SV Wehen WiesbadenSeit Wochen rechnen Fans und Journalisten, wann nur macht Borussia Mönchengladbach den Aufstieg in die erste Bundesliga perfekt. Jetzt ist sich ganz Deutschland sicher: am Mittwoch, beim Spiel gegen den SV Wehen-Wiesbaden wird es soweit sein. Drohte das Saisonfinish nach den Unentschieden in Jena und gegen 1860 München noch einmal spannend zu werden, hat sich die Borussia in der Tat mit dem 7:1-Sieg bei Kickers Offenbach vom größten Druck befreit.

Selbst wenn alle Konkurrenten ihre noch ausstehenden Spiele gewinnen (wobei z.B. Mainz und Köln noch gegeneinander antreten müssen), reichen drei weitere Punkte sicher zum direkten Wiederaufstieg. Diese Punkte, daran ließen die Aussagen der Gladbacher Profis nach dem Offenbach-Spiel keinen Zweifel, werden im kommenden Spiel im Borussia-Park eingefahren. Zwei Dinge könnten dem im Weg stehen: zum einen der Gegner, der zwar zu den schlechtesten Teams der Rückrunde zählt, im Hinspiel aber die Mannschaft von Jos Luhukay schon am Rande einer Niederlage hatte, bevor Roberto Colautti quasi mit dem Abpfiff der damals viel umjubelte Treffer zu 1:1 gelang.
Aber auch Borussia selbst könnte sich das Leben hierbei schwer machen. Es wäre kaum das erste Mal, dass die Mannschaft im Hochgefühl eines sicheren Sieges überheblich und schlampig auftritt. Erst vor gut zwei Wochen konnte man das beim Auswärtsspiel in Jena beobachten, auch da hatten Spieler schon vorher von „nur noch sechs Punkte und die ersten holen wir jetzt" gesprochen - heraus kam eins der schlechtesten Spiele der Saison und ein mehr als glückliches Unentschieden. Es steht zu hoffen, dass Spieler und Trainer daraus gelernt haben und gegen Wehen mit der gebotenen Konzentration ans Werk gehen. Dann könnte uns das kommende Spiel - Achtung, jetzt wird es pathetisch - tatsächlich die Pforten zur Glückseligkeit öffnen.

Borussia

7:1, der höchste Borussen-Sieg seit 14 Jahren, der höchste Auswärtssieg seit 21 Jahren. Auf dem Papier war das Spiel bei Kickers Offenbach am Sonntag eine Meisterleistung. Wer es gesehen hat, der weiß aber: Borussia hatte 45 Minuten lang ihre liebe Mühe mit einem weiß Gott nicht großartigen Gegner und profitierte in nicht geringem Maße von den (richtigen) Entscheidungen von Schiedsrichter Sippel, der zwei Offenbacher Spieler des Feldes verwies und zwei Fouls im Strafraum mit Strafstößen für Gladbach ahndete. Ferner kam es Borussia entgegen, dass die Kickers mit neun Mann ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen mussten und spätestens nach dem 3:1 von Marko Marin die Gegenwehr völlig einstellten. Auch hier noch einmal der Hinweis, so wird Wehen im Borussia-Park nicht auftreten. Ein Selbstläufer wird das Spiel mit Sicherheit nicht.
Borussias Defensive

Christopher Heimeroth hat nach durchweg guten bis sehr guten Leistungen in der Rückrunde inzwischen den Großteil der Skeptiker verstummen lassen. Er ist seit Wochen ein sicherer Rückhalt. Das Gegentor in Offenbach, dem ein Missverständnis mit Roel Brouwers vorausging, kann man wohl unter „Kuriosum" verbuchen und abhaken.

Auf der rechten Position in der Viererkette hat Tobias Levels Kasper Bögelund endgültig verdrängt. Dass der Däne keinen neuen Vertrag in Mönchengladbach mehr bekommt, legt aber dennoch die Vermutung nahe, dass Borussia sich auf dieser Position verstärken möchte. Levels spielt insgesamt eine ordentliche Saison, leise Zweifel, ob es jetzt schon für einen Stammplatz in Liga eins reicht, sind aber angebracht. Einen neuen zweiten Mann für rechts hinten zu suchen, würde keinen Sinn machen, dann könnte man Bögelund auch behalten. So oder so - bis zur Sommerpause ist Levels unumstritten.
In der Innenverteidigung bleibt wohl alles beim Alten. Hier hat sich über die Saison das Duo Brouwers/Daems etabliert, zwei unterschiedliche Spielertypen, was wohl auch für Jos Luhukay ein Plus dieser Kombination ist. Steve Gohouris Pech war es, dass er immer, wenn es gut lief, aus der Mannschaft fiel (nach der unseligen Disco-Affäre, später dann wegen der fünften Gelben Karte) und danach kein Anlass bestand, die Abwehr umzustellen. Thomas Kleine war zuletzt immer da, wenn er gebraucht wurde, ist aber vom Spielertyp her Roel Brouwers vermutlich zu ähnlich, als dass Luhukay diese beiden ohne Not nebeneinander verteidigen lassen würde. Dennoch: Borussia verfügt über vier gute Innenverteidiger und benötigt in diesem Mannschaftsteil für die kommende Saison nicht notwendigerweise eine Verstärkung. Ob das auch für die linke Seite der Viererkette gilt, ist unter den Fans umstritten. Alexander Voigt hat hier über die ganze Saison seine Sache gut gemacht: wenig spektakulär, meist hochsolide, nur selten mit Aussetzern. Nur kurz drohte er seinen Platz an Filip Daems zu verlieren, bevor der Belgier in der Innenverteidigung wieder gebraucht wurde und dort überraschenderweise auch besser aufgehoben scheint. Voigt wird auch gegen Wehen spielen.

Vor der Abwehr spielt Patrick Paauwe. Über ihn und seine Rolle ist alles gesagt. Auch wenn er in der Rückrunde ein bis zwei schwächere Auftritte hingelegt hat, ist seine Konstanz insgesamt beeindruckend und sein Anteil am Erfolg dieser Mannschaft nicht hoch genug zu bewerten.

Borussias Offensive

Im Mittelfeld ist - vorausgesetzt alle Spieler sind nach dem für manche schmerzhaften Offenbach-Spiel wieder fit - nur eine Frage offen: Touma oder Ndjeng? Nach seinem sehr dürftigen Auftritt im Heimspiel gegen 1860 München hat Jos Luhukay Ndjeng in Offenbach durch den zweimaligen schwedischen Nationalspieler ersetzt. Touma machte ein mehr als ordentliches Spiel und schoss sein erstes Tor für Borussia. Der im Lauf der zweiten Halbzeit eingewechselte Ndjeng allerdings machte derer zwei und dürfte damit an Selbstvertrauen gewonnen haben. Und genau das Fehlen dieses Selbstvertrauens war ihm gegen München mehr als deutlich anzumerken. Man darf also gespannt sein, ob Ndjeng wieder in der Startformation steht. Gegenüber Touma wäre es ein wenig ungerecht, andererseits hat sich im Lauf der Saison der Eindruck verfestigt, dass Marcel Ndjeng bei seinem Trainer ein außergewöhnliches Standing hat.

Sascha Rösler ist seit einigen Wochen leicht angeschlagen, auch das Spiel in Offenbach konnte er nicht bis zum Ende bestreiten. Er selbst hat angekündigt, auf die Zähne zu beißen und den Rest der Saison durchzuhalten - zumindest bis der Aufstieg definitiv geschafft ist. Da das noch nicht der Fall ist, wird Rösler spielen wollen. Ob er spielen kann, bleibt abzuwarten. Andernfalls steht mit Soumaila Coulibaly ein nahezu gleichwertiger Ersatz bereit. Im linken Mittelfeld dürfte die Schonzeit für Marko Marin, dem Jos Luhukay im Lauf der Saison immer wieder kleinere „Auszeiten" auf der Bank verordnete, vorbei sein. In der Rückrunde ist er insgesamt stabiler und solider geworden. Die Zahl der brotlosen Dribblings hat er zugunsten mannschaftsdienlicheren Spiels zurückgefahren. Prompt steigt die Zahl der Scorerpunkte - als Torschütze und Vorlagengeber ist er selbstredend noch wertvoller für die Mannschaft. Auch fällt er seltener, nicht zuletzt wohl, weil sich seine Neigung zu spektakulären Stürzen nach leichten Berührungen bei den Schiedsrichtern herumgesprochen hat - mit dem Effekt, dass zuletzt auch klare Fouls gegen Marin bisweilen ungeahndet blieben. Wenn die Verletzung vom Sonntag ihm keinen Strich durch die Rechung macht, wird der „Mini" wieder in der Startformation stehen.

Den Sturm dürften, wenn fit, wieder Oliver Neuville und Rob Friend bilden. Roberto Colautti wird wegen seines Muskelfaserrisses aus dem Offenbach-Spiel nicht dabei sein können. Der Israeli ist zweifellos der Pechvogel der Saison.

Der Gegner aus Wehen

Das Team aus dem Taunusdorf Wehen, das erst vor der Saison in die hessische Landeshauptstadt umgezogen ist, wurde von vielen Beobachtern vorschnell als erster Kandidat auf den Abstieg gehandelt. Grund dafür war wahrscheinlich allein der Eindruck, da käme ein Verein „vom Dorf", zudem noch kaum mit bekannten Namen im Kader. Dabei hatte der SV Wehen die Regionalliga Süd in er Vorsaison dominiert und war mit nur vier Niederlagen noch vor dem vergleichsweise hoch gehandelten „anderen" Dorfverein aus Hoffenheim aufgestiegen.

Trotz zahlreicher Querelen im Umfeld legten die Wehener eine für einen Aufsteiger beeindruckende Saison hin, wurden zwischenzeitlich gar als Kandidat für den direkten Durchmarsch in die erste Bundesliga angesehen. Ab dem 23. Spieltag ging dem Team des früheren Gladbach-Profis Christian Hock (1. Bundesligaspiel am 34. Spieltag der Saison 1992/93 als Einwechselspieler für Borussia, auswärts beim 0:4 bei Bayer Leverkusen) aber etwas die Luft aus, es folgen sieben Spiele ohne Sieg. Jetzt stehen die Hessen im Mittelfeld, ohne Ambitionen nach oben aber auch ohne größere Sorgen nach unten. Zum ganz sicheren Klassenerhalt fehlen dem SV Wehen aber noch zwei Punkte. Am Sonntag verhalf das Team der DFB-gebeutelten TuS Koblenz zu einem Erfolgserlebnis im Kampf gegen den Abstieg, den 1.FC Kaiserslautern und dessen Freunde in Frankfurt. Im Stadion Oberwerth zeigte sich unser nächster Gegner nicht von seiner stärksten Seite und verlor völlig zurecht mit 0:2.

Wehens Defensive

Im Tor hatte sich nach wenigen Spieltagen der frühere Gladbacher Amateur-Keeper Thomas Richter den Stammplatz von Adnan Masic erkämpft. Masic hatte in den ersten fünf Spielen elf Gegentreffer kassiert, Richter kam in den kommenden 25 auf einen deutlich besseren Schnitt. Am Sonntag in Koblenz stand dennoch wieder Masic im Tor - absprachegemäß wie es heißt. Auch für das Spiel in Gladbach gibt es eine Absprache: Thomas Richter kehrt zurück ins Wehener Tor.

Die Vierer-Abwehrkette stellt sich fast von allein auf, weil Allrounder Torge Hollmann in dieser Woche operiert wird und deswegen auch gegen Borussia nicht zur Verfügung steht. Auf der rechten Seite spielt Dajan Simac. Den Gladbachern ist der rustikale Verteidiger (schon neun gelbe Karten, dazu eine rote) noch gut in Erinnerung, schoss er doch im Hinspiel das Führungstor für Wehen. Bemerkenswert: in vier Jahren, die er schon in der Regionalliga für die Hessen spielte, gelang dem jetzt 26-jährigen nicht ein Tor, in dieser Zweitligasaison traf er schon drei Mal. Die Innenverteidigung bilden Marko Kopilas und Kristjan Glibo. Dem großgewachsenen Kopilas dürfte vor allem die Aufgabe zukommen, das Spiel von Rob Friend zu erschweren und dafür zu sorgen, dass Borussia mit der Angriffsvariante „hoch und weit auf Friend" nicht zum Erfolg kommt. Der Einsatz seines etatmäßigen Nebenmannes Glibo ist noch fraglich, er ist erkältet. In diesem Fall könnte Simac nach innen rücken und Nikolaos Nakas auf rechts verteidigen. Auf der linken Seite spielt mit Ales Kokot ein slowenischer Nationalspieler (ein Einsatz in der letzten WM-Qualifikation gegen Luxemburg). Der ehemalige Fürther spielte in dieser Saison schon auf allen Positionen in der Viererkette, aufgrund des schon erwähnten Ausfalls von Hollmann ist er auf links jetzt gesetzt.

Vor der Abwehr spielt Wehen mal mit einem, mal mit zwei defensiven Männern im Mittelfeld. In jedem Fall dürfte Sandro Schwarz auf der „Sechs" dabei sein. Der erfahrene Zweitligaspieler, der lange auf der anderen Rheinseite in Mainz aktiv war, ist einer der Führungsspieler in Wehen und führte die Mannschaft in dieser Saison meist als Kapitän aufs Feld. Eigentlicher Spielführer ist Sascha Amstätter, der in dieser Spielzeit allerdings lange Zeit verletzungsbedingt zusehen musste. Erst seit März ist er wieder dabei, am Sonntag gegen Koblenz saß er zunächst auf der Bank und kam dann zur Pause als zweiter „Sechser", weil die zunächst offensiv ausgerichtete Taktik von Trainer Hock nicht funktionierte. Auch Hajrudin Catic machte in dieser Saison schon spiele im defensiven Mittelfeld, wurde zuletzt aber im linken offensiven eingesetzt. Ein weiterer Kandidat ist Patrick Bick, der während der Verletzung von Sascha Amstätter eine Zeit lang Stammspieler war.

Wehens Offensive

Voraussichtlich wählt Christian Hock gegen Gladbach die defensivere Variante mit doppelter Absicherung vor der Abwehr, nachdem das Offensivexperiment in Koblenz nicht geglückt ist. Im Mittelfeld hat Hock die Wahl zwischen schon erwähntem Hajrudin Catic, Benjamin Siegert und dem zuletzt angeschlagenen Maximilian Nicu. Der Bosnier Catic entstammt der Jugend des 1.FC Köln, spielte in der zweiten Liga schon für Fortuna Köln, Waldhof Mannheim und Rot-Weiß Oberhausen. In der schlechtesten Saisonphase des SV Wehen war Catic zum Zuschauen verdammt, erst im April kam er nach einer Zehenoperation zurück. Siegert und Nicu bilden ein gefährliches Gespann, Nicu ist mit 16 Punkten (sechs Tore, zehn Assists) bester Scorer des Teams. Der gebürtige Bayer war in der vergangenen Saison Torschützenkönig der Regionalliga Süd. Ob er rechtzeitig zum Spiel in Mönchengladbach wieder fit wird, ist noch offen. Benjamin Siegert kam vor der Saison aus Braunschweig und machte für Wolfsburg ein Bundesligaspiel. Im rechten Mittelfeld eingesetzt machte er bisher vier Tore und bereitete vier weitere vor.
Gegen Koblenz setzte Christian Hock auf einen weiteren offensiven Mittelfeldspieler und ließ den nominellen Stürmer Bakary Diakité hinter den Spitzen antreten. Wie erwähnt ging das Experiment nicht gut und Diakité rückte in der zweiten Halbzeit in die Spitze. Dort entwickelte der Ex-Mainzer, der im Sommer voraussichtlich seine ersten Länderspiele für Mali machen wird, als einziger Spieler seiner Mannschaft einige Torgefahr.

Bester Torschütze des SV Wehen ist Ronny König. Der großgewachsene und kopfballstarke Stürmer hat zudem fünf Assists zu Buche stehen. An seiner Seite stürmte gegen Koblenz Valentine Atem. Der Kameruner agierte unglücklich und wurde in der Halbzeit zugunsten des defensiven Amstätter ausgewechselt.

Im Kader des SV Wehen stehen zwei weitere nicht ganz unbekannte Angreifer: Xie Hui machte von 1999 bis 2002 bei Alemannia Aachen von sich reden, in seiner besten Saison traf der Chinese 14 Mal. Nach einem kurzen Gastspiel in Fürth wechselte Xie nach Shanghai, kehrte dann Anfang dieses Jahres nach Deutschland zurück. Beim SV Wehen konnte sich der 33-jährige aber bislang nicht durchsetzen. In fünf Kurzeinsätzen gelang ihm kein Tor. Noch gar kein Spiel für die Hessen machte Abdelaziz Ahanfouf. Der bundesliga- und länderspielerfahrene Angreifer kam im Januar von Arminia Bielefeld, verletzte sich aber, noch bevor er eine Minute für seinen neuen Arbeitgeber spielen konnte. Ob er - im vernehmen nach der bestbezahlte Spieler im Wehener Kader - in dieser Saison noch einmal im Kader stehen wird, ist offen. Dass das gegen Borussia der Fall sein wird, ist unwahrscheinlich. Dritter Neuzugang im Wehener Sturm in der Winterpause war Dennis Schmidt. Der 20-jährige kam von der U23 von Bayer Leverkusen. Bis auf das Koblenz-Spiel kam er in jeder Partie der Rückrunde zum Einsatz, nie jedoch über 90 Minuten. Ihm gelang ein Tor.

Schiedsrichter

Der 30-jährige Norbert Grudzinski pfeift erstmals ein Spiel der Gladbacher Borussia. In der Zweiten Bundesliga kam der Hamburger in dieser Saison bislang achtmal zum Einsatz, seinen ersten Einsatz in dieser Spielklasse hatte er im Jahr 2004. Der SV Wehen hatte beim 3:0 Sieg gegen Alemannia Aachen am vierten Spieltag schon einmal das Vergnügen mit dem als eher kleinlich geltenden Grudzinski. Auffällig ist die hohe Zahl von Elfmetern in den von ihm geleiteten Spiele. Ihm assistieren an den Linien Patrick Ittrich und Björn Hinrichs.

Sollte die Borussia durch das Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden den Aufstieg in die 1. Bundesliga rechnerisch perfekt machen, so wird Norbert Grudzinski in dieser Hinsicht seinem Kollegen Jürgen Aust (Köln) nachfolgen. Dieser mittlerweile in den Ruhestand getretene Referee hatte Borussia beim 3:0 über Chemnitzer FC gepfiffen, als man am 34. Spieltag der Saison 2000/2001 den Aufstieg in die Bundesliga perfekt machte. Aust folgte seinerzeit Gerhard Schulenburg nach, der am 26. Juni 1965 beim 1:1 gegen Wormatia Worms die Borussia gepfiffen hatte - der später an der WM 1974 in der Bundesrepublik teilnehmende Schulenburg reiste damals (wie Grudzinski nun) aus seinem Wohnort Hamburg zum Spiel an.

Bilanz

Erst einmal trafen beide Teams aufeinander, es war das schon erwähnte 1:1 in Wiesbaden während der Hinrunde. Mit dem SV Wehen trifft die Borussia in dieser Saison letztmalig auf einen Ligakonkurrenten, der erstmals zu einem Punktspiel in Mönchengladbach anreist.

Aufstellungen

Borussia: Heimeroth - Levels, Brouwers, Daems, Voigt - Paauwe - Ndjeng (Touma), Rösler, Marin - Friend, Neuville.
Ersatz: Gospodarek, Bögelund, Kleine, Gohouri, Fleßers, Polanski, Coulibaly, Baumjohann, Rafael.
Es fehlen: Svärd, Schachten, van den Bergh, Colautti, Lamidi (verletzt bzw. rekonvaleszent).

Wehen: Richter - Simac, Kopilas, Glibo (Nakas), Kokot - Schwarz, Amstätter (Catic) - Siegert, Nicu - König, Diakité
Ersatz: Masic, Schöckel, Paul, Billick, Alushi, Bick, Xie, Schmidt, Atem.
Es fehlen: Jeknic, Ahanfouf (beide rekonvaleszent)

Schiedsrichter: Norbert Grudzinski (Hamburg)
Schiedsrichterassistenten: Patrick Ittrich, Björn Hinrichs

SEITENWAHL-Meinung

Christian Spoo: Die Mannschaft darf den Fehler von Jena nicht wiederholen und sollte gegen den SV Wehen-Wiesbaden von Beginn an konzentriert zu Werk gehen. Ich habe Vertrauen in Trainer und Spieler, dass das gelingt und rechne deswegen mit einem ungefährdeten 2:0-Erfolg.

Thomas Zocher: Vor dreißig Jahren verfehlte die Borussia die Deutsche Meisterschaft um drei Treffer. Nun, durch drei Treffer gelingt es ihr an diesem Spieltag erstmals wieder seit 31 Jahren eine Liga zu gewinnen. Borussias Gäste aus Hessen treffen bei Borussias 3:2 zweimal und erfahren nach Schlußpfiff, dass sie ihr Saisonziel ebenso erreicht haben.

Hans-Jürgen Görler: Vor dieser Spielzeit hätten wohl nur wenige zu träumen gewagt, dass die Borussia den direkten Wiederaufstieg schafft. Zu miserabel war die Leistung der Vorsaison, zu wenig Vertrauen hatte man in die Führung des Klubs, der aus dem ersten Abstieg doch nichts gelernt zu haben schien. Und nun besteht sogar die Möglichkeit, bereits am 32. Spieltag alles klar zu machen. Das Team von Jos Luhukay wird sich die Chance nicht nehmen lassen und den SV Wehen Wiesbaden mit 3:1 besiegen.

Christoph Clausen: Alles ist bereit für die große Aufstiegsparty, und Borussia wird sich nicht lumpen lassen. Mit einem nie gefährdeten 4:0 erreicht man vorzeitig das Saisonziel.

Michael Heinen: Mit einem 2:1-Sieg rundet Borussia die tolle Saison ab. Spannender als das Spiel wird es aber erst anschließend, wenn Alexander Voigt nach der Aufstiegs-Humba die Nordkurve fragt, wen wir lieber mit in Liga 1 nehmen wollen: Den FC oder unseren kommenden Gegner aus Freiburg.

Christian Heimanns: Der VfL ist wieder da. Ein Jahr nach dem schlimmen und peinlichen Abstieg kehrt Borussia wieder in eine von Bayerndominanz und farblosen Vereinen gelangweilte Liga zurück, um ihr ein bisschen mehr Farbe zu verleihen. Das Mittel zu diesem Zweck ist ein 2:0 Sieg gegen den SV Wehen.

Mike Lukanz: Ich habe und werde mich nie an einen Aufenthalt im Unterhaus gewöhnen. Gott sei Dank ticken Borussias Spieler und Verantwortliche ähnlich. Der Plan ist aufgegangen, der direkte Wiederaufstieg geglückt. Das 3:0 gegen die Truppe vom Wasserfilterhersteller bildet den Rahmen für eine schöne große Feier bei frühlingshaftem Wetter und vollem Haus. Lasst uns diese Stunden noch einmal genießen, denn in der neuen Saison wird ein ganz, ganz anderer Wind herrschen.


Der SV Wehen im Internet: http://www.svwehen-wiesbaden.de/
Der SV Wehen im SEITENWAHL-Zweitligacheck: SV Wehen Wiesbaden

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