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Home Zweitl.-check ('07) Zweitliga-Check: Alemannia Aachen
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Zweitliga-Check: Alemannia Aachen |
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Geschrieben von Michael Heinen
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Sonntag, 29 Juli 2007 |
Das erste Derby der Saison wird uns am 8. Spieltag erwarten, wenn Alemannia Aachen in den Borussia-Park kommt. Der SEITENWAHL-Zweitligacheck untersucht heute, wie gut die Chancen unseres Mitabsteigers sind, nach nur einem Jahr wieder in die 1. Liga zurückzukehren.
Ausgangslage:
Alemannia Aachen steht vor einer interessanten Saison. Mit Guido Buchwald hat man sich nicht nur einen ehemaligen Weltmeister, sondern auch einen in Japan eminent erfolgreichen Trainer an Land gezogen. Doch auch die Neuzugänge sind – angesichts der schwierigen Finanzlage – beachtlich. Dennoch bleibt die Frage, ob sie den Abgang zahlreicher hochkarätiger Spieler aus dem Stammkader kompensieren können. In der Vorbereitung holpert noch einiges, was u.a. auch daran liegt, dass zwischenzeitlich einige Spieler mit meist kleineren Blessuren nicht zur Verfügung standen. So konnte ein Testspiel mit nur 14 einsatzfähigen Spielern absolviert werden. Trotz all dieser Probleme hat man sich in Aachen zum Ziel gesetzt, ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitzuspielen, wenngleich Buchwald nicht müde wird die Schwierigkeiten zu betonen, die sich durch den geringen Etat ergeben.
Zu- und Abgänge:
Die Alemannia muss den Abgang von fünf Stammspielern verkraften, für die man – anders als die beiden Mitabsteiger – nicht einmal großartige Ablösen kassierte. Da man zudem einen Sparkurs fahren muss, hatte man es ungleich schwerer, gleichwertigen Ersatz zu finden.
Röslers Abgang schmerzt besonders, da er als Kapitän auch Führungsqualitäten mitbrachte und zudem dem kämpferisch-aggressiven Spiel der Kaiserstädter entsprach. Über den erfolgreichen Abwerbeversuch für Vehad Ibisevic echauffierte sich Guido Buchwald sehr. Hoffenheim nutzte hier eine Ausstiegsklausel des Offensivspielers, zeigte damit aber gleichzeitig eindrucksvoll, dass Aachen bereits jetzt schon nicht mehr mit neureichen Vereinen wie dem SAP-Klub mithalten kann.
Wie man einen Konkurrenten durch Abwerbung eines Stammspielers schwächen kann, exerzierte aber auch die Alemannia im Fall Patrick Milchraum. Der linke Mittelfeldspieler war nach zwei mittelprächtigen Jahren in der Vorsaison zum Stammspieler bei den Löwen aufgestiegen, wo er sich durch solide Leistungen selbst für Erstligisten wie den VfL Wolfsburg interessant machte. Seine Antrittsschnelligkeit, seine Technik und sein Zug zum Tor zeichnen ihn aus. So brachte er es bei 1860 in 66 Zweitliga-Spielen auf immerhin 7 Tore. Auch wenn er im Zweikampf und konditionell noch Schwächen hat, sollte er den nach Leverkusen zurückgekehrten Sascha Dum adäquat ersetzen können.
Mit Jan Schlaudraff wechselte der Star des Teams bekanntlich frühzeitig nach München, wenngleich man sich im Vorjahr ohnehin mehrfach dazu entschloss, auf den Nationalstürmer zu verzichten. Als Ersatz für ihn und Ibisevic lieh man gleich zwei osteuropäische Torschützenkönige der Vorsaison aus, denen ihr Torriecher also gemein sein sollte. Fraglich bei beiden, wie sie mit dem höheren Tempo in Deutschland zurechtkommen werden. Todor Kolev sicherte sich die Torjägerkrone in der bulgarischen Liga mit 25 Toren, was ihm Platz 9 beim Goldenen Schuh der besten Torjäger Europas einbrachte. Im Jahr zuvor waren es aber nur 7 Treffer gewesen, wie er gleichfalls in seinen 1 ½ Jahren bei Levski Sofia (Sommer 2003 – Ende 2004) nur als mittelprächtiger Torjäger auffiel. So erklärt sich, wieso der 27jährige nach 20 Spielen für die bulgarische U21 nie seinen Weg in die A-Nationalmannschaft des Landes fand.
Der tschechische Torschützenkönig Lubos Pecka feierte in seiner Heimat erst spät seinen Durchbruch und spielte bis 2004 noch zweitklassig. Beim Aufsteiger FK Mlada Boleslav brauchte er ein Jahr, ehe er in den Stamm aufrückte. Nach einer ordentlichen Saison 2005/06 mit 9 Treffern überragte er im Vorjahr mit 16 Toren und machte dadurch international auf sich aufmerksam. Trotz seiner nur 1,78 Metern verfügt er über eine gute Sprungkraft und ist so auch per Kopf gefährlich. Viele seiner Tore erzielt er daher nach Flanken oder Standards. Als spielstarker Stürmer ist er – ähnlich wie Schlaudraff – auch hinter den Spitzen einsetzbar.
Ein interessanter Mann ist Jerome Polenz, der im Vorjahr noch mit Sebastian Schachten bei den Amateuren des SV Werder aktiv war. Das 20jährige Talent brachte es in 64 Regionalliga-Spielen auf 15 Tore und galt als heißer Kandidat für einen Durchbruch bei Thomas Schaaf. Seine Schnelligkeit prädestiniert ihn für eine Position auf den Außenbahnen. Aber auch in defensiverer Rolle rechts in der Viererkette fühlt er sich wohl. Seine Vielseitigkeit ließ ihn ab und an sogar im Sturm auflaufen. Der U20-Nationalspieler hatte 2005/06 eine starke Saison mit 9 Toren in 29 Spielen, die ihn auch erstmals für die 1.Mannschaft interessant machte. Dreimal wurde er von Schaaf eingewechselt, zum letzten Mal Anfang 2006 beim 2:0-Sieg über Borussia, als er in den letzten 8 Minuten das Ergebnis verwalten durfte. Kleinere Verletzungen brachten ihn in der Folgesaison zumindest soweit außer Tritt, dass ihm der Durchbruch nicht gelingen wollte. Deshalb entschloss er sich jetzt zu einem Wechsel nach Aachen, wo er mit seinem Talent früher oder später den Sprung in die Stammelf schaffen sollte.
Als Moses Sichone-Ersatz wurde Hrvoje Vukovic verpflichtet, der in den letzten drei Jahren Stammspieler bei Wacker Burghausen gewesen ist und sich in der Innenverteidigung genauso wohl fühlt wie als Rechtsverteidiger. Pekka Lagerblom soll das defensive Mittelfeld mit seiner Zweikampfstärke bereichern. In Köln hatte man nach schwacher Rückrunde des Ex-Bremers Zweifel, ob er seinen Stammplatz aus dem Vorjahr (27 Spiele, 1 Tor) behalten würde und glaubte, sich mit dem Nigerianer Tico verbessern zu können.
Für die linke Außenbahn ist Benjamin Weigelt eine zusätzliche Alternative. Wegen einiger Verletzungen hatte er in Mainz den absoluten Durchbruch nicht geschafft, wenngleich er es in seinen drei Jahren dort immerhin auf 54 Erstliga-Einsätze brachte. Auch in Aachen wird er zunächst um seinen Platz kämpfen müssen. Mit seinen gefährlichen Freistößen und mit seiner Offensivstärke ist er aber in Abwehr und Mittelfeld vielseitig einsetzbar. Im Tor heizt der Ex-Braunschweiger Thorsten Stuckmann die ohnehin schon große Konkurrenz zusätzlich an.
Tor/Abwehr:
Neuzugang Stuckmann darf sich Hoffnungen machen, als Nr.1 in die Saison zu starten. Der 1,98m große Hüne blickt auf ein wenig erfolgreiches Jahr zurück, in dem er sich bei Zweitliga-Schießbude Eintracht Braunschweig von der katastrophalen Defensiv-Leistung anstecken ließ und bei einigen der insgesamt 48 Gegentreffer nicht ganz schuldlos war. Stuckmanns Konkurrenten sind die etablierten Kristian Nicht und Stephan Straub, die sich letztes Jahr um den Posten im Tor stritten. Routinier Straub machte hierbei die deutlich bessere Figur. Der 36jährige ist aber seit April verletzt und wird es schwer haben, noch rechtzeitig bis zum Saisonstart fit genug zu sein, um sich gegen die beiden Konkurrenten entscheidend durchzusetzen.
Die Defensive ist eine der Hauptschwachstellen im Spiel der Aachener. Auch wenn mit Sichone eine ständige Gefahrenquelle den Verein verlassen hat, sind die 70 Gegentore aus dem Vorjahr weiterhin allarmierend. Buchwald versucht dieses Problem durch eine doppelte Absicherung im defensiven Mittelfeld zu beheben. Die Viererkette wird von Abwehrchef Alexander Klitzpera angeführt. Der einstige Jugendspieler des FC Bayern geht in seine 6. Saison in Aachen und ist dort wegen seiner Kampfkraft und Aggressivität unumstritten. Nach dem Abgang von Rösler wird er zudem noch stärker als Führungspersönlichkeit gefragt sein.
Ihm zur Seite steht vermutlich Neuzugang Vukovic, der in Nico Herzig seinen größten Konkurrenten vorfindet. Die beiden bildeten interessanterweise von 2004 bis 2006 das Innenverteidiger-Pärchen bei Wacker Burghausen, werden in Aachen aber wohl nur bei einem Ausfall von Klitzpera gemeinsam auflaufen dürfen. Weitere Alternativen bieten sich mit dem defensiv flexibel einsetzbaren Mirko Casper. In der Saison 05/06 war dieser als aufstrebender Amateur bereits in Aachens Zweitliga-Elf etabliert. Für Liga 1 reichte sein Talent aber offensichtlich nicht aus, so dass 06/07 nur 7 Spiele (meist nach Einwechselungen) zu Buche standen.
Die Außenpositionen sind jeweils doppelt besetzt. Links führt kaum ein Weg an Jeffrey Leiwakabessy vorbei, der im Vorjahr die meisten Spielminuten aller Bundesligaakteure verbuchen konnte. Der Holländer spielte in Nijmwegen bereits UEFA-Cup, gilt als schnell und für seine 26 Jahre schon als relativ erfahren und abgeklärt. Nach durchwachsener Saison in Liga 1, in der er seinen Job solide, aber unspektakulär erledigte, rückt ihm nun Benjamin Weigelt auf die Pelle.
Rechts wird sich Jerome Polenz bemühen, in die Startelf zu drängen. Hierbei muss er es mit einem Routinier aufnehmen. Thomas Stehle verfügt über 48 Bundesliga-Einsätze, die er in Aachen und zuvor in Nürnberg einsammelte. Er ist flexibel in der Defensive einsetzbar und kann daher als zusätzliche Alternative für die Innenverteidigung sowie fürs defensive Mittelfeld gelten. Seine kampfbetonte Spielweise passt zur Atmosphäre auf dem Tivoli und könnte in Liga 2 durchaus gefragt sein. Auf der rechten Abwehrseite wäre Polenz hingegen die spielerisch und technisch deutlich stärkere Lösung.
Mittelfeld:
Im defensiven Mittelfeld spricht vieles für einen Doppel-Sechser, für die Lagerblom und Lehmann favorisiert sind. Der Ex-Löwe erzielte in der 2. Liga 11 Tore in 64 Spielen und war in München bis 2006 Publikumsliebling. Aus dem defensiven Mittelfeld kommend ist er ein spielstarker Antreiber und zudem relativ torgefährlich. Die Antrittsschnelligkeit gehört hingegen eher nicht zu seinen Stärken, so dass sein Spiel manchmal etwas langsam aussieht. Ob den beiden im Laufe der Saison Konkurrenz in Person des einstigen Kapitäns Reiner Plaßhenrich droht, ist momentan völlig ungewiss. Nach gleich zwei Knieoperationen im letzten halben Jahr droht dem Führungsspieler im schlimmsten Fall gar die Sportinvalidität. Eine Rückkehr des zweikampfstarken Spielers ist nicht absehbar. Sollte er aber wieder fit werden, wird ihm ein Platz in der Alemannen-Elf gewiss sein.
Einen solchen hat auch der neue Kapitän Laurentiu Reghecampf sicher, der als wichtigster Akteur des Absteigers gelten darf. Der Rumäne etablierte sich bereits bei Energie Cottbus in Deutschland, ehe er 2005 den Sprung nach Aachen wagte. Auf der rechten Mittelfeldseite ist er offensiv ungemein gefährlich und brachte es im Vorjahr auf 11 Assists in Liga 1. Torgefahr entwickelt er speziell durch seinen hammerartigen Schuss, der ihn bei Standards gefährlich macht. Zu spüren bekamen dies u.a. die Bayern, deren Keeper Rensing er beim 4:2-Pokalerfolg mit einem Tor des Monats überwand. Auch in der Meisterschaft setzten sich seine 7 Tore der Vorsaison aus 5 Elfmetern und 2 Freistößen zusammen.
Auf der linken Seite wird Patrick Milchraum sein Glück versuchen. Sein Hauptkonkurrent wird Christian Fiel sein, der bereits 2001/02 den Durchbruch in Liga 2 mit 7 Toren bei Union Berlin geschafft zu haben schien. Als er dann aber den Sprung in die 1.Liga wagte, konnte er sich beim VfL Bochum nicht durchsetzen und kam in 1 ½ Jahren nur zu 6 Kurzeinsätzen. Der Schritt zurück war folgerichtig und in Aachen fand er zu alter Konstanz. Seit 2004 gehört er hier weitgehend zum Stamm, wird es aber im kommenden Jahr schwer haben, seinen Platz zu behaupten. Um der starken Konkurrenz auf den Außen auszuweichen, ist der vielseitige Mittelfeldspieler gerne bereit, in die Zentrale auszuweichen und hier Sascha Rösler zu beerben. In einem 4-4-2-System wäre er für die offensive Position in einer Raute gut geeignet, wenngleich ihm hierfür etwas die Torgefahr abgeht.
Spielt Buchwald hingegen eher mit zwei 6ern und einer hängenden Spitze, so heißen die Kandidaten vorne Pecka und Nemeth.
Sturm:
Die Neuzugänge Pecka und Kolev dürften zu Beginn einige Chancen bekommen, ihre Torgefahr auch in Aachen unter Beweis zu stellen. Eine allzu große Eingewöhnungszeit werden sie sich nicht leisten können, da für die Offensive genügend Konkurrenz vorhanden ist. Insbesondere wenn der slowakische Nationalstürmer Szilard Nemeth wieder fit werden sollte, wäre dies der Fall. Immerhin verfügt der Rekordtorschütze seines Landes (22 Tore in 53 Länderspielen) über Premier-League-Erfahrung. In 3 ½ Jahren beim FC Middlesbrough kam er zwar meist als Joker zum Einsatz, erzielte in 96 Spielen aber immerhin 20 Tore. Nach einer wenig erfolgreichen Zeit in Straßburg, wechselte der 29jährige im Vorjahr nach Aachen, wo er einen denkbar schlechten Start hatte. So kämpfte er nach einer Lungenembolie kurzzeitig gar um sein Leben. Doch Nemeth überstand diese schwere Zeit und arbeitete sich zum Ende der vergangenen Saison erstmals in die Startelf vor. Seine Rückkehr wäre beinahe zum Aachener Sommermärchen geworden, denn im Abstiegs-Endspiel gegen den VfL Wolfsburg gelang ihm kurz nach der Einwechselung das vorentscheidende 2:0. Am Ende glichen die Wölfe aber noch aus, was gleichbedeutend mit dem Abstieg war. Fürs neue Jahr hat sich auch Nemeth einiges vorgenommen, denn in Topform sollte er eine deutliche Bereicherung für Buchwalds Team sein können.
Neben den Osteuropäern stehen im Sturm zwei altbekannte Zweitligarecken parat. Emmanuel Krontiris kommt aus der Dortmunder Jugend und wechselte Anfang 2003 als Riesentalent nach Aachen. Dort schlug er als schneller, spielstarker Stürmer sofort ein und strickte an seiner Legende, als er 2003 gegen den 1.FC Köln einen 0:3-Rückstand nach Einwechselung im Alleingang in ein 3:3 umwandelte. Sein Wechsel zu 1860 München nach 1 ½ Jahren entpuppte sich im Nachhinein als Fehler, da er sich bei den Löwen in Liga 2 nicht durchsetzte. Folgerichtig dann im Vorjahr sein Wechsel zurück zu dem Verein, bei dem er sich zuvor bewährt hatte. Doch zahlreiche Verletzungen warfen ihn 2006/07 immer wieder zurück, so dass es nur zu 6 Kurzeinsätzen reichte.
Neben Krontiris hofft auch Marius Ebbers, in der 2.Liga wieder mehr Torgefahr zu entwickeln. Der 1,92m große Hüne ist ein typischer Strafraumstürmer, den man in die Mitte stellt, wo er Flanken und Vorlagen von den Außen verwerten kann. In unterklassigen Ligen hat dies regelmäßig geklappt. So kann Ebbers auf einige erfolgreiche Zweitliga-Jahre bei Duisburg, Köln und Aachen verweisen, in denen er 137 Spiele und 54 Tore vollbrachte. Nur beim Sprung in die Erstklassigkeit versagt er regelmäßig. Hier brachte er es in 46 Spielen auf lediglich 3 Treffer und wusste nur selten zu überzeugen.
Taktik:
Guido Buchwald plant ein 4-2-3-1-System, wobei er auswärts vermutlich mit Doppel-Sechser spielen lassen wird. In Heimspielen hingegen ist auch eine offensivere Variante mit nur einem 6er denkbar, so dass ein 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute vorstellbar ist. Die spielstarken Stürmer (Pecka, Nemeth, Krontiris) könnten sich so immer noch variabel nach hinten zurückfallen lassen.
Breite des Kaders:
Während man im Sturm spätestens nach der Verpflichtung von Kolev gut aufgestellt ist, wirkt das Mittelfeld eher dünn besetzt. Zwar hat man dank einiger variabler Spieler (Fiel, Weigelt, Polenz) für jede Position Ausweichmöglichkeiten. Angesichts der Verletzungsanfälligkeit einiger Alemannen (Krontiris, Plaßhenrich, Nemeth) könnten sich im Saisonverlauf aber Probleme ergeben. Zudem überrascht, daß man sich bei den Transferbemühungen stärker in der Offensive engagierte als in der zuletzt so anfälligen Abwehr.
Trainer:
Über den Spieler Guido Buchwald braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Doch der Weltmeister von 1990 kann inzwischen auch auf eine respektable Trainerkarriere zurückblicken, wenngleich er sich seine Meriten ausschließlich in Japan verdiente. Nach zwei Engagements als Sportdirektor beim Karlsruher SC und den Stuttgarter Kickers wechselte er 2004 als Trainer in die J-League zu den Urawa Red Diamonds, die er gleich zweimal in Folge zur Vizemeisterschaft führte. Den ersten Titelgewinn der jüngeren Vereinsgeschichte konnte er im Vorjahr gleich noch mal verteidigen, wobei er sich mit dem Gewinn des japanischen Doubles endgültig zur Vereinsikone entwickelte. Die Alemannia ist nun sein erster Versuch, in der alten Heimat Fuß zu fassen.
Mögliche Aufstellung:
Stuckmann – Polenz, Vukovic, Klitzpera, Leiwakabessy – Reghecampf, Lagerblom, Fiel, Milchraum – Nemeth, Ebbers
Gesamteindruck/Prognose:
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