Im Grunde aus dem Nichts zum dritten
Neuzugang der Borussia während der Winterpause 2006/2007 avancierte
mit Mikkel Thygesen ein eigentlich schon bei der nahegelegenen Aachener
Alemannia eingeplanter Offensivspieler aus Dänemark, der nicht
nur Borussias dänisches Kontingent auf immerhin fünf Lizenzspieler
erhöht, sondern überdies eine siebenstellige Ablöse kostet.
Beim Zweitligisten Frem aus seiner Geburtsstadt Kopenhagen zu ersten
Einsätzen gelangt, und während dieser Zeit vom FC Chelsea
London zu einem Probetraining geladen, eröffnete Thygesen der Wechsel
zum FC Midtjylland im Sommer 2004 nach und nach auch Türen für
Einsätze in den dänischen Juniorenauswahlteams und als deren
Teil er 2006 zur U21-Europameisterschaft reiste.
Beim FC Midtjylland zunächst ausschließlich für eine
Rolle im rechten Mittelfeld vorgesehen, rückte Thygesen mit der
Zeit stärker in die Mittelfeldzentrale und erreichte mit dem Klub
aus Jütland im Sommer 2005 das dänische Pokalfinale. Nach
einer durchwachsenen Spielzeit für den Verein aus dem Westen Dänemarks,
von dem 2002 mit Morten Skoubo ein Stürmer an den Bökelberg
wechselte, war der Sohn eines ehemaligen Bundesligaprofis in der laufenden
Saison vor allem dank seinen starken Leistungen und Toren im November
2006 zu seinem Debüt in der dänischen Nationalmannschaft gekommen;
sein Vater absolvierte einst drei Länderspiele für das nordeuropäische
Nachbarland.
Generell auf verschiedenen Positionen einsetzbar, ist Mikkel Thygesen
ein technisch anspruchsvoller wie dynamischer Rechtsfuß für
das vordere Mittelfeld oder eine Halb- bzw. Flügelstürmerrolle.
Aufgrund seiner erwähnenswerten Schnelligkeit auch für Dribblings
geeignet, entwickelt das konditionsstarke
Talent nicht nur Zug zum Tor, sondern zeigte zuletzt auch die bei ihm
lange Zeit (eklatant) vermisste Torgefahr.
Bis zum 31. Dezember 2006 bestritt Mikkel Thygesen 1 A-Länderspiel
für Dänemark.