In welcher Form werden Lucien Favre und/oder Max Eberl in der Saison 2011/12
öffentlich in die Kritik geraten?
Normalerweise wird in Frage 6 der Borussen-Umfrage regelmäßig danach
gefragt, ob der jeweilige Borussen-Trainer die Saison übersteht. In aller Regel
fallen die Antworten eindeutig aus, denn nur die wenigsten Fans wollen an eine
Entlassung des Übungsleiters glauben. In diesem Jahr hätte es kaum Sinn gehabt,
Lucien Favre ernsthaft in Frage zu
stellen. Zu groß war seine Leistung, Borussia im Vorjahr doch noch in der
Bundesliga gehalten zu haben. In welcher Form Favre und Eberl dennoch
in dieser Saison kritisiert werden könnten, zeigen die folgenden Antworten.
Beginnen wir ein wenig intellektuell, denn dernichthüpft klärt uns mit all seinen Sprachkenntnissen über die
Ursprünge des Wortes „Kritik“ auf: „Die
beiden geraten in die Kritik, weil sie durch ihre Kritik (= französisch:
critique; ursprünglich griechisch: κριτική [τέχνη], kritikē [téchnē],
abgeleitet von κρίνειν krínein, „[unter-]scheiden, trennen“) bezeichnet „die
Kunst der Beurteilung, des Auseinanderhaltens von Fakten, der Infragestellung“
in Bezug auf eine Person oder einen Sachverhalt) uns auf einen durchaus
respektablen Weg bringen...“
Solch positiver Beurteilungen schließt sich Carlito an, da für ihn Favre
„schon bald von allen Seiten, vor allem
vom Boulevard als der "neue Weisweiler vom Borussia-Park" geadelt
wird, da er eine "neue Fohlenelf" auf den Platz stellt und den
Jugendstil von Dortmund und Mainz auf Gladbach übertragen kann.“ Zum
jetzigen Zeitpunkt scheint diese Antwort durchaus Top-Potential vorzuweisen.
Doch leider ist die Saison noch lang und vielleicht behält doch noch der
überkritische Nudelaug Recht, der Eberl – wie so viele andere – für seine
mutige Personalpolitik in diesem Sommer kritisiert, mit der er „den gleichen Fehler begangen hat wie im
Jahr zuvor: Zu wenig Routine geholt und nur auf Jungspunde gesetzt, die es aber
halt einfach nicht draufhaben.“ Er schlägt vor, „einen Sommer- und einen Winter-Manager zu installieren, da Eberl in der
kalten Jahreszeit bisher ja ganz netten Erfolg hatte. Vielleicht verträgt er
die Hitze nicht so? Favre wird man nur
vorwerfen, dass er sich bei der Saisonplanung nicht gegen Eberl durchsetzen
konnte. Nochmals in die Kritik wird der Schweizer geraten, wenn er im
Dorint-Hotel an der Seite von Norbert Kox gegen Königs, Eberl & Co schießt
nachdem die ihn im Dezember auf die Straße gesetzt haben.“
Es gibt sie also tatsächlich, die mutigen Borussen-Fans, die gegen den
Strom schwimmen und sich nicht der allgemeinen Euphorie um Wundermann Favre anschließen. So sehr man dies in
der momentanen Stimmungslage verurteilen möchte, sollte sich ein jeder
zurückerinnern an die Vergangenheit, als schon sehr oft vom großen Neuanfang
geträumt wurde. Ob Friedel Rausch, Holger Fach, Dick Advocaat oder Jos Luhukay.
Erwartungen wurden zu Beginn fast immer geschürt, die sich später dann als vorschnell
entpuppten und oft im nächsten Alptraum endeten. Auch wenn in diesen Tagen
vieles anders aussieht, sind die Gedanken der Skeptiker leider nicht ganz so
aus der Luft gegriffen wie wir es uns wünschen würden.
Sternburg zeigt
sich z. B. sehr ernüchtert, dass „der
eher spröde Fussball, den Favre spielen lässt sowie die Tatsache, dass wir im
Sommer 2012 weder die CL gewonnen haben noch per Wild Card zur EM eingeladen
worden sein werden, dazu führen, dass der lächerlich gottgleiche Status des
Mannes zum Ende der Rückrunde verdientem Respekt bis vereinzelten (und noch
viel lächerlicheren) offenem Abscheu weichen wird. Wenn auch langsam. Ungefähr
im April 2012 wird man sich mit Anhängern dieses Vereins über den Übungsleiter
wieder halbwegs normal unterhalten können. Richtig Ärger gibt es dann ein Jahr
später.“
Auch Odoakars Antwort stützt sich auf
jahrzehntelange Erfahrungen als Borussen-Fan, wenn er fürchtet, „beide werden in der Winterpause aufgrund der wieder einmal katastrophalen
Hinrunde entlassen.“ Oder NetzersScheitel,
für den Favre „wegen Erfolglosigkeit die Saison nicht überstehen wird.“ Holly wirft dem Schweizer sogar „Antifußball“ vor, der „die Stars vergrault“. Postmann007
ist kein Freund knapper 1:0-Spiele, denn Favres
„klein - klein - direkt gespiele wird
mich noch so aufregen, dass ich froh bin wenn es mal über Außen mit langen
Bällen geht. Favre kommt also wegen seiner Spielweise in die Kritik und Maxi
kommt mit dem stänkernden und Unsinnverbreitenden Hanke nicht klar.“
Unsinn verbreitet ganz bestimmt glurk,
der es sich herausnimmt, „zwei
Niederlagen gegen den 1.FC Köln“ einzuplanen, „die die Geschichte vom letzten Jahr fast umdrehen werden.“ Zum
Glück gibt es aber Geschichten, die sich seit Jahrzehnten immer wieder in
schönster Tradition wiederholen.
Apropos Köln. Käpt´n Kasey scheint im Express etwas
zu viel über unseren rheinischen Nachbarn und seine chaotische
Saisonvorbereitung gelesen zu haben. Jedenfalls liest sich seine Prognose eher
wie eine schlechte Kopie Kölscher Realitäten: „Der entscheidende Fehler von Favre: Die Absetzung von Filip Daems als
Kapitän kurz vor Saisonstart! Das hätte der Trainer aber nun wirklich wissen
müssen: Wer dem Kapitän nicht sofort bei Amtsantritt bedingungslos zu Füßen
liegt, hat Fans, Presse und natürlich Daems selber direkt mal gegen sich. Die
Meinung, nur das Beste für den Verein im Blick zu haben stößt auf allgemeines
Unverständnis. Daems reagiert bockig, kann die Entscheidung nicht 100%-ig
nachvollziehen und vermutet, dass Eberl im Hintergrund die Fäden gezogen hat.
Der neue Kapitän Mike Hanke lehnt ein kurzfristig eingetroffenes
Millionenangebot aus der Ukraine ab, wirkt durch sein neues Amt wie beflügelt
und erzielt beide Tore beim 2:2 Saisonstart in München. Anschließend liebäugelt
er mit der EM-Teilnahme ("Mit mir wird Deutschland nicht Vize!").
Daraufhin stellt er das Toreschießen bis zur Winterpause ein. Weder Eberl noch
Favre können entgegensteuern, da sie mit anderen internen Brandherden beschäftigt
sind. Der Begriff vom Gladbacher Klüngel hat sich inzwischen etabliert.“
Nicht nur Luekar fühlte sich
durch die offene Frage zu einer humorvollen Antwort eingeladen: „Lucien Favre … bekommt ein Angebot von
James Cameron für die Dreharbeiten an Titanic 2. Natürlich wird er diesmal auch
die Titanic als Kapitän retten. Anschließend wechselt Favre in die griechische
Regierung und rettet Griechenland. Max
Eberl wird sein Schicksal bei Borussia mit dem Euro-Kurs verknüpfen. Der Euro
stirbt, Deutschland bekommt die D-Mark zurück. Max Eberl bleibt bei Borussia
und holt Michael Frontzeck als Trainer zurück, nachdem dieser zufällig mit dem
Fahrrad an Königs Haus vorbeifuhr.“
Auch Yourian spielt auf die
absurde Vogts-Kritik der Vorsaison an, indem er jedwede Kritik an den sportlich
Verantwortlichen in Mönchengladbach als selbstverständlich bezeichnet, „egal was sie machen und wenn sie nur mitm
Rad am Park vorbei fahren.“ Internetzer
sieht den größten Kritikpunkt an unserem Manager, „nicht rechtzeitig das Hotel für das Pokalfinale gebucht zu haben.“
Weitere humorige Antworten kommen von den folgenden Umfrage-Teilnehmern:
Senffrosch:
„Lucien Favre,weil er er keine Spreeborussejacke besitzt. Max Eberl,weil er es
auch 2011/12 nicht schafft einen reibungslosen/flüssigen Ablauf auf den
Herrentoiletten zu organisieren.“,
DankeBonfim:
„Max Eberl wird in der 30-iger Zone bei Tempo 42 geblitzt und Lucien Favre
verpasst nach einem Heimaturlaub sein Flugzeug.“,
Jimmy
Anderson: „Maxi weil er trotz vorhandener Mittel nicht M.Forsell verplichtet
hat (Achtung Ironie). Lucien wegen seiner Fremdwörter (polyvalent).“,
Nakhon: Eberl
nimmt weiter zu und Favre wird angeprangert, warum er kein Meister mit dieser
jungen Mannschaft wird. Hat ja ein Klopp schließlich auch geschafft.“,
Floyd74:
„Eberl gerät unter Zugzwang weil er Michael Frontzeck als Taktik Trainer an
Bord holen will.“,
Myschkin:
„Ansonsten wird es nur einen gewichtigen Skandal geben, nachdem Eberl während
eines frühmorgentlichem Gassigangs mit Hans Meyer dessen Hund ausspannt.“,
Kayak: „Wenn
es zu Auseinandersetzungen kommt, dann aufgrund des Versuches von Favre,
Wichniarek zu verpflichten.“,
Apolonio27:
„Ihnen fällt die Meisterschale beim Autokorso aus der Hand und die
Meistergravuren vom 1.FC Köln werden dadurch unleserlich, was eine Hetzkampagne
gegen beide durch den Express zur Folge hat.“,
Peter
Nielsen: „Sie werden dafür kritisiert, beim Doppelpass (ohne Lattek) die bei
weitem langweiligsten Gäste gewesen zu sein...“,
drunkenbruno:
„Eberl wird vorgeworfen der Mannschaft ein schlechtes Vorbild zu sein. Nach der
Siegesserie am Anfang der Saison und den damit verbundenen üppigen Feiern
danach, nimmt er spürbar zu und wird öffentlich von der BLÖD an den Pranger
gestellt. "Maxi, nimm endlich ab!" Favre wird kritisiert dafür, dass
er Eberl nicht mehr erlaubt mit der Mannschaft zu trainieren und äußert sich
wie folgt: „Maxi ist kein gutes Beispiel
für meine Jungs. Er ist viel zu dick und er hat in seiner ganzen Laufbahn kein
Tor geschossen und ich habe Angst, dass sich das auf meine Mannschaft
überträgt."“,
Bounty: „Es
wird sich rausstellen das lf gar nicht lf ist sondern ein bezahlter
königstreuer in Tarnkappe. Eberl wusste von alledem bereits zu beginn. Da der
lf Spion aber mit einem Fahrrad zur Arbeit zufällig kam, war er ihm sehr
sympathisch und machte das ganze mit. Daraus wird sich die Initiative Anti-Eberl
und Anhang bilden die versuchen wollen Tarnkappen verbieten zu lassen und
deswegen Lothar Matthäus als neuen Trainer und Peter Neururer als spodi zu
bekommen.“.
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