Man schrieb den 30. April 2005, der 31. Spieltag stand vor der Tür. Borussia kämpfte in ihrem ersten Jahr im neuen Stadion an der Hennes-Weisweiler-Allee gegen den Abstieg. Die Elf vom Niederrhein drohte in der Rückrunde eine eigentlich komfortable Ausgangslage durch schlechte Ergebnisse zu verspielen, während der in der Winterpause fast schon abgeschlagene VfL Bochum sich anschickte, Borussia zum Ende noch abzufangen. An diesem Samstagmittag kam ausgerechnet der VfB Stuttgart, zum damaligen Zeitpunkt Tabellendritter der Bundesliga, zum Gastspiel in den BorussiaPark, während die nur zwei Punkte dahinter auf Platz 16 stehenden Bochumer mit dem FSV Mainz 05 einen weiteren Konkurrent im Abstiegskampf empfingen. Das, was an diesem Tag geschah, sollte am Ende als „perfekter Tag" und sportliche Vorentscheidung in die Geschichtsbücher eingehen. Borussia schlug den ChampionsLeague-Aspiranten und Favoriten VfB Stuttgart mit der besten Saisonleistung 2:0, die Bochumer gingen zeitgleich mit 2:6 gegen entfesselt aufspielende Mainzer Gäste unter. Jedes Tor der Mainzer wurde lautstark bejubelt, der BorussiaPark erlebte eine bis dahin unbekannte Festtagsstimmung. Einen ähnlich „perfekten Tag" erlebten die Zuschauer auch vor zwei Tagen an gleicher Stätte. Borussia schlug Greuther Fürth 3:0, Hoffenheim ließ ebenso Punkte wie zuvor der FSV Mainz und der 1.FC Köln. „Durch" ist Borussia rechnerisch noch nicht, am Wiederaufstieg werden zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nur die größten Pessimisten zweifeln.

Nun also Jena. Jos Luhukays größtes Problem wird darin bestehen, die Spannung für die letzten Aufgaben aufrechtzuerhalten. Nur drei Tage nach dem vielleicht vorentscheidenden Wochenende und dem überzeugenden Sieg gegen frech mitspielenden Fürther muss die Konzentration hochgehalten werden, selbst wenn das Duell mit dem thüringischen Club auf dem Papier wie ein besseres Freundschaftsspiel anmutet. Carl Zeiss Jena ist nunmehr neun Punkte von einem Nicht-Abstiegsplatz entfernt und benötigt das viel zitierte „Wunder", um auch in der nächsten Saison Zweitligafußball spielen zu dürfen. Dass Borussia ganz besonders in der aktuellen Spielzeit in der Lage ist, sich auf den Punkt genau zu konzentrieren, hat sie schon mehrfach eindrucksvoll bewiesen. Insofern sollte man das durchaus schwere, aber lösbare Spiel im Ernst-Abbe-Sportfeld im Wissen angehen, dem vorzeitigen Aufstieg einen erneuten Schritt näher kommen zu können. Sechs Punkte aus sechs Spielen gilt es zu holen, so die Vorgabe vom Trainerstab und Mannschaft. Es wäre beruhigend zu wissen, wenn es nach diesem Spiel nur noch 3 Punkte aus fünf Spielen wären.

Borussias Defensive

Wenn die Stammspieler in der Innenverteidigung ausfallen, bedeutet dies für jeden Verein einen herben Rückschlag. Einzig Borussia scheint, zumindest im Unterhaus, einem solchen personellen Problem mit Gelassenheit zu begegnen. Weil sie es kann. Die schon oft angesprochene Breite im Kader ist nach wie vor der Schlüssel zum Erfolg. Roel Brouwers saß seine Sperre aus dem Köln-Spiel ab, Steve Gohouri musste nach wenigen Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Filip Daems, eigentlich gelernter Linksverteidiger, bekleidet die Position des Innenverteidigers bereits seit einem halben Jahr und dies mit sehr gutem Ergebnis. Am Sonntag kam Thomas Kleine in die Partie gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber und agierte neben dem Belgier Daems so souverän und unspektakulär gut, dass man den Anschein hatte, er habe noch nie neben jemandem anderen gespielt. Wohl dem, der auf solch hohem Niveau auswechseln kann! Ob Kleine auch in Jena zur ersten Elf gehört, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Roel Brouwers wird in die Anfangsformation zurückkehren. Entweder weicht Daems in diesem Fall auf die linke Seite aus und verdrängt damit Alex Voigt auf die Bank oder Daems sitzt erstmal auf der Bank. Nach dem überschwänglichen Lob für Kleine & Daems durch Christian Ziege und Jos Luhukay nach der Partie gegen Fürth spricht vieles für die zweite Alternative.

Die restlichen Positionen sind relativ eindeutig. Neben dem seit Wochen stark spielenden Christofer Heimeroth werden mit Tobias Levels (rechter Verteidiger) und Patrick Paauwe (defensives Mittelfeld) die gewohnten Kräfte versuchen, auch in Jena einen dreifachen Punktgewinn zu landen. Von entscheidender Bedeutung für einen Erfolg in Jena wird sein, inwieweit es Gladbachs Defensivakteuren gelingt, Jan Simak aus dem Spiel zu nehmen. Der Tscheche ist der Dreh- und Angelpunkt sämtlicher Offensivaktionen der Gastgeber. Das Hinspiel dürfte Spielern und Fans von Borussia noch in lebhafter Erinnerung sein, als Simak einen bärenstarken Tag erwischte und Gladbachs Verteidiger in der ersten Halbzeit vor ernsthafte Probleme stellte. Hat der inzwischen zwar stabiler wirkende, aber dennoch oft launische Simak einen schlechten Tag, lahmt das gesamte Offensivspiel von Carl-Zeiss Jena.

Borussias Offensive

Natürlich waren die beiden Tore von Marko Marin das bestimmende Thema der vergangenen Tage in den Medien. Endlich sei der Knoten geplatzt, so der allgemeine Tenor. Als ob Borussias Wohl einzig davon abhinge, dass Marin Tore erzielt. Dass er sich irgendwann in die Torschützenliste würde eintragen können, war ohnehin nur eine Frage der Zeit. Dass es mit zwei so herrlichen Toren endlich Realität wurde, ist natürlich erfreulich. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass er nach wie vor viel lernen muss, denn nach seinen Toren wirkte er auch gegen Fürth mitunter überdreht und suchte auch in Folge zu oft den eigenen Torabschluss. Seine Schwäche in der Schussstärke muss er zwangsläufig mit Kunstschüssen kaschieren, die - das liegt in der Natur der Sache - nicht immer so zielgenau den Weg ins Tor finden wie bei seinen Toren gegen Fürth vergangenen Sonntag. Marin wird dennoch spielen, und gegen weitere Tore des kleinen Technikers wird keiner etwas einzuwenden haben.

Auf der anderen Flügelseite hat sich die seit Wochen oft gestellte Frage „Coulibaly, Touma oder Ndjeng" fast von alleine beantwortet. Der Schwede Touma muss verletzungsbedingt passen, Ndjeng ist zurzeit außer Form und fand sich folgerichtig gegen Fürth auf der Ersatzbank wieder. Es spricht wenig dafür, dass Luhukay ihm nach nur einem Spiel Pause wieder die Chance von Beginn an einräumt, zumal Coulibaly einfach eine sichere Bank im Mittelfeld ist. Technisch stark mit guter Übersicht präsentierte er sich auch nach seiner Einwechslung am Sonntag für Touma und bereite die Tore von Neuville und Marin vor. Sascha Rösler steht ohnehin nicht zur Debatte, wenngleich er sich am Sonntag gegen seinen Ex-Club eine kleine Auszeit gönnte. Dennoch ist Rösler viel zu wichtig für die Präsenz auf dem Platz, als dass er nicht auflaufen sollte.

Rob Friend und Oliver Neuville sind in der Sturmspitze weiterhin gesetzt. Zwar ist Roberto Colautti inzwischen fit, aber einen Einsatz von Beginn an wird er auch in Jena nicht erhalten. Sollte Borussia den Aufstieg bereits vorzeitig sicherstellen, kann sich der israelische Nationalspieler berechtigte Hoffnungen auf einen solchen Einsatz machen. Das so erfolgreiche Sturmduo Neuville und Friend wird Jos Luhukay aber nicht unnötig sprengen. Oliver Neuville zeigte in den vergangenen Spielen wieder ansteigende Form, zumal mit Köln und Fürth zwei offensiv agierende Mannschaften auf Borussia trafen, die Neuville dadurch den Platz gaben, den er für sein Spiel benötigt. Das Traumtor vom Sonntag wird seinen Hoffnungen auf ein Ticket für die EM sicherlich Auftrieb gegeben haben. Gegenüber Mike Hanke, Stephan Kießling und Patrick Helmes hat er einige entscheidende Vorteile: seine Erfahrung und sein Spielertyp. Es wäre Borussias Kapitän zu wünschen, dass er im Spätherbst seiner Karriere noch einmal die Chance erhält, bei einem internationalen Großturnier mitwirken zu dürfen. Weitere Tore wären hierbei die beste Bewerbung.

Der Gegner aus Jena

Es sieht düster aus für den Club aus Thüringen, bei dem Hans Meyer einst als Trainer Erfolge feiern konnte. Die Jenenser spielen in der aktuellen Saison im Grunde keinen schlechten Fußball. Die Leistung im Hinspiel im BorussiaPark, als man eher unglücklich mit 1:2 verlor und das gute Abschneiden im DFB-Pokal (Halbfinalniederlage gegen Borussia Dortmund) belegen, dass Carl Zeiss an einem guten Tag für fast jede Profimannschaft eine schwer zu knackende Nuss darstellt. Leider waren in dieser Saison die guten Tage eher Mangelware. Neun Punkte Rückstand auf den VfL Osnabrück, der nach der 0:2-Niederlage in Köln nun auf Platz 15 rangiert sind eine Hausnummer. Somit ist man ausgerechnet im Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Mönchengladbach eigentlich zum Siegen verdammt. Schon nach dem 24. Spieltag und der bitteren 1:2-Niederlage in Offenbach galten die Thüringer mit elf Punkten Rückstand als abgestiegen, kämpften sich dann jedoch mit drei Siegen in Folge wieder auf „nur" sechs Punkte heran. Es dürfte alles in allem einem Wunder gleichkommen, sollte der Abstieg noch verhindert werden können. Die Mannschaft ist fast einzig auf das Wohl und Können ihres Stars und Spielmacher Jan Simak angewiesen. Eine Abhängigkeit, die im Profifußball selten belohnt wird.

Jenas Defensive

Die Defensive ist der schwächere Mannschaftsteil des Gastgebers. 52 Gegentore sind Ligaspitze (zum Vergleich: der 1.FC Kaiserslautern hat lediglich 32 Gegentore kassiert), da nützen auch die ordentlichen 39 eigenen Tore nichts, die Jena als offensivstärkstes Team der Abstiegszone ausweisen. Die wenigste Schuld an der schlechten Abwehrarbeit trifft hierbei Torwart Khomutovski, der in den vergangenen Wochen konstant gut hält. Khomutovski wurde erst in der Winterpause verpflichtet, nachdem sich die eigentlichen Stammkräfte Kasper Jensen und Daniel Kraus in der Hinrunde mit schlechten Leistungen gegenseitig überboten haben. Khomutovski ist zudem Torhüter der weißrussischen Nationalmannschaft. Jenas bester Abwehrspieler der vergangenen Saison war Alexander Voigt, der nun als Stammspieler bei Borussia Mönchengladbach zurück an alte Wirkungsstätte kehrt. Mit Voigt ging dann auch die sportliche Stabilität in der Defensive, so hat es den Anschein.

Trainer Henning Bürger, der die sportlichen Geschicke des Vereins seit Dezember 2007 leitet und den glücklosen Valdas Ivanauskas ersetzte, setzt in der Abwehr zumeist auf eine Dreierkette. Der Ex-Herthaner Robert Müller ist hierbei der zentrale Verteidiger, begleitet wird er von Alexander Maul und Michael Stegmayer. Letztgenannter fehlte bei der verdienten 0:2-Niederlage in Freiburg gelbgesperrt und wurde vom Georgier Ilja Kandelaki vertreten.

Vor der taktisch oft unglücklich agierenden, aber zumindest zweikampfstarken Dreierreihe agiert Carl Zeiss zumeist mit zwei defensiven Spielern im Mittelfeld. Niels Hansen ist der zu erwähnende Spieler, der neben Jan Simak als Einziger konstant auf einem guten Niveau agiert. Der ehemaliger Freiburger Hansen besticht durch Zweikampfstärke und Spielübersicht und kommt zudem oft ohne Fouls aus. Eine einzige gelbe Karte ist für einen defensiven Mittelfeldspieler bei einem Abstiegskandidaten ein wahrlich guter Wert. Marco Riemer war zuletzt an den bereits erwähnten drei Siegen in Folge beteiligt und spielte neben Hansen vor der Abwehr, doch der 20-jährige steht Trainer Bürger weiterhin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. In Freiburg durfte sich der Japaner Naoya Kikuchi im defensiven Mittelfeld probieren, erledigte dies jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Gegen Borussia wird Jena jedoch noch einmal in der Kombination Hansen und Kikuchi auflaufen.

Jenas Offensive

Fällt das Wort „Offensive" im Zusammenhang mit Carl Zeiss Jena, fällt unweigerlich und wenig später der Name Jan Simak. Der ehemals als riesiges Talent gepriesene Tscheche ist wahrlich hoch veranlagt, konnte sein Talent jedoch nicht voll ausspielen. Nach zwei erfolgreichen Jahren (2000 bis 2002) bei Hannover 96 und 18 Toren in 28 Spielen in der Saison 2001/02 folgte der Wechsel an den Rhein zu Bayer 04 Leverkusen. Dort konnte er zu keiner Zeit die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen, so dass am Ende lediglich drei Tore auf der Habenseite standen. Schon zu damaliger Zeit wusste man um die privaten Probleme des Jan Simak. Den schönen Dingen des Lebens war er nie abgeneigt, er hatte einen Faible für schnelle Autos, schöne Frauen &  auch viel Alkohol. Diesen Faible teilt er prinzipiell mit vielen Männern in Deutschland, doch konnte sich Simak dieses Leben - in seinem Fall muss man das wohl sagen - „leider" auch leisten. Die Hannoveraner holten den verlorenen Sohn 2003 noch einmal zurück und wohl auch sprichwörtlich an die Leine, doch fand er nie mehr in die Erfolgsspur. Am Ende stand die Flucht zurück nach Tschechien. Bei Sparta Prag schien er noch einmal die Kurve zu bekommen, konnte mit dem Hauptstadtclub zwei Meistertitel (2005 und 2007) feiern, bevor er sich im vergangenen Sommer relativ überraschend Carl Zeiss Jena anschloss. Seine guten Leistungen in dieser Saison sind Interessenten nicht verborgen geblieben. So gilt der noch amtierende Deutsche Meister VfB Stuttgart als aussichtsreichster Kandidat für eine Verpflichtung des inzwischen 29-jährigen Simak.

Der Rest der Jenenser Offensive ist schnell vorgestellt. Torsten Ziegner und Tobias Werner heißen Simaks häufigste Begleiter im Mittelfeld, wobei speziell Werner durchaus Qualitäten hat, auf die es auf Gladbacher Seiten zu achten gilt. Immerhin konnte Werner, bei Jena als Stürmer geführt, bis dato acht Tore und vier Assists erzielen. Im Sturm verdrängt wurde Sandor Torghelle, neben Jan Simak der vielleicht prominenteste Akteur auf Seiten Carl Zeiss‘. Sami Allagui und Marcel Schied, im Winter aus Rostock gekommen, heißt das rein deutsche Sturmduo, das auch gegen Borussia von Beginn an spielen wird. Torghelle wird dann meist im Laufe des Spiels als frische Kraft eingewechselt.

Schiedsrichter

Ach, Michael Weiner. Der oft einfach nur nervig kleinlich pfeifende Polizist aus dem niedersächsischen Giesen wird also die Partie Borussias in Jena begleiten. Ein Blick auf seine Saisonbilanz sagt mehr als tausend Worte: In seinen insgesamt 28 Einsätzen der Saison 2007/08 (1. Liga, 2. Liga, DFB-Pokal, UEFA-Cup und Regionalliga) verteilte Weiner unfassbare 122 gelbe Karten, dazu vier gelb-rote und zwei rote. Ein Schnitt von mehr als vier gelben Karten pro Partie, eine erstaunliche Bilanz. Borussia hatte in der laufenden Spielzeit lediglich einmal das Vergnügen, unter Weiner ein Spiel zu absolvieren. Der 39-jährige leitete den 3:1-Auswärtssieg Borussias in der Hinrunde bei der SpVgg Greuther Fürth.

Bilanz

Wie so oft in dieser Saison fällt der Bilanz-Absatz relativ kurz aus. Das Auswärtsspiel in Jena stellt erst den zweiten Vergleich beider Mannschaften in einem Pflichtspiel dar. Das Hinspiel im BorussiaPark endete 2:1 für die Elf vom Niederrhein, Oliver Neuville erzielte an diesem kalten Abend im November beide Tore und sicherte den schlussendlich schwer erkämpften Sieg.

Aufstellungen

Jena: Khomutovski - Maul, Müller, Stegmayer - Kikuchi, Hansen - Ziegner, Simak, Werner - Allagui, Schied
Ersatz: Kraus, Kandelaki, Torghelle, Petersen, Kühne, Günther, Tapalovic, Holzner, Saka, Amrhein, Seturidze, Oniani
Es fehlen: Riemer, Omodiagbe, Jensen (alle verletzt)

Borussia: Heimeroth - Levels, Kleine, Brouwers, Daems - Paauwe - Coulibaly, Rösler, Marin - Neuville, Friend
Ersatz: Gospodarek, Voigt, Polanski, Rafael, Colautti, Lamidi, Bögelund
Es fehlen: Gohouri, Touma, Schachten, Svärd (alle verletzt)

SEITENWAHL-Meinung

Thomas Zocher: Es ist völlig ausreichend, sich vor dieser Partie das Hinspiel in das Gedächtnis zu rufen. Da erging es der Elf des FC Carl Zeiss wie Greuther Fürth am Wochenende, wenngleich Jena über 30 Minuten der Partie richtig spielbestimmend war, weil die Borussia nach dem Führungstor ihr Spiel drosselte. Folglich wäre es falsch die Thüringer, die im DFB-Pokal so manchen Klub bezwangen, nur aufgrund ihrer Tabellensituation zu beurteilen. Deshalb wird sich Borussia anstrenbgen müssen, will sie mit 2:1 gewinnen.

Michael Heinen: Es gibt einige offene Fragen vor dem Jena-Spiel, die einen Tipp erschweren: Wie reagieren die Gastgeber auf den neuerlichen Rückstand im Abstiegskampf und die nahezu aussichtslose Situation? Können Sie sich noch einmal so motivieren wie vor einigen Wochen, als sie quasi abgestiegen 3x in Folge siegten? Wie reagiert Borussia auf den komfortablen 9-Punkte-Vorsprung? Wird man nachlässig und schaltet 10% zurück? Oder gelingt es der Elf, die Spannung auch beim Tabellen-Vorletzten hoch zu halten, bei einem Gegner, der in 28 Spielen 30 Punkte weniger gesammelt hat? Die Auftritte von Borussia in den letzten Wochen machen Mut, dass die Antworten ebenso wie das Spiel zu unseren Gunsten ausfallen. Da meine Vorhersagen in der Rückrunde aber selten fruchteten, zwinge ich mich einmal mehr zu einem 1:1-Tipp.

Mike Lukanz: Borussia gewinnt mit 2:0, weil sie den Aufstieg unbedingt in einem Heimspiel klarmachen will. Die Kollegen Heinen und Heimanns tippen nur deswegen gegen den Trend, weil es ihre einzige Möglichkeit ist, ihren aussichtslosen Rückstand im Redaktions-Tippspiel noch aufzuholen.

Christoph Clausen: Warum die Dinge unnötig spannend machen? Mit dem 2:0-Sieg bei Carl Zeiss Jena macht die Borussia einen weiteren Schritt, um den Aufstieg möglichst bald unter Dach und Fach zu bringen.

Christian Heimanns: Der letzte Sieg war so souverän und eines Spitzenreiters würdig, dass man vor lauter Freude dem FC Carl Zeiss ein 1:1 gestattet, ohne dass es irgendjemanden zu sehr stören würde.

Hans-Jürgen Görler: Englische Woche - was für'n Stress. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, muss nach zwei Auswärts-Unentschieden in Folge mal wieder ein Dreier her. Die Jenenser werden das 1:0 der Borussia sicher überleben.


Der Gegner im Internet: Offizielle Homepage
Der Gegner im SEITENWAHL-Zweitligacheck: FC Carl Zeiss Jena

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