengladbach: Heimeroth – Levels, Anderson, Daems, Schachten – Marx, Bradley – Herrmann (76. Kachunga), Reus – de Camargo, Idrissou.
Tore: 1:0 Tiffert (71.), 2:0 Nemec (83.), 3:0 Lakic (88.). Gelbe Karten: Moravek, Micanski - Marx. Schiedsrichter: Meyer. Zuschauer: 49.000
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