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Home 2006/07 11, A, BL, Schalke 04
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Vorbericht, Spieltag 11: FC Schalke 04 |
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Geschrieben von Th. Zocher u. Michael Koll
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Montag, 06 November 2006 |
Man muss nicht fremden Sprachen mächtig sein, um im Fußball eine
„englische Woche“ durchzustehen. Dieser Begriff definiert für
gewöhnlich lediglich die Situation, binnen sieben Tagen mehr als zwei
Pflichtspiele zu bestreiten und – ja, genau - für die Borussia steht am
Mittwochabend ihr zweites von drei Spielen binnen jener Frist auf dem
Programm. Gegner ist der FC Schalke 04 aus Gelsenkirchen und für
SEITENWAHL bietet sich die Gelegenheit, in die Rolle eines Gastgebers
zu schlüpfen. So übernimmt diesen Vorbericht zur Hälfte Michael Koll,
ein den Gelsenkirchenern längst und seit langer Zeit erlegener
Fußballfreund; wir bedanken uns schon an dieser Stelle bei Michael für
seine Auskunftsfreude und seine Bereitschaft sich für diese Partie mit
der Redaktion im Ergebnistipp zu messen
Borussia
Zu Beginn gleich einmal erfreuliche Neuigkeiten aus der
Abteilung der statistischen Erbsenzählerei. In den letzten drei Jahren war ein
Heimspiel gegen Schalke 04 gleich zweimal auf jeweils eine Heimniederlage der
Borussia gefolgt und beide Male schritt die Borussia am Ende nicht als
Verlierer vom Feld, wobei von diesen beiden Duellen besonders das Heimspiel
unter Holger Fach im Mai 2004 in Erinnerung blieb. Weswegen? Nun, es kommt ja
oft vor, dass ein unterlegener Gästetrainer artig vor dem anschließenden
puddinglosen Zu-Bett-Gehen zerknirscht seinen „herzlichen Glückwunsch"
ausspricht, doch wer sich an die Pressekonferenz von jenem vorletzten
Bökelbergheimspiel der Bundesligageschichte erinnert, der darf sich sicher sein
einer denkwürdigen Szenerie beigewohnt zu haben. In feinstem königsblauen
Polyamid gewandet ließ da ein in Ehren ergrauter Mann trotz aller ihn erfassten
Wehmut freudig Erlebnisse Revue passieren, die prägnant zusammengefasst als
nichts anderes als eine Liebeserklärung an Borussia und den altehrwürdigen
Bökelberg aufzufassen waren; mit der absolut bemerkenswerten Formulierung zum
Schluss, dass „wir" (Borussen) mit dem Sieg über immerhin seinen Arbeitgeber
den Klassenerhalt nun wohl sicher hätten.
Auf eine Art beeindruckend, fürwahr, und zweifelsohne ein
Erlebnis dessen man sich gern erinnert. Keine dahingerotzte Höflichkeit, kein
freundliches Geheische, eine echte Besonderheit halt, die unter Beweis stellt
welche Barrieren egal sein können, wenn pure Identifikation vorhanden ist.
Jene, die man sich zur Zeit vom Heimpublikum wieder wünschen darf. So hat das
Pulk Unterstützer in der Nordkurve der Hennes-Weisweiler-Allee beim letzten
Heimspiel gegen Leverkusen schon mit allerlei Aktionismus gezeigt, dass es
zunächst das Resultat betrachtet, um dann schnurstracks auf die Leistung zu
schließen. Eine nuancierte Grauzone, in der sich die Borussia tabellarisch
bewegt, existiert für jenes Publikum also nicht. Es regiert Himmelhoch
jauchzend oder zu Tode betrübt. Schwarz und Weiß sind folglich nicht allein
Borussias Farben, sondern der gültige Bewertungsmaßstab in den Köpfen ihrer
Anhängerschaft; kein optimaler Boden für Jupp Heynckes um eine neue, eine gute
Mannschaft entstehen zu lassen.
Borussias Defensive
Gemessen an den Eindrücken des letzten Heimspiels hatte
die Borussia keine sonderlich stabile Abwehr vorzuweisen, gefüttert von der den
jungen Spielern wie Tobias Levels und Marvin Compper noch zur Seite stehenden
Nervosität war die in diesem Mannschaftsteil fünfmal zuschlagende Verletzungssituation
massiver Auslöser von Schlägen in das Kontor gewesen, die Borussia anfällig gemacht hatte. Folgerichtig ließ Heynckes gegen
Frankfurt ein bisschen mehr Routine in die Abwehr Einzug halten, nominierte
Thomas Helveg für „Olli" Kirch und durfte sich aufgrund der Defensive in Frankfurt
in dieser Maßnahme bestätigt sehen. Der Routinier aus Odense gab der
Rest-Abwehr Halt und klärte Situationen mit einer Souveränität, die ein zur
Zeit deutlich „ins kalte Wasser" geworfener Jungspund wie Marvin Compper sich
erst noch anzueignen hat. Helveg wusste stets die richtige Entscheidung zu
treffen, hatte aber das Pech, dass zwei taktische Fouls ihn um die Gelegenheit
brachten gegen Schalke nun zu zeigen, dass er wirklich die zur Zeit bessere
Wahl mit Blickrichtung auf eine stabile Borussenabwehr ist.
So wird
Heynckes Helveg zu ersetzen haben. Er hätte dies mit Kirch tun können, doch in
der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag gab es dazu die Auskunft, dass Kirch
aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht spielen könne. Heynckes kann auch
Tobias Levels, der gemäß der Meinung des Trainers auf allen Defensivpositionen
zum Zug kommen kann, nicht als Helveg-Ersatz zur Hand nehmen, da Levels
aufgrund des Ausfalls von Bo Svensson weiter in der Zentrale neben Zé António
gebraucht wird. So bleibt Borussia für die Besetzung nur ein noch tieferer
Griff in die Schatulle der Nachwuchskräfte. Robert Fleßers etwa könnte
eingesetzt werden - möglicherweise löst Heynckes die Problematik aber auch mit Peer
Kluge, in Frankfurt im Mittelfeldzentrum aktiv, und baut dafür seine Mittelfeldbesetzung
um.
Borussias Offensive
Optimisten sehen in der Leistung der Offensive der
Borussia in Frankfurt eine einhundertprozentige Chancenauswertung, Pessimisten
bemängeln, dass die Borussia offensiv nicht wesentlich mehr hinbekommen habe
als jenes zu Unrecht nicht anerkannte Tor von Marvin Compper. Da es ein
Heimspiel ist und die Borussia mutmaßlich über deutlich langanhaltendere Phasen
Ballbesitz haben wird, bietet sich die Hereinnahme des in Frankfurt von der
Bank eingesetzten Oliver Neuville an. Sein Pendant im Sturm wird mutmaßlich
Kahê heißen und somit ist die Frage nach Nando Rafael, der seine erste
Bewährungsschance nach dem Osnabrückspiel in Frankfurt nicht nutzen konnte,
bereits beantwortet - der gebürtige Angolaner wird aus der Startformation
weichen müssen.
Möglicherweise überlegt sich Jupp Heynckes auch eine
stärkere Akzentuierung auf die Offensive, hierfür würde sich der
Einsatz des
Schweizers David Degen von Beginn an anbieten. Diese Überlegung würde
aber die Position von Federico
Insúa bedrohen, sollte Heynckes - wie gegen Leverkusen nach der Pause -
den vom
heutigen Gegner ausgeliehenen Delura für die Mittelfeldzentrale
vorsehen.
Entscheidend könnte hier sein, ob Peer Kluge in der Tat als
Außenverteidiger
aushelfen muss. Dann wäre eine Position im Mittelfeld ohnehin zu
besetzen.
Dafür würde sich etwa Bernd Thijs anbieten und Insúa bliebe nur dann
nicht in der Elf, wenn Heynckes Delura und Degen gemeinsam aufbietet.
Der Gegner aus Gelsenkirchen
... hat derzeit Defizite in allen relevanten Belangen.
Trainer, Manager, Kader, Fans. Alles unterhalb dessen was geht (Fans) bzw.
vorgegeben wurde (Slomka/Müller). Ich werde versuchen, das Wort "Potential" zu vermeiden.
"Potential" ist ein Unwort sondergleichen und gemahnt an Rolli Rüßmann in der Gladbacher Abstiegssaison.
Wann war das? 1999? Egal, RR jedenfalls
ist heute noch davon überzeugt, dass
der Fohlenkader in der Abstiegssaison tierisch Potential hatte. Was latürnich Stuss ist. Genau so wie die
auf Schalke häufig geäußerte These
seitens Fans und Management, Schalke hätte nach Werder und Bayern den besten Kader und das Potential um den
Titel mitzuspielen. Nee, is klar. Mit der Schnute vielleicht. 3
Beispiele?
- Totale Dominanz
- Wir wollen ins UEFA-Cup-Finale
- Wir wollen deutscher Meister werden
Punkt 1 kann man noch als misslungene Fingerübung eines
Freizeitpsychologen entschuldigen, die Punkte 2 und 3 hingegen offenbaren das ganze Elend. "Matthias
Sammer will Jennifer Aniston nach Blind Date ehelichen" gehört in die
gleiche Akte. "Wollen" kann man viel, ich will auch das ein großer Arsch kommt und ganz Dortmund
zuscheißt.
Also, wat hamwer auf Schalke? 17 Punkte, Platz 4 und
bereits verpasste Ziele wie die
Gruppenphase des UEFA-Cups oder die dritte
Runde des DFB-Pokals. Vorgegebenes Ziel war ein CL-Platz, ich persönlich bin froh wenn wir Fünfter werden.
Kein Understatement, eher eine
realistische Einschätzung. Von den bisherigen Spielen war lediglich eines
wirklich gut, und das war natürlich der Sieg gegen Werder. Alles andere
rangiert zwischen bieder (Heimsieg gegen WOB)
und glücklich (Sieg in Aachen).
System seit Sonntag wieder 4-3-3. Eigentlich dachte ich,
Slomka hätte geschnallt dass die Mannschaft nicht das Zeug dazu hat.
Schließlich hat er vor wenigen Wochen auf 4-4-2 umgestellt (das Systemopfer
hieß Løvenkrands), aber seit dem Bayern-Spiel spielen wir halt doch wieder mit
3 echten "Spitzen" in 2 echten Anführungszeichen.
Schalker Defensive
Marcelo Bordon heißt der sportliche wie charakterliche
Fels in der Brandung. Alle anderen dürfen lediglich in Ermangelung wirklich
guter Verteidiger auflaufen. Wobei unsere Höchststrafe Mladen Krstajic heißt.
Immer für einen spielentscheidenden Bock und/oder einen Platzverweis gut. Egal
ob innen oder außen. Dario Rodriguez ist nicht ganz so unterirdisch wie die
fünf Jahre zuvor, Rafinha und „Kobi" sind Schatten ihrer selbst. Ob Tim
Hoogland eine Alternative ist, wird die Zeit zeigen. Gleiches gilt für
Christian Pander nach seiner 18-monatigen Pause. Da darf man schon mal das
Metzelder-Syndrom befürchten.
Vor der Kette wird der abgewanderte Christian Poulsen
mindestens adäquat duch Zlatan
Bajramovic ersetzt. Nein, das ist ausnahmsweise mal kein Zynismus. Zlatan spielt eine gute Saison, und wenn er
sich mal im Zaum hätte, dann müsste man
nicht in jedem Spiel befürchten, dass er vorzeitig runter muss. Neben „Bajra"
stümpert seit Fabian Ernsts Verletzung
im Wechsel entweder Hamit Altintop oder Gustavo Varela.
Das Thema Torwart: Frank Rost hat uns Spiele gewonnen,
auch diese Saison, und zwar nicht nur in Hamburg. Richtig ist aber auch, dass
Manuel Neuer in allen Spielen vor dem aktuellen Torwarttausch bislang
fehlerfrei hielt. Ob das Spiel in Stuttgart (das bislang letzte Spiel mit
„Fäustel" im Tor, Endstand 0:3 und mindestens 2 davon tragen den Namen Rost) Auslöser genug sein darf einen
solchen Schritt zu vollziehen, sei dahingestellt. Gegen Bayern war Manuel
jedenfalls alles andere als ein ruhender Pol.
Schalker Offensive
Kennt Ihr den hier? "Wir haben 5 Top-Stürmer, da ist
es doch logisch dass 2 auch mal auf die Bank müssen." (Andreas Müller nach
dem zweiten oder dritten Spieltag). Na, wer findet den Fehler?
Im Einzelnen: Halil Altintop wäre nicht der erste Stürmer,
der in der Liga nur ein gutes Jahr
hatte. Peter Løvenkrands ist noch nicht lange bei uns und sollte daher noch
Artenschutz genießen. Trotzdem darf er mal die eingebaute Tarnkappe abnehmen.
In der Mitte dann Kevin Kuranyi, an welchem sich die Geister zwar nicht
scheiden, aber dessen Schicksal auch nicht wirklich gerecht ist. Er hat
wenigstens ab und an seine Momente, in
denen er als Vorlagengeber geglänzt hat und ist, was das Gesamtbild angeht,
sicher positiver als seine vorhin genannten Kollegen einzuschätzen.
Unser Problem ist jedoch, dass die beiden Stürmer, die uns
wirklich nach vorn bringen würden,
verletzt sind. Gerald Asamoah wird zwar oft belächelt, aber es gibt im Kader
keinen Stürmer, der auch mal Zweikämpfe annimmt und diese auch für sich
entscheidet. Und Sören Larsen war nie ein Techniker und wird das auch nie
werden, aber den Mann muss man wirklich nur vorn in die Mitte stellen. In
Steffen-Simon-Deutsch hieße das, er antizipiert die Bälle. Und auch wenn ich
Steffen Simon mit Anlauf furchtbar finde, so ist es dennoch nichts als die
Wahrheit. Letzte Saison übrigens 10 Treffer mit der halben Einsatzzeit eines Kevin Kuranyi (ebenfalls
10 Dingers).
Aber Asa und Sören sind bekanntlich verletzt, daher ist
nun wieder Løvenkrands-Kuranyi-Halil der Sturm der Wahl. Na denne: Toi, toi,
toi.
Hinter den Spitzen Lincoln. Tja, Lincoln. Spielt seit
Saisonbeginn
"mannschaftsdienlich", und die Anführungszeichen haben
ihre Berechtigung deswegen, weil die
wirklich wichtigen, wenn auch oft in den Schlot gehenden Einzelaktionen in
dieser Saison quasi nicht stattfinden. Er ist immer noch der Schalker mit den
meisten Aktionen und Ballberührungen, wirkt aber wie kastriert seitdem er
letzte Saison mal temporär raus musste. Die Alternative heißt Mesut Özil
und ist ein Hoffnungsträger der es
technisch drauf hat, aber der halt aufgrund seiner Jugend noch recht grün
hinter den Ohren ist.
Ganz schön viel Gejammere meinerseits,
stelle ich gerade fest. Aber zu keinem anderen Schluss kann man kommen, wenn
man die absolvierten Spiele als Basis nimmt. Euer Problem wäre es, zu viel
Respekt vor uns zu haben. Solltet Ihr freiwillig die Rolle des Karnickels vor
der zahnlosen Schlange übernehmen, dann haben wir 'ne Chance. Merke: Wir
spielen zwar immer 60 von 90 Minuten Geschrömmel, aber auf 'ne gute halbe
Stunde haben wir es noch in jedem Spiel gebracht. Manchmal hat das
gereicht.
Schiedsrichter
"Endlich" erhält der Münchener Peter Sippel vom ehemaligen
Zweitligisten Würzburger Kickers die Gelegenheit die Borussia auf heimischem
Platz zu begleiten, nachdem er sie nicht nur in der vergangenen Saison (bei
der Niederlage in Bremen am 23. Spieltag) ausschließlich auswärts pfeifen
durfte. Sippiel ist dem geneigten Borussenfreund dann auch besonders für seine
Sympathie mit Heimmannschaften in Erinnerung, besonders die beiden ersten
Auswärtsspiele beim 1. FC Kaiserslautern (2:3, 0:2) nach dem Wiederaufstieg
Borussias blieben da stark in der Erinnerung haften: Beim ersten Spiel ließ der
freundliche Bayer Kaiserslautern nach einem umstrittenen Elfmeter in der
Schlussphase so lange nachspielen, bis die Pfälzer doch noch zum glücklichen
Siegtreffer kamen, beim zweiten Match in Kaiserslautern versagte Sippel einem
herrlichen Tor Mikael Forssells die Anerkennung, weil Ivo Ulich den dabei
hilflosen Torwart Wiese auf boshafte Weise irritiert haben soll.
Von Schalker Seite gibt es hier keine Widersprüche. Die
Gelsenkirchener pfiff Herr Sippel in dieser Saison genauso häufig wie
die
Borussia, also überhaupt nicht, und da er so im Ruhrgebiet
keinen bleibenden Schaden in den Gedächtnissen hinterlassen konnte,
nehmen beide Parteien gemeinsam ihren trotzdem naiv anmutenden guten
Glauben zur Hand und hoffen, dass Herr Sippel seiner
Berufung Genüge tut und das Spiel tatsächlich eben unparteiisch leiten
wird. Hoffen wir auf einen Unparteiischen, keinen "das Unrecht im
besten Fall gerecht verteilenden" Referee.
Bilanz
Es ist der 35. Auftritt des FC Schalke bei der Borussia in
der Bundesliga und nicht jeder Auftritt endete dabei in einem solchen Debakel
wie jener am 7. Januar des Jahres 1967, als eine Schalker Elf, angeschlagen
über den Tod der Ehefrau ihres Mitspielers Kreuz, auf dem Bökelberg von Jupp
Heynckes und Kollegen mit 11:0 abgewatscht wurde. Seit dem Wiederaufstieg im
Sommer 2001 ist dieses nun anstehende Match das sechste, gewonnen hat die
Borussia nur jenes, in dem ihr aktueller Trainer Jupp Heynckes als
Gelsenkirchener Sachverwalter wirkte. Dieses 2:0 vom Mai 2004, gleichzeitig das
vorletzte Ligaspiel am Bökelberg, rettete der Borussia damals mit den Verbleib
in der Liga. Zuletzt gab es im Februar diesen Jahres ein schnödes 0:0, übrigens
auch an einem Mittwoch und vielmehr exakt neun Monate her. Insgesamt gewann die
Borussia 20 ihrer 34 Spiele gegen Schalke daheim, spielte in neun Begegnungen
Remis und verlor die fünf restlichen (76:26 Tore).
Aufstellungen
Borussia: Keller - Kluge, Levels, Zé
António, Compper - Delura, Polanski, Thijs, Insúa - Neuville, Kahê.
Ersatz: Heimeroth - Degen, Rafael, Fleßers, Thijs,
Sonck, Rubink
Es fehlen: Jansen, Bøgelund, Daems,
Svärd, Svensson, Kirch (alle verletzt), Helveg (gesperrt)
Schalke: Neuer - Rafinha, Bordon,
Rodriguez, Krstajic - Varela, Bajramovic, Kobiashvili - Halil Altintop,
Kuranyi, Løvenkrands.
Ersatz: Rost - Boenisch, Hoogland, Baumjohann, Heppke,
Kunert, Özil, Hamit Altintop
Es fehlen: Abel, Larsen, F. Ernst,
Lincoln, Asamoah (alle verletzt)
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Assistenten: Tobias Welz, Walter Hofmann
Vierter Offizieller: Christoph Bornhorst (Damme)
SEITENWAHL-Meinung
Christoph Clausen: Mit einem
leistungsgerechten 1:1 trennt sich die Borussia am Samstag von Schalke 04.
Damit wird die Partie in Hamburg zu einem kleinen Endspiel um die Frage, wer
vorerst in unerfreulichen Tabellenregionen stecken bleibt.
Michael Heinen:5 Niederlagen in Folge müssen nun
wirklich nicht sein. Von daher muss es gegen die Schalker zumindest zu einem
Unentschieden reichen. Mit 1:1 endet eine ordentliche Partie, nach der von
einer deutlichen Steigerung im spielerischen Bereich die Rede sein wird, ehe es
am Wochenende dann wieder in ein fremdes Stadion geht.
Mike Lukanz: Nicht immer wird Borussia ein solches Pech durch
Entscheidung der Schiedsrichter haben. Doch wenn man schon Herrn Takahara
gestattet, ein Tor zu erzielen, dann darf sich Kevin Kuranyi auf das Spiel
freuen. Schalke gewinnt 2:1 in Mönchengladbach, womit der beliebte "Herbst
am Niederrhein" endgültig eingeläutet sein dürfte.
Thomas Zocher: Geht Angst um in
Mönchengladbach? Nein! Greift Verunsicherung bei der Borussia um sich? Natürlich,
vier Niederlagen in Folge verunsichern jede Elf. Einem der besten Fußballer,
die der Gegner je hervorgebracht hat, Thon heißt der, ist der Satz
zugeschrieben, dass es selbst im Moment des Tiefpunktes stets einen positiven
Ansatz geben würde. Und in der Tat, mit dem 1:1 gegen den FC Schalke legt die
Borussenelf den Grundstein für weitere Punkte in weiteren Spielen.
Christian Heimanns: Auch wenn die Leistung in Frankfurt
einigermassen solide war, Siege holt man so nicht. Um Schalke zu
schlagen bräuchte es mehr Selbstvertrauen der Mannschaft, darum gibt es
heute ein 1:1.
Hans-Jürgen Görler: Es ist nur schwer vorstellbar,
dass der Abwärtstrend ausgerechnet gegen den FC Schalke 04 gestoppt werden
kann. Leider wird die Borussia mit 0:1 den Kürzeren ziehen und sich nach dem Mittwoch
im Abstiegskampf wiederfinden.
Michael
Koll: 3:1 für Gladbach. Und wer jetzt "Zweckpessimist!" ruft, dem
schalle ich "Nee, Realist!" entgegen. Wir haben nicht nur keinen
Knipser, wir haben auch keinen Vorbereiter. Theoretisch haben wir zwar beides,
aber praktisch pendelt unsere Torgefahr seit Monaten im eher homöopathischen
Bereich. Obendrein haben wir keine Abwehr, und zwar theoretisch wie praktisch.
Also, Dreier für Euch, Schweigen im Bus nach Hause für uns.
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