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Borussen-Umfrage 2010/11 - Frage 2 Drucken
Geschrieben von Michael Heinen   
Sonntag, 05 Juni 2011

Welcher Spieler wird die größte negative Überraschung?


Und weiter geht´s mit der Auswertung der alljährlichen Borussen-Umfrage. Nach der größten positiven Überraschung von gestern stellen wir uns heute die Frage nach der größten negativen. Leider war die Auswahl hier größer als es uns allen lieb gewesen ist.


1. Karim Matmour (90 Stimmen, 18,56%)

2. Raúl Bobadilla (69 Stimmen, 14,23%)

3. Marcel Meeuwis (57 Stimmen, 11,75%)

4. Michael Bradley (37 Stimmen, 7,63%)

4. Filip Daems (37 Stimmen, 7,63%)

6. Igor de Camargo (33 Stimmen, 6,80%)

7. Logan Bailly (26 Stimmen, 5,36%)

8. Roel Brouwers (20 Stimmen, 4,12%)

9. Jean-Sébastien Jaurès (19 Stimmen, 3,92%)

10. Sebastian Schachten (16 Stimmen, 3,30%)

11. Jens Wissing (14 Stimmen, 2,89%)

11. Fabian Bäcker (14 Stimmen, 2,89%)

13. Bamba Anderson (9 Stimmen, 1,86%)

13. Juan Arango (9 Stimmen, 1,86%)

15. Keiner (8 Stimmen, 1,65%)

16. Mohamadou Idrissou (7 Stimmen, 1,44%)

17. Gal Alberman (5 Stimmen, 1,03%)

18. Christian Dorda (3 Stimmen, 0,62%)

18. Thorben Marx (3 Stimmen, 0,62%)

18. Marco Reus (3 Stimmen, 0,62%)

21. Tobias Levels (2 Stimmen, 0,41%)

 

Je eine Stimme (0,21%) entfiel auf Christofer Heimeroth, Patrick Herrmann, Tony Jantschke sowie Karl-Heinz Drygalski.

 

Keine Stimme entfiel auf Marc-André ter Stegen, Dante Bonfim, Bernhard Janeczek sowie Roman Neustädter.

 

Top 1: Michl, Käpt´n Kasey

Top 2: Hajo, rotes Fohlen

Top 3: Preußenkönig, JLE

 

Flop 1: Muetzchen, DrEvilDirk

Flop 2: perSpeCtive, dangu

Flop 3: DieCobra

 

Borussias Fangemeinde macht es sich bei der Frage nach der Negativüberraschung meist einfach, indem man einen Spieler auswählt, der ohnehin schon sehr kritisch gesehen wird. Karim Matmour bot sich hier vor Saisonbeginn an wie kein zweiter und wieder einmal behielt die borussianische Schwarmintelligenz Recht. Elm sei hier bloß exemplarisch genannt mit seiner Anmerkung: „Wird wieder viel rennen und nix treffen.“ Als bekennender Beamter könnte Elm dem Algerier vermutlich beibringen, wie man auch ohne jede Bewegung ineffektiv arbeiten kann.


Der Tipp auf Marcel Meeuwis, den immerhin knappe 12 % auswählten, fällt ebenso in die Kategorie Safety first. Der Jameiker z. B. behielt nicht ganz überraschend Recht, dass er „sich gegen die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld nicht durchsetzen kann und schon im Winter abgegeben wird.

 

Mutiger waren die 7 Fans, die trotz der anfänglichen Euphorie um Mo Idrissou gegen den Kameruner wetteten. Dem roten Fohlen verhalf dies zu einer Top-Platzierung, denn er nahm den Verlauf nahezu perfekt vorweg: „in den ersten 5 spielen macht er drei bis vier buden, anschl. bis zum 34. spieltag max. noch weitere drei. Es waren am Ende drei Tore aus den ersten sieben Spielen und anschließend nur noch zwei weitere.

 

Eine ähnlich bemerkenswerte Präzision bringt Michl gar an die Spitze der Top-Ränge, da er zudem mit Logan Bailly die vielleicht größte Enttäuschung von allen aussuchte: „Er wird nie wirklich überzeugen können und nach 10 Spieltagen als Nummer 1 abgelöst werden.“ Es war genau der 10. Spieltag, als Christofer Heimeroth erstmals in dieser Saison im Tor stand.

 

Käptn Kasey kennt sich mit Torhütern logischerweise gut aus. Er beachtete zwar nicht den Spieltag, lag aber bei Bailly nicht minder gut: „nach zwei, drei Patzern wird (leider) spätestens im Winter diskutiert, ob Heimeroth ihn ablösen sollte oder gar ter Stegen nicht bereits das Vertrauen geschenkt werden müsse“.

 

Baerlino sagte Raul Bobadilla voraus, in dieser Saison „viel Lehrgeld“ zu bezahlen. Noch treffsicherer war aber Hajo: „Der Knoten platzt nicht, Raul macht sich immer mehr Druck und wechselt zwischen verzweifeltem Anrennen, sinnlosen Pirouetten und innerer Erstarrung. Gegen Ende der Hinrunde fliegt er nach einem Frustfoul mit Rot vom Platz.

 

Nicht nur der klingone67 bringt Michael Bradley ins Spiel, den er für „die amerikanische Antwort auf Eugen Polanski“ hält, was wohl eher nicht als Kompliment gemeint sein sollte. Dieses gebührt hingegen – wie schon bei der vorigen Frage – dem Preußenkönig mit folgender Punktlandung: „Michael Bradley wechselt nach durchwachsenen Leistungen in der Hinrunde in der Winterpause für einen völlig überhöhten Betrag zu einem englischen Premierleagueverein...“ Auch JLE sah einen Wechsel des US-Boys „zur Winterpause in die Premier League“ kommen.

 

Bamba Anderson gehörte zweifelsohne zu den Enttäuschungen der Saison. Dies aber weniger aus dem Grund, den DieCobra vorab vermutete, nämlich „weil er in diesem Jahr noch kein Thema für die Selecao ist...

 

Wie eigentlich in jedem Jahr gibt es immer wieder einige unverbesserliche Optimisten, die daran glauben, niemand könne im Borussen-Kader enttäuschen. Da am Ende immer nur 11 spielen dürfen, ist dies selbst bei optimalem Saisonverlauf nur schwer möglich. Aber dass „Borussia im Kollektiv 2010/11 überzeugt“, wie perSpeCtive es darstellte, überzeugt ebenso wenig als These wie jene Überlegungen von dangu, „nach einer so starken Saison werde man ohnehin kaum von "negativen Überraschungen" sprechen...

 

Zwei Spieler, die z. B. nicht an ihr Leistungsoptimum aus der Vorsaison anknüpfen konnten, waren Tobias Levels und Thorben Marx. Letzterem unterstellte der Zonser nicht ganz zu Unrecht, „die technischen Defizite werden offensichtlich werden.

 

Levels benannten mit Jünter und Joerch nur zwei User. Eine einzige Stimme, nämlich die vom Kickerweltmeister, entfiel auf dessen Nachfolger Tony Jantschke. Dies reicht nur zum Flop3-Platz, denn Muetzchen und DrEvilDirk hatten gar Marco Reus auf ihrem Zettel, was bei dieser Antwort einen kaum zu überbietenden Frevel darstellt.


Frage 1: Welcher Spieler wird die größte positive Überraschung?