VfL WolfsburgNach der Gala gegen Stuttgart musste Borussia Mönchengladbach am 25. Spieltag mit einem 1:2 in Wolfsburg einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Bei den Niedersachsen war die Borussia über weite Strecken der Partie überlegen, brachte sich aber durch zwei Tiefschlafmomente in der Defensive um zählbaren Lohn. Nach einem schnellen Rückstand ließen die Borussen zwar Ball und Gegner laufen, Raffaels Anschlusstreffer sollte am Ende aber zu wenig bleiben.

Die Wölfe gingen mit dem ersten Torschuss der Partie in Führung und bauten sie mit dem zweiten aus. Da waren gerade einmal siebzehn Minuten gespielt. In beiden Fällen machte die gesamte Gladbacher Defensive einen schläfrigen und am Ende Elvedi den unglücklichsten Eindruck. Erst ließ Draxler am Elfmeterpunkt den jungen Schweizer mit einer simplen Körpertäuschung ins Leere laufen, dann verwirrte ihn ein Dribbling von Kruse. Wie aus dem Nichts lag die Borussia mit 0:2 zurück.

Fünf Minuten später sorgte Raffael für Hoffnung. Von Johnson mit ganz feinem Pass in Szene gesetzt, suchte der Brasilianer erst erfolglos nach einer vielversprechenden Anspielstation und überraschte Casteels dann mit einem wuchtigen Abschluss aus spitzem Winkel. Der Anschlusstreffer beflügelte das Gladbacher Spiel, dem überdies eine Systemumstellung von Dreier- auf

Viererabwehrkette gut tat. Borussia drückte mit Macht auf den Ausgleich, ließ den Ball gut laufen und hatte ihrerseits biedere Wölfe relativ problemlos im Griff. Johnson hätte in der 27. Minute zwingend das 2:2 erzielen müssen, scheiterte aber an einer Fußabwehr vom diesmal stark reagierenden Casteels. Kurz vor der Pause verpasste Raffael nur knapp den Doppelpack.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Schubert-Elf spielbestimmend und schien der Ausgleich nur eine Frage der Zeit. Allein, er wollte und wollte nicht fallen. Die Wolfsburger beschränkten sich darauf, den knappen Vorsprung zu verwalten und bei den Borussen schien nach und nach der Glaube zu schwinden. Auch die Einwechslungen von Herrmann, Hrgota und Hofmann bewirkten keine entscheidenden Impulse mehr.

Am Ende stand im Sechs-Punkte-Spiel eine Niederlage aus der Kategorie „überflüssig wie ein Kropf“. Borussia verteilte zwei Geschenke, ansonsten fand Wolfsburg offensiv praktisch nicht statt. Die Niedersachsen dürften sich in der Kabine einigermaßen ungläubig gefragt haben, wie man diese Partie gewinnen konnte.

VfL Wolfsburg: Casteels – Vierinha (46. Träsch), Knoche, Dante, Rodriguez – Luiz Gustavo – Guilavogui, Arnold – Draxler – Schürrle (83. Schäfer), Kruse.
Borussia Mönchengladbach: Sommer – Elvedi, Christensen, Nordtveit, Hinteregger – Xhaka, Dahoud (68. Herrmann) – Hazard (75. Hrgota), Johnson (80. Hofmann) – Raffael, Stindl.

Tore: 1:0 Draxler (15.), 2:0 Kruse (17.), 2:1 Raffael (23.).

Gelbe Karten: Guilavogui, Schürrle – Christensen, Dahoud, Hazard.

Schiedsrichter: Daniel Siebert.
Assistenten: Thorsten Schiffner, Christian Gittelmann.
Vierter Offizieller: Timo Gerach.

Zuschauer: 29.000.

  • 21. Mai 2022 @ballreiter Timothée Kolodziejczak gefällt das!
  • 21. Mai 2022 @ballreiter Unterdessen weint Gernot Rohr.
  • 21. Mai 2022 Erstmals seit dem First Vienna FC im Oktober 1943 gewinnt mit RB Leipzig wieder ein Klub aus Österreich den deutschen Fussballpokal. #SCFRBL
  • 21. Mai 2022 @sternburgexport Silva, Laimer, Gvardiol hab ich nie gewoll' 🎶
  • 21. Mai 2022 Im Pokalfinale vor 30 Jahren war die reguläre Spielzeit schon vorüber und die Verlängerung brach an. #Servicetweet
  • 21. Mai 2022 @schomberg Ja. Wir haben über alle Jahre häufiger in Mensen orientierungslos über Stühlen gehangen als Dosen taurin…
  • 21. Mai 2022 @sternburgexport Welchen Schalker Stürmer mochtest du lieber, den Stefahschappüsatt oder Schappapapä?

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