31 Punkte nach 14 Spielen. Legt man die einhellige Meinung zu Grunde, zum Aufstieg benötige man 60 Punkte + X, hat Borussia bereits jetzt die erste Hälfte erreicht, und das bei noch drei ausstehenden Spielen bis zur Winterpause. Jeder weitere Punkt wäre demnach ein vorweggenommener für die Rückrunde. Zyniker bemerken, dass noch 9 Punkte zum vorzeitigen Klassenerhalt fehlen. Das ist inhaltlich richtig, wenn auch für Borussia in dieser Saison sportlich nicht relevant. Apropos Zyniker: immer dann, wenn es gilt, selbst dem vermeintlich unbekanntesten oder unspektakulärsten Gegner mit Anekdoten Leben einzuhauchen, greifen wir auf Menschen zurück, die mit diesen kleinen Randgeschichten sogar Bücher verkaufen. Carsten Koslowski, als Düsseldorfer Fortune inzwischen auch sportlich an der 2. Liga interessiert, stellt den Gegner aus Hessen vor.

Borussia

Welchen Stellenwert sich der Tabellenführer in diesen 14 Spieltagen erarbeitet hat, beweist ein Blick ins Fan-Forum der Gastgeber aus Wiesbaden. Ein Fußballforum gilt nicht unbedingt als Ort, in dem Objektivität und ein gesundes Maß bei der Beurteilung der sportlichen Lage eine vorherrschende Rolle spielen. Die Fans des SV Wehen-Wiesbaden überraschen jedoch mit fast ehrfürchtiger Bewunderung, die sie der Borussia zollen. Die Kombination aus Tradition und den aktuellen Kräfteverhältnissen der 2. Liga wirkt für einige zu dominant, so dass man sich „eine nicht zu hohe Niederlage" wünscht. Wie sich die Zeiten ändern! Als Borussia vor gut einem Jahr zum Auswärtsspiel in der 2. DFB-Pokalrunde bei den Amateuren des FC Bayern München antrat, war bei den Fans der Bayern anderes zu lesen: „Gladbach spielt auswärts, also ist der 2-Klassen-Unterschied obsolet!". Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. Die vergangene Saison scheint aus heutiger Sicht nur ein böser Albtraum zu sein, der weit weg ist. Nein, sie war ein Albtraum.

Borussias Defensive

Die Diskussion um Christofer Heimeroth ist in den vergangenen Tagen wieder eingeebt. Trainer Luhukay hat mehrfach und auch im SEITENWAHL-Interview zu verstehen gegeben, dass die wenigen Unsicherheiten des 26-jährigen Torhüters keine Beunruhigung der sportlichen Leitung verursachten. Ein Torwart braucht vor allem eines: Vertrauen. Man frage bei Jens Lehmann und Timo Hildebrand nach!

Seit dem Heimspiel gegen den 1.FC Köln steht die Innenverteidigung in der aktuellen Besetzung um Tobias Levels, Roel Brouwers, Filip Daems und Alexander Voigt und bei keinem der vier Genannten hat man zurzeit das Gefühl, er bräuchte eine Pause. Zu sicher, zu eingespielt und zu abgezockt agieren die vier im Verbund. Durch den Wechsel Daems für Gohouri wurden gleich zwei Dinge bewirkt: der von Gohouri bekannte, einmalige Aussetzer pro Spiel ist nicht mehr zu beobachten, zudem bringt der Belgier Daems eine spielerische Komponente hinein, da er technisch und taktisch überlegter und sinnvoller als Steve Gohouri agiert.

Mit Patrick Paauwe weiß Borussia vielleicht den besten Mittelfeldspieler der 2. Liga in ihren Reihen. Jörn Andersen, Trainer der Offenbacher Kickers, geriet nach der Pressekonferenz vor einigen Journalisten regelrecht ins Schwärmen über die Leistung und das Potenzial des Niederländers. „So einen hätte ich auch gerne, der ist überall, gewinnt fast jeden Zweikampf, fast jeden Kopfball und ist spielerisch überragend." Den Worten Andersens ist an dieser Stelle nichts mehr hinzuzufügen. Und Eugen Polanski? Man sollte vorsichtig mit schnellen Urteilen sein, aber der U21-Nationalspieler ist vielleicht der einzige Verlierer der bisherigen Saison. Noch kurz nach der Weltmeisterschaft 2006 brachte Bundestrainer Jogi Löw persönlich Polanski in den erweiterten Beobachtungskreis möglicher Kandidaten für den EM-Kader der A-Nationalmannschaft. Heute, im November 2007, pendelt Polanski bei einem Zweitligisten zwischen Ersatzbank und Tribüne. In Wehen wird er im Kader stehen.

Borussias Offensive

Noch in der vergangenen Woche rieben sich einige Kollegen der schreibenden Medien die Hände, sahen sie nach der guten Leistung Coulibalys im Heimspiel gegen Offenbach wenigstens einen Funken Zündstoff in der harmoniegetränkten Gladbacher Mannschaft. Coulibaly selber unterstrich seinen Anspruch auf einen Platz in der Startelf, wohl wissend, dass Sascha Rösler zum Spiel gegen Wehen zurück in den Kader kommen wird. Dieses Problem, sofern es für Luhukay je eines war, hat sich kurz vor Abfahrt nach Wehen von selber erledigt, denn Coulibaly fällt verletzungsbedingt aus. Allerdings setzte Luhukay in der Pressekonferenz vor dem Spiel ein Zeichen, als er recht deutlich formulierte, dass Rösler in jedem Fall gespielt hätte: „Er hat sich den Status als Führungsspieler erarbeitet, daran hat das Offenbach-Spiel nichts geändert." Deutlicher kann man das kaum formulieren. Um noch einmal Jörn Andersen aus der vergangenen Woche zu zitieren: „Die haben Probleme! Coulibaly oder Rösler!".

Wie bei jedem Auswärtsspiel stellt sich die Frage, ob Marko Marin von Anfang an spielen wird oder nicht. War Johannes van den Bergh bis vor wenigen Wochen die mögliche Alternative, steht nun mit Sharbel Touma ein weiterer Kandidat bereit. Dem hoch veranlagten Schweden fehlt noch deutlich die Bindung zum Spiel, was man speziell beim letzten Auswärtsspiel in München gesehen hat. Diese Bindung findet er jedoch nur über weitere Einsätze. Angesichts der sportlich entspannten Lage und eines nicht übermächtig wirkenden Gegners ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Touma auch in Wehen beginnen wird und Marin je nach Spielstand im Laufe des Spiels eingewechselt wird. Oder eben anders herum.

Auf der rechten Seite wird wie gewohnt Marcel Ndjeng beginnen, der vom Boulevard in die deutsche A-Nationalmannschaft geschrieben wurde. Eine völlig unnötige Diskussion, die sportlich zudem fragwürdig ist. Es bleibt zu hoffen, dass der Spieler selber sich davon wenig beeindrucken lässt. Denn auch wenn Ndjeng gemessen an den Erwartungen bei seiner Verpflichtung als absoluter Glücksgriff zu bezeichnen ist, so wechseln sich Licht und Schatten bei ihm noch immer zu deutlich ab. Er hat das Glück, in einer funktionierenden und dominant auftretenden Mannschaft zu agieren, bei der es keine Rolle spielt, wenn die ein oder andere Ecke mal hinters Tor geschlagen wird.

Oliver Neuville und Rob Friend beginnen im Sturm. Mit Roberto Colautti und Moses Lamidi sitzen zwei weitere Stürmer auf der Bank, die für einen Einsatz im Laufe des Spiels in Frage kommen. Während Lamidi lediglich von der Verletzung Nando Rafaels profitiert, gilt für den Israeli Colautti Ähnliches wie für Sharbel Touma: er braucht Spielpraxis. Die wird er bekommen und man kann auf Seiten der Mönchengladbacher Borussen nur froh sein, dass es die sportlich ruhige Lage zurzeit erlaubt, einen Spieler behutsam an die Startelf führen zu können. Spätestens in der Vorbereitung zur Rückrunde werden die Karten ohnehin neu gemischt.

Der Gegner aus Wiesbaden

Borussia Mönchengladbach trifft erstmals auf den SV Wehen Wiesbaden. Dies mag nicht verwundern, ist der kleine Verein aus Wehen, einem Ortsteil von Taunusstein, doch im Sommer erstmals in die Zweite Liga aufgestiegen. Beziehungsweise eigentlich nicht, weshalb es für jeden Verein, der in dieser Saison zu einem Pflichtspiel gegen Wehen antritt, das erste Mal ist bzw. sein wird. Denn den Verein SV Wehen Wiesbaden gibt es offiziell erst seit dem 01.07.2007. Hierdurch gedachte man, seine Popularität auch im Umfeld des kleinen Städtchens zu steigern. Ein SV Wehen Taunusstein 1926 e.V. in der Zweiten Liga schien den maßgeblichen Herren wohl undenkbar. Man will die gesamte Region Wiesbaden mit ins (Fußball-)Boot holen, was sich auch schon am Motto des neuen Vereins ablesen lässt: „Wiesbaden. Die Stadt mit Kick." Die Stadt mit Kick zeichnete sich bis dato eher dadurch aus, dass sich dort beim besten Willen niemand großartig für Fußball interessierte. Es gab kein Stadion, das auch nur entfernt Zweitliga-Ansprüchen genügt hätte, und den höchstklassigen Wiesbadener Verein findet man in der 5. Liga. Dies alles gedachten die Verantwortlichen des SV Wehen mit der Namensänderung sowie dem Entschluss, ein neues Stadion direkt im Herzen von Wiesbaden zu errichten, entscheidend zu ändern. Wobei wohl erst die Zukunft zeigen wird, ob dies gelingen kann.

Der Ursprungsverein SV Wehen wurde, wie man dem offiziellen Namen problemlos entnehmen kann, im Jahre 1926 gegründet, und zwar von 39 Gründungsmitgliedern im Gasthaus „Zur Krone". Zwei Dinge in der Geschichte des Vereins finde ich bemerkenswert: zum einen wurde bereits 1927 mit dem Bau des Sportplatzes Am Halberg begonnen, der volle achtzig Jahre, bis zum Aufstieg im Sommer, die Spielstätte des SV Wehen war, natürlich nicht mehr im Ursprungszustand, sondern im Laufe der Jahrzehnte immer mal renoviert, verbessert, erweitert. Übrigens, der Stadionname Am Halberg ist durchaus wörtlich zu nehmen: immer wieder gerne wird an eine Begebenheit aus den 1990er Jahren erinnert, als ein Fan-Bus der Offenbacher Kickers den steilen Weg zum Gipfel nicht bewältigen konnte, und die angereiste Gästeschar somit unfreiwillig etwas für ihre Gesundheit tun und den letzten Rest des Weges zu Fuß anmarschieren musste. Und auch einen Meilenstein in der Geschichte des Stadionbaus halte ich für erwähnenswert: es wurde eine Umkleidehalle errichtet - und zwar im Jahre 1959. Wo sich die jeweiligen Nutzer des Stadions 33 Jahre lang zuvor umkleideten, konnte ich leider nicht herausfinden. Allerdings kam man die Wehener damit schon fast als „fortschrittlich" bezeichnen. Ich z.B. erinnere mich noch an ein Gastspiel mit meiner Fortuna beim ehrwürdigen SV Elversberg in der Saison 1999/2000 (da ich nicht annehme, dass sich der normale Gladbach-Fan mit solch trivialen Vereinen abgibt, darf ich kurz anmerken, dass sich Elversberg im Saarland befindet), als die Mannschaften an der altehrwürdigen Kaiserlinde zum Umziehen auch erst einmal die örtliche Hauptstraße überqueren mussten. Und das war auch kein Freundschaftsspiel, sondern Alltag in der Regionalliga West/Südwest...

Mit Stadion und Umkleidehalle gelang dem SV Wehen 1994 die Qualifikation für die neue Regionalliga Süd. Zwar stieg man auch sofort wieder ab, schaffte aber 1997 die Rückkehr und gehörte seitdem zum festen Personal. Und nicht nur das, mehrfach kratzte man am Aufstieg in die Zweite Liga und scheiterte knapp, richtig dramatisch sogar in der Saison 2004/05, als man am letzten Spieltag für 30 Minuten in der Zweiten Liga stand, ehe die Sportfreunden Siegen in Darmstadt loslegten und doch noch 3:2 gewannen. In der darauf folgenden Saison ging man wieder nur als Dritter durchs Ziel, hauptsächlich, weil der Saisonstart verschlafen wurde. Damit hielt man sich 06/07 dann nicht mehr auf: am 13. Spieltag übernahm Wehen die Tabellenführung und gab sie nicht mehr her, bereits sechs Spieltage vor Schluss stand man als Aufsteiger fest. Und das, obwohl es während der Saison einen Trainerwechsel zu verkraften gab: im Oktober 2006 wechselte Coach Djuradj Vasic zum damaligen Zweitligisten Eintracht Braunschweig, durfte dort aber nach fünf Niederlagen in Folge sofort wieder die Koffer packen, und muss wohl anschließend ziemlich sparsam aus der Wäsche geschaut haben: das eigentlich nur als Interims-Gespann vorgesehene Duo Christian Hock/Steffen Vogler hatte in der Zwischenzeit alles gewonnen, was es an Punkten zu holen gab, von einer Rückkehr des langjährigen Erfolgstrainers war keine Rede. Dieses Duo zog dann auch den souveränen Aufstieg durch.

Und hier heißt es nun Abschied nehmen vom SV Wehen-Taunusstein, vom Halberg, und vom gemütlichen Drittliga-Fußball. Alles olle Kamellen. Mit dem Aufstieg kam die bekannte Namensänderung sowie der Entschluss der Vereinsführung, ein neues Stadion in Wiesbaden zu bauen, die „Brita-Arena". Brita? Hierbei handelt es sich um den örtlichen Hersteller von Wasserfiltersystemen, der sich seit Jahren im Verein engagiert und den SV Wehen auf eine solide finanzielle Basis stellte. Man mag es nicht gleich mit Herrn Hopp und der TSG Hoffenheim vergleichen, aber so ganz gewaltig sind die Unterschiede nun auch nicht: bei Brita handelt es sich um einen „Global Player", der seine Produkte weltweit vertreibt, sowohl im privaten als auch im industriellen Bereich; auch hält die Firma Brita diverse Patente auf ebenso diverse Wasserfilter-Systeme. Egal, ob man sich in Mönchengladbach im Café einen Espresso bestellt oder ob der berühmte Sack Reis in China nach dem Umfallen erst einmal industriell durch Wasser gesäubert wird - die Chance, dass die Firma Brita bei diesen Handlungen soeben wieder ein paar Euro verdient hat, ist ziemlich groß. Entsprechend ist auch der Einfluss des weiterhin familiär geführten Unternehmens bei „seinem" Club: Vater Heinz Hankammer ist Vereinspräsident, Sohnemann Markus Hankammer fungiert als Kommissarischer Vizepräsident Recht und Verwaltung und ist eigentlich derjenige, der alle Fäden in der Hand hält. Wie da die neue Arena heißen würde, kann somit nicht wirklich eine große Frage gewesen sein.

Sportlich machte der SV Wehen-Wiesbaden zu Beginn der Saison durchaus positive Schlagzeilen. Hinter den Kulissen, vor allem im organisatorischen Bereich, hat sich jedoch inzwischen der Eindruck verdichtet, dass so einige Leute dem Aufstieg in die Zweite Liga noch nicht gewachsen zu sein scheinen. Alles begann damit, dass man kurzerhand und ohne öffentliche Begründung Bruno Hübner entließ, den beim Fanvolk überaus beliebten Manager, der zuvor als Spieler, Interims-Trainer und eben Manager unfassbare 21 Jahre am Stück für den SV Wehen an Ball und Schreibtisch gewesen war. Der stand wohl dem „neuen" SV Wehen irgendwie hinderlich im Weg, was ja meist nichts anderes bedeutet, als dass es jemand wagt, einen Vorschlag der Bosse als nicht soooo gut einzuschätzen. Es folgte eine Kette von Pleiten, Pech und Pannen: weil das neue Stadion erst im Oktober fertig sein würde, der Halberg allerdings nicht zweittauglich war, wurden die ersten Saisonspiele in der Frankfurter Commerzbank-Arena ausgetragen. Bis auf den Knüller zu Saisonbeginn, das Pokalspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister VfB Stuttgart (1:2), das fand dann in Mainz im Bruchweg-Stadion statt. Bis man sich darüber einig war, war der Vorverkauf schon den Bach runter gegangen. Der funktionierte auch weiterhin nicht so wie geplant, zwischenzeitlich fungierten nur vier Lottobuden und ähnliche Großanbieter in Wiesbaden als Vorverkaufsstellen. Und angesichts von 4.000 Zuschauern in der riesigen Arena in Frankfurt mögen vielleicht auch dem ein oder anderen Spieler Bedenken gekommen sein, ob es in der Regionalliga nicht doch irgendwie schöner gewesen wäre.

Zwischenzeitlich stellte der DFB fest, dass sich das erfolgreiche Trainer-Duo Hock/Vogler gar nicht so nennen durfte, da keiner von beiden über eine entsprechende Trainer-Lizenz für die Zweite Liga verfügte. Eine Änderung tat dringend Not, also holte man einfach Djuradj Vasic zurück und setzte ihn auf den entsprechenden Dienstposten. Zu sagen hatte er nichts, Training und Aufstellung bestimmte weiterhin das Aufstiegs-Tandem. Und als sich zumindest Co-Trainer Vogels einige Wochen später für den B-Lehrgang angemeldet hatte (eine Forderung des DFB), feuerte man Vasic kurzerhand wieder. Begründet wurde dies mit Problemen im zwischenmenschlichen Bereich. Da Vasic bis zu seinem freiwilligen Abgang im Oktober 2006 vier Jahre lang den SV Wehen trainiert hatte, ohne dass solche Probleme akut gewesen wären, darf man davon ausgehen, dass er sich ein wenig zuviel in Dinge eingemischt hatte, für die er doch nur als Strohmann geholt worden war.

Die bislang letzte Peinlichkeit folgte dann beim ersten Spiel in der funkelnagelneuen Brita-Arena. Am 21.10.07 läutete man das neue Zeitalter mit dem Spiel gegen den FSV Mainz 05 ein. Man verlor nicht nur 1:3, sondern wieder ein Stück Glaubwürdigkeit mehr bezüglich der organisatorischen Fähigkeiten: das Stadion war mit über 12.000 Zuschauern natürlich restlos ausverkauft, und zwar dermaßen restlos, dass noch ca. 350 Fans draußen bleiben mussten - obwohl sie gültige Tickets erworben hatten. Wieder hatte der SV Wehen ein recht offensichtliches Problem beim Kartenvorverkauf demonstriert, diesmal hatte man mehr Karten angeboten als Plätze vorhanden waren. Dummerweise wurden die dann auch noch alle verkauft...Zusammenfassen kann man sagen: das, was sich hinter den Kulissen des SV Wehen Wiesbaden bislang getan hat, darf auch unter Anlegung lockerster Maßstäbe nicht als „zweitligareif" bezeichnet werden. Es steht zu hoffen, dass man aus den Fehlern gelernt und endlich in der Liga „angekommen" ist. Vielleicht sollte man sich in diesem Zusammenhang einmal die eigene Mannschaft als Vorbild nehmen, bevor man gar nicht mehr aus der Witzecke herauskommt. Mit dem Know-how eines „Global Player" in der Hinterhand kann dies doch eigentlich nicht so schwer sein.

Neuester Schildbürgerstreich: auf der Webseite des SV Wehen wird noch ein Restkontingent Tickets für das Spiel gegen Gladbach angeboten. Leider hat darauf nur Zugriff, wer im Postleitzahlenbereich 6xxxx wohnhaft ist. Begründung: Bestellung von Besuchern aus dem Einzugsgebiet des Gastvereins sind nicht möglich. Angeblich Vorschrift. Bedeutet: ich aus Bonn (PLZ 53xxx) werde vom SV Wehen automatisch für einen Fan von Borussia Mönchengladbach gehalten (das ist mir wirklich noch nie passiert) und darf daher kein Ticket mehr erwerben. Ich wohne in Bonn ja quasi um die Ecke vom Nordpark. Schöne neue Welt. Ich darf an Eides Statt versichern, dass ich so etwas noch nicht erlebt habe.

Die Trainer

Das erfolgreiche Aushilfs-Duo aus der Regionalliga, Hock/Vogler hat weiterhin das Sagen. Der bekanntere Part ist sicherlich Christian Hock, 239-facher Zweitliga-Spieler, mit dem man prima ein Quiz gestalten kann. Denn Hand aufs Herz: wer von euch weiß, dass der Mann auch mal ein einziges Erstligaspiel für Borussia Mönchengladbach bestritten hat? Jawohl, am 05.06.1993 wurde er am letzten Spieltag in Leverkusen in der 67. Minute eingewechselt, konnte das Spiel aber auch nicht mehr entscheidend drehen: Gladbach verlor mit 0:4. Nach einem weiteren Jahr am Bökelberg ohne Einsatz wechselte er zum FSV Mainz, wo er neun Jahre lang Stammkraft war, ehe er seine aktive Karriere in der Regionalliga bei Kickers Offenbach beendete. Bemerkenswert ist, dass er in all seinen Jahren in Mainz außer Torwart so ziemlich sämtliche Positionen in Abwehr, Mittelfeld und sogar im Angriff bekleidete, obwohl er doch eher als Mittelfeldrenner gesehen werden muss. Somit ein Tausendsassa, der sich nahezu überall auskennt, und der sich sehr gut mit seinem Partner Steffen Vogler versteht. Das eiskalte Wasser, in das man die beiden im letzten Jahr geworfen hat, scheint sie nicht nur aufgeweckt, sondern richtig munter gemacht zu haben, was man auch daran sieht, dass beide vor lauter Erfolg noch immer keine Zeit hatten, ihre Trainer-Lizenzen endgültig unter Dach und Fach zu bringen. Aber bitte - brauchte ein Beckenbauer eine Trainer-Lizenz? Oder ein Klinsmann? Na also.

Die Mannschaft

Nach 14 Spieltagen steht der SV Wehen Wiesbaden mit 20 Punkten auf Platz 7 der Tabelle. Eine erstaunliche Platzierung für ein Team, das nahezu sämtliche Experten vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer Eins handelten.  Noch erstaunlicher wirkt dies, wenn man weiß, dass die Taunusstädter seit sechs Spielen ohne Sieg sind (vier Remis, zwei Niederlagen). Zuletzt gab es ein 0:2 in der Brita-Arena gegen die TuS Koblenz. Im neuen Stadion hat der SV Wehen überhaupt noch nicht gewonnen, lediglich ein Punktgewinn (0:0 gegen 1860 München) und ein einziges Törchen (beim 1:3 gegen Mainz) stehen derzeit in der neuen Heimstatt auf der Habenseite. Die Analyse fällt daher recht leicht: der SV Wehen hat stark begonnen und lässt derzeit leicht nach. Da man aber wenigstens ab und zu noch einen Punkt retten kann, tummelt man sich weiter im Mittelfeld der Tabelle Das Torverhältnis ist mit 22:22 ausgeglichen, in einer Partie, in der der Aufsteiger mitspielt, fallen also im Schnitt drei Tore. Es gibt bessere Abwehrreihen. Und eine der Schwächen des SV Wehen hat auch gleich eine feste Berufsbezeichnung: Torwart.

Wie schon erwähnt, ist dies die einzige Position, die Teamchef Christian Hock in seiner aktiven Karriere nie spielte. Wahrscheinlich hat er deshalb diese Probleme, man kann sich ja nicht überall auskennen. Er begann die Saison mit Adnan Masic (32), der 2006 aus Siegen nach Wehen kam. Schon in der damaligen Zweitliga-Saison hatte Masic einige nette Kunststücke auf Lager, die er nunmehr derartig steigerte, dass Hock ihn nach dem 5. Spieltag entnervt aus dem Tor nahm. Masic hatte zuletzt eher „extreme Piplica-ing" anstatt solider Torwartarbeit verrichtet. Wobei man beim langjährigen Stammkeeper von Energie Cottbus, Tomislav Piplica, vor dem Spiel nie genau weiß, ob er am Spieltag Welt- oder Kreisklasse abzuliefern gedenkt (das muss ich Gladbach-Fans ja gar nicht näher erklären; ich sag nur Witeczek, letzte Spielminute, hoher Ball...), bei Masic zum Schluss jedoch ziemlich sicher sein konnte, wieder mindestens eine Murmel pro Spiel bewundern zu dürfen. Nun mag es ja schön sein, wenn auch der Gegner beim Verkünden der eigenen Mannschaftsaufstellung in Jubel ausbricht, so im Rahmen der Völkerverständigung, aber auch ein Teamchef ohne Lizenz ist halt nur begrenzt leidensfähig, deshalb brachte Hock den 27jährigen Thomas Richter, der vor dieser Saison ebenfalls von den Sportfreunden Siegen ins Rhein-Main-Gebiet gewechselt ist. Meine Vermutung ist, dass „Siegen" wohl nie genannt werden wird, wenn man in Wehen mal nach den besten Torwarttalentschmieden der Republik fragt, denn auch Thomas Richter „glänzt" regelmäßig mit so einigen Klöpsen, worunter besonders das nicht gerade unfallfreie Herunterpflücken von Flanken gehört. Auf der Linie ist er allerdings mittlerweile doch recht fehlerfrei, und vor allem verbreitet er bei weitem nicht so viel Hektik wie Masic. Aber allein sein Stirnband, das doch sehr an Herrn Piplica erinnert, würde mich als Trainer weiterhin ins Schwitzen bringen.

Egal, wie der Problemfall im Tor der Wehener aktuell heißt, davor zieht meist eine Viererkette auf, in der es international zugeht. Die Herren Simac, Kopilas, Glibo und Kokot gelten eher als resolute Abräumer denn als Filigran-Arbeiter, die sich eventuell auch mal mit nach vorne einschalten. Einzig Marko Kopilas fällt mit 1,95 m Körpergröße und 92 kg Lebendgewicht wohl in die Rubrik „Kante", die sich auch mal bei Standards im gegnerischen Strafraum wagt. Ales Kokot ist zudem mit vier Gelben Karten belastet und bei der nächsten Verwarnung ein Spiel gesperrt. Falls ihn das stört.

Auch der Montenegriner Vlado Jeknic, Neuzugang von Wacker Burghausen, kann problemlos in diese Abwehr integriert werden, was sich insbesondere dann anbietet, wenn Hock 4-4-2 spielen lässt (dann rückt Glibo ins Mittelfeld), fiel aber zuletzt wegen Verletzung aus.
In den letzten Spielen vertraute Hock vor der Abwehr auf zwei Abräumer, die gleichzeitig Dampf nach vorne machen können, Patrick Bick und Sandro Schwarz  Bick kam vor der Saison von Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig, während Sandro Schwarz, schon länger in Diensten der Taunussteiner, auch bereits sieben Jahre seiner Karriere beim FSV Mainz 05 verbracht hat und daher seinen Teamchef aus dem eff-eff  kennt (und umgekehrt). Beide haben ein recht feines Füßchen, wobei jedoch Schwarz der größere Techniker sein dürfte, der bereits drei Treffer vorbereitete, während der bisherige zweifache Torschütze Bick auch schon mal zur rustikalen Gangart ansetzt. Er ist auch derjenige, der den bislang einzigen Platzverweis für Wehen in dieser Saison kassierte, am 5. Spieltag eine glatte rote Karte in Augsburg. Beide kann man als Antreiber mit Pferdelunge einschätzen.

Mittelfeld und Angriff gehen bei Wehen nahtlos ineinander über. Die personifizierte Sturmhoffnung der Wiesbadener zum Beispiel heißt Maximilian Nicu und ist eigentlich im Mittelfeld zuhause. Er war mit bislang fünf Treffern und fünf Vorlagen an fast der Hälfte aller Treffer des Aufsteigers beteiligt und ist somit der Garant für die derzeitige gute Platzierung des Aufsteigers. Ihn auszuschalten könnte eine der Schlüsselqualifikationen für einen erfolgreichen Gladbacher Auftritt in der Brita-Arena sein. Ebenfalls zu beachten ist Hajrudin Catic, von Haus aus defensiver Mittelfeld-Abräumer, aber neben Nicu der Mann für die Standards. Auch ein sehr erfahrener Spieler, der mit Wehen, Oberhausen, Waldhof Mannheim (kennt die noch jemand?) und Fortuna Köln (und die?) bereits 160 Zweitliga-Spiele auf dem Buckel hat. Von Olivier Caillas mal ganz zu schweigen, der nicht nur seine kämpferischen Qualitäten, sondern auch seine Schwalbenkünste bereits u.a. mit Alemannia Aachen und dem 1.FC Saarbrücken in der Zweiten Liga demonstrierte, allerdings zuletzt ebenfalls angeschlagen war. Selbiges gilt für den erfahrenen Sascha Amstätter, der einst in Frankfurt auch mal kurz Bundesliga-Luft schnupperte und seit Jahren ein zuverlässiger defensiver Mittelfeldspieler ist, vergangene Saison sogar als Kapitän. Aktuell kommt er aber noch nicht so recht in Tritt, erst fünf Einsätze in dieser Saison stehen zu Buche.
Für ganz so viel Erfahrung hat es bei Benjamin Siegert noch nicht gereicht, immerhin war er jedoch in den letzten beiden Spielzeiten unumstrittener Stammspieler bei Eintracht Braunschweig. Auch er kommt eigentlich aus dem offensiven Mittelfeld, auch er glänzte bereits als dreifacher Vorlagengeber und zweifacher Torschütze, darunter ein Treffer für die Geschichtsbücher: am 9. Spieltag traf er in Fürth nach unglaublichen sieben Sekunden, ein neuer Bundesliga-Rekord, und wohl einer für die Ewigkeit. Vor den Fernschüssen dieses Mannes braucht somit nicht weiter gewarnt zu werden.

Die eigentlichen Stürmer des SV Wehen sind Bakary Diakité und Ronny König. Diakité ist die Art unangenehmer Wühler, die ein Ulf Kirsten perfekt beherrschte, in der vorletzten Saison eine absolute Bank mit 15 Treffern, nach der letzten Saison mit zwei enttäuschenden Halbserien in Mainz und Koblenz wieder zurückgekehrt, bislang vier Saisontreffer. Er mag manchmal etwas ungestüm wirken, aber seine Technik ist durchaus zu beachten, außerdem geht er meistens auch dahin, wo es weh tut. Und drei Vorlagen zu Treffern bis dato beweisen, dass er auch durchaus noch den Blick für den Nebenmann besitzt.

Auch Ronny König, über Chemnitz (klar, bei dem Vornamen...) und Kaiserslautern II an den Halberg gelangt, hat bislang viermal getroffen. Sein Problem: drei dieser Treffer erzielte er in einem einzigen Spiel. Verbleibt ein Treffer in den übrigen 11 Spielen, in denen er eingesetzt war, eine etwas maue Bilanz. Allerdings war auch dies ein Spiel für die Geschichtsbücher, er brauchte am 8. Spieltag nämlich nur ganze sechs Minuten, um dem 1. FC Köln diese drei Treffer einzuschenken und aus einem 0:2 ein 3:2 zu machen. Da er anschließend auch noch seine bislang einzige Torvorlage zum 4:3-Siegtreffer des SV Wehen gab, dürfte er von dieser Partie fraglos noch seinen Enkeln erzählen. Den Rest des bisherigen Saisonverlaufs sollte er dann aber besser verschweigen. Er befindet sich in permanentem Kampf um die zweite Stürmerposition neben Diakité mit dem Kameruner Valentin Atem, den man ebenfalls vom Zweitliga-Absteiger Braunschweig holte, und der bei acht Einsätzen bereits zweimal traf. Ein bulliger Typ Marke „Kopf durch die Wand", manchmal etwas steif anzusehen, aber ein Mann mit „Riecher". Er dürfte mittlerweile auch an Martin Willmann vorbei gezogen sein, der es in neun Einsätzen auf überhaupt kein Tor brachte. Angesichts dieser Sturmleistungen ist klar, warum man in Wehen so viele Hoffnungen auf das offensive Mittelfeld mit Nicu und Siegert setzt.

Insgesamt hat der Aufsteiger durchweg erfahrenes Personal am Start, gut genug, die Klasse zu halten. Dafür sollte man allerdings vorne etwas gefährlicher werden, denn auch wenn die Abwehr nur noch Sahne-Tage erwischen und selbst die Flattermänner im Tor zu Hochform auflaufen sollten, mit zwanzig 0:0 in den nächsten zwanzig Spielen wird's trotzdem noch eng mit dem Klassenerhalt. Wenn sie ihr gefälliges Kombinationsspiel wieder so ungestört aufziehen können wie zu Beginn der Saison, werden sie noch so manchen „Großen" ärgern, auch in der Rückrunde. Aber ich vermute eher, dass es noch richtig eng werden wird.

Schiedsrichter

Der 40-jährige Georg Schalk aus Augsburg leitet in dieser Saison zum zweiten Mal ein Pflichtspiel der Borussia. Beim 1:0-Auswärtssieg in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals in Osnabrück leitete Schalk die Partie und zeigte eine insgesamt ordentliche Leistung. In der laufenden Saison pfiff Schalk drei Partien der zweiten Liga, davon zwei an einem Freitag Abend (Köln-Offenbach und Aue - Aachen), in denen er jeweils gute Noten der Fachpresse erntete.

Bilanz

Carsten schrieb es bereits: dies ist das erste Duell der beiden Teams überhaupt, insofern lässt sich in diesem Vorbericht keine Statistik bemühen. Borussia und Wehen treffen heute zum ersten Mal aufeinander, und vor genau 135 Jahren fand das erste internationale Fußballspiel der Sportgeschichte statt. England und Schottland trennten sich damals 0:0. Was das mit diesem Vorbericht zu tun hat? Nicht viel, aber auch so bekommt man einen Absatz voll.

Aufstellungen:

Borussia: Heimeroth - Levels, Brouwers, Daems, Voigt - Paauwe - Ndjeng, Rösler, Touma - Neuville, Friend
Ersatz: Gospodarek, Svärd, Polanski, Marin, Colautti, van den Bergh, Lamidi
Es fehlen: Schachten, Fleßers, Gohouri, Bögelund, Rafael, Coulibaly (alle verletzt, bzw. im Aufbautraining)

Wehen-Wiesbaden: Richter - Simac, Kopilas, Gilbo, Kokot - Bick, Schwarz - Siegert, Nicu - König, Diakité
Ersatz: Masic, Stahl, Schöckel, Nakas, Hollmann, R. Paul, Alushi, Almstätter, Catic, Callas, Lombé, Atem, Teixera, Willmann
Es fehlen: Jeknic, Grüter, Hübner, Schmick, Ekiz, Stroh-Engel (verletzt, bzw. nicht berücksichtigt)

Schiedsrichter: Georg Schalk (Augsburg)
Schiedsrichterassistenten: Christian Leicher, Lothar Ostheimer

SEITENWAHL-Meinung

Thomas Zocher: Auch wenn der SV Wehen Wiesbaden zuletzt nicht mehr ganz so viele Punkte gesammelt hat, vom spielerischen Niveau her ist das funktionierende Team aus Hessen völlig zurecht in der oberen Tabellenhäfte. Bei dem stark zu erwartenden Südaufsteiger erwartet die Borussia daher wiederum ein kompliziertes Spiel. Weil die Borussia zuletzt keinen Anschein machte, dass sie solche Aufgaben nicht lösen kann oder mag, wird sie dieses Spiel am Ende mit 2:1 für sich entscheiden.

Michael Heinen: Mittlerweile sollte man zwar wissen, dass der vermeintlich kleine SV Wehen auch guten Fussball spielen kann. Dennoch sollte Borussia in der Lage sein, die kleine Krise des Gegners auszunutzen und mit 2:1 zu gewinnen.

Mike Lukanz: Für die Wehener ist es das Spiel des Jahres. Ein Pflichtspiel zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach hätte sich vor wenigen Jahren noch niemand recht vorstellen können, auch wenn das sicher für beide Seiten gilt. Borussia ist jedoch ausreichend stark und cool, um auch die Hürde Wehen zu nehmen. Mit dem 2:0 im neuen Stadion der Gastgeber festigt Borussia ihre Spitzenposition und geht dementsprechend selbstbewusst in das Spitzenspiel eine Woche später beim Sportclub aus Freiburg.

Christoph Clausen
: Ob es wirklich zu vierzig Punkten vor der Winterpause reichen wird, mag man mit Blick auf das Freiburg-Spiel bezweifeln. Ein 2:0 bei den in letzter Zeit nachlassenden Wehener traue ich der Borussia aber zu.

Christian Heimanns
: folgt...

Hans-Jürgen Görler: Nach so vielen erfolgreichen Spielen muss es doch eigentlich wieder einmal eine Niederlage geben. Allerdings fällt es angesichts der Dominanz der Borussia schwer, sich ein wenig in Zweckpressimismus zu üben. Auch der Aufsteiger aus Taunusstein wird sich am Team von Jos Luhukay die Zähne ausbeißen. Die Borussia gewinnt mit 2:1.

Carsten Koslowski: Alles spricht für Gladbach: die Auswärtsstärke (das liest man gerne, was?), die Heimschwäche des Gegners, der in seiner neuen Arena noch nicht angekommen zu sein scheint, die individuellen Stärken der Einzelspieler. Ich schätze sogar, dass Marko Marin in 90 Minuten mehr Knoten in mehr Beine dribbeln kann als Maximilian Nicu. Aber Achtung, all dies konnten die Kölner auch von sich behaupten. Dann führten sie fix 2:0 und dachten, es wäre ein schöner Tag, um mal „La Paloma" zu spielen. Dies sollte Gladbach tunlichst vermeiden, dann wird der 3:1-Erfolg auch nicht gefährdet sein.

Der SV Wehen-Wiesbaden im Internet: Offizielle Homepage
Der SV Wehen-Wiesbaden  im SEITENWAHL-Zweitligacheck: SV Wehen-Wiesbaden 1926




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