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Der Niedergang muss warten |
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Geschrieben von Michael Heinen
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Freitag, 27 Januar 2012 |
Es war zwar eine Woche nach
Freitag, dem 13., aber dennoch verlief der 20.1.2012 nicht nur für die
erfolgsverwöhnten Bajuwaren höchst unglücklich, sondern auch für die
Boulevard-Journalisten, die für das Verfassen absurder Geschichten über
Borussia Mönchengladbach bezahlt werden. Die Artikel über den Fehlstart des
angeblich in sich zusammenbrechenden Vereins dürften schon ausformuliert in
diversen Schubladen gelegen haben, ehe sie durch den begeisternden 3:1-Erfolg
über den Rekordmeister obsolet wurden. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison
ist es der Elf von Lucien Favre damit gelungen, eine medial hinaufbeschworene
Krise in eindrucksvoller Weise bereits im Keim zu ersticken. Dieser starke
Charakter ist das beste Argument, das gegen einen Einbruch von Borussia noch in
dieser Saison spricht.
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Aktion Sorgenkind gescheitert |
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Geschrieben von Christian Spoo
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Donnerstag, 26 Januar 2012 |
Mit dem Wechsel von Raul Bobadilla zu Young Boys Bern endet für den Spieler und für Borussia Mönchengladbach eine komplizierte Geschichte mit vielen Tief- und einigen wenigen Höhepunkten. Der teuerste Einkauf der Ära Eberl muss summa summarum als Fehleinkauf betrachtet werden. Der kapriziöse Stürmer konnte in Gladbach nur äußerst selten überzeugen, für Schlagzeilen sorgten weniger seine Tore und Vorlagen, als vielmehr seine Eskapaden auf und neben dem Platz. Jetzt kehrt er zurück in die Liga, aus der ihn Borussia vor zweieinhalb Jahren geholt hatte. Sein großes Potenzial hat Bobadilla so gut wie nie ausgeschöpft, die Karriere, die er dank seines Talents hätte haben können, wird ihm voraussichtlich verwehrt bleiben. Immerhin verdient Borussia am Verkauf des Stürmers, im Gegensatz zu anderen Abgängen in der jüngeren Vergangenheit. Seinen Marktwert aber hat Bobadilla während seiner Gladbacher Zeit halbiert. Mehr als vier Millionen Euro zahlte Borussia einst an Grasshoppers Zürich, rund zwei bekommt sie dem Vernehmen nach jetzt aus Bern.
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Ein Sieg und mehr als das |
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Geschrieben von Christian Heimanns
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Sonntag, 22 Januar 2012 |
Freitag abend, vor dem Beginn des ersten Spiels der Rückrunde. Die Bayern verkünden, dass sie die Hochstimmung der Herbstmeisterschaft 
mit durch die Winterpause getragen haben, einige Medien erklären die Meisterschaft der Bajuwaren zur Formsache, "Sport Bild" titelt "Die Bayern greifen an!" Für Borussia Mönchengladbach hingegen wird es nach Ansicht der Experten äußerst schwierig, angesichts der zerfallenden Mannschaft in der Rückrunde nicht abzusacken.
Freitag abend, nach Spielende. Der Rasen soll nun schuld sein, was Manuel Neuer eingeleitet und eine taktisch brillante Borussia vollendet hat, nämlich einen klaren und größtenteils ungefährdeten Sieg der Gladbacher. Zum zweiten Mal überhaupt erst in der Vereinsgeschichte besiegt Borussia Mönchengladbach den FC Bayern München zwei Mal in einer Saison.
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Gegen Bayern kann man auch zweimal gewinnen |
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Geschrieben von Christoph Clausen
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Freitag, 20 Januar 2012 |
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Borussia Mönchengladbachs Party geht weiter! Von der großen medialen Aufregung über feststehende und spekulative Abgänge unbeeindruckt, zeigte Lucien Favres Team zum Rückrundenauftakt gegen Bayern München eine hochkonzentrierte Leistung und konnte den Rekordmeister zum zweiten Mal in dieser Spielzeit besiegen. Beim 3:1 trafen Reus und zweimal Herrmann für Gladbach sowie Schweinsteiger für die Bayern.
Wie schon im Hinspiel hatte Bayern-Keeper Manuel Neuer großen Anteil am Gladbacher 1:0. In der elften Minute spielte der Nationaltorwart nach Badstubers Rückpass den Ball direkt in die Füße von Marco Reus, der schnell schaltete und aus der Distanz ins verwaiste Bayerntor traf. Kurz darauf hätte Gomez per Kopf beinahe den Ausgleich erzielt, doch ter Stegen rettete mit glänzendem Reflex. In der Folge dominierten die Bayern zwar im Mittelfeld, konnten aber kaum gefährliche Situationen kreieren. Die taktisch exzellent eingestellten und sehr laufstarken Borussen verteidigten hervorragend und konnten in der 41. Minute die Führung ausbauen. Hanke setzte nach Arangos Balleroberung mit einem brillanten Steilpass Herrmann in Szene, der Neuer mit einem satten Schuss ins lange Eck überwand. Auch in der zweiten Hälfte hatten die Bayern zwar optische Vorteile, fanden in Strafraumnähe aber keine Lücken. So versuchten sie es zunehmend mit hohen Bällen, bei denen sich vor allem ter Stegen und Stranzl als Gladbacher Felsen in der Brandung erwiesen. Erst Alabas Einwechslung nach knapp einer Stunde belebte das Bayernspiel spürbar. In der 71. Minute waren es aber die Borussen, die jubeln durften. Reus hatte bei einem Konter geschickt verzögert und den Ball genial für Herrmann aufgelegt, der Neuer umkurvte und seinen zweiten Treffer des Tages markierte. Fünf Minuten vor Schluss verkürzten die Bayern, als die Borussen nach einem Eckball den Ball nicht unter Kontrolle brachten und Schweinsteiger ter Stegen aus kurzer Distanz überwand. Stranzl musste in der 89. Minute noch einmal in höchster Not vor Müller klären. Am Ende aber stand ein verdienter Gladbacher Heimsieg, durch den die Borussen bis auf einen Punkt an die Bayern heran- und wenigstens für einen Tag auf den zweiten Tabellenplatz rücken. Borussia Mönchengladbach: ter Stegen – Jantschke, Brouwers, Stranzl, Daems – Neustädter, Nordtveit – Herrmann (89. Marx), Arango – Hanke (81. De Camargo), Reus (90. Leckie). Bayern München: Neuer – Boateng (66. Rafinha), van Buyten (76. Luiz Gustavo), Badstuber, Lahm – Tymoshchuk (57. Alaba), Schweinsteiger – Robben, Müller, Kroos – Gomez.
Tore: 1:0 Reus (11.), 2:0 Herrmann (41.), 3:0 Herrman (71.), 3:1 Schweinsteiger (76.).
Gelbe Karte: Arango. Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer. Assistenten: Detlef Scheppe, Christian Fischer. Vierter Offizieller: Harm Osmers. Zuschauer: 54.000.
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Geschrieben von Thomas Häcki
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Mittwoch, 18 Januar 2012 |
Erst wenn die letzte Weihnachtsgans vertilgt ist, erst wenn das letzte Silvesterwürstchen verdaut wurde, werdet ihr merken, dass kein Fußball keine Alternative ist. Nach etwas mehr als vier Wochen darf der gemeine Fußballfan also wieder aufatmen. Am Freitag beginnt die Rückrunde der Fußballbundesliga. Traditionell wird sie mit dem vermeintlichen Höhepunkt des Spieltages eröffnet. Dass der FC Bayern München hierbei eine Rolle spielt, ist nicht verwunderlich. Dass Borussia Mönchengladbach als Tabellenvierter diese Partie zur Spitzenbegegnung macht, ist hingegen eine Sensation. Natürlich schwebt über den Duellen der Bajuwaren gegen die Rheinländer ein nostalgischer Schleier, welcher diese Spiele zumindest aus Sicht der Fohlenelf zu etwas Besonderem macht. Doch ist dieser inzwischen zugegebenermaßen reichlich eingestaubt. Dass es am Freitag zu einer Spitzenbegegnung kommt, ist somit die Überraschung der Saison. |
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Borussia leiht sich einen Ring |
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Geschrieben von Christian Spoo
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Donnerstag, 05 Januar 2012 |
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Wie erwartet hat Borussia zur Rückrunde Alexander Ring von HJK Helsinki verpflichtet. Der Präsident des finnischen Meisters hatte schon zu Weihnachten den Eingang eines Angebots für den Mittelfeldspieler verpflichtet, jetzt haben sich die Vereine auf ein Leihgeschäft geeinigt, nachdem Borussia mit dem Spieler selbst dem Vernehmen nach schon länger klar war. Alexander Ring, der neben der finnischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft hat, hat schon früh betont, in der Bundesliga sein Ziel zu sehen. Borussia soll nicht der einzige Verein gewesen sein, der an einer Verpflichtung interessiert war.
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Schatz, lass uns Freunde bleiben |
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Geschrieben von Christian Spoo
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Donnerstag, 05 Januar 2012 |
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Der
gestern verkündete Abgang von Marco Reus trifft Borussias Fans ins Mark. Die
zahlreichen, teils hoch emotionalen Reaktionen der Anhänger können niemanden
überraschen. Dass manche im ersten Frust den Bogen überspannen, ist normal.
Schlimmer wäre es, nähmen die Fans die jüngste Entwicklung rational-gelassen
hin. In diesem Falle wäre Borussia auf dem Weg nach Hoffenheim.
Das
Gefühl des gestrigen Tages erinnert an das Verlassenwerden von der Geliebten.
„Es tut mir leid, aber ich habe einen anderen“, teilt der Mann mit, der uns in
den vergangenen Wochen tatsächlich Erlebnisse bereitet hat, die Mönchengladbach
seit 1995, manche sagen seit 1977, nicht mehr gekannt hat. Die Situation jetzt ist
vergleichbar mit einer Beziehung, in der die Partner nach der Trennung noch
einige Monate die Wohnung teilen müssen.
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