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In seiner Ausgabe vom Donnerstag ernannte das Sportmagazin "kicker" Borussias Sportdirektor Max Eberl zum zweiten Mal in Folge zum "Shopping-King", soll heißen, zum besten Einkäufer der Liga. Wenn man sich die Kriterien der Bewertung ansieht, kann man dabei zu dem  Schluss kommen, dass Eberls Einstufung zwar hochverdient ist, aber trotzdem noch untertrieben.

Denn der "kicker" beurteilt ausschließlich, wie die neuen Spieler eines Vereins bisher einschlagen oder nichts reißen und zieht daraus eine Gesamtnote, die die Arbeit des Sportdirektors bewertet. Dabei liegen Borussia Mönchengladbach und Max Eberl mit den Zugängen Hahn, Sommer, Hazard, Traoré und Johnson auf Platz eins, Hahn und Sommer dabei mit 10 von 10 möglichen Punkten. So weit, so gut, so richtig.

Was das Nürnberger Fachmagazin dabei nicht mit in die Bewertung einbezieht, ist der finanzielle Faktor. Möglicherweise zu recht, denn zum einen werden Ablösesummen und Gehälter meist nicht exakt bekannt, zum anderen wird es spätestens dann kniffelig, wenn ein ablösefreier, mit hohem Gehalt gelockter Neuzugang auf Preis und Leistung beurteilt werden soll. Also lässt man davon lieber die Finger und bewertet nur, wie der Neuzugang sich sportlich entwickelt. Und tut Max Eberl damit schon fast Unrecht.

Denn es liegt auf der Hand, dass es beim Scouting und beim Ausnutzen der Möglichkeiten im Markt eine geringere Herausforderung darstellt, Xabi Alonso für 10 Millionen Euro Ablöse zu holen und damit ebenfalls die volle Punktzahl einzustreichen, als André Hahn gegen die Konkurrenz der halben Liga davon zu überzeugen, zu Borussia Mönchengladbach zu kommen, oder im Vorjahr Max Kruse schon zu kontaktieren, als von der Nationalmannschaft noch lange keine  Rede war. In der Wertung des "kicker" liegen diese Fälle gleich; und dennoch werden die Gladbacher Neuzugänge zum zweiten Mal in Folge als die besten eingestuft, und damit auch Eberls Arbeit.

SEITENWAHL beglückwünscht Max Eberl zu dieser Auszeichnung, Borussia zu Max Eberl, denkt nur noch heimlich an das Fahrrad und macht sich seine Gedanken. Zum einen den, dass Eberls Arbeit erst in diesem Verhältnis betrachtet richtig gewürdigt wird. Zum anderen den, dass es diese Fähigkeiten und ein gewisses Maß an Glück brauchte, um die momentane partyverdächtige Lage in der Liga zu erreichen. Bei realistischer Beurteilung der Verhältnisse kann es nicht immer so laufen, daher genießen wir den Moment und warten auf den Rest. Glückwunsch und Danke, Max.


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