Hertha BSC BerlinNeben der deutschen Meisterschaft und dem DFB-Pokal gibt es in der Bundesliga jedes Jahr noch eine Anzahl von sonstigen illustren Titeln zu gewinnen. Den der fairsten Mannschaft, der besten Chancenverwerter, der schönsten Trikots und selbstverständlich auch den der „Überraschungsmannschaft“. Würde man zur Zeit eine Umfrage starten, wer dieses Jahr für letzteren die goldene Ananas in Empfang nehmen darf, man müsste kein großer Prophet sein, dass ein kleines Dorf im Kraichgau der Top-Favorit ist. Doch Halt! Ganz so sicher sollte man sich vielleicht doch nicht sein. Heimlich, still und leise hat sich eine alte Bekannte in den Kreis der Thron-Anwärter geschlichen: Die gute alte Tante Hertha.

Das Ganze erinnert an den Schafhirten, welcher sich einen Spaß daraus machte, die Bewohner seines Dorfes damit zu erschrecken, dass er vor dem Wolf warnte. Doch als der Wolf dann wirklich kam, wollte niemand mehr seiner Warnung Glauben schenken und so wurde der unglückliche Hirte von Meister Isegrim gefressen. So ähnlich verhält es sich bei der Hertha. Zwar warnte hier niemand vor Wölfen, allerhöchstens vielleicht vor niedlichen Eisbären. Doch jedes Jahr wurde der große Sprung angekündigt, die Qualitätssteigerung und die Etablierung in der Bundesligaspitze. Dies geschah solange, bis die Bewohner der Stadt den Ankündigungen keinen Glauben mehr schenken konnten. Und so rieb man sich verwundert die Augen, als Hertha BSC nach ihrem Sieg gegen die Bayern an der Tabellenspitze stand. Dies geschah auch für Berliner so überraschend, dass sich nun selbst langjährige Hertha-Fans vorsichtig optimistisch mit einer Qualifikation für das internationale Geschäft anfreunden. Von einer möglichen Meisterschaft wagt man hingegen gar nicht zu träumen.  

Die Vorzeichen vor diesem Spiel sind somit klar verteilt, wie bei kaum einem anderen Spiel der Saison. Die Überraschungsmannschaft der Saison empfängt den Tabellenletzten. Alles andere, als ein Sieg der Hauptstädter wäre schon eine faustdicke Überraschung. Doch wäre Fußball nicht Fußball, würde es nicht grade bei solchen, auf dem Papier eindeutigen, Spielen öfter zu einer solchen kommen. Mönchengladbach stemmt sich in dieser Rückrunde vehement gegen einen dritten Abstieg. So war es beeindruckend, wie Rückschläge in Bremen und gegen Hannover praktisch postwendend beantwortet wurden. Keine Frage, es ist noch eine Menge Leben in der Mannschaft. Und wie lautete doch gleich ein berühmter Borussen-Slogan? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Borussias Defensive

Über Logan Bailly im Tor braucht man nicht zu diskutieren. Über die Abwehrreihe kann man das schon eher tun. Mangels ernsthafter Alternativen stellte sich diese bisher in der Rückrunde fast von selber auf. Da der brasilianische Neuzugang Dante auch in Berlin ausfallen wird, gilt dies besonders für die Innenverteidigung. Dabei ist festzustellen, dass Steve Gohouris Wintertheater den Mann von der Elfenbeinküste wohl eher beflügelt hat. Sowohl in Bremen, ganz sicher aber gegen Hannover waren seine Leistungen äußerst ansprechend. Vom Schlendrian der Hinrunde war nicht viel zu erkennen, vielmehr zeichnete er sich durch Kampf und oft genug auch als Retter in der Not aus. Filip Daems ist aus dem Abwehrverbund nicht wegzudenken, ebenso wenig wie der Paul Stalteri, der der rechten Abwehrseite eine lange nicht mehr gekannte Sicherheit zurückgebracht hat. Reden muss man hingegen über die linke Aussenverteidigerseite. Dorda erwischte gegen Hannover einen rabenschwarzen Tag und wurde völlig zu Recht bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt. Der daraufhin überraschend links verteidigende Tobias Levels löste die Aufgabe danach überraschend gut, so das er sich durchaus Hoffnung auf einen Platz in der Startformation machen kann. Denkbar wäre aber auch ein Ausweichen von Daems auf links und eine Rückkehr von Thomas Kleine in die Innenverteidigung, soweit es seine Fitness zulässt. Eine Berücksichtigung von Roel Brouwers in der Startformation ist hingegen eher unwahrscheinlich.
Ob vor oder hinter der Abwehr, Thomas Galasek dürfte als Abräumer gesetzt sein. Dabei wirft er seinen ganzen Erfahrungsschatz in den Gladbacher Abstiegskampf und dies tut dem Defensivverhalten der Fohlenelf gut. Wer ihn im defensiven Mittelfeld dabei unterstützt, ist noch offen, aber aller Voraussicht nach dürfte Michael Bradley diese Aufgabe zukommen. Es sei denn, er wird anderwertig benötigt, dann sollte Pauwee die besten Karten für diesen Job haben. Ob hingegen Tony Jantschke oder gar Gal Alberman diesmal von Beginn an die Defensive unterstützen dürfen, ist bestenfalls als fraglich zu bezeichnen.

Borussias Offensive


Und ewig grüßt das Murmeltier und so dürfen wir uns wohl auch in Berlin auf die wenig originelle und mittlerweile auch müßige Diskussion um Marko Marins (Nicht-)Aufstellung freuen. So inspirierend und gut er auch gegen Hannover wirbelte, spätestens bei Pintos Anschlusstreffer dürften seine Defensivschwächen auch dem letzten Fan deutlich geworden sein. Und Defensivschwächen darf man sich in Berlin einfach nicht erlauben. Es dürfte also nicht überraschen, wenn der Zauberzwerg sich auch in Berlin auf der Bank wieder findet. Bei allem Verständnis für diejenigen, die sich an seinen Dribblings ergötzen - der Klassenhalt geht nun einmal vor. Doch wer spielt für ihn? Könnte Bradley auf links spielen? Wahrscheinlicher ist da schon eine Rückkehr von Patrick Paauwe oder Johannes van den Bergh auf seiner ureigenen Seite. Rechts sollte erneut Karim Matmour spielen. Gegen Hannover konnten seine erfolglosen Dribblings den Offensivfreund zum Wahnsinn treiben, doch es muss auch beachtet werden, dass bei der Borussia kein Offensivspieler so fleißig nach hinten arbeitet. Er sollte also gesetzt sein, ebenso wie Alexander Baumjohann. Mit seinem Tor aus dem Nichts ist er im Moment vielleicht der Spieler, der den Unterschied zu den anderen Abstiegskandidaten ausmacht.  Und so hat er sich mit seinen zur Zeit durchaus ansprechenden Leistungen hinter der Spitze in der Stammformation festgespielt. Im Sturm dürfte Rob Friend somit wieder die Rolle des Alleinunterhalters einnehmen. Wobei auch Roberto Colautti momentan kaum glückloser als der Kanadier aggieren könnte. Oliver Neuville ist hingegen trotz seines wichtigen Tores für die Jokerrolle prädestiniert.

Der Gegner aus Berlin

Während die „Macher von Heuchelheim" nicht müde werden, sich auf die Schultern zu klopfen und von einem angeblichen Konzept zu faseln, wurde ein solches beim Hauptstadt-Klub umgesetzt und dies recht erfolgreich. Dazu mal ein paar Zahlen: Hoffenheim investierte in den letzten 20 Monaten mehr als 30 (in Worten dreißig!!) Millionen Euro in seinen Kader, Herthas Transferdefizit betrug im gleichen Zeitraum hingegen nicht mal 2 Millionen. Nach dem großen Umbruch der letzten Saison verstärkte sich die Hertha nur noch punktuell, bei Hoffenheim steht nun mittlerweile bereits der vierte Stammtorhüter in 20 Monaten zwischen den Pfosten. Noch beeindruckender ist, dass dieser Wechsel bei den Berlinern nahezu lautlos, bar jeglicher „Berliner Schnauze", geschah. Dieser erstaunliche Umbruch ist nachhaltig mit einem Namen verbunden: Lucien Favre. Nach seinem Amtsantritt mistete er den Kader rigoros aus, trennte sich von der für Hertha traditionellen „Goldkettchen-Fraktion" und ersetzte diese durch Spieler seines Gusto. Favre legte dabei besonderen Wert auf Disziplin und Team-Spirit. Wer Hans Meyer wegen seiner Maßnahmen der Kaderumstellung kritisiert, hat ganz offensichtlich Licien Favre noch nicht kennengelernt.
Nach einer sehr holprigen Saison mit einer ebenso unerwarteten wie glücklichen Qualifikation für das internationale Geschäft durch die Fairplay-Wertung, scheinen nun seine Maßnahmen Früchte zu tragen. Die Hertha spielt nicht ansehnlich, aber äußerst effektiv und somit erfolgreich. Das Augenmaß ist dabei klar auf die Defensive gerichtet. Seinen Wundertüten-Charakter hat der Verein dabei nicht gänzlich abgelegt. So gab es auch diese Saison böse Klatschen in Bremen und München sowie gegen den ständigen Angstgegner Cottbus. Doch im Vergleich zu früheren Zeiten ist man geradezu beängstigend stabil. Nur wenige der sogenannten „leichten Punkte" werden liegen gelassen. Dazu kommt eine Heimstärke, mit der man bisher Bayern, Hoffenheim und den HSV bezwungen hat. Lediglich Cottbus und Bielefeld konnten den Herthanern bisher unerwartete Punktverluste zufügen.
Auf der anderen Seite sind aber auch die sogenannten Galaauftritte rar. Lediglich gegen Karlsruhe und Hannover konnten bislang mehr als 2 Tore erzielt werden. Hertha ist in der Lage, einen Gegner zu kontrollieren. Ihn in Grund und Boden zu spielen, das wäre nun doch ein bisschen zuviel des Guten. Steht eine Mannschaft defensiv stabil, wird es für die Berliner schwierig, einen Sieg einzufahren.

Herthas Defensive

Jaroslav Drobny spielt im Tor der Hertha eine ganz starke Saison. Keine Frage, dass er auch am kommenden Samstag zwischen den Pfosten stehen wird. Wer auch sonst? Denn nach Fiedler und Gäng droht nun mit Buchert auch der dritte Ersatztorhüter aufgrund einer Gehirnerschütterung auszufallen. Der Rest der Defensive gestaltet sich ebenso einfach. Bis auf Voronin und einem etwaigen zweiten Stürmer spielen alle hinten. Doch ganz so einfach wollen wir es uns nun doch nicht machen.
Hertha BSC bevorzugt die klassische Viererkette. Je nach Taktik und Gegner agiert man aber auch gerne mit einer Dreierkette zugunsten eines verstärkten defensiven Mittelfelds. Das Prunkstück der Defensive ist dabei ganz klar die Innenverteidigung. Arne Friedrich und Josip Simunic stellen dabei das vielleicht stärkste Verteidigerpäarchen dieser Saison. Dies hat sich sogar bis zu Joachim Löw rumgesprochen, der nun Arne Friedrichs Umstellung vom rechten Verteidiger zum Innenverteidiger auch für die Nationalmannschaft plant. Der Einsatz von Simunic ist hingegen aufgrund einer Fersenverletzung stark gefährdet. Sollte er nicht spielen, dürfte wohl der Brasilianer Kakà in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen. Ein weiterer Fixpunkt in der Berliner Defensive ist der ehemalige Rostocker Marc Stein, der in der Hinrunde einen soliden Part in der Linksverteidigung spielte. Doch zuletzt musste Stein gegen die Bayern auf der rechten Verteidigerposition agieren. Überhaupt ist der Schwachpunkt, wenn man einen ausmachen möchte, in der rechten Verteidigerposition zu suchen. Eigentlich ist hierfür das Eigengewächs Sofian Chahed vorgesehen, doch der ist verletzt. Er wurde in der Regel durch Steve von Bergen ersetzt, dessen Leistungen aber in dieser bestenfalls als durchwachsen gelten können. Eine andere Alternative kann sein, Friedrich nach rechts zu ziehen und Kakà in der Innenverteidigung zu ziehen, was dieser bisher recht ordentlich machte. Oder er lässt Stein auf links und überrascht wie zuletzt gegen Bayern München und Wolfsburg mit Rodnei auf der linken Seite.
Genau so variabel gestaltet sich das defensive Mittelfeld. Hertha spielt vornehmlich mit einer Doppelsechs. Nachdem sich Gojko Kacar in der Winterpause verletzte, beorderte Favre nicht den bereits in der Hinrunde zeitweise stark im defensiven Mittelfeld spielenden Cicero an die Seite des ebenfalls eine starke Saison spielenden Dardai. Nein, der Brasilianer wird von Favre eher auf der linken Seite gesehen. Und so spielte plötzlich Nicu im defensiven Mittelfeld und das gar nicht mal schlecht. Überhaupt ist Nicu so etwas wie der Universalspieler im Herthaner Mittelfeld. Ob rechts, ob links oder eben defensiv: Der ehemalige Wehener konnte bislang überall überzeugen und hat den Sprung in die erste Liga fast mühelos geschafft. Zuletzt lieferte aber Cicero wieder eine sehr starke Partie im defensiven Mittelfeld, so das vieles dafür spricht, ihn gegen Gladbach wieder dort zu sehen.

Herthas Offensive

Spielt Cicero im defensiven Mittelfeld, dann spielt Nicu auf der linken Seite. Umgekehrt ist dies natürlich auch möglich, so genau weiß das auch in Berlin niemand und Favre, ein Meister der taktischen Defensive wird sich hier auch nicht in die Karten schauen lassen. Soweit ihm nicht sein Verletzungspech wieder treu ist, sollte hingegen das Berliner Eigengewächs Ebert den Platz im rechten Mittelfeld sicher haben.
Kommen wir also zu den Stürmern und hier ist Unterhaltungswert angesagt. Sicher dürfte der Einsatz des ehemaligen Gladbacher Voronin sein, dessen Leistungen immer ansprechender werden. Höhepunkt waren dabei natürlich seine beiden Tore gegen Bayern München, mit denen Hertha zwischenzeitlich die Tabellenspitze erklimmen konnte. Nun ist sich nur leider die Leihgabe aus Liverpool durchaus seiner Wertigkeit bewusst. Gerne würde die Hertha ihn länger an sich binden, doch die Gehaltsvorstellungen des Ukrainers sprengen das Budget des Hauptstadtclubs. Neben ihn könnte Pantelic stürmen, wenn... Nun ja, der Serbe ist wohl die einzige Diva, die Favres strengen Aussortier-Kurs entgehen konnte. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die beiden ein sehr gespanntes Verhältnis zueinander haben. Und so kommt es immer wieder zu unterhaltsamen Scharmützeln. Zuletzt fehlte Pantelic aufgrund von Sprunggelenkbeschwerden und einer Schienbeinkopfprellung. Zwar wäre ein Einsatz aus Sicht des Mannschaftsarztes durchaus im Bereich des Möglichen, stellte der Serbe per Selbstdiagnose fest, dass ein Einsatz gegen Gladbach unwahrscheinlich ist. Letzte Woche. Vermutet wird, dass er einfach wieder ein paar Streicheleinheiten erwartet. Diese Woche kündigte er hingegen seine Rückkehr gegen Mönchengladbach an... und wurde von Lucien Favre mit den Worten zurückgepfiffen „Ich denke nicht, das ein Verletzter spielen wird". Man darf gespannt sein, wie dieses Theater sich weiterentwickelt.
Sein Ausfall ist eine klare Schwächen für Herthas Offensive, da der Serbe wieder einmal vollmundig seinen Abschied verkündet hat und sich neuen Arbeitgebern empfehlen will. Dass er einer der Spieler ist, die alleine ein Spiel entscheiden können, steht außer Frage. Für ihn wird Raffael spielen. Der Brasilianer ist allerdings auch in seinem zweiten Jahr noch nicht in Berlin angekommen und kann sich zudem glücklich schätzen, dass seine Tätlichkeit am letzten Wochenende in Wolfsburg nicht geahndet wurde. Die beiden Ergänzungsstürmer Domochiyski und Chermiti sollten hingegen allenfalls als Einwechselspieler zum Einsatz kommen.

Schiedsrichter

Geleitet wird die Partie von Peter Gagelmann. Der Bremer Unparteiische leitete unseren letzten Auswärtssieg in Bielefeld. Davor den 2:0 Erfolg in Augsburg und davor wiederum den 3:1 Erfolg in Freiburg. Insgesamt leitete er sieben Mal die Partien der Borussia, wobei die Fohlen bei einem Unentschieden und einer Niederlage fünfmal als Sieger vom Platz gingen. Wer mag, darf darin ein gutes Omen erkennen.

Bilanz

Gladbach hat noch einen Koffer in Berlin, denn irgendwo müssen die Punkte ja geblieben sein. Nur viermal kehrte man aus der Hauptstadt mit einem Sieg zurück und der letzte datiert nun auch aus 2002. Ebenso oft spielte man unentschieden, bleiben also vierzehn Niederlagen. Negativer Höhepunkt war die berüchtigte 0:6-Klatsche, auch wenn in diesem Spiel der Stern von Marcel Jansen aufging. Nein, in Berlin gab es nie wirklich was zu holen, weshalb wir über die Bilanz lieber den Mantel des Schweigens stülpen.

Aufstellungen

Hertha BSC: Drobny - Rodnei, Friedrich, Kakà, Stein - Dardai, Cicero, Nicu, Ebert - Voronin, Raffael
Ersatz: Buchert - von Bergen, Babic, Cufre, Arguez, Bigalke, Lucio, Domovchiyski, Chermiti
Es fehlen: Fiedler, Gäng, Kacar, Chahed, Simunic, Lustenberger, Hartmann, Piszczek, Pantelic (alle verletzt)

Borussia: Bailly - Stalteri, Gohouri, Daems, Levels - Galasek, Bradley, Baumjohann, Paauwe, Matmour - Friend.
Ersatz: Heimeroth - Brouwers, Dorda, Kleine, Callsen-Bracker, Alberman, Jantschke, van den Bergh, Marin, Neuville, Colautti.
Es fehlen: Jaurès (Aufbautraining), Dante (verletzt), Gospodarek, Touma, Coulibaly (nicht berücksichtigt)

Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Schiedsrichterassistenten: Matthias Anklam, Sascha Thielert
Vierter Offizieller: Holger Henschel

SEITENWAHL-Meinung

Thomas Häcki: Es ist fast schon Tradition, den Berlinern ein Gastgeschenk in Form von Punkten zu überreichen. Hinsichtlich der aktuellen Situation spricht wenig dafür, dass diese Tradition gebrochen wird. Die Borussia wird sich gut verkaufen, muß sich am Ende aber eingestehen, dass bei diesem Gegner zur Zeit nichts zu holen ist. Die Gute Nachricht: Das 0:2 wird sicherlich nicht über den Klassenerhalt der Borussia entscheiden.

Thomas Zocher: Drei Spiele ohne Niederlage haben doch gleich schon wieder vergessen lassen, dass die Borussia auch immer noch den letzten Tabellenplatz ziert. Da man bei dem Spiel bei der Hertha zwar gut mithält, jedoch eine 0:1-Niederlage nicht verhindern kann, wird man auch in der kommenden Woche noch den letzten Tabellenplatz belegen.

Michael Heinen: Auswärts traue ich Borussia leider nicht zu, bei einem Spitzenverein zu bestehen. So viel Glück wie in Bremen wird es kein zweites Mal geben. Daher unterliegt Borussia chancenlos mit 0:2 und bleibt überraschend Tabellenletzter.

Christian Spoo: Drei Spiele ohne Niederlage, so mancher spricht da schon von einer Serie. Diese auszubauen wird Borussia in Berlin aber nicht gelingen, zumal mit Tomas Galasek vermutlich der Mann ausfallen wird, der der Defensive seit der Winterpause so etwas wie Struktur verpasst hat. Hertha 3, Borussia 0.

Christian Heimanns: ...folgt...

Christoph Clausen: Berlin in der aktuellen Verfassung ist eine Nummer zu groß. Borussia unterliegt mit 1:3.

Mike Lukanz: Der Fußballfan an sich ist ein merkwürdiges Wesen. Vor einigen Wochen herrschte rund um den BorussiaPark noch eine Stimmung, bei der selbst Opelaner oder Investmentbanker erschrocken wären. Drei Spiele und fünf mehr oder wenige glückliche Punkte später hält man gar Punktgewinne in Berlin für möglich! Hallo, aufwachen! Es ist Borussia, es ist ein Auswärtsspiel und nicht immer werden die gegnerischen Stürmer Torhüter Bailly eine kicker-Note "1" am folgenden Montag ermöglichen. 2:0 für Berlin.

Hans-Jürgen Görler: In der momentanen Situation wäre etwas Optimismus angebracht. Es dürfte nämlich schwer werden, die Klasse mit sechs weiteren Heimsiegen zu halten. Also muss auch in den noch sieben verbleibenden Auswärtsspielen der eine oder andere Punkt gelingen. Da in Berlin der erneut hochmotivierte Herr Voronin nur darauf wartet, nach einem Treffer mal wieder Gladbachs Fans zu verhöhnen, dürfte der kommende Sonnabend als Punktelieferant wohl ausfallen. Da ich dem Ukrainer genauso wenig gönne wie dem Hauptstadtklub, hoffe ich auf ein 1:1.


Hertha BSC Berlin im Internet: http://www.herthabsc.de/

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