Mit dem 2:0 über den FC Augsburg hat sich Borussia für die Derbyniederlage rehabilitiert. Der Erfolg war keine spielerische Glanzleistung, sondern entsprang einer Standardsituation und eines Konters in der Schlussminute. Es war aber ein verdienter Sieg gegen einen unbequemen Gegner, der nicht als selbstverständlich abgehakt werden sollte. Vor diesem Hintergrund ist Max Eberls gereizte Reaktion auf die stumpfen Fragen des Sky-Fieldreporters verständlich. Trotzdem täte Borussias Sportdirektor gut daran zu differenzieren zwischen hetzerischem Boulevard-Journalismus und konstruktiver Kritik an der ambivalenten Situation bei Borussia.

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Es ist mir zuwider. Es ist mir wirklich zuwider. Ich spreche nicht gern von Männerfußball. Von fehlenden oder vorhandenen Testikeln. Von virilen Tugenden, die auf dem Platz gefragt sind. Ich mag es nicht testosteronstrotzend, ich bewerte Spieler nicht am Verschmutzungsgrad ihrer Trikots, nicht an der Anzahl der Gelben Karten. Ich fordere keinen "echten Drecksack". Ich bevorzuge den feinen Ball, ich schätze meine Spieler mit Köpfchen statt mit Schaum vor dem Mund. Ich gucke gelegentlich Frauenfußball. Es ist ein langer Schatten, über den ich hier springe, aber es muss sein. Ich verachte mich für diese Aussage, aber was soll ich sonst sagen: Borussia hat eine Schwiegersohntruppe ohne Eier. So. Jetzt ist es raus. Der Larifari-Kick von Köln lässt mir keine andere Wahl als meine Prinzipien mal eben über den Haufen zu werfen. So, liebe Borussia, kann man nicht Fußball spielen. Nicht in der Bundesliga. Nicht im Derby. Nicht ein einem für beide Seiten so richtungsweisenden Spiel.

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Vielleicht hätte Dieter Hecking jene schlechte Bilanz von Bayern-Besiegern in den jeweiligen Nachfolgepartien nie erwähnen sollen. Statt motiviert zeigen zu wollen, dass man die Ausnahme der Regel ist, schienen die Spieler der Borussia am Sonntagabend eher erleichtert zu sein, eine Ausrede schon parat zu haben und sich dem entsprechend mal ein Ruhepäuschen gönnen zu können. Vor allem die Defenisve der Borussia schien zu Beginn des Spiels nicht zu begreifen, dass sie nicht in ein Hologram gebeamte Zuschauer waren, die Bundesligafussball mal von ganz nah erleben durften sondern mitspielende Akteure. Bälle in den Rücken der Abwehr sind natürlich immer etwas schwieriger zu verteidigen (deshalb spielt man sie ja so gerne) weil der Ball dann gegen die Laufrichtung der Verteidigung läuft aber wie gleich 5 Borussenspieler den Pass von Gomez in der vierten Minuten andachtsvoll mit Blicken verfolgten, statt mal einzugreifen war schon bemerkenswert. Auch beim zweiten Wolfsburger Treffer wirkte der Gladbach Defensiverband so als wolle er ein Plädoyer dafuer halten, Fuβball zum körperlosen Sport zu erheben.

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Fußball kann großartig sein, er kann grausam und ungerecht sein und manchmal alles zusammen. So wie beim letzten Spiel von Borussia Mönchengladbach im Jahr 2017. Nach dem Spiel stand die Mannschaft geschlossen mit erhobenen Häuptern und ernsten Gesichtern vor der Nordkurve. Die Fans dort und auf den anderen Tribünen reckten die Schals und sangen die Mannschaft in die Weihnachtsferien. Ein Riss zwischen Fans und Team? Gar ein Schisma der Anhängerschaft? Nichts davon war an diesem vorweihnachtlichen Mittwochabend zu spüren. Borussia ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden und dennoch verließen die meisten das Stadion zwar traurig aber mit einem grundsätzlich guten Gefühl. Spieler und vor allem Funktionäre sollten an diesem Abend gelernt haben, dass die Fans mitnichten erwarten, dass die Mannschaft jeden Gegner weghaut.

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Da sage noch einer, Borussia sei nicht innovativ. Aufmerksamen Beobachtern sollte eine Pressemeldung nicht entgangen sein, die vor kurzem von der DPA verbreitet wurde. Demnach bringt auch der Mensch prinzipiell die genetische Eignung für einen Winterschlaf mit. Anders als manches Tier muss er das nicht ausleben, weil er Wege gefunden hat, sich auch im Winter ausreichend mit Nahrung und Wärme zu versorgen. Aber gehen würde es schon. Wissenschaftler der NASA forschen bereits daran, ob man durch Unterkühlung Menschen gezielt in den Winterschlaf versetzen kann. Sie haben mehrmonatige Weltraumexpeditionen im Sinn, aber die Liste möglicher Anwendungen ist viel länger: Man bedenke das Potenzial zur Lösung von Welternährungsproblemen oder zu zeitweisen Ruhigstellung dauertwitternder Staatenlenker. Cool down, Mr President!

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