Eintracht FrankfurtZwei Siege, ein Unentschieden und eine nicht gerade zuversichtlich stimmende Leistung bei der erwarteten Auswärtsniederlage in Wolfsburg – und doch kann man sich beim Blick auf die Bundesligatabelle aus Gladbacher Sicht fast sagen: ist doch noch gar nix passiert. Mehr als ein Drittel der Vereine hat weniger als zehn Punkte auf dem Konto, noch droht keinem, das rettende Ufer aus dem Blickfeld zu verlieren. Umso entscheidender sind für die Mannschaft von Hans Meyer die nun folgenden beiden Spiele gegen direkte Abstiegskonkurrenten. Und da man aus Erfahrung ungern Siege auf des Gegners Platz einkalkuliert, kommt dem Sonntagsspiel gegen Eintracht Frankfurt eine enorme Bedeutung zu. Wenn Borussia ein Spiel gewinnen muss, dann dieses.



Borussia


Rein rechnerisch hat sich der Rausschmiss von Jos Luhukay schon ausgezahlt. Holte man in sieben Spielen unter dem Niederländer mickrige drei Punkte, waren es in den drei Spielen nach seiner Demission schon derer vier. Von solchen Statistikspielchen abgesehen muss man aber wohl konstatieren: es hat sich bislang nichts geändert. Weiterhin steht die Abwehr nicht sicher, weiterhin krankt es an den Nahtstellen zwischen den Mannschaftsteilen, weiterhin wird lustig rotiert. Und nicht wenige, die die Personalpolitik von Luhukay noch lautstark kritisiert haben, fordern nun munter weitere Wechsel ein, um der Mannschaft vielleicht endlich Beine zu machen.

Borussia-Defensive

„WAS????“. So schallte es tausendfach aus den Mündern der Borussia freundlich gesonnener Fußballfreunde, als beim Spiel in Wolfsburg der dritte Gladbacher Torwart im vierten Spiel auflief. Ein Knalleffekt ist Hans Meyer mit der völlig überraschenden Entscheidung, mit Frederic Löhe einen Neuling ohne jede Bundesligaerfahrung ins Borussentor zu stellen, geglückt. Mehr aber auch nicht. So räumte der Trainer Tags drauf auch freimütig ein, dass es sich bei dieser Personalentscheidung um einen Fehler gehandelt hat. Nicht, dass die Leistung Löhes eine Katastrophe gewesen wäre, aber er war keinen Deut besser, als zuvor Uwe Gospodarek, der seinerseits keinen Deut besser war, als zuvor Christopher Heimeroth. So wird letzterer – soviel hat Meyer schon verraten – gegen Frankfurt zurück in die Startelf kehren. Inwieweit er die Chance hat, sich dort zu etablieren, inwieweit er die doppelte Rückstufung verkraftet hat und inwieweit die Fans bereit sind, dem aus unerfindlichen Gründen stets bestenfalls geduldeten Stoiker unter den Torleuten abermals Kredit zu geben, bleibt abzuwarten. Vielleicht überrascht uns das Trainerteam ja auch noch einmal und Uwe Kamps persönlich spielt.
Scherz beiseite: das Torwartthema wird für den Rest der Hinrunde akut bleiben, dass es überhaupt ein solches Torwartthema gibt, haben sich die aktuell Verantwortlichen – also Hans Meyer, Christian Ziege und Uwe Kamps - selbst zuzuschreiben. Hier wurde eine Baustelle eröffnet, die nun bearbeitet werden muss. Es wäre schlimm, wenn dafür andere, schon länger offene Baustellen unbearbeitet blieben.
In der Abwehr spielte Borussia in Wolfsburg offiziell mit einer Dreierkette und zwei vorgezogenen Außenverteidigern. Dass das während weiter Teile des Spiels mehr nach der klassischen Viererkette mit einem davor agierenden defensiven  Mittelfeldspieler aussah – geschenkt. Gegen Frankfurt ist nominell wie faktisch mit einer Vierer-Abwehrkette zu rechnen. Auf der rechten Seite sollte nach dem bemühten aber glücklosen Auftritt der Not-Ersatz-Aushilfslösung Sebastian Svärd der hoffentlich wieder genesene Steve Gohouri auflaufen. Dessen 45-Minütiger Einsatz in Bochum war tatsächlich das beste, was in dieser Saison auf dieser Position bei Borussia zu sehen war. In der Innenverteidigung kann Filip Daems trotz seiner Platzwunde aus dem Wolfsburg-Spiel wieder mitmischen. Wie wichtig der Belgier ist, war am Dienstag gleich doppelt zu sehen: so lange er dabei war, war er der mit Abstand beste Gladbacher Akteur, als er nicht mehr dabei war, klappte die Defensive förmlich zusammen. An seiner Seite dürfte wieder Thomas Kleine verteidigen, der sich in seinen jetzt drei Einsätzen über die volle Distanz nichts zu schulden kommen ließ und gegen Karlsruhe und Bochum jeweils zu den Besten gehörte. Sollte Kleines Schulterverletzung wider Erwarten einen Einsatz unmöglich machen, wäre wohl Roel Brouwers sein Ersatz, wenngleich der Niederländer gegen Wolfsburg mehr als einmal unglücklich aussah. Jan-Ingwer Callsen-Bracker fällt weiter verletzt aus. Auf der linken Abwehrseite macht Alexander Voigt einen ordentlichen Job, er steht nicht zur Disposition.
Drei eher defensiv orientierte Mittelfeldspieler gegen Bochum, Karlsruhe und Wolfsburg – man darf gespannt sein, ob Hans Meyer weiter derart auf Sicherheit bedacht aufstellt. Patrick Paauwe als Führungsspieler ist unumstritten, egal ob als „Libero“, als „Sechser“ oder wie gegen Karlsruhe vorgezogen. Gilt bei Borussia das Leistungsprinzip, sollte auch Gal Alberman in der Anfangsformation stehen. Im letzten Heimspiel mit bester Mann, gegen Wolfsburg trotz des dummen Fouls vor dem Elfmeter zum 3:0 auch einer der besseren Borussen und kämpferisch und konditionell ohnehin immer vorbildlich könnte der Israeli allenfalls einer umgekrempelten Taktik zum Opfer fallen. Für einen erneuten Einsatz von Michael Bradley dagegen spräche höchstens, dem Mittelfeld das Einspielen zu ermöglichen. In allen drei Spielen, in denen der US-Amerikaner jetzt in der Startelf stand, gelang es ihm, quasi unsichtbar zu bleiben. Zurückhaltend, nicht sicher im Passspiel, obwohl dabei selten offen das Risiko suchend, Bradley hat seine Rolle im Borussenspiel noch nicht gefunden. Die so wichtige Schaltstelle zwischen Abwehr und Angriff, sie bleibt unbesetzt, wenn er so spielt, wie er zuletzt spielte. Aber wer soll es machen? Patrick Paauwe – dessen Defensivpart dann von Sebastian Svärd übernommen werden könnte? Denkbar. Oder vertraut Hans Meyer auf einen deutlich offensiv orientierteren  Mittelfeldmann? Dann sind wir hier im falschen Kapitel. Deswegen weiter zu...

Borussia Offensive

Sollte die zentrale Mittelfeldposition neu besetzt werden, könnte der Profiteur Sascha Rösler heißen? Er würde wie unter Jos Luhukay üblich von der Tribüne (bzw. aus der U23) in die Startelf rotieren. Nicht ausgeschlossen. Oder Alexander Baumjohann, über den seit dem Trainerwechsel fast keine Silbe mehr verloren wurde? Eher unwahrscheinlich. Möglicherweise könnte auch Marko Marin anstatt auf seine angestammte Außenposition im zentralen Mittelfeld ins Team zurückkehren. Dort sehen ihn ja ohnehin manche Beobachter auf Dauer (zu denen der Autor dieses Textes, das nur der Vollständigkeit halber, nicht gehört).
Dass Marin am Sonntag von Beginn an spielt, dürfte ausgemacht sein. Johannes van den Bergh müsste weichen, sofern nicht die eben angesprochene Variante zum tragen kommt. Der Waldnieler begann gegen Wolfsburg stark, ließ später wie das ganze Team aber deutlich nach. Die rechte Seite wird wohl abermals Karim Matmour beackern, dessen Einsatzfreude deutlich und wertvoll ist, der aber in Sachen Effektivität noch viel Luft nach oben hat. Für einen Außenstürmer (oder auch offensiven Mittelfeld-Außen) im aktuellen Spielsystem, das man 4-3-3, 3-4-3 oder auch 4-5-1 nennen mag, kommt von ihm zu wenig Futter für den einzigen Mittelstürmer. Man möchte annehmen, dass Sharbel Touma in der derzeitigen Lage der natürliche Profiteur dieser Tatsache wäre, spielte er doch in den Niederlanden genau die Rolle, die Matmour auszufüllen so seine Probleme hat. Der Schwede aber spielt derzeit in den Planungen von Hans Meyer offensichtlich (noch) keine Rolle.
Der zentrale Stürmer wird selbstverständlich auch gegen Frankfurt Rob Friend heißen. Oliver Neuville und Roberto Colautti bleibt bis auf weiteres nur der Platz auf der Bank und die Hoffnung, gelegentlich eingewechselt zu werden.

Der Gegner aus Frankfurt

Das Überraschungsteam aus der vergangenen Saison hat seine Fans in dieser Saison bislang fast durchweg enttäuscht. Nur zwei Punkte mehr als Borussia und bis vor wenigen Tagen Kandidat für den zweiten Trainerrauswurf der Saison nach Borussia - an diesen Fakten gemessen wirkt der Gegner an diesem elften Spieltag besiegbar. Allerdings zeigt die Formkurve der Hessen seit einer Woche nach oben, vor allem die Moral des Teams ist offenbar intakt. In Cottbus gelang es der Eintracht, einen 0:2-Rückstand in letzter Minute in einen 3:2-Sieg umzuwandeln, gegen Bayern ging man in Führung und schaffte es in der Schlussphase, den Rekordmeister in der Endphase beim Stand von 1:2 noch einmal unter Druck zu setzen. Dafür, dass die Frankfurter mit einem schon fast tragisch zu nennenden Verletzungspech geschlagen sind, haben sie sich zuletzt ordentlich präsentiert. Die Diskussion um Friedhelm Funkel  hat sich mit dem 3:2-Erfolg in Cottbus auch zunächst erledigt. Bei einer Niederlage in Gladbach könnte die aber schneller wiederaufflammen, als es Funkel, Manager Heribert Bruchhagen und dem Team lieb sein kann.

Frankfurt Defensive

Oka Nikolov war selten die unangefochtene Nummer eins im Frankfurter Tor.  Und doch hat der Mazedonier, der seit seinem 17. Lebensjahr bei der Eintracht spielt, es immer wieder geschafft, die „1“ auf seinem Trikot zu rechtfertigen. In dieser wie auch der vergangenen Saison profitierte er vom Ausfall des als Stammtorwart vorgesehenen Markus Pröll. In dieser zeigte er meist gute bis ordentliche Leistungen, so dass der wiedergenesene Pröll vorerst seinen Platz auf der Ersatzbank hat.
Die Abwehr stellt sich fast von alleine auf, da mit Chris, Bellaid und Vasoski gleich drei Verteidiger ausfallen. Links spielt der Schweizer Nationalspieler Christoph Spycher, die Innenverteidigung bilden Aaron Galindo und Marco Russ. Der Mexikaner Galindo vermochte in der laufenden Saison selten zu überzeugen, im Spiel gegen Bayern gelang es ihm allerdings recht gut, Lukas Podolski in Schach zu halten. Marco Russ vergab eine der wenigen Großchancen vor dem gegnerischen Tor, das Frankfurter Eigengewächs hat in dieser Saison noch kein Spiel verpasst.
Das gilt ebenso für Patrick Ochs auf der rechten Frankfurter Abwehrseite, der seine Position seit mittlerweile mehr als vier Jahren kaum angefochten innehat.
Da der vor der Abwehr eigentlich gesetzte Christian Maicon, kurz Chris, nach roter Karte und Schulteroperation weiter fehlt und auch der erste Ersatz, Junichi Inamoto verletzt passen muss, wird wie zuletzt Michel Fink auf der Sechserposition auflaufen. Der gehört zwar auch sonst zur ersten Elf, spielt aber regulär im rechten Mittelfeld. Eine „Doppelsechs“ ist in Ermangelung von geeignetem Personal bei den Frankfurtern nicht zu erwarten. Mancher mag die vor dem Sechser spielenden Mittelfeldakteure bei der Eintracht auch noch zur Defensive zählen – wo man den Schnitt macht, ist letztlich eine akademische Frage, machen wir ihn hier.

Frankfurt Offensive

Vor Fink spielen voraussichtlich wie gegen die Bayern Markus Steinhöfer und Faton Toski. Steinhöfer, aus der U23 des FC Bayern über die österreichische Bundesliga (Salzburg) vor der Saison zur Eintracht gewechselt, gehörte zuletzt stets zu den besten Spielern im Team und war mit drei Assists und einem Tor auch einer der effektivsten. Der Ur-Frankfurter Toski kehrte nach Verletzung gegen die Bayern in die Startelf zurück, wo er die Dauerenttäuschung Caio ersetzte. Der Brasilianer, teuerster Einkauf der Vereinsgeschichte, wird von vielen Eintracht-Fans zehn Monate nach seiner Ankunft als Fehleinkauf angesehen. Der erhoffte Neustart nach der Sommerpause gelang nicht. Der technisch hochbegabte 22-jährige kommt nicht in Tritt. Drei Einwechslungen und ein missglückter Auftritt gegen Cottbus, bei dem die Mannschaft das Spiel erst nach seiner Auswechslung drehte, sprechen dafür, dass er auch im Borussiapark nur auf der Ersatzbank sitzen wird.
Vorne sieht es bei Eintracht aus, wie bei Borussia: drei Offensivspieler stehen auf dem Platz, wobei es unklar, vielleicht auch unwichtig, ist, ob es sich dabei nun um zwei offensive Mittelfeldspieler und einen zentraler Stürmer oder zwei Außen- und einen Mittelstürmer handelt. Nach dem Ausfall von Ioannis Amanatidis steht dessen Landsmann Liberopoulos allein in vorderster Front. Dem Griechen, dessen Wechsel zu Hans Meyers 1.FC Nürnberg im Sommer 2007 nur am Veto seines damaliven Verein AEK Athen scheiterte, gelang gegen Cottbus sein erstes Bundesligator. Wiewohl 63-facher Nationalspieler sollte Liberopoulos den Gladbacher Verteidigern etwas weniger Probleme bereiten, als die Wolfsburger Grafite und Dzeko am Dienstag. An seinen Seiten spielen Martin Fenin und Ümit Korkmaz. Der Österreicher mit türkischen Wurzeln wusste bei der Europameisterschaft als einer der wenigen in seinem Team nachhaltig zu beeindrucken. Gut für die Hessen, dass sie sich seine Dienste schon vor dem Turnier gesichert hatten. Den Saisonstart verpasste Korkmaz verletzungsbedingt, seit drei Spieltagen ist er wieder dabei, gegen Bayern München erstmals auch in der Startelf. Beim Sieg in Cottbus gehörte er zu den prägenden Figuren der Aufholjagd. Martin Fenin, der vor Jahresfrist auch in Gladbach schon auf der Einkaufsliste gestanden haben soll, hatte in der vergangenen Saison einen fulminanten Einstand bei der –tracht. Drei Tore im ersten Spiel, ein weiteres im zweiten – die Frankfurter schienen einen Wunderstürmer verpflichtet zu haben. Danach aber kam nicht mehr viel vom Tschechen. In dieser Saison traf Fenin zweimal, gehörte in Cottbus wie auch Korkmaz nach der Einwechslung für Caio nicht nur wegen seines Ausgleichstors zu den Besten. Der als Außenstürmer wie auch –verteidiger einsetzbare Mehdi Madavikia ist derzeit kein Kandidat für die erste Elf.


Bilanz


Wenn auch seit der Jahrtausendwende mehrfach nicht erstklassig, kreuzten sich die Wege von Borussia und Eintracht Frankfurt im Ligabetrieb ausschließlich im Oberhaus. Das Spiel am Sonntag ist dabei das 71. Aufeinandertreffen. Die bessere Gesamtbilanz hat Frankfurt, mit bisher 27 Siegen bei 22 Unentschieden und 21 Niederlagen. In Gladbach sieht es anders aus, im eigenen Stadion hieß der Sieger in 35 Spielen 14 Mal Borussia, acht Heimniederlagen gab es am Bökelberg, zuletzt am fünften Spieltag der Saison 2003/04, als die Eintracht mit 2:0 gewann. Im Borussiapark traf man sich zwei Mal. Das erste Spiel war ein denkwürdiges: Borussia lag schon mit 0:2 hinten und präsentierte sich an diesem letzten Hinrundenspieltag der Saison 2005/06 wie ein Absteiger. Ein Tor von Marcell Jansen fast mit dem Pausenpfiff ließ aber Hoffnung aufkeimen. Nach dem Wechsel spielte Borussia den Gegner dann förmlich an die Wand. Zweimal Neuville und Sverkos sorgten für vorweihnachtliche Partystimmung im Park, die auch der Anschlusstreffe von Chris mit dem Schlusspfiff nicht mehr trüben konnte. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams in Borussias zweiter Abstiegssaison endete 1:1, die Frankfurter Führung konnte zwar Federico Insua kurz vor Schluss ausgleichen, der eine Punkt war für die Gladbacher zu diesem Zeitpunkt aber viel zu wenig, der nahende Abstieg kündigte sich an. Bemerkenswert: es war das erste Bundesligaspiel des früheren Frankfurter Jugendspielers Marko Marin. Der damals gerade 18-jährige kam nach einer guten Stunde für Marvin Compper und bereitete gleich den Ausgleichstreffer vor.

Schiedsrichter

steht noch nicht fest

Aufstellungen

Borussia: Heimeroth – Gohouri, Kleine, Daems, Voigt – Alberman, Svärd – Paauwe – Marin, Matmour – Friend
Ersatz: Löhe, Brouwers, Levels, van den Bergh, Bradley, Coulibaly, Baumjohann, Rösler, Ndjeng, Touma, Colautti, Neuville, Lamidi
Es fehlen: Gospodarek, Callsen-Bracker, Jaurès (verletzt), Schachten (rekonvaleszent)

Frankfurt: Nikolov – Ochs, Russ, Galindo, Spycher – Fink – Toski, Steinhöfer – Fenin, Korkmaz – Liberopoulos
Ersatz: Pröll, Caio, Ljubicic, Mahdavikia, Tsoumou, Mössmer, Chandler
Es fehlen: Preuß, Köhler, Bajramovic, Meier, Bellaid, Inamoto, Krük, Chris (verletzt), Vasoski (rekonvaleszent)

SEITENWAHL-Meinung

Christian Spoo:
Kurzzeitig sah das Borussenspiel in Wolfsburg nach Fußball aus. Wenn die Mannschaft an diese Phase anknüpfen kann, dann ist auch ein Sieg gegen Frankfurt möglich. Ich fürchte aber, dass der Auftritt in der zweiten Hälfte des Spiels vom Dienstag eher dem wahren Wesen dieses Teams entspricht. Deswegen kommt mir mein Optimismus langsam abhanden. Mit Glück erreicht Borussia gegen Frankfurt ein 1:1.

Christian Heimanns: Wie macht man aus "40 guten Minuten" 90? Wenn Meyer oder sonst jemand die Antwort auf diese Frage findet, haben wir Chancen, im Abstiegskampf zu bestehen. Mit etwas Glück sind es gegen Frankfurt wenigstens soviele Minuten, dass es zum dringend nötigen 2:1 Sieg reicht.

Christoph Clausen: Die Niederlage in Wolfsburg brachte in der Meyerschen Rechnung keine Verschlechterung. Dort werden bekanntlich nur Punktverluste zuhause negativ gewertet. Anlass dafür bietet das Heimspiel gegen Frankfurt, bei dem die Borussia über ein 2:2-Unentschieden nicht hinauskommt und sich somit auf -10 Hans Meyer-Punkte verschlechtert.

Hans-Jürgen Görler: Leider ist das Gefühl aus der Abstiegssaison wieder da - zeitweise mag man gar nicht mehr hinschauen und fragt sich, warum man sich eigentlich tagelang auf ein Bundesligaspiel gefreut hat. Daran ändert auch die Anfangsphase in der Partie gegen Wolfsburg nichts. Vielleicht klappt es ja gegen die ebenfalls angeschlagenen Frankfurter. Ich tippe auf ein 2:1, aber wetten würde ich darauf derzeit nicht ...

Michael Heinen:
Angesichts der prekären Tabellensituation ist ein Heimsieg von den Borussen-Fans fest eingeplant. Dabei treffen wir auf einen Gegner, der uns aufgrund unseres Abstiegs mindestens einen Schritt voraus ist. Dennoch sollten gegen die ersatzgeschwächte Eintracht drei Punkte möglich sein. Da wir aber schon gegen Karlsruhe Glück hatten, reicht es am Sonntag nur zu einem 1:1, mit dem wir am Ende sogar noch gut bedient sind.

Mike Lukanz:
Die Niederlage in Wolfsburg war eingeplant, hört man allerorten. Dumm ist nur, dass man sich selbst davon nicht zu viele erlauben sollte, zumal bei Borussias Auswärtsbilanz der vergangenen Jahre in so ziemlich jedem noch ausstehenden Gastspiel eine Niederlage einkalkuliert werden müsste. Doch dazu muss man jedes Heimspiel gewinnen. Borussia tut dies mit 3:2, nachdem die Eintracht durch zwei Elfmetertore in Führung lag.

Thomas Zocher:
Als die Borussia vorletzte Saison ein wesentlich entscheidenderes Heimspiel gegen Frankfurt bestritt, erzielte sie erst in der Nachspielzeit einen Treffer. Das passiert ihr dieses Mal zeitiger, dennoch kommt sie gegen die Mannschaft vom Main über ein 2:2 nicht hinaus und reist mit erhöhter Punkteschuld nach Bielefeld zu einem dann noch wichtigeren Auswärtsspiel.

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