Bundesliga 2011/2012

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Borussen-Umfrage 2011/12 - Frage 6 Drucken
Geschrieben von Michael Heinen   
Samstag, 03 September 2011
In welcher Form werden Lucien Favre und/oder Max Eberl in der Saison 2011/12 öffentlich in die Kritik geraten?

Normalerweise wird in Frage 6 der Borussen-Umfrage regelmäßig danach gefragt, ob der jeweilige Borussen-Trainer die Saison übersteht. In aller Regel fallen die Antworten eindeutig aus, denn nur die wenigsten Fans wollen an eine Entlassung des Übungsleiters glauben. In diesem Jahr hätte es kaum Sinn gehabt, Lucien Favre ernsthaft in Frage zu stellen. Zu groß war seine Leistung, Borussia im Vorjahr doch noch in der Bundesliga gehalten zu haben. In welcher Form Favre und Eberl dennoch in dieser Saison kritisiert werden könnten, zeigen die folgenden Antworten.


Beginnen wir ein wenig intellektuell, denn dernichthüpft klärt uns mit all seinen Sprachkenntnissen über die Ursprünge des Wortes „Kritik“ auf: „Die beiden geraten in die Kritik, weil sie durch ihre Kritik (= französisch: critique; ursprünglich griechisch: κριτική [τέχνη], kritikē [téchnē], abgeleitet von κρίνειν krínein, „[unter-]scheiden, trennen“) bezeichnet „die Kunst der Beurteilung, des Auseinanderhaltens von Fakten, der Infragestellung“ in Bezug auf eine Person oder einen Sachverhalt) uns auf einen durchaus respektablen Weg bringen...

 

Solch positiver Beurteilungen schließt sich Carlito an, da für ihn Favreschon bald von allen Seiten, vor allem vom Boulevard als der "neue Weisweiler vom Borussia-Park" geadelt wird, da er eine "neue Fohlenelf" auf den Platz stellt und den Jugendstil von Dortmund und Mainz auf Gladbach übertragen kann.“ Zum jetzigen Zeitpunkt scheint diese Antwort durchaus Top-Potential vorzuweisen. Doch leider ist die Saison noch lang und vielleicht behält doch noch der überkritische Nudelaug Recht, der Eberl – wie so viele andere – für seine mutige Personalpolitik in diesem Sommer kritisiert, mit der er „den gleichen Fehler begangen hat wie im Jahr zuvor: Zu wenig Routine geholt und nur auf Jungspunde gesetzt, die es aber halt einfach nicht draufhaben.“ Er schlägt vor, „einen Sommer- und einen Winter-Manager zu installieren, da Eberl in der kalten Jahreszeit bisher ja ganz netten Erfolg hatte. Vielleicht verträgt er die Hitze nicht so?  Favre wird man nur vorwerfen, dass er sich bei der Saisonplanung nicht gegen Eberl durchsetzen konnte. Nochmals in die Kritik wird der Schweizer geraten, wenn er im Dorint-Hotel an der Seite von Norbert Kox gegen Königs, Eberl & Co schießt nachdem die ihn im Dezember auf die Straße gesetzt haben.

 

Es gibt sie also tatsächlich, die mutigen Borussen-Fans, die gegen den Strom schwimmen und sich nicht der allgemeinen Euphorie um Wundermann Favre anschließen. So sehr man dies in der momentanen Stimmungslage verurteilen möchte, sollte sich ein jeder zurückerinnern an die Vergangenheit, als schon sehr oft vom großen Neuanfang geträumt wurde. Ob Friedel Rausch, Holger Fach, Dick Advocaat oder Jos Luhukay. Erwartungen wurden zu Beginn fast immer geschürt, die sich später dann als vorschnell entpuppten und oft im nächsten Alptraum endeten. Auch wenn in diesen Tagen vieles anders aussieht, sind die Gedanken der Skeptiker leider nicht ganz so aus der Luft gegriffen wie wir es uns wünschen würden.

 

Sternburg zeigt sich z. B. sehr ernüchtert, dass „der eher spröde Fussball, den Favre spielen lässt sowie die Tatsache, dass wir im Sommer 2012 weder die CL gewonnen haben noch per Wild Card zur EM eingeladen worden sein werden, dazu führen, dass der lächerlich gottgleiche Status des Mannes zum Ende der Rückrunde verdientem Respekt bis vereinzelten (und noch viel lächerlicheren) offenem Abscheu weichen wird. Wenn auch langsam. Ungefähr im April 2012 wird man sich mit Anhängern dieses Vereins über den Übungsleiter wieder halbwegs normal unterhalten können. Richtig Ärger gibt es dann ein Jahr später.

 

Auch Odoakars Antwort stützt sich auf jahrzehntelange Erfahrungen als Borussen-Fan, wenn er fürchtet, „beide werden in der Winterpause aufgrund der wieder einmal katastrophalen Hinrunde entlassen.“ Oder NetzersScheitel, für den Favrewegen Erfolglosigkeit die Saison nicht überstehen wird.Holly wirft dem Schweizer sogar „Antifußball“ vor, der „die Stars vergrault“.  Postmann007 ist kein Freund knapper 1:0-Spiele, denn Favresklein - klein - direkt gespiele wird mich noch so aufregen, dass ich froh bin wenn es mal über Außen mit langen Bällen geht. Favre kommt also wegen seiner Spielweise in die Kritik und Maxi kommt mit dem stänkernden und Unsinnverbreitenden Hanke nicht klar.

 

Unsinn verbreitet ganz bestimmt glurk, der es sich herausnimmt, „zwei Niederlagen gegen den 1.FC Köln“ einzuplanen, „die die Geschichte vom letzten Jahr fast umdrehen werden.“ Zum Glück gibt es aber Geschichten, die sich seit Jahrzehnten immer wieder in schönster Tradition wiederholen.

 

Apropos Köln. Käpt´n Kasey scheint im Express etwas zu viel über unseren rheinischen Nachbarn und seine chaotische Saisonvorbereitung gelesen zu haben. Jedenfalls liest sich seine Prognose eher wie eine schlechte Kopie Kölscher Realitäten: „Der entscheidende Fehler von Favre: Die Absetzung von Filip Daems als Kapitän kurz vor Saisonstart! Das hätte der Trainer aber nun wirklich wissen müssen: Wer dem Kapitän nicht sofort bei Amtsantritt bedingungslos zu Füßen liegt, hat Fans, Presse und natürlich Daems selber direkt mal gegen sich. Die Meinung, nur das Beste für den Verein im Blick zu haben stößt auf allgemeines Unverständnis. Daems reagiert bockig, kann die Entscheidung nicht 100%-ig nachvollziehen und vermutet, dass Eberl im Hintergrund die Fäden gezogen hat. Der neue Kapitän Mike Hanke lehnt ein kurzfristig eingetroffenes Millionenangebot aus der Ukraine ab, wirkt durch sein neues Amt wie beflügelt und erzielt beide Tore beim 2:2 Saisonstart in München. Anschließend liebäugelt er mit der EM-Teilnahme ("Mit mir wird Deutschland nicht Vize!"). Daraufhin stellt er das Toreschießen bis zur Winterpause ein. Weder Eberl noch Favre können entgegensteuern, da sie mit anderen internen Brandherden beschäftigt sind. Der Begriff vom Gladbacher Klüngel hat sich inzwischen etabliert.

 

Nicht nur Luekar fühlte sich durch die offene Frage zu einer humorvollen Antwort eingeladen: „Lucien Favre … bekommt ein Angebot von James Cameron für die Dreharbeiten an Titanic 2. Natürlich wird er diesmal auch die Titanic als Kapitän retten. Anschließend wechselt Favre in die griechische Regierung und rettet Griechenland.  Max Eberl wird sein Schicksal bei Borussia mit dem Euro-Kurs verknüpfen. Der Euro stirbt, Deutschland bekommt die D-Mark zurück. Max Eberl bleibt bei Borussia und holt Michael Frontzeck als Trainer zurück, nachdem dieser zufällig mit dem Fahrrad an Königs Haus vorbeifuhr.

 

Auch Yourian spielt auf die absurde Vogts-Kritik der Vorsaison an, indem er jedwede Kritik an den sportlich Verantwortlichen in Mönchengladbach als selbstverständlich bezeichnet, „egal was sie machen und wenn sie nur mitm Rad am Park vorbei fahren.Internetzer sieht den größten Kritikpunkt an unserem Manager, „nicht rechtzeitig das Hotel für das Pokalfinale gebucht zu haben.“ Weitere humorige Antworten kommen von den folgenden Umfrage-Teilnehmern:

 

Senffrosch: „Lucien Favre,weil er er keine Spreeborussejacke besitzt. Max Eberl,weil er es auch 2011/12 nicht schafft einen reibungslosen/flüssigen Ablauf auf den Herrentoiletten zu organisieren.“,

 

DankeBonfim: „Max Eberl wird in der 30-iger Zone bei Tempo 42 geblitzt und Lucien Favre verpasst nach einem Heimaturlaub sein Flugzeug.“,

 

Jimmy Anderson: „Maxi weil er trotz vorhandener Mittel nicht M.Forsell verplichtet hat (Achtung Ironie). Lucien wegen seiner Fremdwörter (polyvalent).“,

 

Nakhon: Eberl nimmt weiter zu und Favre wird angeprangert, warum er kein Meister mit dieser jungen Mannschaft wird. Hat ja ein Klopp schließlich auch geschafft.“,

 

Floyd74: „Eberl gerät unter Zugzwang weil er Michael Frontzeck als Taktik Trainer an Bord holen will.“,

 

Myschkin: „Ansonsten wird es nur einen gewichtigen Skandal geben, nachdem Eberl während eines frühmorgentlichem Gassigangs mit Hans Meyer dessen Hund ausspannt.“,

 

Kayak: „Wenn es zu Auseinandersetzungen kommt, dann aufgrund des Versuches von Favre, Wichniarek zu verpflichten.“,

 

Apolonio27: „Ihnen fällt die Meisterschale beim Autokorso aus der Hand und die Meistergravuren vom 1.FC Köln werden dadurch unleserlich, was eine Hetzkampagne gegen beide durch den Express zur Folge hat.“,

 

Peter Nielsen: „Sie werden dafür kritisiert, beim Doppelpass (ohne Lattek) die bei weitem langweiligsten Gäste gewesen zu sein...“,

 

drunkenbruno: „Eberl wird vorgeworfen der Mannschaft ein schlechtes Vorbild zu sein. Nach der Siegesserie am Anfang der Saison und den damit verbundenen üppigen Feiern danach, nimmt er spürbar zu und wird öffentlich von der BLÖD an den Pranger gestellt. "Maxi, nimm endlich ab!" Favre wird kritisiert dafür, dass er Eberl nicht mehr erlaubt mit der Mannschaft zu trainieren und äußert sich wie folgt:  „Maxi ist kein gutes Beispiel für meine Jungs. Er ist viel zu dick und er hat in seiner ganzen Laufbahn kein Tor geschossen und ich habe Angst, dass sich das auf meine Mannschaft überträgt."“,   

 

Bounty: „Es wird sich rausstellen das lf gar nicht lf ist sondern ein bezahlter königstreuer in Tarnkappe. Eberl wusste von alledem bereits zu beginn. Da der lf Spion aber mit einem Fahrrad zur Arbeit zufällig kam, war er ihm sehr sympathisch und machte das ganze mit. Daraus wird sich die Initiative Anti-Eberl und Anhang bilden die versuchen wollen Tarnkappen verbieten zu lassen und deswegen Lothar Matthäus als neuen Trainer und Peter Neururer als spodi zu bekommen.“.