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Borussia hat beim direkten Konkurrenten Bayer Leverkusen einen Punkt geholt. In einem interessanten und unterhaltsamen Spiel sahen die Gladbacher über weite Strecken der ersten Halbzeit wie der sichere Verlierer aus. Die Mannschaft konnte sich aber fangen, hatte unter dem Strich zwar die geringeren Spielanteile, aber die deutlich größeren Chancen. Das Unentschieden im Duell der Champions-League-Anwärter geht vollkommen in Ordnung. 

Das Spiel begann mit einer hundertprozentigen Konterchance für Borussia, die Patrick Herrmann vergab. Danach gelang den Gladbachern nichts mehr. Mit dem druckvollen und sicheren Leverkusener Offensivspiel kam die Mannschaft überhaupt nicht klar, konnte sich teilweise minutenlang nicht befreien. Das 1:0 fiel allerdings nach einer eher untypischen Situation. Leverkusen lockte Borussia hinten raus, ein langer Ball erreichte Kießling, den Jantschke nicht an der Verarbeitung hindern konnte. Der Ball kam zu Calhanoglu, Dominguez und Brouwers gingen dem Türken nicht energisch genug entgegen und so konnte er einen wohlplatzierten Schuss über Sommer hinweg zur Leverkusener Führung versenken. Es schien danach nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis Bayer die Führung würde ausbauen können, die Mannschaft von Roger Schmidt konnte ihre Überlegenheit aber nicht in Zählbares umsetzen. Borussias Konterversuche scheiterten schon im Ansatz. In der Defensive schien den Gladbachern der letzte Biss zu fehlen, sie standen meist weit weg vom Gegner, ließen Leverkusen nach Herzenslust kombinieren.

Wie aus dem Nichts fiel dann in der 40. Minute der Ausgleich. Borussia kam zu einem Eckball, Hazards Hereingabe fand den Fuß von Roel Brouwers, der unhaltbar ins untere rechte Toreck schoss. Nach dem schmeichelhaften Ausgleich war es ein anderes Spiel. Borussia schien wachgeküsst, nur zwei Minuten nach dem Tor stürmte Hazard allein aufs linke Strafraumeck zu. Spahic schubste den Belgier um, der fiel, aber der Pfiff von Schiedsrichter Peter Gagelmann blieb aus. Jede neue Ansicht der Szene belegt: es hätte Freistoß und Rot für den Leverkusener Verteidiger geben müssen. 

Im zweiten Durchgang knüpfte Borussia an die gute Schlussphase an, dominierte zunächst, erspielte sich zunehmend Gelegenheiten und hatte in der 55. Minute die größte Chance des ganzen Spiels. Eine Flanke flog in den Fünfmeterraum, wo Roel Brouwers frei zum Schuss kam. Ob der Innenverteidiger überrascht war oder ob der Ball einen schwierigen Drall hatte, ist kaum zu sagen - Brouwers bugsierte ihn jedenfalls aus ca 50 Zentimetern Torentfernung über die Querlatte. 

Dass Leverkusen oft nach 60-70 Minuten die Kräfte schwinden, war im Vorfeld häufig erwähnt worden, diesmal war es anders. Nach 60-70 Minuten erklärte Bayer die Auszeit seit der Pause für beendet und übernahm wieder die Initiative. Borussia verteidigte jetzt aber deutlich besser und energischer, so dass große Chancen für die Gastgeber nicht heraussprangen. Auf der anderen Seite gab es immer wieder Entlastung durch Konter, die durchaus etwas konzentrierter hätten ausgespielt werden können. Die Gelegenheiten zum Siegtreffer, sie waren da. Am Ende war es dennoch ein Unentschieden, mit dem alle Beteiligten gut leben können - so bestätigt in allen Äußerungen ebendieser nach dem Schlusspfiff. 

Statistik

Leverkusen: Leno - Jedvajj, Toprak, Spahic, Wendell - Bender, Castro - Bellarabi, Calhanoglu (71. Brandt), Son (57. Rolfes) - Kießling    

Borussia: Sommer - Korb, Jantschke, Brouwers, Dominguez - Xhaka, Kramer - Hahn, Herrmann (79. Traoré) - Kruse (90. Hrgota), Hazard (89. Raffael)

Schiedsrichter: Gagelmann

Tore: 1:0 Calhanoglu (18.), 1:1 Brouwers (40.)

Zuschauer: 30.210 (ausverkauft)


 

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