Dieter Hecking vertraute gegen Wolfsburg exakt der Elf, die das Spiel in Frankfurt begann – das heißt Fabian Johnson begann als Rechtsverteidiger, das Mittelfeld bildeten Kramer, Neuhaus und Zakaria, im Angriff liefen Hazard, Stindl und Herrman auf. Lang, Strobl und Plea blieben auf der Bank. Auch Bruno Labbadia veränderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Spieltag nicht.

Das Spiel begann mit viel Ballbesitz für Borussia, die in den ersten Minuten ziemlich dominant auftrat. Die erste Torchance resultierte daraus in der achten Minute, als man sich Wolfsburg über mehrere Stationen schon zurechtlegte, Ginter dann aber mit seinem guten Schuss am ebenso gut reagierenden Casteels scheiterte.  Auffällig in dieser Phase waren viele Balleroberungen im Mittelfeld durch die Gladbacher, die dort die Passwege der Wolfsburger gut zustellten und diese damit zu Fehlern zwangen, selbst aber den Ball gut laufen ließ. Wolfsburg stand in dieser Phase eher tief. In der 18. Minute dann die erste Szene zum Luftanhalten für Gladbachfans: Ein Fehlpass von Elvedi mündete in einen aussichtsreichen Konter der Wolfsburger, deren Chance Weghorst dann aber im Zweikampf mit Ginter eher verstolperte. Bei Borussia lief in diesen Minuten offensiv viel über Johnson und Herrmann, so auch die Vorbereitung für einen Schuß von Neuhaus in der 22. Minute, der knapp über das Tor ging. Neuhaus hatte auch die nächsten beiden Chancen, als er erst nach einem sehenswerten Konter über Hazard die Latte traf und eine Minute später nach Vorarbeit von Stindl an der Rettungstat von Knoche scheiterte.

Danach beruhigte sich das Spiel insoweit ein wenig, als es in den Folgeminuten wenig Torchancen gab. Stattdessen bearbeiteten sich die Mannschaften intensiv im Mittelfeld. Der Schock dann in der 38. Minute, also Gerhardt einen Ball im Strafraum eigentlich gar nicht richtig traf, dieser aber genau dadurch unhaltbar für Sommer ins Tor eierte. Sollte sich der Verlauf des Hertha-Spiels wiederholen? Jedenfalls war die Borussia nach dem Gegentor sichtlich verunsichert. Mit dem 0:1 ging es dann auch in die Pause.

Zur zweiten Halbzeit kam dann Jonas Hofmann für Denis Zakaria. In dieser ließ sich das Spiel zunächst ziemlich zäh an, Wolfsburg arbeitete defensiv aggressiv gegen den Ball und machte es Gladbach schwer, wieder so schwungvoll zu kombinieren wie in der ersten Halbzeit. Dennoch entwickelte sich ab der 53. Minute für einige Zeit so etwas wie ein Powerplay der Borussia, ohne dass dies allerdings zu klaren Chancen führte. Ca. ab der 60. Minute konnte sich Wolfsburg dann etwas befreien und das Spiel wieder Richtung Mittelfeld verlagern.

In der 65. Minute gab es dann kurzzeitig die Hoffnung auf einen Elfmeter, nachdem Weghorst einen Flankenversuch von Wendt mit dem Oberarm geblockt hatte. Der Schiedsrichter entschied sich aber, das nicht als absichtliches Handspiel zu werden. Eine Kann-Entscheidung. Danach wurde der bis dahin starke Herrmann für Plea ausgewechselt.

Kurz darauf stand es 0:2 – eine Tiefschlafeinlage von Elvedi nutzte Mehmedi eiskalt aus.

Auf Seiten der Gladbacher gingen dagegen selbst hundertprozentige Chancen nicht ins Tor, wie Hazard nach einer im Grunde perfekten Kombination über Kramer und Stindl in der 74. Minute bewies. Danach war das Spiel irgendwie gelaufen. Das 0:3 erneut durch Mehmedi nach einem unerklärlichen Fehler von Wendt war dann nur noch das I-Tüpfelchen auf einem gebrauchten Nachmittag. 

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