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In einer über weite Strecken erschreckend schwachen Partie sorgte wieder einmal Juan Arango mit zwei Standardsituationen für einen eminent wichtigen 2:1-Arbeitssieg über den Angstgegner aus Sinsheim.

 

Lucien Favre hatte gegenüber dem Spiel gegen Kiew auf zwei Positionen umgestellt. Für den erkrankten Dominguez lief der gewohnt souveräne Roel Brouwers auf. Im Sturm versuchte es der Schweizer mit einer neuen Mischung in Person von Mike Hanke, die aber insgesamt nicht viel besser zündete als die vorherige. Die Aufstellung von Hanke zahlte sich immerhin in Minute 33 aus, als er einen platzierten Arango-Freistoß mit dem Kopf zum 1:0 ins Tor verlängerte.

 

Dies sollte in der ersten Stunde des Spiels die einzig zwingende Aktion des Spiels bleiben, denn während Borussia offensiv nicht ins Rollen kommen konnte, schienen die Hoffenheimer damit zufrieden zu sein, nach der blamablen Pokalklatsche hinten sicher zu stehen.

 

Nach dem Rückstand musste Markus Babbel seine Mannen aber etwas offensiver in Halbzeit 2 schicken, was dem lahmen Spiel zumindest ein klein wenig auf die Sprünge half. Borussia bekam jetzt in der Offensive etwas mehr Platz, was sie aber nur selten zu nutzen verstand. Stattdessen verschob sich das Spielgeschehen immer stärker in die Gladbacher Hälfte, was in der 66. Minute bitter bestraft wurde. Filip Daems ließ sich zu leicht überlaufen, so dass Derdiyok kurz vor dem Tor zum Schuss kam und ter Stegen zu einer Glanzparade zwang. Die Parade des Keepers landete aber am langen Pfosten, wo Roberto Firmino mühelos einnickte.

 

Positiv, dass anders als im Vorjahr und Dienstag gegen Kiew nach diesem unnötigen Gegentor die Ruhe bewahrt wurde. Mit der Einwechselung von Branimir Hrgota kam zudem wieder mehr Bewegung ins Gladbacher Offensivspiel, was 10 Minuten vor Schluss nach einem Foul an Xhaka kurz vor der Strafraumgrenze zur entscheidenden Freistoßchance führte. Juan Arango zirkelte den Ball mühelos aus 16 Metern in Tim Wieses Torwartecke und sorgte so für die erneute Führung.

 

In den letzten Minuten versäumten es insbesondere die eingewechselten Herrmann und de Camargo einige schlampig vorgetragene Konter besser zuende zu bringen und für die frühzeitige Entscheidung zu sorgen. So musste bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Sippel gezittert werden ehe der mühsame, aber letztlich verdiente Sieg feststand.

 

Grund zum Jubel gab es allein wegen des Ergebnisses und wegen der ordentlichen kämpferischen Leistung. Spielerisch konnte die Mannschaft von Lucien Favre keine wirklich zwingende Chance verbuchen. Wie schon zuletzt hakte das Offensivspiel, und es wäre zu einfach, dies allein am erneut wirkungslosen Luuk de Jong festzumachen, auch wenn bei diesem mit seinen bisherigen Leistungen nur noch wenig Luft nach unten besteht.

 

Borussia: ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Brouwers, Daems – Ring (64. Herrmann), Nordtveit, Xhaka, Arango – Hanke (74. Hrgota), de Jong (80. de Camargo)

 

Hoffenheim: Wiese – Beck, Delpierre, Compper, Johnson – Vukcevic, Weis (82. Salihovic), Rudy, Firmino (69. Usami) – Volland, Derdiyok (80. Schipplock)

                                 

Tore: 1:0 (33.) Hanke, 1:1 (66.) Firmino, 2:1 (79.) Arango

 

Gelbe Karten: Jantschke, Xhaka


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