Durch ein höchst unglückliches 2:2 bleibt Borussia seit nunmehr 20 Bundesligaspielen ohne Heimsieg gegen Bayer Leverkusen. Zum 15. Mal endete die Begegnung ausgeglichen – ein Remis-Fluch, gegen den die Stürmer der Borussia zwischenzeitlich erfolgreich anzukämpfen schienen.

 

Der Beginn hingegen war auf beiden Seiten verhalten. Torchancen waren in der ersten Viertelstunde Mangelware. Dann kam Borussia durch Marco Reus zur ersten Chance, die auf der Gegenseite bald durch Schürrle gekontert wurde. Marc-André ter Stegen konnte mit tollem Reflex zur Ecke klären, aus der sich dann allerdings die Leverkusener Führung ergab. Ballack verlängerte per Kopf ungedeckt auf den langen Pfosten, wo Reinartz ebenfalls zu viel Platz hatte und aus naher Distanz einnetzte.

 

Es brauchte ein paar Minuten ehe sich Borussia vom Schock des Rückstands erholte. Umso positiver, dass dies nach einer knappen halben Stunde Spielzeit aber auf beeindruckende Weise gelang. Bis zum Halbzeitpfiff setzte man Leverkusen gehörig unter Druck und hätte gleich mehrmals zu Torerfolgen kommen müssen. Während Mike Hanke bei seinem Lattentreffer Pech hatte, schien sich die Abschlussschwäche von Marco Reus immer stärker in eine Phobie auszuweiten.

 

Diese Gefahr setzte sich in Halbzeit 2 nahtlos fort, in der Borussia das Spiel weiter dominierte, aber auch beste Chancen nicht zu nutzen verstand. Nach 65 Minuten war es dann aber soweit, als Marco Reus endlich eine seiner zahlreichen Großchancen in einen Treffer umwandelte. Dem umjubelten Ausgleich folgte kurz darauf die Rote Karte für Castro wegen Schiedsrichter-Beleidigung. Als dann Patrick Herrmann per Lupfer Leno überwand und zum 2:1 traf, schienen die Weichen für ein Ende der Negativserie gegen die Werksmannschaft geebnet.

 

Leverkusen konnte dem Sturmlauf der weiter engagierten Gladbacher nicht viel entgegensetzen und war in allen Belangen unterlegen. Nur nicht in Sachen Effektivität und Kaltschnäuzigkeit. Die dritte Chance des Nachmittags eröffnete sich den Leverkusenern kurz vor Schluss, als Andre Schürrle am linken Strafraumeck in die Mitte zog und einfach mal abzog. Ein Sonntagsschuss, der im oberen rechten Torwinkel einschlug zum völlig unverdienten 2:2-Ausgleich.

 

Borussia mühte sich zwar noch um einen weiteren Treffer, den Reus in der Nachspielzeit beinahe doch noch erzielt hätte. Letztlich sollte es aber einmal mehr nur zu einem Unentschieden gegen Bayer 04 reichen. Ein klarer Verlust von zwei Punkten, wenn man das Chancenverhältnis und die Feldüberlegenheit zum Maßstab nimmt. Dennoch kann das Spiel positiv gewertet werden. Vom 0:1 in Freiburg und dem erneuten Rückstand zur Halbzeit ließ sich das Team von Lucien Favre nicht beirren, sondern bot anschließend ein weiteres Topspiel, mit dem man einen Champions-League-Teilnehmer alt aussehen ließ. Damit es für Borussia allerdings selbst zum Zertifikat „Spitzenteam“ reicht, muss trotz der beiden Tore an der Chancenverwertung weiter gearbeitet werden.

 

Borussia: ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Dante, Daems – Herrmann (74. Bobadilla), Nordtveit (69. Marx), Neustädter, Arango – Reus, Hanke

 

Bayer: Leno – Balitsch, Reinartz, Schwaab, Kadlec – Castro, Ballack (61. Rolfes), Bender, Schürrle, Sam (68. Derdiyok) – Kießling

 

Tore: 0:1 (20.) Reinartz, 1:1 (65.) Reus, 2:1 (72.) Herrmann, 2:2 (87.) Schürrle

 

Gelbe Karten: Stranzl, Arango – Balitsch, Reinartz, Ballack, Kießling

 

Rote Karte: Castro

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