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Geschrieben von Michael Heinen
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Montag, 19 März 2007 |
Sonntag, 12. April 1998. Borussia steckt in einer scheinbar aussichtslosen Lage und muss nach einem Schockerlebnis ernsthaft um den Erhalt der Klasse bangen. Innerhalb von 12 Minuten versetzt uns der konterstarke MSV drei Gegentore und die Nordkurve des Bökelbergs in kollektives Abstiegstrauma. Die Bilder vom heulenden Effenberg nach der Partie werden zur Legende. Nach diesem 0:3 beträgt der Abstand zum rettenden Ufer vier Spiele vor dem Ende ebenso viele Zähler. Auf die Kölner, die man später noch einholen sollte, sind es sogar 6 Punkte Rückstand. Angesichts der Leistung an diesem Sonntag und dem ausstehenden Restprogramm mit noch 3 Auswärtsspielen in Dortmund, Wolfsburg sowie beim kommenden Meister aus Kaiserslautern gibt niemand mehr einen Pfifferling auf unseren Verein.
Doch es kommt anders. In Dortmund erkämpft sich Borussia einen Überraschungssieg, um anschließend in Kaiserslautern eine sensationelle 2:0-Führung herauszuspielen. Auch wenn Olaf Marschall die mit seinen 3 Treffern noch zunichte macht, lässt sich Borussia nicht entmutigen und gewinnt die abschließenden zwei Partien. Ein kämpferisch überragender Stefan Effenberg und etwas Glück verhalfen uns dazu, das Unmögliche noch zu ermöglichen.
Samstag, 16. April 2005. Borussia steckt in einer scheinbar aussichtslosen Lage und muss nach einem Schockerlebnis ernsthaft um den Erhalt der Klasse bangen. Für Rostock und Freiburg scheint der Zug bereits abgefahren. Doch der drittletzte Platz ist immer noch zu vergeben – und gegen beide Konkurrenten hatte Borussia daheim die große Chance, einen Big Point zu setzen. Den ersten hatte man bereits einige Wochen zuvor vergeben, als ein 2:0-Vorsprung gegen Bochum in letzter Sekunde noch hergeschenkt wurde. Nach vier sieglosen Spielen in Folge kamen an diesem Samstag die Mainzer in den Borussia-Park. Der erwartete Pflichtsieg schien bereits erreicht zu sein, da Oliver Neuvilles 1:0-Führung bis zur 90. Minute Bestand hatte. Doch dann der Schock, als Michael Thurk in der letzten Szene des Spiels aus 8 Metern halbrechter Position an den Ball kommt und Kasey Keller zum 1:1 überwindet. Totenstille im Borussia-Park, wo zu diesem Zeitpunkt der Absturz in Liga 2 fühlbar ist. Spätestens als am Folgetag der VfL Bochum auch noch überraschend in Kaiserslautern gewinnt und nach nunmehr 10 Punkten aus den letzten 4 Spielen bis auf einen Zähler heranrückt, wirkt der Abstieg realistischer denn je. Das Restprogramm mit Spielen in Hamburg, Nürnberg und Leverkusen sowie gegen die UEFA-Cup-Aspiranten aus Stuttgart und Berlin spricht gegen uns. Doch fernab jeder Weltuntergangsstimmung an diesem Wochenende sollte es anders kommen. Für den glück- und erfolglosen Dick Advocaat kam Horst Köppel, der uns in den letzten 5 Spielen doch noch den Klassenerhalt sicherte.
Sonntag, 18. März 2007. Borussia steckt in einer scheinbar aussichtslosen Lage und muss nach einem Schockerlebnis ernsthaft um den Erhalt der Klasse bangen. Das 0:1 in allerletzter Sekunde gegen Bayer Leverkusen versetzt uns 8 Spiele vor dem Ende erneut in einen 5-Punkte-Rückstand. Die Wahrscheinlichkeit für eine Rettung ist gering. Doch wie die obigen Beispiele zeigen, sollte man die Hoffnung nie aufgeben. Ein Vergleich zu anderen Spielzeiten ist nie ganz problemlos möglich, da es immer Faktoren gibt, die sich unterscheiden. Doch zumindest sollte man sich ab und zu daran erinnern, wie schnelllebig und verrückt der Fußball manchmal sein kann. Bei noch 8 ausstehenden Partien besteht jedenfalls kein Grund, jetzt schon den Kampf einzustellen und sich mit dem noch immer vermeidbaren Abstieg abzufinden.
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