HannoverEine verbesserte Defensive aber eine quasi nonexistente Offensive. Dazu zwei Punkte aus drei Spielen. Das ist Borussia 2009. Nun hat kaum jemand erwartet, dass die Mannschaft aus den ersten drei Spielen dieses Jahres mehr mitnimmt. Genauso aber ist weitgehend Konsens unter den Sympathisanten des Vereins, dass die Mannschaft jetzt beginnen muss, zu punkten. Jetzt, das heißt im Spiel gegen Hannover 96. Und auch wenn (Zweck-) Optimisten sicher nicht müde werden, zu betonen, dass Borussia auch im Falle eines Unentschiedens oder gar einer Niederlage gegen die –sachsen noch nicht abgestiegen ist, so muss man doch wohl konstatieren: Wenn am Samstag kein Sieg gelingt, dann ist der Klassenerhalt gefühlt vergeigt – auch wenn rechnerisch selbstverständlich noch vieles möglich wäre.


Borussia-Defensive


Wie eingangs schon geschrieben: Im Vergleich zur Hinrunde zeigt sich die Hintermannschaft verbessert, steht die Defensive stabiler. Zu sehen war das recht deutlich in den Partien gegen Hoffenheim und Stuttgart. Am vergangenen Wochenende dagegen, beim zweifelsfrei sehr glücklichen Remis in Bremen, war nur ein Teil der Defensive stabil – der dafür aber unfassbar stabil. Torwart Logan Bailly zeigte eine großartige Leistung mit sehenswerten Paraden auf bzw. unmittelbar vor der Linie. Dass „hosianna“ und „kreuziget ihn“ bei Borussenfans gerne schon mal nah beeinanderliegen, ist nicht neu. Im Falle Bailly war das einmal mehr zu beobachten: Der mit ungesund hohen Erwartungen empfangene Belgier vermochte in der Vorbereitung nicht, einen unschlagbaren Eindruck zu machen. Vor allem zeigte Bailly deutliche Probleme, sobald er sein Tor verlassen musste. Die waren auch in seinen ersten beiden Pflichtspieleinsätzen zu sehen – und prompt wurde im Umfeld Murren vernehmlich: „Da kann man auch den Heimeroth spielen lassen und den Gospodarek hätte man eh nie gehen lassen dürfen“. Nach dem Bremenspiel klang das plötzlich ganz anders, vom potenziell besten Keeper der Bundesliga war da nun zu hören und zu lesen. Alles Unfug, für ein valides Urteil ist es viel zu früh, aber keiner sollte sich wundern, wenn Bailly gegen Hannover wieder Schwächen in der Strafraumbeherrschung zeigen sollte. Dass er die hat, konnte einem im übrigen jeder sagen, der sich vor seiner Verpflichtung durch die Borussia schon einmal mit dem Spieler beschäftigt hat.

In der Abwehr vertraut Hans Meyer der in den Medien genüsslich ausgeschlachten „Opa-Taktik“, mit dem Libero Tomas Galasek. Ob der am Samstag nun hinter, mitten in oder vor der Abwehr spielt, wird sich finden. Dass er weiter die zentrale Figur im Gladbacher Defensivverbund ist, steht fest. Nun gehörte der Autor im Winter zu den deutlichen Skeptikern, was die Verpflichtung des tschechischen Altinternationalen angeht. Bislang aber muss man konstatieren: In der ihm zugedachten Rolle hat Galasek überzeugt. Die Verpflichtung hat, wenn man spielt, wie Hans Meyer spielen lässt, ihren Sinn und ihr Gutes.

Die hintere Abwehrreihe (von einer Viererkette im klassischen Sinne möchte Hans Meyer nicht sprechen, und wer sind wir, ihm zu widersprechen?) bilden neben Galasek vermutlich wieder Steve Gohouri und Filip Daems. Der von vielen anstelle des Kamikaze-Kandidaten Gohouri in die Startelf gewünschte Thomas Kleine steht nicht einmal im Kader, wenn sich vor dem Anpfiff niemand mehr verletzt. Das gleiche gilt für Jan-Ingwer Callsen Bracker.

Die Außenverteidigerpositionen, idealerweise vorgezogen, werden Paul Stalteri und – weil Fililp Daems innen spielt – Christian Dorda bekleiden. Stalteri ist dabei tatsächlich genau das, was in der Winterpause gesucht wurde: ein zuverlässiger Stabilisator der bis dahin so anfälligen rechten Seite der Defensive. Dorda zeigte bei seinen bisherigen Auftritten in der Rückrunde die eine oder andere Schwäche, was ihm alters- und erfahrungsbedingt nachzusehen ist. Man sollte sich aber nicht wundern, wenn der Gegner die linke Seite deswegen als die verwundbare Flanke im Gladbacher Abwehrspiel ausgemacht haben und versuchen sollte, daraus Kapital zu schlagen.

Auf der zentralen Position in der vorderen Abwehrreihe (oder, je nach Laune, hinteren Mittelfeldreihe) wird Michael Bradley agieren. Der US-Amerikaner zeigt seit dem Jahreswechsel einiges von dem, was sich Fans und sicher auch Verantwortliche bei Borussia schon früher von ihm erhofft hatten. Er ist engagiert, arbeitet fleißig, wenn auch manchmal unauffällig, ist in der Lage gegnerische Akteure aus dem Spiel zu nehmen und schaltet sich effektiv ins Offensivspiel (oder was man halt so nennt) ein. Dass ihm in Bremen ein etwas lustig anzusehendes Tor gelang, kommt als Bonus obendrauf.

Borussia-Offensive

Die Bemühungen der Mannschaft, nicht nur das eigene Tor zu verteidigen, sondern auch das gegnerische zu treffen, können in der Rückrunde bisher nur schwerlich als genügend betrachtet werden. Auf Kosten der Offensive habe man die Defensive gestärkt, motzen manche. Dabei verbietet den vier nominell für das Spiel nach vorne auserwählten Borussen niemand, ein effektives Angriffsspiel aufzuziehen. In Spielsituationen, die normalerweise den einen oder anderen Konter ermöglichen müssten, gelang es kaum bis gar nicht, tatsächlich einen zu inszenieren. Sicher haben die Offensivspieler es nicht leicht, aber dass sie in Stuttgart, gegen Hoffenheim und in Bremen nicht viel zustande brachten, liegt auch daran, dass sie zumindest teilweise schlicht und ergreifend nicht gut und sinnvoll gespielt haben.

Das gilt noch am wenigsten für Alexander Baumjohann, der auf der zentralen Position zumindest in den ersten beiden Partien des Jahres der auffälligste und gefährlichste Offensivspieler Borussias war.

Marko Marin dagegen steckt in einem kleinen Tief, das man sicher nicht dem Bösewicht auf der Trainerbank zuschreiben sollte. Dass ein so junger Spieler nicht konstant Höchstleistungen bringen kann, ist normal. Dass ein Trainer ihn konsequenterweise mal auf die Bank setzt, auch. Dass der junge Spieler daraufhin öffentlich weint, nicht. Wobei die Boulevardpresse im Fall Marin sicher aus einem leisen Schluchzen ein lautes Heulen gemacht haben wird. Bei seinem Kurzeinsatz im Länderspiel gegen Norwegen zeigte Marin jedenfalls exakt das, was er im Verein derzeit auch zeigt. Trotzdem ist er natürlich der potenziell beste Spieler, den wir zur Verfügung haben, hat auch in schwächeren Spielen den einen oder anderen Moment, der vielleicht entscheidend sein kann – und wenn es ein mit Glück an zwölf Spielern vorbeiflutschender Freistoß wie der vor dem Ausgleich in Bremen sein. So sollte und wird Marin in einem Spiel, das man gewinnen muss, auch dabei sein.

Verzichtbarer erscheint da Karim Matmour, dem Hans Meyer aber offenbar großes Vertrauen entgegenbringt. Wirklich rechtfertigen konnte der Algerier das in dieser Rückrunde noch nicht. Er ist stets bemüht, aber leider ein Ausbund an Ineffektivität. Dennoch ist damit zu rechnen, dass Hans Meyer das bislang geprobte System mit nur einer echten Spitze nicht ändert. Eine Alternative für Matmour drängt sich nicht auf. Denkbar wäre zwar, Marin auf rechts und Johannes van den Bergh auf links spielen zu lassen, aber wenig spricht dafür, dass ein solches Gedankenspiel auch im Kopf von Hans Meyer gespielt wird. Van den Bergh ist nicht einmal im Kader für Samstag.
Oliver Neuville spielt nicht die Position von Matmour, wäre eher als zweite echte Spitze denkbar. Der Ex-Kapitän drängte sich bei seinem immerhin mehr als eine Halbzeit währenden Einsatz in Bremen aber nicht wirklich auf.

Die Position der „armen Sau“, des weitgehend allein gelassenen einzigen Stürmers, wird nach seiner Gelbsperre wieder Rob Friend einnehmen. Roberto Colautti fand in Bremen nicht statt und sitzt fast zwangsläufig wieder draußen.

Der Gegner aus Hannover

Vor der Saison schaute so mancher Borussenfan neidisch an die Leine. Dort verpflichtete der damalige Manager Christian Hochstätter Personal, das man auch in Gladbach liebend gerne gehabt hätte. Ausgerechnet der Ex-Gladbacher holte Spieler, die in Gladbach immer noch für Debatten oder nostalgische Gefühle sorgten: den vermeintlich unterschätzten und weit unter Wert verscherbelten Jan Schlaudraff und mit Mikael Forssell den Mann, dessen wenige Auftritte im Borussendress ihm Legendenstatus in Gladbach eingebracht haben. An den Zustand feuchter Erregung in der Anhängerschaft während des wochenlangen aussichtslosen Kampfes um eine dauerhafte Verpflichtung des Finnen im Sommer 2004 werden sich viele noch erinnern. Dazu holte Hannover mit dem Schweizer Mario Eggimann noch einen vermeintlich todsicheren Pfeiler für die Abwehrreihe. Hannover schien zu Höherem berufen, als den Abstiegskampf oder auch nur das Dümpeln Niemandsland der Tabelle. Folgerichtig schossen die Niedersachsen Borussia im Hinspiel auch regelrecht ab. Ansonsten gelang Hannover aber nicht viel: Schlaudraff spielte nicht konstant, Forssell selten überzeugend, Eggimann meist enttäuschend. Die Saison lief anders, als gedacht. Christian Hochstätter verließ den Verein alles andere als geräuschlos und an einer Trainerdiskussion ist Hannover wohl nur dank des recht engagierten Auftritts am vergangenen Spieltag gegen Stuttgart vorbeigeschrappt.

Hannover Defensive

Torwart Robert Enke – noch ein Hannoveraner mit Gladbach-Bezug – hat nach seiner Handverletzung erstaunlich schnell wieder zu seiner Form gefunden. Nach seinem Auftritt am ersten Rückrundenspieltag gegen Schalke, der dem von Bailly in Bremen kaum nachstand, war Enkes Nichtnominierung für das Länderspiel gegen Norwegen fast schon eine Überraschung. Der sachliche Mann im Hannoveraner Tor bleibt aber aussichtsreicher Kandidat für die Nummer eins im Nationalteam. Ihn werden die – pardon, wird der – Borussenstürmer erst einmal überwinden müssen.

Starker Torwart, schwache Abwehr – so stellt sich das Hannoveraner Defensivgefüge bislang dar. Mario Eggimann hat sich spätestens am vergangenen Wochenende aus der Mannschaft gespielt. Vinicius und Valérien Ismael fallen verletzt aus, so dass die Innenverteidigung Schulz / Fahrenhorst heißen wird. Mittelfeldmann Christian Schulz wurde von Trainer Dieter Hecking gegen Stuttgart aus der Not heraus auf diese Position gezogen, um den indisponierten Eggimann zu ersetzen, konnte dort aber überzeugen. So hat sich Hecking schon öffentlich festgelegt, bis auf weiteres auf den Ex-Bremer zu setzen. Frank Fahrenhorst gilt – schon weil jeder seinen Spitznamen so lustig findet – prinzipiell als Unsicherheitsfaktor. Der frühere Bochumer ist nicht mehr und nicht weniger als ein solider Innenverteidiger mit gelegentlicher Neigung zum Aussetzer. Als Borusse kennt man das.

Die rechte Abwehrseite bekleidete zuletzt mit wechselndem Erfolg Sergio Pinto. Womöglich kann am Samstag aber auch der etatmäßige Rechtsverteidiger Steven Cherundolo auflaufen. Der US-Nationalspieler ist von seiner Hüftverletzung genesen und stand gegen Stuttgart erstmals wieder im Kader. Auf der linken Seite ist das Comeback von Michael Tarnat bereits erfolgt. Nach langer Verletzung hat sich der älteste Feldspieler der Liga zurückgekämpft und zeigte am vergangenen Wochenende über 90 Minuten eine ansprechende Leistung.

Vor der Abwehr agieren bei Hannover 96 in der Regel zwei defensive Mittelfeldspieler. Einer von ihnen – Christian Schulz – wird nun anderweitig gebraucht. An seiner Stelle wird Winter-Neuzugang Leon Andreasen spielen. In seinem ersten Einsatz für Hannover flog der Däne direkt vom Platz, nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre rückt er voraussichtlich trotz bisher nicht erbrachten Leistungsnachweises in die Startelf. Altin Lala rückt nach überstandener Bandscheiben-OP zwar wieder in den Kader, wird aber kaum von Beginn an spielen. Neben Andeasen ist Hanno Balitsch gesetzt. Der Ex-Leverkusener ist – schon weil in dieser Saison bislang nicht verletzt – eine der wenigen echten Konstanten im Hannoveraner Spiel.

Hannover-Offensive

Nach dem Weggang von Szabolcs Huszti – Doppeltorschütze im Hinspiel - nach St. Petersburg hatte Hannover vor der Rückrunde kurzfristig Handlungsbedarf. Knapp 90 Kilometer östlich wurde man fündig: Aus Wolfsburg kam Jacek Krzynowek. Bei den ambitionierten Wolfsburgern war der polnische Nationalspieler in der Hinrunde kaum noch zum Zuge gekommen, in Hannover zeigte er am vergangenen Wochenende, dass er durchaus eine Verstärkung ist und in guter Form den abgewanderten Ungarn Huszti im linken Mittelfeld durchaus adäquat zu ersetzen vermag. Sein Pendant auf der rechten Seite wird Jiri Stajner sein. Jan Rosenthal steht wegen gerade erst überstandener Grippe nicht zur Verfügung.

Im zentralen offensiven Mittelfeld oder gar als etwas hängende Spitze könnte der genesene Jan Schlaudraff zu seinem ersten Einsatz in diesem Jahr kommen. Ob Dieter Hecking das Wagnis eingeht, den dreimaligen Nationalspieler von Beginn an zu bringen, bleibt abzuwarten. Alternativ spielt der Niederländer Arnold Bruggink in der Zentrale. Im Angriff werden wohl entweder Mikael Forssell oder Mike Hanke spielen. Da Hanke aber angeschlagen ist und Forssell im Vorfeld nicht müde wurde, seiner Bereitschaft und seinem Willen, im Borussia-Park für Hannover zu spielen, Ausdruck zu verleihen – sich sogar schon über möglichen Torjubel oder Nichtjubel ausließ – spricht einiges dafür, dass der Finne von Beginn an dabei ist.

Bilanz

Lange Zeit war klar, wer im Duell Gladbach-Hannover der Stärkere ist. Die Bilanz spricht auf den ersten Blick deswegen klar für Borussia. Von 41 Ligadspielen (davon vier im Unterhaus) Liga konnten die Gladbacher 21 für sich entscheiden, nur 11 Niederlagen stehen zu Buche. Die Heimbilanz fällt noch deutlicher aus. Im eigenen Stadion verlor Borussia gegen Hannover nur vier Mal, behielt 14 Mal die Oberhand. Der letzte Sieg ist allerdings schon fünf Jahre her. Auch damals war es ein Abstiegsduell, das Borussia am Bökelberg mit 1:0 durch ein Tor von Igor Demo gewann. Schon damals waren Cherundolo und Stajner bei Hannover dabei. Aus der Borussen-Elf „überlebte“ lediglich Max Eberl, wenngleich auch in anderer Position, außerdem war damals wie heute Hans Meyer Trainer in Gladbach. Seitdem gab es sieben weitere Aufeinandertreffen, von denen Hannover fünf gewann, zwei davon wiederum im Borussia-Park. Das letzte Heimspiel gegen die 96er ging in der Abstiegssaison 2006/07 mit 0:1 verloren – Hanno Balitsch traf kurz nach der Halbzeit. Bezeichnend für den unterschiedlichen Werdegang beider Teams: Bei Hannover standen in jener Partie zehn Spieler auf dem Platz, die immer noch dort unter Vertrag sind, bei Borussia kein einziger.


Schiedsrichter

Günter Perl aus dem ansonsten nur als BND-Zentrale bekannten Münchner Vorort Pullach pfiff in dieser Saison schon einmal ein Spiel im Borussia-Park. Er war Schiedsrichter bei der bittere Heimniederlage am siebten Spieltag gegen den 1.FC Köln. An der Niederlage traf Perl keine Schuld, er hatte das aufgeladene Derby ordentlich im Griff, beim spielentscheidenden Foul von Alberman an Chihi kurz vor Schluss blieb ihm keine andere Wahl, als auf Freistoß zu entscheiden, den Novakovic ins Gladbacher Tor setzte – und damit zehntausende Borussenfans ins Herz traf.

Aufstellungen

Borussia
: Bailly – Gohouri, Galasek, Daems – Stalteri, Bradley, Dorda – Matmour, Baumjohann, Marin – Friend
Ersatz: Heimeroth, Brouwers, Levels, Paauwe, Alberman, Neuville, Colautti
Es fehlen: Löhe, Lamidi, Schachten, van den Bergh (alle bei der U23), Jantschke (bei der U19), Dante, Jaurès (verletzt)

Hannover: Enke – Cherundolo (Pinto), Fahrenhorst, C.Schulz, Tarnat – Balitsch, Andreasen – Stajner, Krzynowek – Schlaudraff – Forssell
Ersatz: Fromlowitz, Eggimann, Balogun, Lala, Rausch, B.Schulz, Bruggingk, Hanke
Es fehlen
: Vinicius, Ismael, Yankov, Rosenthal, Krebs (alle verletzt)

SEITENWAHL-Meinung

Christoph Clausen: Schlusslicht gegen Schlusslicht: der Tabellenletzte der Auswärtstabelle beim Tabellenletzten der Gesamtwertung. Einen 2:0-Sieg der Borussia tippe ich nur deshalb, weil ich noch nicht soweit bin, mich mit dem dritten Abstieg einfach abzufinden. Um den zu verhindern, müsste man zuhause wenigstens gegen die Auswärts-nur-ein-Punkt-96er gewinnen. Dafür wiederum wäre es hilfreich, wenn man sich etwas mehr als destruktiven Verhinderungsfußball zum Ziel setzt.

Hans-Jürgen Görler
: Ein Unentschieden in Bremen. Wer hätte denn damit gerechnet? Wird es vielleicht der Punkt sein, der am 34. Spieltag das rettende Ufer bedeutet? Damit wir in der nächsten Saison in der 1. Liga fünf neue Spieler, eine runderneuerte medizinische Abteilung, einen weiteren Alt-Borussen in einer vermeintlich einflussreichen Position, viele neue Kampfansagen und ein weiteres Talent bestaunen können, das den Verein verlässt, weil der Abstiegskampf 2010 nicht die erhoffte berufliche Perspektive darstellt? Das 1:0 gegen Hannover 96 wird uns diesem Szenario einen Schritt näher bringen. Halt Pohl!

Thomas Häcki
: Dieses Spiel steht unter gänzlich veränderten Vorzeichen. Diesmal muss die Borussia das Spiel machen - das erste Mal seit Cottbus. Dabei sollte man dem Gegner nicht zuviele Chancen zugestehen - wie zuletzt Bremen. Und es sollte möglichst mehr als ein Tor fallen - wie zuletzt in Bielefeld. Upps, das klingt ja alles nicht grade hoffnungsfroh. Ach egal, wozu ist man Borussenfan? Gladbach gewinnt 2:1.

Christian Heimanns
: folgt

Michael Heinen
: Die Weichen sind voll auf Sieg gestellt. Wenn wir selbst gegen eine Mannschaft nicht gewinnen, die bislang erst einen kümmerlichen Punkt in fremden Stadien geholt hat, gegen wen denn dann? Aber ähnlich wird man wohl auch in Hannover argumentieren. Borussia wird es leider nicht gelingen, offensiv den nötigen Druck zu entfalten. Und da man hinten einmal mehr nicht zu Null spielen kann, steht am Ende ein 1:1-Unentschieden, das für viele bereits dem sicheren Abstieg gleich kommt. Auch wenn es für solch ein finales Urteil noch zu früh ist, steht außer Frage, dass sich die Lage weiter verschärft und es einer extremen Steigerung bedarf, um das Unternehmen Klassenerhalt doch noch zu einem guten Ende zu bringen.

Mike Lukanz
: Nach Stuttgart, Hoffenheim und Bremen wartet am Samstag eine "lösbare" Aufgabe. Das klingt für einen Tabellenletzten fast wie Hohn. Hannover gehört zu den Teams, die kein Mensch so wirklich braucht und meist spielen sie auch genauso Fußball. Daher wird Borussia mit einem 1:1 weiter die Merkel'sche Politik der kleinen Schritte praktizieren. Dumm nur, dass dies in einer Saison die ungleich schlechtere Lösung ist - vor allem als Tabellenletzter.

Christian Spoo
: Der Druck ist riesig, auf die vermeintliche Auswärtsschwäche des Gegners sollte man sich keinesfalls verlassen. Da Borussia aber am vorletzten Spieltag gut und unglücklich agierte, am letzten schlecht und glücklich, und in Berlin vermutlich schlecht und unglücklich auftreten wird, bleibt für Hannover nur gut und glücklich. Endergebnis 2:0.

Thomas Zocher
: Es war kein gutes Spiel. Beide Mannschaften begannen fahrig und blieben es, mit leichten Vorteilen für die Heimelf, die durch eine Standardsituation zeitig zum 1:0-Siegtreffer kam und damit eine Phase von fünf sieglosen Spielen beendete. Das war am 23. Spieltag der Saison 2003/04 und zu Gast in Mönchengladbach war Hannover 96. Viel spricht für mich dafür, dass das Spiel am heutigen 21. Spieltag vergleichbar verläuft. Borussia 1 Hannover 0.

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  • Für den #effzeh gibt‘s jetzt nur noch eine Rettung. #PeterFürPeter
  • Die Europa League hat angerufen, sie möchte die #fohlenelf zurück! #UEL
  • @doerpm Geheimtipp: #stepontoe
  • Die Elf vom Niederrhein #Cando #CandosMelodie #CandoLieder
  • @Peter_Ahrens From carlo to cando
  • @JrgNeb "Sie kehrt zurück", steht im ersten Absatz im Artikel & wird ganz genau auf dem Bild angezeigt.
  • @frankie1960 Das ist nahezu das erste Mal, daß man auch in Mönchengladbach einen Treffer von Ulf Kirsten gutfinden kann! 🙂

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