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Dank einer starken Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hat Borussia ihr DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den FC St. Pauli gewonnen. Lag der Champions-League-Teilnehmer zur Pause noch verdient mit 0:1 hinten, siegte er am Ende ebenso verdient mit 4:1. Herausragende Akteure am ausverkauften Millerntor waren in der sehenswerten zweiten Halbzeit Ibrahima Traoré und Lars Stindl.

 

Im ersten Durchgang fand Borussia kein Rezept gegen gut gestaffelte Hamburger. Das Favre-Team beherrschte zwar das Spiel, war aber zu keinem Zeitpunkt wirklich gefährlich. Die Führung des Zweitligisten nach einer guten halben Stunde resultierte aus einer Schlamperei des indisponierte Xhaka und halbherzigen Verteidigungsbemühungen. Aus dem Rückraum kam ungestört Rzatkowski, der den Ball aus 18 Metern unhaltbar für Sommer links halbhoch ins Gladbacher Tor drosch. Sichtlich geschockte Borussen kamen bis zur Pause nicht mehr ins Spiel, Pauli hatte mehr vomselben.

Nach der Unterbrechung war Borussia dann nicht wiederzukennen. Plötzlich war Tempo, wo vorher Behäbigkeit war, plötzlich spielten die Offensivkräfte (mit Ausnahme des Fremdkörpers Josip Ddmic) miteinander, statt nebeneinander her. Entscheidend war, dass Lars Stindl, der nominell auf der Doppelsechs neben Granit Xhaka aufgestellt war, sich deutlich mehr ins Angriffsspiel einschaltete und, dass Ibrahima Traoré auf rechts Freiräume hatte.  So waren der Ausgleich und das Gladbacher Führungstor Werk dieses Duos. Beim 1:1 bediente Traoré Stindl, der die etwas unpräzise Hereingabe unter Kontrolle und dann aufs Tor brachte - ein Paulianer Abwehrbein fälschte ab, so dass Himmelmann im Tor keine Chance hatte. Zum Zungeschnalzen dann das Führungstor: Traoré setzt sich auf rechts durch, passt zu Stindl, der legt den Ball wiederum Traoré auf den Fuß, der schießt kunstvoll ins lange Eck. Borussia spielte einige Minuten auf höchstem Niveau. Das 3:1 war ebenfalls wunderbar herausgespielt, Fabian Johnson legte zurück auf Raffael, dessen Schuss hätte schon drin sein müssen, Himmelmann wehrte in die Mitte ab, wo Stindl den Ball aus 13 Metern platziert ins Tor hämmerte. Das Spiel schien entschieden, dennoch hatte Borussia noch zweimal Glück. Pauli schien auf das Nachlassen der Gäste nur gewartet zu haben und wurde seinerseits noch einmal richtig gefährlich. Zweimal rettete Yann Sommer in höchster Not. Die endgültige Entscheidung fiel fünf Minuten vor dem Ende durch einen perfekten Konter. Raffael spielte einen langen Traumpass auf den eingewechselten Hazard. Der legte sich den Ball mit links vor und schoss mit rechts platziert ins kurze obere Eck. Borussia war endgültig in der nächsten Runde.  

St. Pauli: Himmelmann - Nehrig, Ziereis, Gonther, Buballa - Alushi, Rzatkowski - Sobota, Maier (70. Verhoek), Choi (79. Litka) - Thy

Borussia: Sommer - Jantschke, Schulz, Christensen, Wendt - Xhaka (87. Dahoud), Stindl - Traore (84. Herrmann), Johnson - Raffael, Drmic (77. Hazard)

Tore: 1:0 Rzatkowski (33.), 1:1 Stindl (54.), 1:2 Traoré (56.), 1:3 Stindl (67.), 1:4 Hazard (86.)

Zuschauer: 28.175

 


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