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Mit einem
knappen, aber letztlich verdienten 1:0-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern zitterte
sich Borussia vorläufig auf den 2. Platz der Bundesliga-Tabelle. Während
Marco Reus und Igor de Camargo die positivsten Schlagzeilen damit schrieben,
verletzungsfrei durch die Partie gekommen zu sein, machte dieses Mal der
bärenstarke Juan Arango den Unterschied, der nicht nur wegen seines Treffers neben den Außenverteidigern und Marc-André ter Stegen
bester Borusse war.
Lucien
Favre hatte sich überraschend für Marx und Brouwers sowie gegen Nordtveit und
Stranzl in der Startformation entschieden. Damit standen außer dem heute
blassen Mike Hanke nur Borussen auf dem Platz, die bereits in der Vorrunde der
Vorsaison im Kader gestanden waren. Umso erstaunlicher, dass diese Mannschaft
bereits nach 5 Spielen so viele Punkte eingefahren hat wie im vorigen Jahr nach
17 Spieltagen.
Dabei
fühlte man sich in Halbzeit 1 streckenweise an die trübere Vergangenheit
zurückerinnert. Nachdem die Gastgeber anfänglich bemüht waren, an die tolle
Leistung aus dem letzten Heimspiel anzuknüpfen und durch de Camargo früh zur
ersten guten Offensivaktion und Chance kamen, verflachte die Partie nach einer
knappen Viertelstunde zusehends. Wer geglaubt hatte, den Tabellen-17. haushoch
aus dem Stadion schießen zu können, wurde in dieser Phase bitter enttäuscht. Auch
andere Mannschaften in der Bundesliga haben so etwas wie eine Taktik und sind
in der Lage, defensiv kompakt zu stehen, um die gegnerische Offensive zu
stören. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass es sich nach der letzten
Abschlusstabelle um die Begegnung des 16. gegen den 7. handelte.
Nach dem
Seitenwechsel zeigte sich Borussia wieder engagierter und kämpfte sich
insbesondere über Fernschüsse in die Partie zurück. Nach 58 Minuten dann
endlich eine der viel trainierten flüssigen Kombinationen. Blitzschnell
gelangte der Ball über Neustädter zum rechts freigelaufenen Tony Jantschke. Der
Rechtsverteidiger, der zuletzt offensiv nicht immer für Glanzpunkte gesorgt
hatte, flankte blitzsauber auf den langen Pfosten, wo Juan Arango direkt volley
abzog und ins kurze Eck abschloss. U21-Nationaltorhüter Kevin Trapp hatte mit
so viel Brillanz offensichtlich nicht gerechnet und ließ den Ball in seiner
Torwartecke passieren.
Sein
Herausforderer bei Rainer Adrion heißt Marc-André ter Stegen und dieser hatte
zwei Minuten später seinen großen Moment. Für die ansonsten offensiv völlig
ungefährlichen Pfälzer setzte ihr Kapitän Christian Tiffert im Strafraum zum
Fallrückzieher an, der oben links zum Ausgleich eingeschlagen wäre. Dies wusste
aber Gladbachs Keeper mit einem Weltklasse-Reflex zu verhindern.
Ansonsten
hatte Borussias Defensive den Gast mit beeindruckender Leichtigkeit im Griff.
Nach vorne tat man sich zwar gleichfalls schwer, hätte aber dennoch mit 2:0
gewinnen müssen, als sich der eingewechselte Raul Bobadilla engagiert gegen
Rodnei durchsetzte und frei auf Trapp zulief. Der bullige Argentinier wollte es
leider wieder einmal zu genau machen und setzte den Ball mit dem rechten
Außenrist am Tor vorbei.Nicht nur
weil dies letztlich ohne größere Folgen blieb, sollte dem Argentinier dies
verziehen werden, da er sich insgesamt nach seiner Einwechselung sehr kampfstark
präsentierte und die ihm zukünftig vermutlich häufiger blühende Rolle als
Edeljoker positiv annahm.
Borussia: ter Stegen
– Jantschke, Brouwers, Dante, Daems – Reus (86. Herrmann), Marx (75. Nordtveit),
Neustädter, Arango – Hanke (60. Bobadilla), de Camargo
Lautern: Trapp –
Dick, Amedick, Rodnei, Jessen – Tiffert, Petsos (71. Sahan), Kirch, Fortounis –
Sukuta-Pasu (67. Walch), Shechter
Tore: 1:0
(58.) Arango
Gelbe Karten:
Dante, Nordtveit – Shechter, Amedick, Tiffert, Sahan
Zuschauer:
52.083
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