Schalke 04Borussia Mönchengladbach steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Das Team von Lucien Favre besiegte im ausverkauften Borussiapark Titelverteidiger Schalke 04 mit 3:1. Dabei mussten die Borussen am Ende noch zittern, nachdem es lange nach einem vergleichsweise ungefährdeten Sieg ausgesehen hatten.

 

In der ersten Hälfte nahm eine defensiv sehr starke Gladbacher Mannschaft die zuletzt so erfolgreiche Schalker Offensive nahezu vollständig aus dem Spiel. Die einzige echte Schalker Torchance vor der Pause hatte Höger per Kopf nach dreißig Minuten, wenig später wurde ein Treffer von Pukki zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt.

 

Zu diesem Zeitpunkt führte die Heimmannschaft bereits. In der 18. Minute hatte Reus von rechts scharf in den Strafraum gepasst und Papadopoulos bei seinem Klärungsversuch den Ball unfreiwillig perfekt für Arango aufgelegt. Borussias Venezuelaner traf mit einem überlegten Flachschuss von der Strafraumgrenze. Drei Minuten später jubelten die Gladbacher erneut, doch Neustädters Treffer wurde nicht anerkannt. Hanke hatte kurz zuvor im Abseits gestanden, ohne allerdings an den Ball zu kommen. Schiedsrichter Stark wertete das Abseits dennoch als aktives, wohl weil sich mindestens ein Schalker in Hankes Richtung orientierte. Später kamen Herrmann und Nordtveit jeweils in die Nähe eines Torerfolgs.

 

Negativer Höhepunkt der ersten Hälfte war eine vom Schiedsrichter übersehene Tätlichkeit von Jones gegen Reus, bei dem es der Schalker während einer Spielunterbrechung dem Augenschein nach gezielt darauf anlegte, Reus zu verletzen.

 

Unmittelbar nach Wiederanpfiff war es dann Schalkes Huntelaar, der des Feldes verwiesen wurde. Der Stürmer kassierte innerhalb weniger Sekunden zwei gelbe Karten, jeweils wegen Beleidigung des Schiedsrichtergespanns.

 

Nachdem Matip auf der einen und Hanke auf der anderen Seite jeweils einen Treffer verpasst hatten, erhöhte Marco Reus in der 56. Minute auf 2:0. Bei seinem Distanzschuss machten Verteidiger Matip und Keeper Unnerstall jeweils keine gute Figur. In der Folge hatte die Borussia mehrere gute Chancen auf das dritte Tor. Doch erst flog Arangos Schuss knapp über die Latte, dann nahm Unnerstall dem durchgebrochenen Herrmann den Ball vom Fuß und blockte schließlich auch Nordtveits Schussversuch. In dieser Phase schien die Borussia das Spiel souverän im Griff zu haben.

 

Wie aus dem Nichts fand Schalke dann zurück ins Spiel. Ter Stegen konnte in der 70. Minute Jurados Fernschuss nicht festhalten und Draxler nutzte den Abpraller zum Anschlusstreffer. Die Favre-Elf schien von diesem Treffer kalt erwischt und geriet nun arg ins Schwimmen. Im Spielaufbau wurden zu viele Bälle leicht verloren und auch die Defensive stand bei weitem nicht mehr so sicher wie noch in der ersten Hälfte. Schalke drängte auf den Ausgleich und kam durch Raul, Draxler, Höwedes und Fuchs zu einer ganzen Reihe von gefährlichen Aktionen, die aber allesamt von ter Stegen entschärft werden konnten.

 

Kurz vor Schluss war es Marco Reus, der mit seinem zweiten Treffer des Tages die Partie entschied. Arangos Steilpass schien Unnerstall zunächst abfangen zu können, verpasste dann aber den Ball, den Reus dadurch ungestört ins leere Schalker Tor schieben konnte. In der Nachspielzeit sah nach einem undurchsichtigen Gerangel mit Jermaine Jones der zweite Schalker an diesem Tag die gelb-rote Karte.

 

Durch diesen Erfolg krönt die Borussia ein beeindruckendes Fußballjahr. Im Viertelfinale Anfang Februar 2012 tritt das Favre-Team auswärts bei Hertha BSC Berlin an.

 

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Dante, Daems – Nordtveit, Neustädter – Herrmann (88. Marx), Arango – Reus (90. Brouwers), Hanke (71. de Camargo).
FC Schalke 04: Unnerstall – Höwedes, Papadopoulos, Matip, Fuchs – Jurado (80. Baumjohann), Jones – Höger (71. Marica), Raul, Pukki (46. Draxler) – Huntelaar.

 

Tore: 1:0 Arango (18.), 2:0 Reus (56.), 2:1 Draxler (70.), 3:1 Reus (88.).

 

Gelbe Karten: de Camargo - Papadopoulos.
Gelb-rote Karten: Huntelaar, Jones.

 

Schiedsrichter: Wolfgang Stark.
Assistenten: Mike Pickel, Volker Wezel.
Vierter Offizieller: Frank Willenborg.

 

Zuschauer: 54000.

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