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Der Gruppensieg ist geschafft und der Blick kann jetzt nach vorne gerichtet werden auf Bayer Leverkusen. Am Montag um 13 Uhr wird dann aber noch ein letztes Mal für 2014 die Europa League in den Fokus geraten, wenn in Nyon die Auslosung zum Sechzehntel-Finale ansteht. Wir betrachten im Folgenden schon einmal die Regularien und bieten Euch die wichtigsten Informationen zu allen möglichen Gegnern.

Borussia wird ebenso wie die 11 weiteren Gruppensieger sowie die 4 punktbesten Mannschaften aus der Champions League gesetzt und kann nur auf einen ungesetzten Gegner treffen, also auf einen der Tabellenzweiten der Europa League oder der 4 punktschlechtesten Gruppendritten der Champions League. Nicht möglich ist allerdings ein Aufeinandertreffen mit einem Team aus der gleichen Gruppe oder aus dem gleichen Land. Der FC Villarreal kann also ebenso wenig auf Borussia treffen wie der VfL Wolfsburg.

Ein weiterer Vorteil als Gruppensieger besteht darin, im Hinspiel am 19.2.2015 zuerst auswärts antreten zu dürfen, um am 26.2.2015 im Borussia-Park aufzulaufen. Wir haben die möglichen 14 Gegner von Borussia einem Blitz-Check unterzogen und versorgen Euch mit den wesentlichen Fakten, damit die Einschätzung des Wunschgegners etwas leichter fällt.

FC Liverpool: Für viele Fans ist diese Einschätzung allerdings selbsterklärend, denn das Traumlos für Nostalgiker ist selbstverständlich die Truppe von der Anfield Road (45.362 Plätze). Nachdem man im Vorjahr endlich mal wieder in den Meisterschaftskampf eingriff und als 2. nur knapp hinter Manchester City landete, läuft diese Spielzeit bislang weniger erfolgreich. Die Mannschaft um Stars wie Steven Gerrard und Mario Balotelli ist derzeit nur 9. Auch in der Champions League gab es zuletzt eine herbe Enttäuschung. Dass man chancenlos blieb gegen Real Madrid war vielleicht noch zu erwarten. Aber selbst der FC Basel konnte die Briten u. a. mit einem 1:1  im abschließenden Endspiel hinter sich lassen. 1 Punkt vor Ludogorez Rasgorad rettete sich Liverpool immerhin noch in die Europa League, wo es jetzt ein Wiedersehen mit Borussia geben könnte.

Tottenham Hotspur: Punktgleich mit dem FC Liverpool hinkt aktuell auch Tottenham auf Platz 10 den eigenen Erwartungen in der Premier League hinterher. Im Vorjahr hatte die Truppe um Christian Eriksen und Roberto Soldado noch den 6. Platz erobert. In der Europa League ging das Endspiel um Platz 1 bei Besiktas Istanbul mit 0:1 verloren. Die abschließenden 11 Punkte reichten aber immerhin locker, um Mainz-Schreck Asteras Tripolis und Partizan Belgrad zu distanzieren. An der White Hart Lane finden 36.230 Zuschauer Platz.

FC Sevilla: Der Titelverteidiger in der Europa League ist auch in dieser Saison in der spanischen Liga gut unterwegs und liegt auf Platz 4 noch in Schlagdistanz zu den großen 3. Auch im Vorjahr konnte trotz der europäischen Doppelbelastung Platz 5 erreicht werden. In der EL-Gruppenphase landete man etwas überraschend mit 11 Punkten hinter Feyenoord Rotterdam und konnte sich erst in der letzten Partie endgültig gegen HNK Rijeka durchsetzen. Standard Lüttich war in der Gruppe chancenlos. Bekannteste Akteure der Spanier sind Carlos Bacca und Piotr Trochowski. Ins Stadion Ramon Sanchez Pizjuan passen 45.000 Zuschauer.

AS Rom: Die Roma hat sich wieder an der Spitze Italiens etabliert. Wie zum Ende der Vorsaison liegt sie hinter Juventus auf Platz 2. Dass die Serie A aber nicht mehr zur absoluten europäischen Elite gehört, unterstrich auch das Team der italienischen Altstars Francesco Totti und Daniele de Rossi in der Champions League. Nach starkem Saisonstart kam mit dem 1:7 gegen die Bayern der Bruch. Zum Abschluss ging das entscheidende Heimspiel gegen Manchester City 0:2 verloren, was den Abstieg in die Europa League bedeutete. ZSKA Moskau konnte u. a. durch ein 5:1 abgehängt werden. Borussen-Fans würden sich wahrscheinlich etwas mehr Abwechselung und somit einen anderen Spielort wünschen. Bei einer Rückkehr zur spanischen Treppe müsste sich aber immerhin niemand über die Verfügbarkeit von Tickets sorgen. Ins römische Olympiastadion passen über 73.000 Zuschauer.

FC Turin: Deutlich einfacher als ein Spiel gegen die Roma würde vermutlich ein Aufeinandertreffen mit dem FC Turin werden. Der Vorjahres-7. der Serie A befindet sich aktuell mit Platz 17 in Abstiegsgefahr. In der Europa-League musste dem FC Brügge der Gruppensieg überlassen werden. HJK Helsinki und der FC Kopenhagen waren eher Gegner von zweitklassigem Format. Im Turiner Olympiastadion ist nur Platz für rund 28.000 Personen. Bekannte Akteure sind Fabio Quagliarella und der Ex-Stuttgarter Christian Molinaro.

EA Guingamp: Eine Reise nach Frankreich ist ebenfalls vorstellbar, denn mit EA Guingamp wartet der französische Pokalsieger im Lostopf. In der Ligue 1 befindet sich die Mannschaft um Claudio Beauvue und Sylvain Marveaux im Abstiegskampf. Wie schon zum Ende der Vorsaison liegt der ehemalige Verein von Hubert Fournier auf Position 16. Umso bemerkenswerter, dass in der Europa League trotzdem PAOK Saloniki und Dinamo Minsk ausgeschaltet wurden. Der AC Florenz war hingegen noch um 3 Punkte stärker. Das Stade du Roudourou bietet nur 18.120 Menschen Platz

Ajax Amsterdam: Ein eher schweres Kaliber könnte der holländische Meister sein, der in seiner Champions League Gruppe kein wirkliches Losglück hatte. Mit dem FC Barcelona und Paris St. Germain konnte nicht mitgehalten werden, was auf Apoel Nikosia nicht zutraf. Nicht nur Jasper Cillessen und Lasse Schöne würden sich freuen, gegen Gladbach bis zu 53.000 Zuschauer in Amsterdam begrüßen zu dürfen. In der Liga ist die Elf aktuell allerdings nur 2. hinter einem anderen holländischen Traditionsverein, der sich ebenfalls im Lostopf befindet.

PSV Eindhoven: Im Vorjahr noch 4. hat die Mannschaft um die Torjäger Memphis Depay und Luuk de Jong aktuell die Nase knapp vor dem großen Konkurrenten aus Amsterdam. In der Europa League tat sich die Elf etwas schwerer. Ganze 10 Punkte landete man hinter den verlustpunktfreien Russen von Dynamo Moskau. Für Estoril Praia und Pananthinaikos Athen reichte die Klasse dann aber doch. Das Philips-Stadion fasst 35.600 Zuschauer.

RSC Anderlecht: Der BVB und Arsenal hatten keine großen Probleme, neben Galatasaray Istanbul auch den RSC hinter sich zu lassen. Auswärts konnten die Belgier bei beiden Großklubs Achtungserfolge in Form eines Remis erzielen. In London konnte ein 0:3 noch in ein 3:3 umgewandelt werden. In der belgischen Liga ist der aktuelle Meister derzeit nur auf Platz 3 unterwegs. Stars des Teams sind z. B. Aleksandar Mitrovic und Steven Defour. Das Constant Vanden Stock Stadium bietet bei internationalen Spielen nur 21.845 Menschen eine temporäre Heimat.

Celtic Glasgow: Der schottische Abonnement-Meister tut sich in dieser Saison erstaunlich schwer. Nur 3 Punkte Vorsprung in der Liga grenzen an Majestätsbeleidigung. Und auch international lief man mit 8 Punkten Rückstand auf RB Salzburg nur als 2. ins Gruppenziel. Das reichte aber zum Weiterkommen, da sich Dinamo Zagreb und Astra Giurgiu noch schwächer präsentierten. Die Elf um John Guidetti und Kapitän Scott Brown ist im Celtic Park (60.355 Plätze) zuhause.

Dnipro Dnipropetrowsk: Die unaussprechlichen aus der Ukraine wären vermutlich nicht die allererste Wahl für Borussias Fans, was eine mögliche Auswärtsreise im Februar angeht. Qualifizieren konnten sich die Ukrainer erst im letzten Gruppenspiel durch ein 1:0 über AS St. Etienne. Und das auch nur, weil Qarabag Agdam im Parallelspiel gegen den souveränen Gruppensieger Inter Mailand in Minute 93 ein reguläres Tor aberkannt wurde. In der ukrainischen Liga ist man derzeit die 3. Kraft hinter Dynamo Kiew und Schachtar Donezk. Da der Dynamo im Vorjahr etwas stockte, konnte dort sogar Platz 2 eingefahren werden. Nikola Kalinic und Evgen Konoplyanka sind am ehesten zu beachtende Spieler. Die Dnipro-Arena wäre bei 31.000 Besuchern ausverkauft. Aufgrund der politischen Lage in der Ostukraine wurden die Heimspiele in der EL zuletzt aber im Olympiastadion in Kiew ausgetragen, wo die Kapazität von über 70.000 Zuschauern zumeist nur sehr spärlich ausgeschöpft wurde.

Trabzonspor: Der Vorjahres-4. der türkischen Liga ist derzeit nur auf Rang 7 notiert. Auch in der Europa League musste Legia Warschau der Vortritt gelassen werden, während KSC Lokeren und Metalist Charkiw ausschieden. Oscar Cardozo und der Ex-Bremer Mehmet Ekici könnten interessierten Fußballfans geläufig sein. Das Stadion Hüseyin Avni Aker hat ein Fassungsvermögen von 24.169.

BSC Young Boys Bern: Weil es mit dem FC Zürich so gut geklappt hat, wäre eine Reise zu den jungen Jungs aus Bern nicht das schlechteste Los für das Sechzehntelfinale. Die Berner sind in der Meisterschaft punktgleich mit den Zürchern auf Rang 3, wo sie auch zum Ende des vergangenen Spieljahres eingelaufen sind. In der Europa League schlug man sich erstaunlich wacker. 12 Punkte waren nur einer weniger als der SSC Neapel einheimste. Sparta Prag konnte durch späte Tore im Endspiel 2:0 besiegt werden. Das Stade de Suisse (31.783 Plätze) bietet derzeit u. a. Steve von Bergen und Alexander Gerndt eine Heimat.

Aalborg BK: Der dänische Meister landete in der Europa League 6 Punkte hinter Dynamo Kiew, aber immerhin noch vor Steaua Bukarest und dem portugiesischen Vertreter Rio Ave. In der dänischen Liga läuft es weniger rund, denn Platz 6 ist doch etwas enttäuschend. Anders Jacobsen und Nicklas Helenius gehören zu den Stützen im Team. Sportlich wäre das Los eins der leichteren. Fantechnisch wäre es hingegen problematisch, dass nur 13.800 Zuschauer in der Nordjyske Arena Platz finden.


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