„Papa, wann hat die Borussia eigentlich das letzte Mal gegen Leverkusen zu Hause gewonnen?“ - „Keine Ahnung, lass mal Opa fragen“.
Zugegeben: Ein alter, abgegriffener Witz. Aber gegen unseren nächsten Gegner immer wieder von erschreckender Aktualität. In Ermangelung  eines Großvaters habe ich mich also ins Archiv begeben. Und dort, wo die Spinnweben am dicksten wucherten, fand ich die Antwort: Der letzte Heimsieg datiert vom 25.02.1989 (einen späteren Sieg im Pokal nach Elfmeterschiessen rechnen wir mal nicht mit ein). Die Torschützen zum damaligen 2:0-Erfolg waren ein gewisser Christian Hochstätter und Christoph Budde. Seitdem konnte die Borussia keines ihrer 16 folgenden Heimspiele gegen diesen Gegner gewinnen. Eine Serie, die in der Bundesliga wohl ihresgleichen suchen dürfte.

Wer die desolate Leistung am letzten Wochenende gegen Cottbus miterlebt hat, dem dürfte der Glaube schwer fallen, dass diese schwarze Serie ausgerechnet sieben Tage später reißen wird. Denn im Gegensatz zu unserer Borussia zeigte sich unser nächster Gegner bisher in der Lage, unter seinem neuen Trainer Labbadia erfrischenden Offensivfußball zu bieten. Zudem trifft die zweitbeste Auswärtsmannschaft auf die zweitschlechteste Heimmannschaft. Das bei letzterer nach der katastrophalen Niederlage gegen die Lausitzer in einer wahrlich passenden Weise zur Weihnachtszeit der Baum brennt und sowohl Teile der Fans als auch der Medien öffentlich über alles herfallen, was sich bewegt, macht die Situation gewiss auch nicht einfacher. Die Vorzeichen vor dieser Partie scheinen also klar verteilt zu sein.  

Doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und auch (oder vielmehr gerade) für die unverbesserlichen Optimisten unter uns findet sich in dunklen Zeiten immer wieder ein leuchtender Funke. Da ist zum einen für unsere Mathematiker die Statistik: Unter den letzten 16 nicht gewonnenen Heimspielen befinden sich immerhin 13! Unentschieden. Da ist zum anderen für unsere Kämpfer die Gewissheit, dass es nach dem Auftritt gegen Cottbus eigentlich kaum noch abwärts gehen kann. Und last not least: Es ist Weihnachtszeit und das ist ja bekanntlich die Zeit der Wunder. So wäre der eine oder andere Fan sicherlich nicht schlecht beraten, kurz innezuhalten, gen Himmel zu schauen und zu hoffen, dass dort ein berühmter Stern aufgeht und uns den Weg weist.
 

Borussias Defensive

Etwa fünf Jahre ist es her, unser Trainer hieß noch Holger Fach, da errang unsere Borussia ihren vorerst letzten Titel: Wir wurden „Krawattenmänner des Jahres“. Als am letzten Samstag unser jetziger Trainer nach dem Spiel vor die Kameras trat, wurde der Grundstein dafür gelegt, diesen wichtigen Titel erneut erringen zu können. Zwar präsentierte sich Hans Meyer statt in feinstem Zwirn wie üblich in seinem Trainingsanzug, doch eine Krawatte hatte er ganz eindeutig. So etwas, wie die ersten vierzig Minuten hätte er in seiner langen Laufbahn noch nicht erlebt. Kein Zweifel, die sprichwörtliche Krawatte war gigantisch. Insofern ist es kaum wahrscheinlich, dass es innerhalb der Mannschaft nicht zu tiefgreifenden Veränderungen kommen wird. So wünschenswert und notwendig dies nun dem einen oder anderen erscheinen mag, gerade in der Defensive sind die Möglichkeiten der Veränderungen weiterhin beschränkt, was wiederum große Fragezeichen auf die kommende Aufstellung aufwirft. 
 

Im Tor wird Uwe Gospodarek spielen, sofern seine Kniebeschwerden bis Samstag abgeklungen sind. Andernfalls würde Christofer Heimeroth eine schon kaum noch erwartete Chance bekommen. An Filip Daems in der Innenverteidigung dürfte kein Weg vorbei führen. Doch was kommt dann? Das Experiment mit Steve Gohouri als rechter Verteidiger kann getrost als gescheitert angesehen werden, zu desolat war seine Leistung. Trotzdem stehen die Chancen weiterhin gut für den Mann von der Elfenbeinküste, erneut in der Startelf zu stehen – allerdings in der Innenverteidigung. Seine bisherigen Leistungen dort waren bisher sicherlich nicht so schlecht, dass dieser Gedanken einem kalte Schauder über den Rücken jagen müsste. Zudem war seine Versetzung auf die rechte Abwehrseite weniger einer schlechten Leistung seinerseits geschuldet, als vielmehr den mangelnden Alternativen dort. Solange Thomas Kleine nicht fit ist, fehlt zudem in der Innenverteidigung schlicht und ergreifend die Alternative, denn die Leistung von Patrick Paauwe dort kann ebenso getrost als verschenkt betrachten werden. Der freie Mann im Abwehrverbund spielte eigentlich keinen Deut besser als Gohouri. Da trifft es sich gut, dass Jan-Ingwer Callsen-Bracker am Dienstag eine richtig starke Leistung bei den Amateuren zeigen konnte. Allerdings auf der Position des Sechsers. Ob dieses Spiel also reicht, um direkt wieder in die Startelf der ersten Mannschaft zu rutschen, darf zumindest als fraglich bezeichnet werden.  Denkbar wäre allerdings ebenso, Tim Heubach ins kalte Wasser zu werfen. Da man sich in Hans Meyers Gedankengänge nur schwerlich einklinken kann, werfe ich mal eine Münze und die Wahl fällt auf Gohouri aufgrund seiner Erfahrung und seines nicht zu bezweifelnden Einsatzwillen. 
 

Der Wurf einer Münze reicht indes nicht, den klaffenden Krater auf der rechten Seite zu schließen. Was wurde dort nicht alles versucht? Steve Gohouri wird es wohl nicht werden, Marcel Ndjeng kann man nach seinen bisherigen Auftritten ebenfalls getrost abhaken. So scheint alles auf die altbekannte, aber wenig erfolgreiche Lösung hinauszulaufen: Tobias Levels, der sich aber bisher alles andere als bundesligatauglich erwies. Bis zur vollständigen Genesung eines Sebastian Schachten fehlen schlicht und ergreifend die Alternativen… es sei denn, man schaut mal, wer bei den Amateuren diese Position innehat. Dabei stößt man auf einen nicht ganz unbekannten Namen: Tim Rubink. Vieles würde dafür sprechen, dem jungen Spieler eine zweite Chance im Profifußball einzuräumen, denn viel schlechter als seine Vorgänger kann er es eigentlich nicht machen. Fürs Leverkusen-Spiel scheinen Meyers Gedankengänge aber noch nicht in diese Richtung zu gehen.
 

Was für die rechte Seite gilt, muss für die linke nicht anders sein. Alexander Voigt spielt zwar mit großem Kämpferherz und abgezockt, doch reichen diese Eigenschaften alleine kaum, um in der Bundesliga zu bestehen. Hans Meyer scheint dies ebenso zu sehen und strich ihn daher sogar ganz aus dem Kader, so dass diese Position definitiv neu zu besetzen sein wird. Johannes van den Bergh kehrt für den Ex-Kölner zurück und darf sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen, wenngleich seine Leistung zuletzt auf Schalke eher ernüchternd ausfiel. Die einzige Alternative zu ihm wäre mit Christian Dorda wiederum ein Spieler aus der Regionalliga. So sehr man natürlich auf einen weiteren Aufstieg aus dem Fohlen-Talentstall hoffen möchte: Die Gefahr, in der jetzigen Situation hoffnungsvolle Talente schlichtweg zu verheizen ist groß. 
 

Wenn die Abwehr wackelt, kommt man eigentlich kaum um eine zusätzliche Absicherung herum. Auch wenn einige Fans es hassen mögen – es erscheint wahrscheinlicher, einem offensiv brilliant aufgestellten Verein wie Leverkusen mit einer Doppel-Sechs zu begegnen, als sein Heil im Sturm zu suchen. Natürlich kann man argumentieren, es wäre letztendlich egal, ob am Ende ein 0:1 oder ein 1:6 steht. Eine Klatsche könnte allerdings die momentane Abwärtsspirale ähnlich beschleunigen, wie seinerzeit das berüchtigte 2:8 gegen genau diesen Gegner. In der Hoffnung, Paauwe wieder im Mittelfeld zu sehen, stellt sich als die Frage nach seinem Kompagnon. Und diese ist endlich einmal einfach zu beantworten. Nachdem Gal Alberman zur Zeit förmlich um eine Auszeit bettelt und auch Bradley noch nicht in der Liga angekommen zu sein scheint, wird mit Tony Jantschke ein A-Jugendlicher seine zweite Bewährungsprobe erhalten, wie Hans Meyer überraschend frühzeitig in dieser Woche bereits ankündigte. Dies ist natürlich irgendwo bedenklich, aber wie bereits an anderer Stelle erwähnt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
 

Borussias Offensive
 

Tony Jantschke wurde als der einzige Lichtblick einer desolaten Gladbacher Mannschaft gegen Cottbus bezeichnet. Für mich gab es jedoch einen weiteren: Karim Matmour. Nach seiner Einwechslung kam richtig Schwung auf der rechten Seite und seine Quirligkeit stellte die Cottbuser Abwehr vor einige Probleme. So ineffektiv er vor dem Tor auch ist, er ist wenigstens in der Lage, gefährliche Situationen vor dem Tor zu fabrizieren. Er wäre somit die erste Option auf einen Platz im rechten Mittelfeld, wenngleich seine Zerrung im Oberschenkel ein kleines Fragezeichen hinter einen Einsatz setzt. Über die weiteren Positionen mit Marin auf links und Baumjohann mittig kann man eigentlich ebenso wenig streiten, wie über Rob Friend als zentralen Stürmer.
 Natürlich wäre auch ein Sturm mit Roberto Colautti als zweite Spitze denkbar, doch wie würde sich dies auf das Spielsystem auswirken? Dazu gibt es zwei Alternativen:

1.)     Man opfert die Position des zentralen Mittelfeldspielers und schiebt Baumjohann für Matmour auf rechts. Das bringt zwar theoretisch mehr Druck durch einen zweiten Stürmer, aber auch die Gefahr, dass nun beide Stürmer mangels Vorlagen förmlich verhungern.

2.)     Man spielt nur mit einem Sechser, zieht Paauwe für Gohouri in die Innenverteidigung und überlässt einem A-Jugendlichen die immens wichtige Position des Spielgestalters. Zwar könnte Paauwe in seiner Rolle als Wandler zwischen Abwehr und Mittelfeld diesen noch unterstützen, die Abwehr würde dadurch aber wieder anfällig und Leverkusen hätte zweifellos das Potential, dies auszunutzen.

Da der Mehrwert für beide Alternativen fraglich erscheint, spricht auch nicht viel für eine Systemveränderung vor der Winterpause und somit für größere Veränderungen in der Offensive.
 

Der Gegner aus Leverkusen
 

Neue Besen kehren gut und zumindest für die Hinserie findet dies bei Bayer Leverkusen Bestätigung. Nachdem man mit einem enttäuschenden siebten Platz in der letzten Saison am letzten Spieltag einen Platz im internationalen Wettbewerb verpasst hatte, wechselte für den glücklosen Michael Skibbe Bruno Labbadia in die Pharma-Stadt. Labbadia, der schon in Fürth erfolgreich Offensivfußball praktizieren konnte, setzte dieses Konzept bisher auch erfolgreich in Leverkusen um. Dabei kommt ihm zu Gute, das gleich drei Neuzugänge in je unterschiedlichen Mannschaftsteilen richtig einschlugen und die Qualität des Teams deutlich heben konnten. Patrik Helmes trifft nahezu nach Belieben, Renato Augusto zählt sicherlich zu den besten Mittelfeldspielern der Hinrunde und Henrique hat aus dem Stand die letztjährige Stammkraft Karim Haggui auf die Bank verdrängt. 
 

Offensivfußball kostet aber bekanntlich auch Kraft und so wird die Winterpause willkommen erwartet. Zuletzt schien dem Team etwas die Luft auszugehen. In Karlsruhe einen 3:0 Vorsprung verspielt, in Bielefeld verloren und gegen Bayern die Grenzen aufgezeigt bekommen. Dazwischen stand ein wackliger Sieg gegen Schalke. Keine Frage: Der Motor stottert leicht. Es bleibt also zu wünschen, dass die Borussia nicht der gewünschte Aufbaugegner ist, der hier den Ölwechsel vornimmt.  
 

Bayers Defensive
 

Man muss kein großer Prophet sein, um die Defensive von Leverkusen zu benennen. Leverkusen spielt mit der klassischen Viererkette, welche sich bereits früh in der Saison gefunden hat und durchweg solide Leistungen abliefern konnte. Vor Nationaltorhüter Rene Adler postieren sich auf den Außenpositionen rechts Gonzalo Castro und links Michal Kadlec. Das Innenverteidigerpäarchen bilden Manuel Friedrich und der Brasilianer Henrique. Doch selbst wenn es hier kurzfristig zu Ausfällen käme, ist der Kader qualitativ hoch genug besetzt um diese adäquat auffangen zu können. Mit Karim Haggui, Constant Djakpa und Hans Sarpei stehen Spieler bereit, die unserer Defensive sofort weiterhelfen würden, wenn man sie denn hätte (wobei ersterer aber zur Zeit verletzt ausfällt). Dass Vratislav Gresko diese Saison noch gar keine Rolle spielte, zeigt die Defensivqualitäten nur noch deutlicher. Vor der Verteidigung setzt Leverkusen einen klassischen Sechser in der Person von Nationalspieler Simon Rolfes. Das verbreitete Formloch, in welches viele Nationalspieler nach einem großen Turnier fallen, scheint ihn völlig vergessen zu haben. Er spielte bisher in einer beständig starken Form, wobei er aber synchron mit seinem Verein in den letzten vier Spielen nachgelassen hat. 
  

Bayers Offensive
 

Helmes kam, sah und traf bisher beständig. Mit 11 Toren aus 15 Spielen ist seine Ausbeute mehr als zufriedenstellend. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass nun auch Stefan Kießling so richtig aufblüht. Sechs Tore und fünf Assist stehen bei ihm bereits zu Buche. Keine Frage, diese beiden Stürmer ergänzen sich und passen bislang ideal zueinander.
 

Hinter dem Sturm postiert Bayer, ähnlich wie Gladbach unter Hans Meyer, eine Dreierkette. Dabei spielt Renato Augusto auf links bislang eine sehr starke Saison. Die rechte Seite wird vom Schweizer Tranquillo Barnetta bekleidet, der nach starkem Beginn in den letzten Spielen doch zunehmend abtauchte. Trotzdem ist mit einem Spieler seiner Qualität immer zu rechnen und er konnte schon in der Vergangenheit beweisen, das er in der Lage ist Spiele zu entscheiden. Zentral wird der Chilene Arturo Vidal spielen. Seine Formkurve zeigt aber seit Saisonbeginn beständig nach unten, in den letzten fünf Spielen konnte er kaum noch Akzente setzen. 
 

Nach Einsätzen erster Ersatzspieler ist im Mittelfeld Sascha Dum, der aber in dieser Saison noch keine 20 Minuten am Stück durchspielen konnte und somit keine Akzente setzte. Er kehrt nach abgesessener Rotsperre zurück. Da Pirmin Schwegler mit Innenbandriss ausfällt und die übrigen Protagonisten im Mittelfeld sich bisher kaum aufdrängen konnte, ist das offensive Mittelfeld, trotz seiner hohen Qualität die Achillesferse der Mannschaft. Kommt es hier zum Ausfall steht kein adäquater Ersatz zu Verfügung.
Erwähnung soll noch Theofanis Gekas finden, der im Werks-Sturm die Rolle des Edeljokers einnimmt und so schon auf 14 Einsätze kam.  

Schiedsrichter


bisher noch nicht bekannt gegeben

Bilanz
 

8 Siege, 15 Unentschieden, 3 Niederlagen. Soweit klingt die Heimbilanz schon mal positiv. Seit dem letzten Heimsieg sind allerdings bereits fast zwanzig Jahre vergangen. In der Gesamtbilanz stehen 13 Siegen 21 Unentschieden und 18 Niederlagen gegenüber. Keine Frage, die Bilanz gegen Leverkusen ist negativ, aber nicht hoffnungslos.
Grade in solchen Tagen erinnert man sich mit Schaudern an die 2:8-Klatsche vor 10 Jahren, die mit Recht als Anfang vom Ende der Erstklassigkeit gesehen werden kann. Vielleicht ist dies auch eine Art Revanche, denn Gladbach stellt auch den Verein, der mit 5:1 den höchsten Sieg in Leverkusen verbuchen kann. Wann das war? Fragt mal euren Opa! 

Aufstellungen


Borussia: Gospodarek – Levels, Gohouri, Daems, van den Bergh – Jantschke, Paauwe – Matmour, Baumjohann, Marin – Friend.
Ersatz: Heimeroth - Brouwers, Dorda, van den Bergh, Bradley, Alberman, Ndjeng, Colautti.
Es fehlen: Neuville, Kleine, Jaures, Schachten (verletzt)
 

Leverkusen: Adler – Castro, Friedrich, Henrique, Kadlec – Rolfes – Augusto, Vidal, Barnetta – Helmes, Kießling
Ersatz: Fernandez – Djakpa, Hegeler, Gresko, Sarpei, Reinartz, Dum, Risse, Gekas,
Es fehlen: Haggui, Schwegler, Schneider, Sinkiewicz (verletzt)

Schiedsrichter:
Schiedsrichterassistenten:

SEITENWAHL-Meinung
 

Thomas Häcki:
Zur Zeit liegt auf meinem Nachttisch die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Für diejenigen, die diesen Klassiker nicht kennen: Es geht um den kaltherzigen Menschenfeind Ebenezer Scrooge, dem zu Weihnachten drei Geister erscheinen und ihn zu einem besseren, warmherzigen Menschen machen. Da Weihnachten die Zeit der Wunder ist und in der Gewissheit, dass meine Mitstreiter wohl einen wenig verklärten Blick auf die Situation hegen, wage ich mal, den Optimisten zu spielen und tippe ein 2:2 nach erfrischend großen Kampf. 

Michael Heinen:
Da ich weder Misantroph bin noch allzu stark an Fussballwunder glaube, sehe ich dem kommenden Wochenende skeptisch entgegen. Allerdings bedarf es keines Wunders, sondern einfach nur harter, ehrlicher Arbeit, um Leverkusen am Ende ein gerechtes 1:1 abzutrotzen.  

Hans-Jürgen Görler:
Es hätte so "schön" sein können. Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus der Lausitz hätte man mit 14 Punkten - auf welchem Platz auch immer - überwintern können, um in der Rückrunde noch einmal anzugreifen. Nun muss noch ein Kraftakt gegen Bayer Leverkusen her, damit der Gladbacher Haussegen zur Jahreswende nicht völlig schief hängt. Fußballtipps sind selten Kopfsache - sofern es nicht um Geld geht. Und deshalb glaube ich trotz mieser Laune, dass das, was gegen Bayern gelang, aber gegen Cottbus in die Hose ging, noch einmal gegen Bayer klappt: Eine interessante Partie, phasenweise auf Augenhöhe. Die Borussia erspielt sich ein verdientes 1:1. 

Christoph Clausen:
Als Bayer Leverkusen vor zehn Jahren und gut einem Monat, in Borussias erster Abstiegssaison, in Gladbach gastierte, stand am Ende eine 2:8-Heimniederlage. Beängstigend viel spricht dafür, dass man sich am Samstag auf ähnliche Dimensionen einzustellen hat. Für Borussias Abwehr herrscht bei nahezu jedem gegnerischen Angriff Großalarm. Cottbus erlaubte man, das eigene Torkonto von acht auf elf Tore nach oben zu schrauben, eine Steigerung um mehr als ein Drittel also. Bayer Leverkusen hat derzeit 32 Tore auf der Habenseite... Macht die Werkself es gnädig, so könnte die Borussia mit einem 1:4 davonkommen. 

Christian Spoo:
Die letzte Großchance auf vorweihnachtliche Punkte hat Borussia kläglich versemmelt. Jeder Zähler, den das Team vor der Winterpause noch sammelt, darf getrost als Sensationspunkt verbucht werden. Gegen Leverkusen bleibt die Sensation leider aus. Zu gut ist das Team von Bruno Labbadia, zu groß die Verunsicherung bei Borussia. Trotz diesmal von Beginn an engagierter Leistung der Heimmannschaft gewinnt die selbsternannte Werkself mit 2:0 in Gladbach. 

Christian Heimanns:
Jahrelang konnte man hier beruhigt 2:2 tippen. Das sieht heuer leider anders aus, denn Borussia kommt zu wackelig daher und Leverkusen zu schnell und stürmisch. Am Ende steht ein 0:2 zu Buche, bei dem Pharmazeuten einige Chancen auslassen, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. 

Thomas Zocher:
Jeder, der bei diesem Spiel nicht auf ein 2:2 tippt, der kennt die Traditionen nicht. Ebenso der, der meint die Schiedsrichter sind bei Duellen zwischen Mönchengladbach und Leverkusen hundertprozentig unparteiisch. Jeder, der nicht auf einen Sieg der Borussia hofft, der verkennt die Situation. Deshalb gewinnt dieses Mal die Borussia: 2:1. 

Mike Lukanz: Von Borussia erwartet keiner etwas. Diesem Umstand tragen die Spieler auch Rechnung. 2:0 für Leverkusen.


Bayer Leverkusen im Internet:
http://www.bayer04.de

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