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Geschrieben von Mike Lukanz
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Dienstag, 13 Februar 2007 |
Mike,
herzlichen Glückwunsch: Deine guten Vorsätze haben
immerhin bis zum 13. Februar gehalten. Das dürfte weit über dem
Vorsatz-Durchschnitt liegen. Nichts ist bei Dir, so sagst Du,mehr mit Gries,
nichts mit Gram, nichts mit Kritik. Optimismus pur, so wie wir das von Dir
kennen und lieben, so wie wir das von Dir wünschen. Aber nicht wirklich nur
rosarot klingt das Timbre Deiner Zeilen: Täusche ich mich, oder ist da auch
(übrigens nicht zum ersten Mal) auch ein kleines bißchen Kränkung zu erkennen?
Auffallend oft betonst Du nun, Journalist zu sein, der in Trainingslager
mitfährt, in Mixed-Zonen darf, aber immer wieder klagst Du auch, dass Du Dich von
anderen als Fan-Page-Betreiber nicht ernst genommen fühlst. Das wundert mich.
Denn es wird doch bei Dir auch deutlich: In Gladbach gibt es derzeit keine
üblere Ansammlung von nichtswürdigen Nichtsen als die sogenannten
Sportjournalisten. Willst Du da wirklich dazu gehören? Wir vom VfLog
sind ja kleine Überlebenskünstler der VfLiebe, dankbar für jeden Klick und uns
stets bewusst, dass wir ein Minderheitenprogramm machen mit unserem kleinen
Familienblog. Und eins machen wir sicher nicht: Sportjournalismus, jedenfalls
nicht so, wie er derzeit gemeinhin betrieben wird.
Wöchentliche Trainerwechsel wären zum Beispiel wirklich
eine richtig schöne Maßnahme, um diese Sportjournalisten zufrieden zu stellen.
Und Gladbach gehört leider inzwischen zu den Vereinen, die vergleichsweise nah
an der Verwirklichung dieser Vision sind. Wie lange es Juhu-Luhu machen wird?
Wahrscheinlich weiß die BILD es schon heute, möglicherweise jedenfalls lange vor
Pander, lange vor dem Coach mit Sicherheit. Dies Spiel funktioniert, weil die
Sportjournalisten jeden Tag eine Zeitung verkaufen müssen. Wir zwei, wir
Seitenwähler und VfLogger, müssen das doch Gott sei Dank nicht. Und wenn uns mal
nichts einfällt, dann gibt es auf dem VfLog eben ein Kochrezept. Oder bei Euch
einen Hinweis darauf, dass Gladbach so viele Punkte Rückstand auf die Bayern
hat, wie die wiederum auf Schalke. Sicher, das ist albernes Zeug und hilft nicht
gegen den Abstieg. Das erfordert zumindest einen Funken Resthumor mehr als jede
"Trainer raus"-Schlagzeile. Aber es sind erfreulich andere Perspektiven als die,
die sich verkaufen lassen. Dabei sollten wir bleiben, findest Du nicht? Und
nicht nach Anerkennung von gerade denen heischen, die wir bekämpfen sollten. Mit
Optimismus. Mit Kochrezepten. Mit ungekürzten SMS.
Also:
Weiter so!
Martin
Auf schillernde Juwelen kann man von vielen Seiten blicken und staunen.
Seit 1997 bereits blickt SEITENWAHL für seine Leser auf das Gladbacher
Geschehen, 2004 gesellte sich der VfLog dazu. Beide Projekte haben
ihren eigenen unverwechselbaren Charme. Zu Beginn der Saison 06/07
kommt es nun zum SEITENwechsel:
SEITENWAHL und VfLog beginnen einen Briefwechsel, in dem alles möglich
ist: Fachsimpelei, Verbalfouls, Streit und Harmonie. Solange die Tinte
reicht, wird auf www.seitenwahl.de und www.VfLog.de künftig nach Spieltagen der Brief der jeweils anderen Seite veröffentlicht.
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