Durch ein in der 1. Halbzeit kämpferisch und in der 2. Halbzeit dann auch spielerisch gutes Spiel kam Borussia zu einem hart umkämpften Sieg über den VfL Wolfsburg. Wie schon gegen Frankfurt und Marseille ging die Mannschaft als vermeintlicher Underdog in die Partie, die sie dann überzeugend mit 2:0 beendete.


Dabei sah es lange Zeit nicht wirklich gut aus. Borussias Fans schlossen sich dem ligaweiten Stimmungsboykott in den ersten 12 Minuten und 12 Sekunden an, was zunächst die Gäste zu beflügeln schien, die eine ähnliche Atmosphäre vermutlich besser kennen als die stimmungsverwöhnten Gladbach-Spieler. Die Gäste agierten wie in einem Heimspiel und vergaßen dabei offensichtlich, dass sie sich zuletzt daheim meist schwer taten.

 

In die Überlegenheit der Wölfe hinein sorgte wieder einmal Juan Arango für den ersten großen Knalleffekt. Einen perfekt getimten langen Ball von Nordtveit nahm er aus 15 Metern halblinks volley und setzte ihn trocken ins lange Eck zum umjubelten 1:0. Die Niedersachsen zeigten sich von diesem Gegentor aber wenig beeindruckt und drückten dem Spiel weiter ihren Stempel auf. Ihre Torchancen vermochten sie allerdings nicht so effizient zu nutzen wie Borussia, die bei aller spielerischen Unterlegenheit immerhin vollen Einsatz zeigten und gerade im Passspiel weniger Fehler produzierten als in den vergangenen Partien.

 

Das 2:0 fiel kurz vor der Pause dennoch glücklich, als Arango die erste Borussen-Ecke mit dem Kopf auf den freistehenden Jantschke verlängerte und dieser den Ball über die Linie drückte. Angesichts der Spielanteile und Chancen war der erste Durchgang damit halbwegs auf den Kopf gestellt.

 

Nach dem Seitenwechsel behielt Wolfsburg sein starkes Offensivspiel bei, stand nunmehr aber einer ebenbürtigen Mannschaft gegenüber, so dass sich ein offener Schlagabtausch in einer nunmehr hochklassigen Partie ergab. Anfänglich hatte Borussia sogar die besseren Chancen auf das 3:0, als z. B. Herrmann eine etwas zu scharfe Hereingabe von Lukas Rupp nur knapp verpasste. Doch auch auf der Gegenseite bestand jederzeit die Gefahr, den Anschluss zu kassieren, da insbesondere Diego nicht locker ließ und Bas Dost einige gefährliche Tormöglichkeiten unglücklich liegen ließ.

 

So blieb es nach 90 Minuten beim 2:0, das sich die Elf von Lucien Favre insgesamt durchaus verdiente, wenngleich es für die gut aufgelegten Gäste eine unglückliche Niederlage war. Positiv, dass Borussias Defensive und Keeper ter Stegen mal wieder eine Bundesliga-Partie ohne Gegentor absolvieren konnten. Neben Arango setzten inbesondere Havard Nordtveit und Lukas Rupp offensiv ungewohnt viele Akzente und machten beide eines ihrer besten Spiele im Borussen-Dress.

 

Mit nunmehr 20 Punkten kann Borussia beruhigt auf die schweren letzten Partien dieser Vorrunde blicken und sich jetzt schon auf ein positiv gestimmtes Weihnachtsfest freuen. Ein Überwintern (mindestens) im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle sowie im internationalen Wettbewerb ist angesichts des personellen Umbruchs aller Ehren wert. Spielt die Mannschaft aber weiter so engagiert und effizient wie an diesem Mittwoch, wird sie selbst in Gelsenkirchen am kommenden Samstag alles andere als chancenlos sein.

 

Borussia: ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt – Rupp, Nordtveit, Marx, Arango (89. Brouwers) – de Camargo (81. Hanke), Herrmann (72. Mlapa)

 

Wolfsburg: Benaglio – Fagner (80. Lakic), Naldo, Kjaer, Schäfer – Hasebe, Träsch (59. Vieirinha), Polak, Diego, Olic (69. Jönsson) – Dost

 

Tore: 1:0 (11.) Arango, 2:0 (44.) Jantschke

Gelbe Karten: Jantschke – Polak, Jönsson

Zuschauer: 40.165

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