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Wird Michael Frontzeck auch zu Ende der Saison
2010/11 noch Trainer der Borussia sein?
Die
eindeutigsten Antworten gibt es regelmäßig bei der obligatorischen Frage nach
dem Trainer. Ist doch klar, dass dieser während der Saison nicht gewechselt
wird. Schließlich geht der Borussen-Optimist nicht davon aus, dass die eigene
Mannschaft über weite Strecken der Saison das Tabellenende ziert. Wie viele
Teilnehmer der Borussen-Umfrage 2010/11 vor der Saison eine Entlassung von
Michael Frontzeck vorhersahen, erfahrt Ihr nach einem Klick.
Ja: 503
Stimmen, 99,41%
Nein: 3
Stimmen: 0,59%
Top 1: AHSpieler, moto, SK
Top 2: Saarborusse
Top 3: heisti, M.
Lukanz
Flop 1: Norm
Flop 2: simonsen
Flop 3: Scheng
Bounty und Borussenpoldy1978 waren nicht die einzigen, die sich endlich mal wieder auf einen Trainer
gefreut hatten, der zwei komplette Spielzeiten am Stück auf der Borussen-Bank
Platz nimmt. Zuletzt war dies vor einem Jahrzehnt Hans Meyer gelungen. Seit
seinem ersten Abschied 2002 hat es kein Trainer mehr über 2 oder mehr Jahre auf
der Borussen-Bank ausgehalten. Trotz dieser negativen Erfahrungen wird die
Frage nach der Überlebensdauer des Trainers traditionell eindeutig mit Ja
beantwortet.
3 von 509
Umfrage-Teilnehmern ließen sich durch den Optimismus zu Saisonbeginn nicht
beirren. AHSpieler, moto und SK antworteten auf die Trainerfrage tatsächlich mit einem Nein und behielten bekanntlich Recht. Auch wenn es weh tut, gebührt ihnen
hierfür Top-Platz 1. Eine Begründung für ihren Tipp hinterließen die 3 düsteren
Propheten nicht, wahrscheinlich war es nur eine Mischung aus Realismus und
Erfahrung.
Relativ
realistisch waren immerhin noch die Einschätzungen einiger Teilnehmer, die eine
Reaktion vom sportlichen Verlauf abhängig machten, wenngleich natürlich jeder
hätte wissen müssen, dass kein Mensch bei einem Überwintern auf Platz 18 mit 10
Punkten und 47 Gegentoren noch weiter Borussen-Trainer bleiben könnte. Doch
Stop, schreit MoonBird: „ganz sicher. auch wenn schwierige phasen kommen wird
eberl an frontzeck mit recht festhalten.“ Über das „mit recht“, das ihm
eine Top-Platzierung kostet, kann man streiten.
Zweifelsohne recht behielt aber heisti,
der ein Überleben des Trainers damit rechtfertigte, „da unsere
Club-Führung auch mal nach Niederlagen ruhig bleibt.“ M. Lukanz schränkt da schon ein mit
einem Zusatz, der bis Mitte der Rückrunde traurige Realität zu werden schien: „Entlassen würde er nur, wenn Borussia in
dieser Saison die Hertha spielt.“ Damit beweist er mehr Phantasie als The Great Offender, der „nicht daran denken“ wollte, „was geschehen müsste, damit er es nicht mehr wäre.“ pillenmicho hatte wiederum ausreichend
Phantasie, dafür aber zu viel Optimismus, denn er meinte: „Nach der sehr seriösen Arbeit in der letzten Saison und der eingekehrten
Ruhe im Präsidium halte ich eine Entlassung für beinahe ausgeschlossen. Es sei
denn wir stehen wochenlang auf Platz 18, was ich für ausgeschlossen halte.“
Nüchtern pragmatisch hingegen ging es Paatee an, der fast schon wie Sepp Herberger klingt, indem er Frontzeck warnte, dass „die 2te Saison wie immer die schwerste sein wird!“ Noch perfekter
formulierte es der Saarborusse, der dafür Top-Platz 2
verdient: „MF hat
sich viel Vertrauen erarbeitet und die Vereinsführung würde es auch in
kritischen Momenten zurückgeben. Klar, je (Abstiegs-) bedrohlicher die
Situation wäre, um so weniger wird selbst Eberl ihn halten können.“
Der traditionelle Pechvogel der Frage 6, Scheng, schwenkt von Jahr zu Jahr zwischen
Optimismus und Pessimismus und liegt immer falsch, weswegen ihm geraten sei,
zukünftig nur noch mit Nein zu antworten. Er bejammert sein Schicksal, das ihn
ehrenhalber Flop-Platz 3 einbringt, wie folgt: „Da ich beim letzten mal zu pessimistisch war,
orientiere ich mich um: am letzten Spieltag wird er auf Händen um das Stadion
getragen, und er bekommt den Vertrag um weitere fünf Jahre verlängert.“
Interessant
wäre es gewesen, am 29. Mai ein Auge auf bredemann
zu werfen. Der wollte nämlich für den Fall einer Trainerentlassung „bei der nächsten JHV auch "Buh"
rufen und "Königs raus" und was weiß ich noch alles für einen
Blödsinn. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei Borussia wieder in die
alten Verhaltensmuster verfällt.“
Auch Myschkin war in seinem grenzenlosen
Optimismus überzeugt, dass Frontzeck
zum Saisonende „mit Kusshand der Fans“
noch Borussen-Trainer sei. Dies aber in der Traumwelt von Veltins nur, „weil er das
Angebot von Real Madrid nachdem sie José Mourinho gefeuert hatten ablehnt.“ Mourinho blieb Real bekanntlich
erhalten, Eher hätte da noch geißbockhangons
Tipp aufgehen können, da er eine Nummer tiefer ansetzt: „obwohl schalke versuchen wird ihn abzuwerben,
weil Magath mit Tönnies Krach bekommt und zu RB Leipzig wechselt.“
„Kontinuität“, so runner-0408, „ist endlich
nicht nur ein Wort. Auch im negativsten Fall wird er Trainer bleiben“. Norm geht noch einen Schritt weiter, der ihm aber gleich den Flop-Platz 1
einbringt, denn er glaubte, dass Frontzeck „selbst einen Abstieg "überleben" würde. „Alles
andere“, so Abwehrbollwerk, „wäre angesichts der vergangenen Saison, der
Vertragsverlängerung und der Außendarstellung ein Armutszeugnis und würde den
Verein wieder weit zurückwerfen.“ Chefdröhner hoffte „darauf, dass Borussia wirklich eine
Langfrist-Strategie verfolgt. Wenn eine Niederlagenserie kommt, wird man sehen,
was die Sprüche wert sind.“
Am Ende kam bekanntlich alles ganz anders und fast alle waren froh
darüber. Sicher auch simonsen, der
seinen Fauxpas aus dem Sommer inzwischen einsehen wird. Damals glaubte er noch:
„Es gibt auch keine Alternativen. Mehr
Gladbacher geht nicht.“ Lucien Favre wird angesichts seiner Historie lange
brauchen ehe er die Gladbach-Affinität eines Michael Frontzeck erreicht. Aber
schon nach 100 Tagen führte er die Sprüche z. B. von NiederrheinSauerländer, Baerlino, Rom1977 und Cato ad absurdum, die einträchtig vor Saisonbeginn zur Trainerfrage
rückfragten: „Wer sonst?“
Sie und viele andere schienen fast schon erbost, dass eine solch
eindeutige Frage überhaupt gestellt würde, denn ein Festhalten am Coach sei, so
RauteimHerzen, „selbstverständlich. Die Frage stellt sich gar nicht.“ Auch Elm schoss in dieselbe Richtung mit einem
„Ja klar, wieso nicht?“
Kommen wir
abschließend zu einigen der herrlichsten Lobeshymnen auf „Trainergott“ Michael Frontzeck, die für sich stehen und kaum einer Kommentierung bedürfen. Im
Nachhinein klingen sie ebenso bizarr wie tragisch-komisch, so dass sie fast
schon zu schade für lediglich eine profane Flop-Platzierung sind:
Luekar: „ja er wird mindestens noch 10 Jahre bleiben
und für uns das werden, was Schaaf für Werder ist. Max Eberl wird auch noch
sehr lange bleiben. Vielleicht werden ja Michael Frontzeck und Max Eberl den
Verein heiraten.“
skaster:
„Nach diesem fantastischen Tabellenplatz wird der Vertrag erneut vorzeitig
verlängert. Die Verehrung für ihn und die Stabilität und Kontinuität, die er in
die sportlichen Strukturen, die er
maßgeblich mit geschaffen hat, wächst wöchentlich. Kritiker gibt es
praktisch nicht mehr. Knippi besingt ihn in einem echten Gassenhauer, der es
bis in das Standardrepertoire der Nordkurve schafft, als
"Trainergott".“
Jameiker: „Die Borussia spielt unter Frontzeck eine
konstante Saison auch bei kurzen Schwächeperioden behält das Management die
Ruhe - eine Offerte des Ligakonkurrenten Hannover 96 lehnt Frontzeck zur
Winterpause ab.“
misterx: „Sollten wir deutscher Meister und
DFB-Pokalsieger werden hört er am Ende der Saison auf ansonsten ein klares JA.“
Borussenjupp: „er lehnt in der Winterpause ein Angebot von
den Bayern ab, sie vor dem Abstieg zu bewahren“
LA-Fohlen: „Es wird Unmut aufkommen, weil die Borussia
es nicht in die Championsleague schafft!“
Frage 5: Welcher
junge Spieler unter 21 Jahren macht den größten Sprung im/ins Profiteam von
Borussia?
Frage 4: Welcher Neuzugang aus dem Sommer 2010 wird am meisten enttäuschen?
Frage 3: Welcher Neuzugang aus dem Sommer 2010 schlägt am besten ein?
Frage 2: Welcher Spieler wird die größte negative Überraschung?
Frage 1: Welcher Spieler wird die größte positive Überraschung?
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