Stimmungen und Gefühle spielen seit dem Siegeszug der sozialen Medien eine immer größere Rolle. Gefühlt wird unsere Welt immer unsicherer, auch wenn offizielle Kriminalstatistiken zuletzt einen deutlichen Rückgang der Verbrechenrate aufwiesen. Danke Merkel. Gefühlt gab es noch nie so viele Fehlentscheidungen in der Bundesliga wie in diesem Jahr, auch wenn der VAR nachweislich eine Vielzahl an Fehlern korrigiert hat. Danke DFB. Doch solche Stimmungen können auch positiver Natur sein. So darf der HSV nach einem glücklichen 1:0-Heimsieg über den SC Freiburg auf einmal wieder vom Klassenerhalt träumen, der in der schnelllebigen Medienwelt noch ein paar Tage zuvor als unerreichbar galt. Und auch Borussia reichte ihr erstes rundum überzeugendes Spiel seit Monaten gegen einen unterirdischen Gegner, um die Träume vom europäischen Fußball auf einen Schlag wieder aufleben zu lassen. Aber Vorsicht: Eine nicht ganz so unwahrscheinliche Niederlage am Samstag bei Schalke 04 könnte die Stimmungslage sehr schnell wieder in die andere Richtung kippen lassen und allerhöchstens noch den Eberlschen Traum von der Einstelligkeit am Leben erhalten.

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Sportlich geht es für Borussia im Grunde nicht mehr um viel. Trotzdem herrscht im Umfeld in diesen Tagen eine Unruhe, wie es sie seit den Tagen der gescheiterten Effenberg-Revolte nicht mehr gab. Gleich mehrfach machen Verein und Anhänger negative Schlagzeilen. Da sind die Fan-Proteste gegen die Mannschaft und einzelne Spieler. Da ist die offenkundige Spaltung der Anhängerschaft. Da ist die Vergewaltigung einer jungen Frau in einem Fan-Sonderzug. Da ist die Trainerdiskussion, die sich zu einer Debatte um die gesamte sportliche Führung auszuwachsen droht. Spätestens wenn mit Berti Vogts einer der Untoten aus den 70ern den Kopf aus der Gruft steckt, um „seinen“ Verein mal wieder öffentlich anzuschießen, dann weiß man in Mönchengladbach: Es ist ernst. Dass an diesem Freitag gegen Wolfsburg ein Bundesligaspiel ansteht, rückt dabei in den Hintergrund.

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Am Ende war er der Held des Tages. Bereits zum dritten Mal lag die Borussia gegen die Gäste aus Hoffenheim zurück, da erlöste Matthias Ginter in der Nachspielzeit sein Team und die meisten verbliebenen Zuschauer im Park. Zugegeben, man muss ein wenig in der Historie der Borussia blättern, um das dreimalige Aufholen eines Rückstands zu finden. Die zwölfte sieglose Partie im fünfzehnten Pflichtspiel lief Gefahr sich durch die tolle Moral, die die Mannschaft gezeigt hatte, zu verklären. Aber Ginter legte nach. Die dauernden Verletzungen könnten kein Zufall sein und müssten hinterfragt werden. Kurz darauf bestätigte der Manager, dass es insbesondere bei der internen Kommunikation Nachholbedarf habe. Das dort nicht alles rund läuft, sei ein Fakt. Sicherlich bezog Max Eberl seine Aussagen auf die rätselhafte Verletzungsseuche, welche die Borussia nun schon seit geraumer Zeit heimsucht. Die aktuelle Krise aber alleine nur daran festzumachen, wäre grundlegend falsch.

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Nicht unwahrscheinlich, dass dies nach einem wenig attraktiven Spiel zwischen Bayern München und Borussia Mönchengladbach das Fazit vieler Beobachter sein wird. Tatsächlich waren die Voraussetzungen für ein attraktives Duell zwischen zwei der prägendsten Mannschaften der Bundesligageschichte schon besser. Für Bayern München ist das Spiel nach der am letzten Spieltag gesicherten Meisterschaft nur ein wahrscheinlich relativ lästiger Zwischenschritt auf dem Weg zum Pokalspiel gegen Leverkusen und zum Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. Das sieht man schon daran, dass momentan im Zusammenhang mit Bayern München niemand über das Spiel gegen Gladbach spricht, sondern Angelegenheiten wie die Verpflichtung von Nico Kovac und eventuelle Vertragsverlängerungen mit Robben und Ribery deutlich spannender sind.

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In der letzten Länderspielpause beschäftigten wir uns in einem Artikel mit dem Phänomen des “Momentums” und kamen zu dem Schluss, dass dieses zumindest zum Groβteil eher Einbildung als Realität sei. Der 28. Bundesligaspieltag war wie geschaffen dafür, diese These nochmals zu unterstreichen. Da reist z.B. der langjährige Bayern-Rivale BVB mit 12 ungeschlagenen Spielen im Rücken beim gerade von Leipzig besiegten FC Bayern an. Momentumstechnisch eine Riesenchance für die Dortmunder, die dann aber schon in der ersten Halbzeit in ihre Einzelteile zerlegt werden. Ähnlich erging es dem 1. FC Köln, der nach einem starken 2:0 gegen Leverkusen auf einmal wieder zumindest am Relegatisonplatz zu schnuppern meinte,  diesen Schwung in Hoffenheim aber ebenfalls nur in ein desolates 0:6 ummünzen können. Anhänger der Momentum-Theorie werden vermutlich argumentieren, dass die vorherigen Erfolge jeweils halfen, zweistelligen Niederlagen zu verhindern aber weder am Borsigplatz nach am Heumarkt wird das als sonderlicher Trost ankommen.

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