Borussia hat wenig überraschend das Spiel in Dortmund verloren. Die Niederlage fiel mit 6:1 allerdings heftig aus, hilf- und harmlos sahen die Gladbacher meist dem schwarz-gelben Tempofußball zu. Dabei war es nicht so, als hätte die Hecking-Mannschaft keine Chancen gehabt. Es paarte sich an diesem Samstagabend eine erstaunliche Häufung von Abwehrschnitzern mit der schon fast notorischen Abschlussschwäche. Hinten hielt Ginter zwar die Abwehr nicht zusammen, aber immerhin sein Versprechen, nicht zu jubeln. Sein Nebenmann Vestergaard machte es auch nicht viel besser. Gegen die Dortmunder Spitzen Aubameyang (drei Tore) und Philipp (zwei) wirkten sie wie Bezirksligakicker. Vorne verwandelte Thorgan Hazard die besten Gelegenheiten nicht. Die Hereinnahme von Fabian Johnson zuungunsten von Patrick Herrmann führte nicht zum erhofften Stabilitätsgewinn. Vorne war Raffael weitgehend unsichtbar, Lars Stindl gelang immerhin noch der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:5. Am Ende steht die Erkenntnis, dass der Weg zur Deutschen Meisterschaft 2018 wohl über Dortmund führt und das Borussia sich um die Frage, ob sie eine Spitzenmannschaft ist bei einem solchen Vergleich keine Gedanken zu machen braucht. 

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Timothée Kolodziejczak, wird Borussia Mönchengladbach wohl in Richtung Miexiko verlassen. Kurz vor Ablauf der dortigen Transferfrist wechselt der Franzose voraussichtlich zum fünfmaligen mexikanischen Meister Tigres de la Universidad Autónoma de Nuevo León, besser bekannt als UANL Tigres, wo er auf seinen Landsmann André-Pierre Gignac treffen wird. Kolodziejczak, kurz Kolo, war erst zu Jahresbeginn aus Sevilla an den Niederrhein gewechselt, wo er Alvaro Dominguez ersetzen sollte. Bereits von Beginn an wurde der ehemalige Europapokal-Gewinner aber von Verletzungen  zurückgeworfen und konnte sich im Anschluss nicht gegen Christensen, Vestergaard oder Wendt durchsetzen, weshalb er nur zu zwei Pflichtspieleinsätzen kam. Auch im Vorfeld zur aktuellen Spielzeit blieb ihm das Verletzungspech treu, als er die Vorbereitung aufgrund eines Muskelfaserrisses verpasste.

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Borussia hat der Ankündigung, den Kader verkleinern zu wollen, Taten folgen lassen. Zwei Tage nach Nico Schulz verlässt auch sein Namensvetter Marvin den Verein. Der 22-jährige wechselt in die Schweiz zum FC Luzern.   Am Samstag hatte Marvin Schulz beim 1:0-Testspielsieg in Wuppertal noch eine Halbzeit auf dem Platz gestanden. Die vergangene Saison hatte der Verteidiger verletzungsbedingt fast komplett verpasst. Für die neue Spielzeit scheint man in ihm keine wirkliche Alternative mehr gesehen zu haben. Marvin Schulz hatte sich vor zwei Jahren unter Lucien Favre zu Saisonbeginn in die erste Elf gekämpft. Im Zuge des chaotischen Saisonauftakts, der in Favres Rücktritt mündete, nahm der Aufschwung des Gladbacher Eigengewächs ein jähes Ende. Wirklich in die Nähe der ersten Elf kam Schulz danach nicht mehr. Ganz anders stellt es sich bei Nico Schulz dar. Der Berliner hatte sich zum Ende der vergangenen Saison erstmals überhaupt länger zeigen können. Seine ganze erste Saison in Mönchengladbach hatte er wegen eines Kreuzbandrisses verpasst, danach hatte der Linksverteidiger das Problem, auf seiner Position einen der konstantesten Borussen und einen Führungsspieler vor der Nase zu haben. An Oscar Wendt kam Nico Schulz nicht vorbei und für eine andere Position fehlte ihm, um es mit Lucien Favre zu sagen, die Polyvalenz. Erst als Wendt zum Ende der Spielzeit verletzt ausfiel, kam die Zeit von Schulz und er machte seine Sache so gut, dass nicht wenige seinen Abgang bedauern. Allerdings spricht wenig dafür, dass sich die Hackordnung in der Defensive in der neuen Saison verändert hätte. Schulz wäre wohl erneut Bankdrücker gewesen, was seinen selbst forcierten Wechsel nach Hoffenheim nachvollziehbar macht - genau wie die Bereitschaft Borussias, ihn gehen zu lassen. Gleichzeitig reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, dass mit Timothée Kolodziejczak noch ein weiterer Verteidiger abgegeben wird. "Kolo" ist nach Nicol Schulz' Abgang vermutlich erste Alternative für die Wendt-Position.

Raul Bobadilla kehrt zu Borussia Mönchengladbach zurück. Dass Borussia einen Stürmer sucht, war bekannt. Dass es ein Stürmertyp sein soll, der im Kader so noch nicht existiert, auch. Trotzdem wäre wohl kaum jemand auf die Idee gekommen, dass die Lösung ein Mann sein würde, der eine nicht ganz unkomplizierte Geschichte in Gladabch hat. Zweimal hat der gebürtige Argentinier sein Glück bei Borussia versucht, zweimal war es eine Geschichte mit wenigen Höhe- und vielen Tiefpunkten. Bobadilla machte sowohl auf als auch neben dem Platz unerwünschte Schlagzeilen. Die Zahl seiner wirklich guten Auftritte im Trikot von Borussia lässt sich an zwei Händen abzählen. Im Gedächtnis bleiben weniger seine acht Tore, als vielmehr seine Unbeherrschtheit und diverse private Eskapaden, wengleich letzere erst bei seinen späteren Stationen in der Schweiz eskalierten. Jubelstürme dürfte die erneute Verpflichtung des Raul Bobadilla nirgends hervorrufen, eher Stirnrunzeln und das eine oder andere große Fragezeichen. Was also reitet Borussia, sich den Südamerikaner ein weiteres Mal ans Bein zu binden?

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Borussia steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Beim Regionalligisten Rot-Weiß Essen gewann das Bundesligateam mit 2:1 - unter dem Strich wohl leistungsgerecht, wenngleich Essen lange Zeit wie der sichere Sieger aussah. Die Mannschaft von Sven Demandt war abwartend ins Spiel gestartet, so dass Borussia zu Beginn eine Scheinüberlegenheit aufbauen konnte. Als Essen aber erstmals aufs Tempo drückte, tat sich die Hintermannschaft schwer. Der zweite Angriff über den rechten Flügel führte direkt zum Erfolg. Malura durfte unbedrängt flanken, hinten sah niemand den heranstürmenden Baier, der den Ball unbedrängt zum 1:0 ins Gladbacher Tor köpfen konnte. Bis zur Pause erholte sich Borussia nicht mehr von diesem Schreck. Zwar hatte das Team deutlich mehr Ballbesitz, konnte damit aber nichts anfangen. Völlig unstrukturiert wirkte das Spiel über weite Strecken. In der Halbzeit dürfte Trainer Dieter Hacking an die Moral seiner Mannschaft appelliert haben, denn die nahm das Spiel nach der Pause zumindest endlich ernst. Wirklich zwingend war es aber nicht, was die Borussen aufs Feld brachten. Immerhin sprangen die ersten Gelegenheiten durch Stindl und Traoré heraus. Essen aber stand recht sicher und ging bisweilen durchaus selbstbewusst nach vorne. Die Einwechslung von Jonas Hofmann für den unglücklich agierenden Zakaria brachte dann die Wende. Der wegen seiner vermeintlichen Zögerlichkeit vor dem Tor vielgescholtene Ex-Dortmunder sorgte für den Ausgleich, als er willensstark ein Zuspiel von Stindl zum Ausgleich verwertete. Nur vier Minuten später war das Spiel dann gedreht. Traoré tanzte auf der linken Seite Malura aus, seine Flanke erreichte Hazard, der den Ball mit dem Kopf auf Raffael zurücklegte. Der ansonsten fast unsichtbare Brasilianer verwertete zur Gladbacher Führung. Danach hatte Essen nichts mehr zuzusetzen. Borussia hatte noch zwei gute Kontergelegenheiten und schaffte es ansonsten, den Regionalligisten vom eigenen Tor wegzuhalten. So ist die Pflichtaufgabe Essen gemeistert, um in der Bundesliga zu bestehen, muss aber noch vieles besser werden. 

Essen: Heller  - Malura, Zeiger, Meier, Unzola - Lucas (85. Jansen), Brauer - Poker, Baier, Grund (82 .Harenbrock) - Platzek

Borussia: Sommer - Elvedi, Ginter, Verstergaard, Wendt - Kramer, Zakaria (67. Hofmann) - Hazard (87. Herrmann), Traoré (90. Johnson) - Stindl, Raffael

Tore: 1:0 Baier (29.), 1:1 Hofmann (79.), 1:2 Raffael (83.)

 
 
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