Die Corona-Pandemie hat den europäischen Fußball ziemlich durcheinandergewirbelt, sodass eine Vorhersage schwerfällt, welchen Vereinen Borussia Mönchengladbach bei der Auslosung am 1. Oktober 2020 in Athen zugelost werden könnte. Fest steht – Stand heute – dass die ersten Spiele der Gruppenphase am 20. und 21. Oktober 2020 um 18.55 Uhr sowie 21 Uhr stattfinden. Die Hinspiele der Gruppenphase werden an den beiden darauffolgenden Dienstagen und Mittwochen fortgesetzt. Nach einer dreiwöchigen Pause ab Anfang November starten dann ab dem 24. und 25. November 2020 erneut im Wochenrhythmus die jeweiligen Rückspiele der Gruppenphase, die am 9.12.2020 abgeschlossen werden. Dann entscheidet sich, ob Borussia als einer der beiden Gruppenersten ab Februar 2021 im Achtelfinale der Champions League weitermachen darf oder als Gruppendritter in die erste K-O-Runde der Europa League einzieht. Besonders optimistische Optimisten können sich den 29.05.2021 vormerken, an dem im Atatürk-Olympiastadion von Istanbul das Endspiel um die Champions-League-Krone stattfinden wird.

Das Teilnehmerfeld an der Champions League Gruppenphase ist bereits gut zur Hälfte bekannt, obwohl noch nicht alle Ligen ihre aktuelle Saison abgeschlossen haben und anschließend im Sommer noch eine für einige Vereine ggf. langwierige Qualifikationsrunde folgen wird. Während die deutsche Bundesliga ihre Saison zu einem halbwegs ordnungsgemäßen Ende gebracht hat, wurde die Spielzeit in der französischen Ligue 1 vorzeitig abgebrochen. Hier stehen die Teilnehmer an den europäischen Wettbewerben also bereits fest. In den laufenden Ligen von Italien und Spanien sind die Verhältnisse zumindest soweit geklärt sind, dass die je vier Teilnehmer an der Gruppenphase (so gut wie) sicher sind. Umkämpft ist dagegen z. B. der 4. Platz in der englischen Premier League, um den sich u. a. Leicester City, Manchester United und die Wolverhampton Wanderers balgen.

Schon jetzt steht fest, dass Borussia bei der Auslosung keinesfalls in einem der ersten beiden Lostöpfe landen wird. Lostopf 1 ist ohnehin für die Meister der gemäß UEFA-Koeffizient besten europäischen Ligen sowie für die Sieger der Champions und Europa League 2019/20 vorbehalten. Bis auf die beiden letzteren stehen die qualifizierten Teams hier bereits fest, die in der untenstehenden Übersicht fett markiert sind.

In den Töpfen 2 bis 4 entscheidet dann ausschließlich nur noch der UEFA-Koeffizient über die Einteilung, der durch das Abschneiden in den europäischen Wettbewerben der letzten fünf Jahre bestimmt wird. Borussia konnte hier 26,000 Punkten sammeln und liegt damit selbst schlechter als die ebenfalls bereits qualifizierten Lokomotive Moskau und FC Brügge.

Lostopf 2 ist bereits relativ sicher gefüllt. Einzige Einschränkungen: In England muss der FC Chelsea noch zwei Spiele lang seine Position verteidigen. Sollten zudem weder Barcelona, Neapel, Lyon oder Atletico Madrid die diesjährige Königsklasse gewinnen, würde der FC Porto als portugiesischer Meister in den höchsten Topf nachrücken und in Topf 2 einen Platz für ein bisher noch nicht fix qualifiziertes Team freimachen, das voraussichtlich Benfica Lissabon oder Ajax Amsterdam heißen wird.

Die Teams im Lostopf 3 werden sich in diesem Sommer bis auf RB Leipzig erst noch qualifizieren müssen. Neben Borussia, Lokomotive Moskau und Brügge stehen ansonsten noch Olympique Marseille und Basaksehir Istanbul als fixe Teilnehmer an der Gruppenphase fest, die zumeist beste Chancen auf eine Eingruppierung im Lostopf 4 haben. Hier werden sich durch die Qualifikationsrunden im Sommer aber noch unvorhersehbare Verschiebungen ergeben, sodass die folgende Betrachtung vorläufig noch als „nette Spielerei“ verstanden werden sollte.

Sollte sich an den aktuellen Platzierungen in der Liga nichts mehr ändern und sich in den laufenden UEFA-Wettbewerben sowie in der Qualifikation die Teams mit dem besten UEFA-Koeffizienten durchsetzen, könnte die Einteilung der Lostöpfe z. B. wie folgt aussehen – fettgedruckt sind die Teams, die bereits sicher für die Gruppenphase qualifiziert sind. In Klammern findet sich der jeweilige UEFA-Koeffizient. Pro Gruppe darf nur jeweils ein Team aus einem Landesverband starten, was die Zahl der möglichen Gegner auf sieben je Lostopf reduziert. Borussia könnte also z. B. auf den FC Liverpool, FC Barcelona und Ajax Amsterdam treffen. Alternativ wäre aber z. B. auch eine Gruppe mit Zenit St. Petersburg, FC Porto und Olympiakos Piräus möglich.


Lostopf 1

Real Madrid (134.000)

Bayern München (123.000)

Juventus Turin (115.000)

Paris Saint-Germain (105.000)

FC Liverpool (99.000)

Zenit St. Petersburg (64.000)

Sieger Champions League 2019/20 

Sieger Europa League 2019/20
                                    

Lostopf 2

Atletico Madrid (126.000)

FC Barcelona (124.000)

Manchester City (112.000)

FC Sevilla (88.000)

BVB (85.000)

FC Chelsea (83.000)

Shakhtar Donezk (77.000)

FC Porto (75.000)


Lostopf 3

Benfica Lissabon (70.000)

Ajax Amsterdam (69.500)

Dynamo Kiew (55.000)

RB Salzburg (53.500)

RB Leipzig (44.000)

Olympiakos Piräus (43.000)

Lazio Rom (41.000)

Lokomotive Moskau (33.000)


Lostopf 4

Atalanta Bergamo (32.500)

Inter Mailand (32.000)

Olympique Marseille (31.000)

FC Brügge (28.500)

Borussia Mönchengladbach (26.000)

Leicester City (22.000)

Basaksehir Istanbul (21.500)

Stade Rennes (14.000)


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