Knüpft man an die Leistung gegen Hertha an und verfällt man wieder in die Frankfurter Minimalistenrolle. Das war eine der großen Fragen vor dem Derby. Eigentlich keine Frage, denn diese Spiele gehören für gewöhnlich zu den emotionalsten Begegnungen der Saison. Spielerisch beantwortete die Borussia dies eindeutig mit einer couragierten Leistung, mit der man die Gastgeber über weite Strecken dominierte und vor große Probleme stellte. Ergebnistechnisch sah dies lange Zeit anders aus. Trotz zweier Führungen stand es lange ausgeglichen, bevor Stindl den verdienten Siegtreffer erzielte. Dieter Hecking bewies mit den Einwechslungen von Traoré und Drmic ein glückliches Händchen, beide Akteure waren an den Treffern zwei und drei entscheidend beteiligt.

Manchmal gibt es eben doch eine ausgleichende Gerechtigkeit. Im Hinspiel hatte Vestergaard noch Modeste bei dessen Ausgleich unglücklich angeköpft. Diesmal gelang ihm das Kunsstück auf der anderen Seite. Nach einer Ecke von Hazard erwischte Borussias Verteidiger den Ball nicht voll und köpfte Sörensen an, der den Ball unhaltbar ins eigene Tor abfälschte. Der Jubel war aber nur von kurzer Dauer, als Modeste einen Abschlag von Kessler zielgenau zwischen die Abwehrreihe der Gäste weiterleitete und Clemens freistehend zum Ausgleich abschloss. Anders als in den letzten Wochen zeigte sich die Borussia aber wenig beeindruckt und übernahm in Anschluss die Spielkontrolle. Zeitweise glich der Kölner Strafraum einer belagerten Festung. Zählbares sprang jedoch nicht heraus, weshalb es mit einem für die Heimmannschaft glücklichen 1:1 in die Pause ging. Böse Erinnerungen kamen auf, hatte man den Gegner doch bereits im Hinspiel in der ersten Halbzeit dominiert um am Ende mit leeren Händen dazustehen.

Kölns Trainer Stöger reagierte und brachte Osako für Rausch. Die Gastgeber versuchten nun ihrerseits wieder mehr Kontrolle zu bekommen. Nicht ganz freiwillig musste bald darauf auch Dieter Hecking wechseln, als Raffael angeschlagen gehen musste und durch Traöré ersetzt wurde. Ein Goldgriff, den bereits mit seinem ersten Ballkontakt flankte er in den Fünfmeterraum, wo sich niemand so recht für den ball verantwortlich fühlte, bis dieser im Netz zappelte. 1:2. Diesmal dauerte der Jubel nur 3 Minuten, als Jocic in den Strafraum flankte und niemand Modetes Kreise störte. 2:2. Die Partie entwickelte sich nun ausgeglichen. Eine Viertelstunde vor Schluss kam Drmic für Hofmann. Ein erneuter Glücksgriff. Grade mal 5 Minuten auf dem Platz setzte sich der viel gescholtene Schweizer nach Flanke von Wendt stark durch und traf den Pfosten. Stindl staubte den Abpraller zur erneuten Führung ab. Der dritte Schlag setzte die Heimmannschaft schließlich k.o., Köln konnte trotz weiteren Stürmers keine Gefahr mehr entwickeln. Die Borussia gewinnt dank einer couragierten Leistung hochverdient und darf nun wieder nach oben schielen.

Borussia: Sommer – Elvedi, Christensen, Vestergaard, Wendt –Stobl, Dahoud – Hazard, Hofmann (75. Drmic) – Stindl (91. Benes) - Raffael (54. Traorè)

Köln: Horn – Klünter, Sörensen, Heintz, Hector – Höger (84. Zoller), Lehmann – Clemens (72. Maroh), Rausch (46. Osako), Jocic – - Modeste

Tore: 0:1 Vestergaard (13. Min.), 1:1 Clemens (18. Min.), 1:2 Traoré (55. Min.), 2:2 Modeste (58. Min.). 2:3 Stindl (81. Min.)

Gelb: Klünter, Heintz - Hazard

Rot: ./.

 

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