SC FreiburgDer Tabellenzweite der Zweiten Bundesliga empfängt den Tabellenführer – das ist das, was man gemeinhin ein „Spitzenspiel“ nennt. Aber nicht nur der reine Tabellenstand, sondern auch der recht sehenswerte Fußball, den beide Mannschaften in dieser Saison bis heute gezeigt haben, lässt auf ein spitzenmäßiges Erlebnis für alle Beteiligen und Zuschauer hoffen. Borussia könnte sich mit einem Sieg im Breisgau vorzeitig die Herbstmeisterschaft sichern. Ein Titel, für den man sich nichts kaufen kann, der aber für Mannschaft, Trainer und Funktionäre Grundlage für eine ruhige Winterpause wäre.

Zwölf Spiele ohne Niederlage, dabei neunmal gewonnen. Man sollte glauben, dass derzeit rund um den Borussia-Park niemand etwas zu meckern hat. Glücklicherweise trifft das auf alle, die etwas zu sagen haben, auch wirklich zu. Im „Umfeld", sprich: bei den Fans, schleicht sich aber stellenweise schon wieder eine latente Unzufriedenheit ein - wohl auch, weil vielen schlicht die Betätigung fehlt, wenn sie nicht nörgeln können. So wird dann angesichts der vergangenen vier Spiele ein Abwärtstrend herbeifabuliert, werden die Leistungen einzelner Spieler abgeurteilt, wird jeder Fehlpass als „einer Spitzenmannschaft nicht würdig" zur halben Katastrophe erklärt und etwa ein 3:0 gegen Offenbach als zu niedriger Sieg befunden. In der Tat bemerkt auch der Autor dieser Zeilen an sich selbst einen erschreckenden Gewöhnungseffekt was Erfolge angeht, als hätte es die letzte Saison (und, seien wir ehrlich, die vorletzte, die vorvorletzte und die vorvorvorletzte) nie gegeben. Uns allen sollte aber klar sein, dass wir eine prima Zeit erleben und dass uns ein bisschen Bescheidenheit angesichts der vergangenen Misserfolge und der aktuellen Erfolge ganz gut zu Gesicht steht.

Borussia-Defensive

Zwei Worte würden reichen: nix Neues. Aber wollen wir doch kurz ins Detail gehen: Im Tor bleibt Christofer Heimeroth unangefochten. Für ihn gilt weiterhin, dass er einen schlechten Stand bei der Anhängerschaft hat. In den diversen virtuellen Meinungsaborten wird ihm neuerdings gar sein Gesichtsausdruck zur Last gelegt, der eines Borussentorwarts nicht würdig sei. Bleiben wir bei den Fakten: Seit dem Köln-Spiel hat Heimeroth kein Tor mehr verschuldet. Er spielt zur Recht.
Die Innenverteidigung präsentiert sich seit vielen Spielen ordentlich, wenn auch nicht komplett fehlerlos. Dennoch bleiben Roel Brouwers und Filip Daems gesetzt. Konkurrenzlos ist links hinten Alexander Voigt. Aber selbst wenn Marvin Compper schon wieder zu 100 Prozent fit und Filip Daems nicht in der Innenverteidigung vonnöten wäre, die Leistungen Voigts geben keinen Anlass, auf dieser Position zu experimentieren. Keiner aus Borussias Viererkette setzt außerdem so viele Impulse nach vorne wie der ursprünglich als reine „Kampfsau" verschriene Mann aus Köln-Ehrenfeld.
Die Position hinten rechts bleibt die von Tobias Levels. Der hat zuletzt nicht immer überzeugt, ließ sich hinten gelegentlich übertölpeln und wirkt in der Vorwärtsbewegung nicht immer konzentriert. Zudem fehlt ihm noch der Mut, einen Vorstoß auch einmal mit einem Torschuss zu beenden. Weil aber Konkurrent Kasper Bögelund ohnehin verletzt bis ins neue Jahr ausfällt, steht auch Levels nicht zur Debatte.

Zum Mann vor der Abwehr, Patrick Paauwe, ist eigentlich inzwischen von jedem alles gesagt: bester Neueinkauf, Spielgestalter, wichtigster Mann der „neuen" Borussia etc. - und es ist alles wahr.

Borussia-Offensive

Auch hier hatte sich zuletzt eine Stammformation entwickelt, die Trainer Jos Luhukay nur noch gezwungenermaßen umzubauen bereit schien. Ein solcher Zwang tritt nun aber ein - womöglich aber auch die eine oder andere „ungezwungene" Umstellung.

Marcel Ndjeng ist nach seiner (umstrittenen) gelb-roten Karte aus dem Wehen-Spiel gesperrt. Wie schwer der Ausfall des besten Vorbereiters ins Gewicht fällt, lässt sich schwer prognostizieren. In den letzten beiden Spielen blieb Ndjeng unter seinen Möglichkeiten, auch wenn er gegen Offenbach ein Tor erzielte. Vor allem den sonst so gefährlichen Standards fehlte vielfach die Präzision.
Gegen Wehen zeigte auch Marko Marin wenig von dem, was ihn sonst auszeichnet. Seine Auswechlsung zur Halbzeit war folgerichtig. Sascha Rösler dagegen war vor allem in der zweiten Hälfte neben Paauwe bester Borusse und entscheidend mit daran beteiligt, dass die Mannschaft bis zum (glücklichen) Ende alles versuchte, um die zweite Saisonniederlage abzuwenden.
Somit kann für das Spiel am Montag allein Rösler als gesetzt gelten. Des Weiteren ergeben sich diverse Möglichkeiten, das Mittelfeld zu besetzen. Die einfachste wäre wohl, Marin drin zu lassen und Ndjeng 1:1 durch Sharbel Touma zu ersetzen, wenn der Schwede auch in seinen bisherigen Einsätzen nicht den Eindruck machte, auf dieser Position wirklich komplett zu Hause zu sein. Seit langem hofft Eugen Polanski darauf, wieder eine Chance in der Startelf zu bekommen. Dass das auf der Position vor der Abwehr der Fall sein wird, scheint unwahrscheinlich - hier gilt Sebastian Svärd als erste Alternative, sollte Patrick Paauwe ausfallen oder in der Innenverteidigung aushelfen müssen. So wäre der Ausfall Ndjengs möglicherweise eine Chance für Polanski. Mit seiner Trainerkritik via Boulevard hat er sich diese Chance aber eventuell selbst schon wieder kaputt gemacht. Eine weitere denkbare Variante wäre es, Marko Marin die Seite wechseln zu lassen und anstelle seiner im linken Mittelfeld Johannes van den Bergh beginnen zu lassen. Das wahrscheinlichste Szenario ist aber, dass Soumaila Coulibaly in die Startelf rückt und neben Rösler und Marin oder aber van den Bergh spielt.
Im Sturm bleibt Oliver Neuville unumstritten. Er gehörte in Wehen zu den besten Borussen und ist als Führungsspieler ohnehin gesetzt. Dass Jos Luhukay dem Nationalmannschaftsrückkehrer abermals Rob Friend zur Seite stellt, ist anzunehmen. Zwar hat der Kanadier zuletzt nicht mehr getroffen, auch seine an guten Tagen fast unglaubliche Stärke bei Zweikämpfen in der Luft und seine Ballsicherheit konnte er nicht mehr in dem Maße zeigen, wie zwischen den Spieltagen vier und zwölf. Davon, dass der „Riese in der Krise" ist, wie es das Boulevard - wie stets konflikthungrig - scheibt, kann aber keine Rede sein. Dennoch: dank seines guten Auftritts als Einwechselspieler gegen Wehen, am Ende ja auch noch vom Torerfolg gekrönt, darf sich Roberto Colautti durchaus eine kleine Chance ausrechnen, in Freiburg wieder mitspielen zu dürfen - und sei es auch nur in der letzten halben Stunde.

Der Gegner aus Freiburg

Es ist das Jahr nach dem großen Umbruch beim SC Freiburg. Die Ära Volker Finke endete mit starken Misstönen, Verein und Umfeld waren gespalten. Schlechte Startvoraussetzungen für den neuen Trainer Robin Dutt, dessen Befähigung ihm nachzufolgen der Architekt des modernen SCF selbst öffentlich in Zweifel gezogen hatte. Nach etwas holprigem Start bezweifelt inzwischen niemand mehr die Fähigkeiten des vormaligen Trainers der Stuttgarter Kickers. Er hat aus wenigen alten und vielen neuen Spielern eine schlagkräftige und spielstarke Mannschaft geformt, die großem Verletzungspech zum Trotz inzwischen zu den Top-Aufstiegskandidaten gezählt werden darf. Dabei hatte Präsident Achim Stocker selbst vor der Saison die Erwartungen noch heruntergeschraubt und vom „Saisonziel sicheres Mittelfeld" gesprochen. In den vergangenen sechs Spielen haben die Freiburger nicht verloren, die letzten Spiele gegen München 60 und Offenbach endeten unentschieden. 

Freiburger Defensive

Mit 15 Gegentreffern haben die Freiburger rein statistisch (gemeinsam mit Mainz und München 60) die beste Abwehr der Liga. Aber auch einer genaueren Überprüfung hält die Behauptung stand, dass die Defensive das Prunkstück der Mannschaft von Trainer Robin Dutt ist.

Im Tor hat Freiburg einen Wechsel zurück vornehmen müssen. Vor der Saison hatte Carsten Nulle den damals verletzten Kapitän Alexander Walke verdrängt, am 10. Spieltag verletzte sich Nulle dann aber im Spiel gegen St. Pauli an der Schulter. Seitdem steht wieder Walke im Tor - und hütet das recht sicher.
Die Freiburger Innenverteidigung bilden Heiko Butscher und Pavel Krnas, zwei routinierte Spieler mit langjähriger Erfahrung aus der ersten Liga Deutschlands beziehungsweise Tschechiens. Beide kamen zu Beginn dieser Saison zum SCF. Heiko Butscher, bis zum Sommer in Bochum aktiv, gilt als Abwehrchef. Er hat bislang in dieser Saison noch keine Spielminute verpasst. Krnas hat seine Leistungen nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen stabilisiert. Die beiden großgewachsenen Innenverteidiger haben großen Anteil daran, dass die Abwehr bislang äußerst sicher steht.
Auf der rechten Seite der Viererkette spielt mit Daniel Schwaab ein Freiburger Eigengewächs. Der 19-Jährige ist seit der C-Jugend beim SC. In der vergangenen Saison, seiner ersten bei den Profis, hat er sich schnell einen Stammplatz erkämpft und diesen nicht wieder abgegeben. Auch Schwaab war in dieser Spielzeit in allen Spielen von An- bis Abpfiff dabei. Der Juniorennationalspieler gilt als guter Techniker, der auch für die Offensive viel tut. In dieser Saison stehen bislang ein Tor und ein Assist zu Buche. Schwaabs Pendant auf der linken Seite hieß zuletzt Dennis Aogo. Der ist - wie auch Schwaab - gebürtiger Badener und spielte schon in der Jugend beim SC Freiburg. Unter Volker Finke spielte er schon in der ersten Bundesliga. Aogo ist eigentlich im linken Mittelfeld zuhause; links hinten verdrängte er dennoch in dieser Saison den Österreicher Andreas Ibertsberger. Mit zwei Toren und sechs Assists ist er in der Offensive extrem effektiv. Sollte im Mittelfeld eine Position frei werden, dürfte Ibertsberger wieder in die Viererkette rücken und hinter Aogo die linke Seite dicht machen.
Robin Dutt spielt gewöhnlich mit einem 4-4-2-System mit „Doppelsechs". Die Positionen im defensiven Mittelfeld bekleiden Ivica Banovic und Eke Uzoma. Uzoma ist der Shooting-Star in dieser Saison, in dieser Hinsicht das Pendant zu Gladbachs Marko Marin. Er ist ähnlich wuselig und beweglich, spielt aber eine ganz anderen Rolle im Spiel der Mannschaft. Der 18-Jährige kommt - wie so viele seiner Kollegen - aus der Fußballschule des SC und bestreitet seine erste Saison bei den SC-Profis. Seit dem vierten Spieltag steht er regelmäßig in der Startelf. Der junge Nigerianer ist gelernter Stürmer, in seiner derzeitigen Position ist er aber vielmehr für das Umschalten von Abwehr auf Angriff zuständig. Aber auch im offensiven Mittelfeld hat er in dieser Saison schon (gut) gespielt. Neben Uzoma spielt mit dem Ex-Nürnberger Banovic ein Routinier. Er kam vor Saisonbeginn nach Freiburg, unter Hans Meyer war er beim Club zuletzt fast ausschließlich als Einwechselspieler zum Zuge gekommen, so dass eine Vertragsverlängerung dort kein Thema war. Beim SC ist Banovic unangefochtener Stammspieler, und stand bislang immer in der Startelf. 

Freiburger Offensive


Seit mehreren Wochen muss der SC Freiburg auf seine besten Stürmer verzichten. Der Franzose Jonathan Jäger und Wilfried Sanou aus Burkina Faso fallen noch lange aus, letzterer wird womöglich wegen seines Kreuzbandrisses in dieser Spielzeit gar nicht mehr zum Zug kommen. Wohl nicht zuletzt infolge des Verletzungspechs haben die Freiburger den schwächsten Angriff der derzeitigen Spitzenteams, nur 24 Mal trafen die Breisgauer ins gegnerische Tor. Derzeit sucht der SC nach einer Verstärkung für die Winterpause. In dieser Woche präsentiert sich der frühere tschechische Nationalstürmer Tomás Jun, der noch bei Trabzonspor in der Türkei unter Vertrag steht, im Probetraining.
Das offensive Mittelfeld bildeten zuletzt regelmäßig zwei gelernte Stürmer: Karim Matmour und Jonathan Pitroipa. Der Algerische Nationalspieler Matmour ist ein weiteres Gewächs der Fußballschule des SC. In seinem dritten Profijahr zeigt er bislang eher schwankende Leistungen. Dagegen zählt Pitroipa zu den Leistungsträgern der Mannschaft. Der technisch enorm beschlagene Mann aus Burkina Faso hat folglich schon Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen geweckt. Mit dem Hamburger SV ist er inzwischen über einen Wechsel einig. Offen ist noch, ob der erst nach der Saison oder schon in der Winterpause erfolgen wird. Der SC macht bislang, wenig überraschend, keine Anstalten, ihn vorzeitig aus seinem Vertrag zu entlassen. Mit vier Toren und zwei Assists ist Pitroipa gefährlicher als die beiden Ersatzstürmer, die wegen der oben erwähnten Personalprobleme seit einigen Spieltagen das Angriffsduo der Freiburger bilden. Henrich Bencik hat dabei die Erwartungen durchaus erfüllt, immerhin viermal traf der slowakische Nationalspieler, genauso oft wie in der gesamten Vorsaison. Damals, wie auch zu Beginn dieser Spielzeit, fungierte Bencik fast immer nur als Joker. An seiner Seite stürmt Mimes Mesic. Der Bosnier spielte in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga bei 1899 Hoffenheim, in seiner ersten Zweitligasaison traf er bisher zwei Mal. Möglicherweise ersetzt Dutt Mesic am Montag durch Matmour oder Pitroipa. Eke Uzoma könnte in diesem Fall ins offensive Mittelfeld aufrücken. Dutt könnte dort aber auch Ali Günes eine Chance von Beginn an geben. Der Rückkehrer aus der Türkei war ursprünglich als Führungskraft für das neue SC-Team und Identifikationsfigur für die Fans gedacht. Zunächst spielte Günes allerdings schlecht, dann war er verletzt. Derzeit kämpft der im Badischen geborene Türke um den Anschluss an die Stammformation.

Schiedsrichter


Aus Bremen kommt Schiedsrichter Peter Gagelmann, seinerseits ein erfahrener Erstligaschiedsrichter mit mannigfaltiger Historie wenn es um Borussia Mönchengladbach geht. Seinen letzten Einsatz bei einem Ligaspiel der Borussia hatte der 39-jährige in der vergangenen Saison, dort pfiff er zunächst den Heimsieg über Energie Cottbus (2:0) am ersten Spieltag und dann noch das torlos endende Spiel zwischen der Borussia und Alemannia Aachen in der Rückrunde. Das letzte Auswärtsspiel unter der Leitung des neuerdings im Veranstaltungsmanagement tätigen Norddeutschen absolvierte die Borussia noch unter Horst Köppels Leitung, Ende März 2006 unterlag die Borussia dem späteren Absteiger 1. FC Kaiserslautern in Kaiserslautern kläglich mit 0:3. Nachhaltig in Erinnerung ist der Mann von ATSV Seebaldsbrück den Borussenfreunden in erster Linie aufgrund seiner Entscheidung in Leverkusen am 16. November 2002. Die Borussia war unter Hans Meyer beim Auswärtsspiel in der BayArena zweimal in Führung gegangen und hatte sich in den Schlußminuten bei einer 2:1-Führung heftigen Attacken der heimischen Leverkusener ausgesetzt gesehen. Einer der abschließenden Leverkusener Angriffe ließ den Ball in die Nähe des heutigen Müncheners Daniel Bierofka fliegen. Dieser vermochte den Ball nur durch ein Handspiel zu kontrollieren und schob den Ball nach dieser Regelwidrigkeit zum Ausgleichstreffer ein. Trotz heftiger Reklamationen der Borussenabwehr um Torwart Jörg Stiel erkannte Gagelmann den Treffer als gültiges Tor an und ließ das Spiel letztlich Remis enden.

Bilanz

Erstmals in der Geschichte beider Vereine findet diese Partie in der 2. Bundesliga statt, derweil es bisher in 16 Erstligapartien zwischen den beiden Vereinen für beide Klubs nur jeweils einen Auswärtserfolg gegeben hat. Sieben Partien dieser 16 Spiele endeten Remis, sieben mit jeweils einem Erfolg für die Heimmannschaft. Aufgrund des vorzeitigen Abstiegs des SC Freiburg aus der 1. Bundesliga gab es in den vergangenen 2 Spielzeiten keine Partien zwischen den beiden Vereinen. Das letzte Aufeinandertreffen, ein 3:2 für Borussia in Mönchengladbach, prägten zwei Tore des Wesley Sonck ebenso wie der zwischenzeitliche Führungstreffer der Freiburger durch den bemerkenswerten Distanzschuß des heutigen Borussenspielers Soumaila Coulibaly. In jener Saison 2004/2005 gastierte die Borussia auch zuletzt im Breisgau. Unter Trainer Holger Fach trennte man sich Enge August 2004 Unentschieden. Beim ersten Auftritt des nur unmittelbar zuvor damals nachverpflichteten Marek Heinz im Trikot der Borussia gingen die Freiburger durch Roda Antar in Führung und bekamen eine Viertelstunde vor Schluß den Gegentreffer durch Oliver Neuville. Dieser erste Treffer des heutigen Mannschaftskapitäns der Borussia blieb aus zweierlei Gründen in Erinnerung. Einerseits entstand bei dem anschließenden Jubel über dieses Tor jenes Agenturfoto des "knutschenden Christian Ziege", andererseits erzielte Neuville in den auf dieses Spiel folgenden 5 Partien zumindest einen Treffer für Borussia. Diese Serie endete damals erst durch die DFL-Sperre, die Neuville beim Spiel gegen Kaiserslautern riskiert hatte.

Aufstellung

SC Freiburg
: Walke - Schwaab, Butscher, Krnas, Aogo (Ibertsberger) - Banovic, Uzoma - Matmour (Günes), Pitroipa - Mesic, Bencik.
Reserve: Solic - Khizaneishvili, Olajangbesi, Kruppke, Barth, Schlitte, Cafu.
Es fehlen: Jäger, Sanou (beide verletzt)

Borussia
: Heimeroth - Levels, Brouwers, Daems, Voigt - Paauwe - Coulibaly (Touma), Rösler, Marin (van den Bergh) - Neuville, Friend (Colautti).
Reserve: Gospodarek - Compper, Svärd, Polanski, Baumjohann, Rafael, Lamidi.
Es fehlen: Bögelund, Fleßers, Schachten, Gohouri (alle verletzt bzw. Reha), Ndjeng (gesperrt)

Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Schiedsrichterassistenten: Sascha Thielert, René Kunsleben
 
SEITENWAHL-Meinung

Hans-Jürgen Görler: Am Montag steht beim SC Freiburg die wohl schwerste Partie der Hinrunde an. Bei einem Sieg geht es auch bei einem noch ausstehenden Spiel mit einem respektablen Punktevorsprung in die Winterpause. Selbst bei einer Niederlage mit drei Toren Unterschied werden die Breisgauer das Team von Jos Luhukay und Christian Ziege nicht von Platz 1 verdrängen. Damit diese Rechnerei ein Ende hat, gewinnt die Borussia mit 2:0 und wird - gefühlt seit 1766 - endlich wieder einmal Herbstmeister.

Michael Heinen: Alles hat ein Ende, leider auch unsere schöne Serie. Borussia verliert mal wieder ein Spiel, und zwar verdient mit 1:2.

Mike Lukanz: Borussia verliert 1:2. Sie spielt zwar noch gut dieser Tage, aber Freiburg ist besser drauf zurzeit, zudem im Heimvorteil. Man wird es am Niederrhein verschmerzen.

Christian Heimanns: Die spielstärksten Mannschaften der Liga im direkten Duell. Der Freiburger Heimvorteil sorgt dafür, dass das Duell mit 2:1 für die Badener ausgeht. Damit hat Borussia allerdings kein Problem sondern nur mehr Ansporn, die Hinserie zu wiederholen.

Thomas Zocher: Da begreife einer Fußballfreunde. Im 12. Punktspiel gerät die Borussia erstmals wieder nah an den Rand einer Niederlage und auch wenn sie sie noch abwendet, so etwas wie leichter Unmut bei den Fußballanhängern ist scheinbar aufgekommen. Dabei hat das Spiel in Wiesbaden gegen Wehen weitaus mehr positive Signale gesetzt. Insofern wäre es für das kommende Spiel töricht an etwas zu glauben, dass faktisch nicht richtig ist. Wer aus dem Wehen-Spiel die richtigen Schlüsse und Erkenntnisse gezogen hat, der kann an einem 2:1-Tipp zugunsten Borussias gegen Freiburg einfach nicht vorbei. Denn auch die Borussia hat das Wehenspiel richtig analysiert.

Christoph Clausen: Irgendwann muss die Zeit der niederlagenlosen Ligaspiele vorbeigehen, und bei der Auswärtspartie im Breisgau würde sie kaum jemanden so richtig überraschen. Den so heimstarken Freiburgern traue ich ohne weiteres zwei Treffer zu. Der Borussia allerdings auch, was unter dem Strich das dritte Auswärtsremis in Folge bedeuten würde. Die Serie bricht später, vielleicht zu einem ganz unerwarteten Zeitpunkt.

Christian Spoo: Haben wir in dieser Saison tatsächlich das Glück gepachtet? Nach den Spielen gegen Jena und in Wehen könnte man das glatt glauben. Borussia sollte nach diesen Spielen jedenfalls gelernt haben, dass in dieser Saison nichts von selbst läuft, dass mit Willen und Einsatz aber fast alles geht. Deswegen wage ich eine optimistische Prognose: Freiburg-Borussia 1:3.

Der SC Freiburg im Internet: www.scfreiburg.com
Der SC Freiburg im SEITENWAHL-Zweitligacheck: Sport Club Freiburg

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