Borussia Mönchengladbach reist mit einem mehr als glücklichen Punktgewinn im Gepäck aus dem Kraichgau nach Hause. Nach einer unspektakulären ersten Halbzeit entwickelte sich spätestens ab der 60. Minute ein Spiel auf ein Tor, welches der Gast vom Niederrhein mit mehr Glück als Geschick überstand. Besonders in der letzten Viertelstunde hatten die Hoffenheimer Anhänger den Torschrei mehr als einmal auf den Lippen. Das es torlos blieb, hat die Borussia neben dem Glück insbesondere den Leistungen von Nico Elvedi, Tobias Strobl und Yann Sommer zu verdanken. Erfreulich ist ebenso, dass mit Cuisance, Beyer und Benes drei junge Spieler zum Einsatz kamen, die zuletzt wenig Chancen hatten, sich zu zeigen. Durch den Punktgewinn bleibt die Borussia Zweiter, punktgleich vor den Bayern, wobei wir ja gelernt haben, dass die Tordifferenz in München nicht zählt.

Wie bereits gegen Stuttgart veränderte Dieter Hecking die Startelf auch in Hoffenheim. Mit dem Startelfdebut von Cuisance für den gesperrten Zakaria konnte man noch rechnen, der Wechsel von Jantschke zu Beyer in der Innenverteidigung kam dann aber doch etwas überraschend. Hoffenheim übernahm früh die Initiative, die erste Chance gehörte dann aber den Fohlen, als sich Plea im Strafraum schön durchsetzte, aber in Baumann seinen Meister fand. Die Gäste bemühten sich um Sicherung und lauerten auf Konter, wobei insbesondere immer wieder der wendige Hazard mit langen Pässen gesucht wurde. So in der 24. Minute, als der Belgier frei zum Abschluss kam, den Ball aber deutlich verzog. Zehn Minuten später zappelte dann der Ball im Gladbacher Netz, Schiedsrichter Cortus verweigerte dem Treffer wegen einer vorherigen Abseitsstellung durch Joelinto aber zurecht die Anerkennung. Riesenglück dann in der 40. Minute, als Bittencourt ein wenig zu einfach auf der linken Seite durchbrach und sowohl Nelson als auch Kaderabek knapp verpassten. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Kabine, ein Spektakel waren die ersten 45. Minuten nicht.

Die Borussia kam unverändert aus der Pause, aber mit einer neuen Grundordnung. Strobl rückte zusätzlich in die Innenverteidigung und veränderte die Defensive in eine Fünferkette. Drei Minuten später brach Hazard frei durch, ließ Baumann austeigen und schob den Ball ins leere Tor. Auch hier entschied der Unparteiische korrekterweise auf Abseits. Die Partie nahm nun etwas Fahrt auf, blieb aber weiterhin wenig zwingend. Nach einer Stunde kam dann mit Benes ein weiteres Fohlen für den angeschlagenen Stindl. Hoffenheim erhöhte den Druck und kam innerhalb von einer Minute zu zwei gefährlichen Chancen durch Nelson und Kaderabek. Kurz darauf ließen Elvedi und Wendt Joelinton entwischen, der Sommer mit einem feinen Schlenzer überwand, aber nur den Innenpfosten traf. Julian Nagelsmann setzte mit der Hereingabe von Belfodil nun endgültig auf Offensive. Hoffenheim schnürte nun die Gäste in ihrem Strafraum ein. Belfodil verpasste die Führung nur knapp, als er freistehend Beyer anköpfte. Drei Minuten vor dem Ende setzte Bittencourt den Ball freistehend am Tor vorbei. Kurz darauf verschätzte sich Sommer bei einer Flanke, Szalai setzte seinen Drehschuss denkbar knapp über das leere Tor. Seinen Fehler machte der Gladbacher Keeper dann in der Nachspielzeit mehr als wett, als er mit einer genialen Fußabwehr einen Kopfball von Bicakcic entschärfte. So blieb es am Ende bei einem 0:0, dass man aus Borussen-Sicht eindeutig als Punktgewinn werten muss.

Hoffenheim: Baumann - Posch, Bicakcic, Adams - Kaderabek, Demirbay, Schulz – Nelson (71. Belfodil), Bittencourt, Kramaric (63. Szalai) - Joelinton

Borussia: Sommer – Lang (73. Johnson), Elvedi, Beyer, Wendt - Strobl, Neuhaus, Cuisance – Hazard, Plea (80. Raffael) – Stindl (64. Benes)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten:  - / Neuhaus, Cuisance

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