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Nach einem nervenaufreibenden
Spiel musste Borussia dieses Mal gleich 92 Minuten Geduld aufbringen, ehe in
der allerletzten Sekunde Igor de Camargo den viel umjubelten 1:0-Siegtreffer
erzielte und der Borussia damit eine ordentliche Ausgangsposition für das
Rückspiel am kommenden Mittwoch verschaffte.
In Halbzeit 1 hatte
sich eine sehr ausgeglichene Partie entwickelt, in der beide Mannschaften
überraschend offensiv auftraten. Auch die sehr kompakt auftretenden Bochumer
beschränkten sich nicht – wie von einigen befürchtet – ausschließlich auf die
Zerstörung des Spiels. Ein Lattenkopfball von Yahia und ein blitzschneller
Konter über Maltritz verschaffte ihnen sogar die ersten beiden Großchancen der
Partie. Borussia antwortete mit zwei Riesengelegenheiten, die Dante und
Neustädter nicht zu nutzen verstanden.
Mit einem gerechten
0:0 ging es somit in die Kabine und es folgte eine zweite Halbzeit, in der die
Gäste mit zunehmender Spieldauer dem hohen Tempo Tribut zollen
mussten. Borussia nutzte dies anfangs etwas zu zögerlich, kam aber immer wieder
zu Chancen, die insbesondere der gute Torhüter Luthe zunichte machte.
Ein torloses Remis
schien sich anzubahnen, als es nach 1:45 Minuten in der Nachspielzeit noch
einmal Einwurf für die Elf von Lucien Favre gab. Nordtveit warf diesen gewohnt
weit in den Strafraum, wo de Camargo zunächst erneut an Luthe scheiterte. Über
Arango und Hanke prallte der Ball aber erneut vor die Beine des brasilianischen
Belgiers, der diesen ins Tor bugsieren konnte.
Die Bochumer
blamierten sich nach der Partie – insbesondere in Person von Trainer Friedhelm
Funkel – indem sie dem Schiedsrichter eine zu lange Nachspielzeit vorwarfen. Abgesehen
davon, dass die angezeigten 2 Minuten einen Ermessensspielraum des
Schiedsrichters erlauben, ist es der absolute Regelfall, das Spiel nicht
inmitten einer Torchance abzupfeifen. Ausgeführt wurde der Einwurf wohl gemerkt nach 1:58 Minuten, also innerhalb der angezeigten Zeit. Anschließend befand sich der Ball dauerhaft gefährlich im Strafraum und es hätte schon eines Deniz Aytekins bedurft, um in diesem Moment zum Schlusspfiff anzusetzen.
Für das am Mittwoch
in Bochum anstehende Rückspiel bedeutet der knappe Heimsieg eine gute Ausgangsposition, auf der sich die Mannschaft aber keinesfalls ausruhen darf. Es wird nun am VfL Bochum sein, das Spiel selbst aktiv gestalten zu müssen, was
der Spielweise der Gladbacher aus den letzten Wochen entgegen kommen sollte. Mit
Kopplin, der seine 5. Gelbe Karte sah, wird Bochums Rechtsverteidiger nicht
einsatzfähig sein. Marco Reus überstand die Partie zwar erneut ohne Sperre. Dafür
plagten ihn schon nach wenigen Minuten Oberschenkelprobleme, die ihn sichtlich
handicappten und die er in den verbleibenden 6 Tagen hoffentlich wird
auskurieren können.
Borussia Mönchengladbach: ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Dante,
Daems – Nordtveit, Neustädter – Reus (84. Matmour), Arango – Hanke, Idrissou
(67. de Camargo)
VfL Bochum: Luthe – Kopplin,
Maltritz, Yahia, Ostrzolek – Freier, Dabrowski, Johansson, Toski (83. Azaouagh),
Korkmaz (71. Federico) – Aydin (46. Tese)
Tore: 1:0 (90.) de Camargo
Gelbe Karten: Neustädter – Toski, Kopplin, Ostrzolek
Schiedsrichter: Günter
Perl
Zuschauer: 54.057
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