1. FC KölnDerbyzeit! Die diesjährige Bestückung der zweiten Liga mit Gegnern, die allemal interessanter sind als Rostock oder Wolfsburg, macht den Aufenthalt im Unterhaus so gerade noch erträglich. Das beste an diesem Jahr sind mit Sicherheit die Spiele gegen Köln, die Borussias Anhänger schon Wochen vorher hoffnungsfroh erwarten. Die wohlige Spannung überdeckt alle anderen Untertöne des Befindens, deren Palette nach den letzten beiden Spielen breit war.

In Aachen erst schlecht, dann sehr ordentlich gespielt, ein leistungsgerechter Punkt, hätte weniger sein können, je nach Sichtweise auch mehr. Gegen Koblenz ausgesprochen einfallslos gespielt und mit viel Dusel drei dafür höchstverdiente Punkte eingefahren - beide Spiele taugen nicht zur Standortbestimmung. Dafür kann die Tabelle herhalten und ein kurzer Blick auf dieselbe besagt, dass es nach wie vor 8 Punkte auf den Nichtaufstieg sind. Das muss dann wohl reichen. Der erste Platz gibt vielleicht nicht den aktuellen Leistungsstand her, die wirkliche Leistungsfähigkeit aber allemal.

Und auf die volle Leistung hofft man in Mönchengladbach am Montag doch sehr, ein Sieg im Derby bringt schliesslich viel mehr als nur Punkte. Für viele bringt er im Bekanntenkreis erst mal wieder ein halbes Jahr (mindestens) Ruhe und das behagliche Gefühl, es „denen" mal wieder gezeigt zu haben. Ob die volle Leistung aber da sein wird, ist genauso interessant wie die Frage, wer sie denn im einzelnen bringen soll. Luhukays Variationen in der Startaufstellung gegen Koblenz wurden gemeinhin als Überraschung aufgenommen. Die Leser dürfen gerne mit dem Verfasser miträtseln, welche Elf in Ex-Müngersdorf beginnt.

Borussias Defensive

Dass Christofer Heimeroth dabei sein wird, dürfte keine hohen Wettquoten ergeben. Gegen Koblenz war zwar nur seine Aufmerksamkeit beim Abfangen langer Pässe gefragt, in Aachen hielt er dafür einfach ausgezeichnet. Merkwürdigerweise werden bei Heimeroth auch die spektakulärsten Paraden einfach als selbstverständlich hingenommen, wo diverse Vorgänger auf seinem Posten hingebungsvoll gefeiert wurden. Es muss wohl am Namen liegen, „Kasey Keller" knallte einfach besser durchs Stadion als „Christofer Heimeroth!"

In einer alten Biographie zu Gordon Banks las ich einst, dass dieses Phänomen zwischen den englischen (!) Pfosten lange unterschätzt wurde, weil alles bei ihm so leicht aussah, so einfach, dass man immer den Eindruck hatte, die gegnerischen Stürmer wären restlose Luschen, statt der Torwart einfach gut. Das fiel mir letztens wieder ein, als ich Heimeroth gegen Aachen sah - die Aachener Stürmer wirkten freistehend vor ihm völlig von der Rolle, während Heimeroth selbst bei solchen Szenen sagenhaft unauffällig aussieht.

Darf, wird Alexander Voigt spielen? Das Match in Köln bedeutet ihm sicher noch mehr als das Hinspiel im Borussia-Park. Zurückzukommen und dort zu siegen, wo man ihn einst verjagt hat, dürfte für Voigt die äusserste Motivation sein. Man kann damit rechnen, dass er das im Training so zeigt, dass Luhukay ihn auch leistungshalber in die Startaufstellung hineinnimmt. Da Brouwers zentral ein Fixpunkt der Abwehr ist und es keinen Grund gibt, Daems nach dem Spiel gegen Koblenz aus dem Team zu nehmen, dürfte die Innenverteidigung so auflaufen wie im letzten Spiel. Die Alternative ist natürlich Steve Gohouri, aber ein gewinnendes Team wechselt man ja bekanntlich nicht mehr als nötig.

Das wiederum könnte trotzdem einen Wechsel auf der rechten Verteidigerposition zur Folge haben, wo Levels ein durchwachsenes Spiel abgeliefert hat. Die Chancen stehen gut, dass dort wieder Kasper Bögelund zum Einsatz kommt. Für die Position im zentralen defensiven Mittelfeld hingegen braucht man hier kaum einen wertvollen Absatz auszugeben, solange Paauwe fit ist (und keine gelbe Karte absitzt).

Borussias Offensive

Die Fragen der letzten Wochen waren: Kommt Ndjeng wieder in Form? Wann kommt Touma für ihn? Luhukays Antwort, die von manchem als eigenwillig empfunden wurde, war bekanntlich, Ndjeng gegen Koblenz im Team zu belassen und Touma für Marin zu bringen. Und bekanntlich klappte nichts wie gewünscht. Ndjengs Leistung war erneut überschaubar und Touma konnte in keinem Punkt zeigen, dass er alles tut um fester Teil der Mannschaft zu werden. Dafür fehlte Marin an allen Enden und nach seiner Einwechslung zog das Spiel der Borussen um einiges an.

Marin wird also mit guter Wahrscheinlichkeit wieder dabei sein; nehmen wir mal an, er sei geschont worden. Dann wird man zentral wieder Rösler bei der Arbeit zusehen dürfen, bei der ihm hoffentlich wieder mehr und entscheidendes gelingt. Und im Rätsel auf rechts wird Ndjeng die besseren Chancen haben, da Toumas Defensivarbeiten gen minimal tendieren.

Im Sturm wurde jahrelang der Partner neben Neuville gesucht. Nachdem in Friend solch ein Partner gefunden wurde, könnte man gegenwärtig schon auf den Gedanken kommen, mal über den Mann neben dem Kanadier nachzudenken. Friends Leistungen sind stabil gut, seine Trefferquote für den seinerzeit völlig unbekannten Einkauf geradezu sensationell, Neuvilles Form schleppt sich so dahin. Roberto Colautti wiederum ist nun seit einiger Zeit voll im Training und bekam in den Einwechslungen bisher mal mehr, mal weniger Gelegenheit, sich zu präsentieren. Obwohl er dabei gute Ansätze zeigte, ist die Chance auf einen Einsatz von Beginn an in Köln gering. Zu sehr ist die Mannschaft offensiv weiterhin von Neuvilles Laufarbeit abhängig, die ihn auch in schwachen Momenten zu einem wesentlichen Teil des Spiels nach vorne macht.

Der Gegner aus Köln

Die Borussia besucht den FC in einer seiner interessanteren Phasen. Wie üblich in den zuletzt vielen Zweitligajahren spielt die Mannschaf oben mit, der Zuschauerschnitt ist mit über 42.000 der beste der Liga, wenn auch nicht sensationell gut. Die Mannschaft schiebt sich immer weiter nach vorne, spielt aber kaum mal richtig gut und verbreitet keineswegs die Sicherheit, nächstes Jahr wieder in der ersten Bundesliga zu spielen.

Was viele Kölner nur begrenzt anficht. Erste Liga - wenn man das Theater sieht, das dieser Club in seiner Stadt entfachen kann, wundert es einen kaum, dass für viele seiner Anhänger die erste Liga genau da ist, wo der FC sich befindet. Und wenn schon nicht erste Liga, dann eben „gefühlter Erstligist" , so eine Äusserung von FC-Manager Horstmann. Allein für so einen Spruch müssten Vorstandsmitglieder in anderen Städten publik zu Kreuze kriechen, in Köln wird das noch locker getoppt von Sportdirektor Michael Meier und seinem großartigen Zitat von der „elitären Arroganz". Beste Unterhaltung auch, wie er etwas später um seinen eigenen Ausspruch herumeierte und mitteilte, der Club „lebe diese Arroganz ja gar nicht, die ihm von anderen vorgeworfen werde".

Köln eben. Vielleicht war es nicht nur als Kompliment gemeint, dass Konrad Beikircher die Stadt als „ mediterranste Stadt Deutschlands" beschrieb. Nirgendwo sonst traut man sich,  völlig unwahrscheinliche Spekulationen überhaupt zu denken, dann auch noch auszusprechen, und in der Folge dabei zuzusehen, wie sie sich zum Gerücht verdichten und  zur geschriebenen  Fastwahrheit bevor sie dann zerplatzen. Der Kölner aber weiss, dass so ein Traum auch einmal wahr werden kann, wenn man ihn nur lang genug träumt, wie bei der absolut zirkusreifen Verpflichtung von Daum. Die unschöne Wirklichkeit, in der sich die lebende „gute alte Zeit" des FC auf höchst menschliches Maß reduziert, verhindert den nächsten Traum nicht, sie fördert ihn eher noch (der Traum der Gegenwart hört auf den Namen Lukas P.).

Da passt nur zu gut in die hyperhektische Befindlichkeit, dass Lothar Matthäus dieser Tage eines seiner Praktika zum Trainerexamen beim FC absolviert. Einzig die nebelhaften (und offenbar völlig verfrühten) Ankündigungen des Franken zu einem Trainerjob bei einem „Club mit Perspektive" dämpften die mit wohligem Gruseln erzählten Gerüchte.
 
Der FC der Realitäten ist so halbwegs da, wo er sich immer sieht; in der Spitzengruppe. Die Mannschaft spielt selten gut, hinten oft anfällig und vorne fast ausschliesslich durch die Stürmer vertreten, aber sie punktet immer wieder und konnte sich so an den meisten Konkurrenten um den Aufstieg vorbeischieben. Der fehlende Glamour im Spiel lässt allerdings die in Köln stets kratzfreudige Presse nicht ruhen, die ständig neue Sticheleien bereithält: „Daum tritt auf der Stelle" , „Daum fehlt der Rückhalt von oben" , „Die Nerven flattern", innerhalb eines Zeitraums, in dem sich der FC auf Rang  3 der gesamten und Platz 2 der Heimtabelle schob. Daum platzte der Kragen und er gab eine Art Kölner Trappatoniade zum besten, die die Medientätigkeit weiter befeuerte. Für einen Zweitligisten alles höchst unterhaltsam.

Kölns Defensive

In Faryd Mondragon hat der 1. FC Köln einen sehr passenden Schlussmann. In den Leistungen ordentlich und vor allem auf der Linie stark, im Spektakel internationale Klasse. In der Abwehrreihe vor ihm hat Kevin McKenna das Sagen, wenn er nicht gerade mal wieder den Sturm aufsucht. Gewöhnlich tut er das vor allem dann, wenn die Mannschaft zurückliegt; gegen Offenbach erinnerte sich Daum allerdings an eine Variante aus Cottbus, wo McKenna einmal überraschend auch nominell im Sturm auftrat und gleich drei Tore machte. Gegen Borussia wird er aber wieder hinten spielen. Jedenfalls zu Anfang.

Neben ihm hat sich der frühere Freiburger Mohamad zu einem passablen Innenverteidiger gemausert. Die Abstimmungsprobleme der Hinserie scheinen vorbei zu sein, als die Mannschaft auch Zwei-Tore Führungen regelmässig verdaddelte. Rechter Verteidiger ist Ümit Özat, der als Ümit aufläuft. Einerseits technisch beschlagen und fußballerisch ausgesprochen stark, andererseits als Verteidiger, gelinde gesagt, launenhaft und alles andere als ein Kämpfer für die Mannschaft. Auf der linken Seite wird Fabrice Ehret vermutlich noch verletzungsbedingt fehlen, hier ist ein Einsatz von Marvin Matip wohl wahrscheinlicher als der des 19jährigen Kevin Pezzoni.

Das Mittelfeld sieht einen defensiven Spieler vor der Abwehr, der vermutlich Aleksandar Mitreski sein wird. Die Alternative zu ihm, der rustikale Maynor Suazo, garantiert nicht mehr Festigkeit in der Defensive.

Kölns Offensive

Mitreskis einstiger Nebenmann, Roda Antar, avancierte inzwischen zu einem Vordermann und wird jetzt auch nominell als offensiver Mittelfeldmann geführt. Dynamisch, kampfstark und schussfreudig hatte er mit einem teils sensationellen Schusspech zu kämpfen, das sich aber zu Daums großer Erleichterung offenbar gelegt hat. Denn in den letzten beiden Spielen traf der Libanese jeweils und hatte großen Anteil an den Erfolgen.

Damit rückt ein Spieler auf den rechten Flügel, der eigentlich für die Rolle hinter den Spitzen vorgesehen war, nämlich Nemanja Vucicevic. Nachdem der Serbe durch eine Verletzung erst spät in die Hinrunde kam, versuchte er sein Glück mit einer Unmenge von fehlgeschlagenen Dribblings zu forcieren. Bei seiner Spielweise kam einem Valdanos Vorschlag an Cruyff in den Sinn, sich doch einen eigenen Ball zu besorgen. Da Vucicevic zudem das Tor nicht traf, wurde er zu Gunsten von Antar mehr nach außen postiert und prompt gelang ihm gegen Wehen ebenfalls ein erstes Tor. Im linken Mittelfeld kommt es zu einem Wiedersehen mit Thomas Broich, der in Köln zwar nie unumstritten ist, gegenwärtig aber einen Stammplatz innehat.

Ganz vorne findet sich mit dem Sturmduo das Glanzstück des Teams. Eigentlich war Patrick Helmes für den Part des Stars der Saison vorgesehen, aber Milivoje Novakovic lief ihm mit bisher 18 Treffern glatt den Rang ab. Der wuchtige Slowene ist mit Kopf und Fuß gleichermaßen gefährlich und immer im Strafraum, wenn es brenzlig wird. Helmes hingegen litt zu Anfang der Saison so wie im letzten Jahr unter seiner Ankündigung, zu Bayer Leverkusen zu wechseln. Die Beschimpfungen durch die Anhänger vertrugen sich schlecht mit der Heldenrolle und Helmes blieb oft blass. Länderspielreife Leistungen hat er auch jetzt nicht immer im Programm, aber mit dem Ball am Fuß ist er immer eine Gefahr und vor dem Tor glänzt er durch Abgeklärtheit wie durch bewundernswerte Schusstechnik.

Schiedsrichter

Festhalten, die Abteilung Schiedsrichter des DFB hat ihren Mutterwitz betont. Sie entsendet zum rheinischen Derby in der Rückrunde denselben Referee, den sie auch in der Hinrunde mit der ordnungsgemäßen Durchführung des Aufeinandertreffens betraut hat. Und so darf der fast 40-jährige Thorsten Kinhöfer aus Herne, der seit gut 14 Jahren im DFB als Schiedsrichter organisiert ist, nach seinem Einsatz an der Hennes-Weisweiler-Allee auch zur Sportstätte an der Aachener Strasse in Köln anreisen und dort mit Detlef Scheppe und Florian Steuer das zweite Spiel der alten Rivalen beaufsichtigen. In der Hinrunde tat der Westfale dies zur Zufriedenheit, wenngleich diese Zufriedenheit von Kölner Seite ein wenig geringer ausfiel, weil Kinhöfer nach rund einer Stunde ein wiederholtes Foulspiel des Mitreski dazu nutzte den Kölner des Feldes zu verweisen. Christoph Daum, Kölns Trainer, der in dieser Saison nicht gerade damit spart die Schiedsrichterleistungen ganz genau unter die Lupe zu nehmen, fand das am Ende sogar tendenziell eher toll. Gab ihm dieser Feldverweis und der anschließende Spielverlauf (kurzzeitiger Führungstreffer trotz numerischer Unterzahl) doch Anlass dazu den Teamgeist seiner Mannschaft in den Vordergrund seines Spielresümees zu stellen.
Kinhöfer, der vor rund einem Jahr beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt (31.03.07) sein letztes Heimspiel der Borussia geleitet hatte, war in einem Auswärtsspiel der Borussia zuletzt am 12. Mai 2007 im Einsatz. Damals gewann der FSV Mainz 05 mit 3:0 gegen Borussia und Kinhöfer entschied sich zudem für einen Strafstoß gegen die Borussenelf.

Bilanz

Das bisher einzige Spiel in der zweiten Liga in Köln konnte der FC gerade noch zum Unentschieden umbiegen. Für viel mehr Gesprächsstoff sorgen die Begegnungen aus der ersten Liga, wo Borussia bekanntlich eine für Erzrivalen unglaubliche Auswärtsbilanz hat. 19 Auswärtssiegen der Borussen stehen 12 Heimsiege gegenüber und inzwischen wäre die Zeit wirklich reif dafür, bei den Siegen in Köln eine schöne runde Zahl einzutragen.

Aufstellungen

Köln: Mondragon - Matip, Mohamad, McKenna, Ümit - Broich, Antar, Mitreski, Vucicevic - Novakovic, Helmes
Ersatz: Kessler, Gambino, Pezzoni, Suazo, André, Schöneberg, Scherz,
Es fehlen: Chihi, Ehret (verletzt)

Borussia: Heimeroth - Bögelund, Brouwers, Daems, Voigt - Paauwe, Ndjeng, Rösler, Marin - Friend, Neuville.
Ersatz: Gospodarek - Levels, Kleine, Gohouri, Polanski, Svärd, Coulibaly, Touma, Rafael.
Es fehlen: Schachten, van den Bergh (beide verletzt).

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Schiedsrichterassistenten: Detlef Scheppe, Florian Steuer

SEITENWAHL-Meinung

Michael Heinen: Ausgerechnet in Köln setzt es mal wieder eine Niederlage für Borussia. Mit 2:1 gewinnt der kleine Nachbar aus der Domstadt das umkämpfte Derby am Ende etwas glücklich.

Hans-Jürgen Görler: Nach diversen Spitzen einiger Arbeitskollegen aus dem FC-Lager verzichte ich diesmal auf einen Vernunftstipp und setze auf ein 1:0 für die Borussia. Möge der FC weiter seine Kreise in Liga 2 ziehen.

Mike Lukanz: Es ist mal wieder soweit. Mein Herz und mein Verstand führen seit Tagen einen erbitterten Kampf, sobald sich meine Gedanken ums Derby drehen. Am Tag zuvor werde ich 30. Ein gutes Omen, denn einen Tag nach meinem 18. Geburtstag gewann Borussia 3:1 gegen die Bayern. Doch fangen wir nüchtern an: der 1.FC Köln ist auf dem Papier eine starke Truppe mit dem wahrscheinlich besten Sturmduo der Liga, dazu wähnt sich der verwirrte Messias und Trainer der Domstädter im Aufwind. Ein Großteil der 50.000 Zuschauer wird versuchen, mit widerlicher Karnevalsstimmung und schlecht tanzenden Cheerleadern die Borussia zu verunsichern. Zudem spielt Borussia in den vergangenen Wochen zwar erfolgreich, aber nur bedingt so dominant wie in der Hinrunde. Das Offensivspiel lahmt, die einzige Konstante sind hohe Bälle auf Rob Friend. Doch bevor sich der Verstand nun zu einem Tipp durchringt, schaue ich kurz auf mein Herz, sehe dort die Raute, denke an den lahmen Geißbock und sage: 3:1 für Borussia & danke für das nachträgliche Geburtstagsgeschenk!

Thomas Zocher: Erwachsene Menschen im Kreis titschen zu sehen, Bundesligafußball ist dafür oftmals der Anlass. Das wird übertroffen, wenn man bedenkt zu welchen Absurditäten es kommt, wenn sich Nachbarklubs gegenüberstehen. Da wird vor dem Spiel mitunter ganz gern auch mal in die ganz üble Kiste gegriffen oder werden auch mal lauthals dämliche Parolen geklopft. Für Nichts sind sich viele Leute hierbei zu schade. Immer die gelobte Struktur betonend, die die tumbe Masse benötigt. Schön, wenn ein so einfaches Weltbild viele Leute seelig macht? Dabei ist das Spiel gegen Köln nicht wichtiger oder unwichtiger als die anderen 32 Spiele gegen die 16 anderen Klubs der Liga, es besteht halt die Chance auf drei Punkte. Etwas, dass sich für die Borussia beim 2:2 in der Domstadt nicht in vollem Umfang erfüllt.

Christoph Clausen: Der Köln-Fan an sich ist ein lustiges Wesen. Nach jeder Niederlage rüttelt er am Marathontor, nach jedem Sieg plant er Reiserouten für die Champions-League. Nach einer Woche kölscher Routenplanung wird ab Montag wieder gerüttelt: Borussia beschenkt unseren Mike mit einem 2:0-Auswärtssieg.

Christian Heimanns: Mit einem 3:1-Erfolg in Köln wird Borussia einen richtigen Satz Richtung Aufstieg tun und das beste daran: Ich werde sagen können „ich bin dabei gewesen".


Der 1. FC Köln im Internet: http://www.fc-koeln.de/,
Der Gegner im SEITENWAHL-Zweitligacheck: 1. FC Köln

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