Er war quasi der Matchwinner beim moralischen 3:3-Sieg gegen Hoffenheim. Aber auch nach der Partie machte Matthias Ginter besonders von sich reden, indem er die eklatante Anhäufung von Muskelverletzungen im Verein beklagte und seine Kollegen zum professionellen Verhalten aufforderte. Bemerkenswert zudem, dass er als weitere potentielle Gründe die „Trainingssteuerung und -belastung“ anführte, was selbst ohne bösen Willen als mehr oder weniger vorsichtige Kritik am Trainer gewertet werden kann. Positiv ist in jedem Fall, dass Ginter trotz seiner erst 24 Jahre aktiv eine Führungsrolle anstrebt. Um diese glaubhaft umzusetzen und im Team und im Umfeld entsprechend akzeptiert zu werden, wird er dies aber durch konstant gute Leistungen untermauern müssen.

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Ein bewegtes Jahr liegt hinter uns. 56 Punkte sammelte Borussia in diesen 12 Monaten - eine Bilanz, die über eine vollständige Saison verteilt mindestens für den Einzug in die Europa League reichen sollte. Aktuell befindet sich die Mannschaft des neuen Trainers Dieter Hecking auf Augenhöhe mit Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig und damit punktgleich zu den Champions-League-Rängen - mit Blick auf die deutlich finanzstärkere Konkurrenz keine selbstverständliche Leistung.

Aber es gab auch Schattenseiten in 2017: so wurde der Europapokal-Platz in der Vorsaison fast schon fahrlässig verpasst, da die Fohlenelf in den entscheidenden Spielen zu wenig punktete. Auch im Pokal gab es unnötige Niederlagen - ob gegen Frankfurt und Leverkusen im DFB-Pokal oder gegen Schalke 04 in der Europa League. Wieder einmal mussten  zudem Abgänge wichtiger Leistungsträger verkraftet werden: Mo Dahoud wurde durch Denis Zakaria gleichwertig ersetzt. Matthias Ginter spielte sich als Nachfolger von Andreas Christensen solide in den Stamm.

Die Hoffnung, mit einer Neuausrichtung der medizinischen Abteilung die Verletztenzahl wieder auf das erstaunlich niedrige Niveau aus der Favre-Ära zu reduzieren, erfüllte sich nicht. Zuletzt fielen mehr als 10 Spieler zeitgleich aus. Dies bot aber den jungen Talenten eine Chance, die Zakaria, Cuisance und Oxford hervorragend nutzten, was Hoffnung macht auf eine erfolgreiche Zukunft des Vereins. Die immer wieder deutlich hervorgetretenen Schwächen in der Defensive sowie die schlechte Chancenverwertung sind aber Baustellen, für die Dieter Hecking in der kurzen Winterpause Lösungen suchen sollte, damit dies auch schon 2018 der Fall sein wird.

Zuvor gilt es aber für uns alle, für ein paar Tage abzuschalten vom emotionalen Fußballgeschäft. Wir wünschen all unseren Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest, viele Borussen-Geschenke und ein gutes, gesundes Jahr 2018.

Borussia hat wenig überraschend das Spiel in Dortmund verloren. Die Niederlage fiel mit 6:1 allerdings heftig aus, hilf- und harmlos sahen die Gladbacher meist dem schwarz-gelben Tempofußball zu. Dabei war es nicht so, als hätte die Hecking-Mannschaft keine Chancen gehabt. Es paarte sich an diesem Samstagabend eine erstaunliche Häufung von Abwehrschnitzern mit der schon fast notorischen Abschlussschwäche. Hinten hielt Ginter zwar die Abwehr nicht zusammen, aber immerhin sein Versprechen, nicht zu jubeln. Sein Nebenmann Vestergaard machte es auch nicht viel besser. Gegen die Dortmunder Spitzen Aubameyang (drei Tore) und Philipp (zwei) wirkten sie wie Bezirksligakicker. Vorne verwandelte Thorgan Hazard die besten Gelegenheiten nicht. Die Hereinnahme von Fabian Johnson zuungunsten von Patrick Herrmann führte nicht zum erhofften Stabilitätsgewinn. Vorne war Raffael weitgehend unsichtbar, Lars Stindl gelang immerhin noch der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:5. Am Ende steht die Erkenntnis, dass der Weg zur Deutschen Meisterschaft 2018 wohl über Dortmund führt und das Borussia sich um die Frage, ob sie eine Spitzenmannschaft ist bei einem solchen Vergleich keine Gedanken zu machen braucht. 

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Wo Uli Hoeneß Recht hat, hat er Recht. Im Mitglieder-Magazin der Borussia hatte der alte und neue Bayern-Präsident vieles Nette über Borussias Fans zu sagen. Da stimmt man gerne zu.  Weniger gern pflichtet man bei, was die Schere betrifft. Aber auch da hat Hoeneß Recht. Es gab ja Zeiten, da begegneten sich Münchner und Gladbacher auf fußballerischer Augenhöhe. Seit dem Bau des Münchner Olympiastadions aber sei die Schere zwischen ihnen auseinandergegangen und so richtig seit Einführung der Champions League.

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Timothée Kolodziejczak, wird Borussia Mönchengladbach wohl in Richtung Miexiko verlassen. Kurz vor Ablauf der dortigen Transferfrist wechselt der Franzose voraussichtlich zum fünfmaligen mexikanischen Meister Tigres de la Universidad Autónoma de Nuevo León, besser bekannt als UANL Tigres, wo er auf seinen Landsmann André-Pierre Gignac treffen wird. Kolodziejczak, kurz Kolo, war erst zu Jahresbeginn aus Sevilla an den Niederrhein gewechselt, wo er Alvaro Dominguez ersetzen sollte. Bereits von Beginn an wurde der ehemalige Europapokal-Gewinner aber von Verletzungen  zurückgeworfen und konnte sich im Anschluss nicht gegen Christensen, Vestergaard oder Wendt durchsetzen, weshalb er nur zu zwei Pflichtspieleinsätzen kam. Auch im Vorfeld zur aktuellen Spielzeit blieb ihm das Verletzungspech treu, als er die Vorbereitung aufgrund eines Muskelfaserrisses verpasste.

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  • @MotherSoccerNL Balotelli. Great guy!
  • @guek62 Es dauert ausnahmsweise ein wenig länger sich auf den unbeteiligten Hinterbänkler zu verständigen, dem man…
  • @vollraute Das Perverse ist aber doch, dass sie immer noch weniger hässlich ist als das Trikot, das er seit einiger Zeit trägt.
  • @s_hermanns Wie in der guten, alten Zeit am Betzenberg. Wir spielen bis der FCK führt.
  • Warum liegt die Standard-Nachspielzeit eigentlich immer bei 5 Minuten, wenn #BVB oder #Bayern zurückliegen? #FußballmafiaDFB #SGFBVB
  • @12Mannbmg Das ist klar.
  • Lucien bereitet in Gedanken schon mal sein Rücktrittsschreiben vor. #SGFBVB

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