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Durch ein unglückliches, aber letztlich nicht unverdientes 1:2 gegen Mainz 05 hat sich Borussia Mönchengladbach zunächst einmal im Tabellenkeller festgesetzt. Einer schwachen ersten Halbzeit folgte eine deutlich verbesserte zweite, die am Ende für einen Punktgewinn nicht ausreichte.

Lucien Favre hatte seine Mannschaft gegenüber dem katastrophalen 0:4 in Dortmund auf drei Positionen umgestellt. Der verletzte Johnson wurde wie erwartet von Herrmann ersetzt. Zudem mussten die zuletzt schwachen Drmic und Christensen den borussen-erfahreneren Hazard und Korb weichen. Dies zahlte sich zunächst aber nur bedingt aus. In Halbzeit 1 hatten die Mainzer zweimal Pech, als Malli am Pfosten und Frei an der Latte scheiterten. Auf der Gegenseite traf Hazard ins Tor, stand dabei aber hauchdünn im Abseits. So fiel die Führung der Gäste verdient, da Clemens auf rechts von Wendt zu viel Platz gelassen wurde und Korb den Torschützen Jairo nicht ausreichend behinderte.

Nach dem Seitenwechsel bot sich dann ein anderes Bild. Borussia hatte sich offensichtlich einiges vorgenommen und kam engagierter aus der Kabine. Wie gemalt der schnelle Ausgleich durch Patrick Herrmann, der die Mannschaft weiter beflügelte. Im Anschluss behielt man den Gegner vollständig unter Kontrolle und hätte durch Raffael und Hazard für eine frühzeitige Entscheidung sorgen müssen. Dass hochkarätigste Gelegenheiten fahrlässig vergeben wurden, sollte sich rächen. Mit der ersten Mainzer Torchance der zweiten Halbzeit wurde Borussias anfällige Defensive düpiert und ausgerechnet der Ex-Kölner Clemens schob zur zu diesem Zeitpunkt unverdienten Führung der Gäste ein. 10 Minuten vor dem Ende war das der Genickschlag für die Fohlenelf, die zu keiner Reaktion mehr in der Lage war. Die offensiven Einwechselungen von Hrgota und Drmic zeigten keine Wirkung. Es waren nun vielmehr die Mainzer, die in der Schlussphase noch ein höheres Ergebnis hätten erzielen müssen.

Unter dem Strich war es eine bittere Niederlage, die erneut verdeutlichte, wie viel Arbeit Lucien Favre in den kommenden Wochen bevorsteht. Ebenso zeigte sich, dass es vorige Wohe schon nicht an einzelnen Akteuren lag, sondern ganz allgemein noch an einer gesunden Mischung im Team gearbeitet werden muss. Wie bereits 2012 steht Borussia das zentrale Rückgrat aus der vergangenen Saison nicht zur Verfügung. Damals waren es Dante-Neustädter-Reus, während nunmehr auf Stranzl-Kramer-Kruse verzichtet werden muss. Schon damals dauerte es einige Zeit ehe Lucien Favre mit seiner Truppe die richtigen Antworten auf diese neue Konstellation fand. Nach 6 Spielen standen damals 6 Punkte zu Buche und es musste erst der bereits als ausgemustert geltende Thorben Marx kommen, um die nötige Stabilität in der Defensive wiederherzustellen.

Diese ist in den ersten drei Saisonspielen offensichtlich nicht gegeben. Oscar Wendt bestätigte leider die Befürchtungen, dass er ohne die Absicherung eines Fabian Johnson defensiv zu anfällig ist. Ob Nico Schulz ggf. an seiner Seite die nötige Qualität mitbringt, um diesen Makel zu kompensieren? Dies könnte eine der Varianten sein, die Favre in den kommenden Wochen testet. Ganz wesentlich für den schwachen Saisonstart ist ebenfalls die noch nicht funktionierende Abstimmung auf der Doppel-Sechs. Granit Xhaka scheint sich in defensiverer Rolle noch lange nicht wohl zu fühlen, leistet sich Fehlpässe wie einst in seiner Anfangszeit bei Borussia und ist auch im Offensivspiel derzeit nur ein Schatten besserer Tage. Lars Stindl müht sich, hatte aber seine beste Szene bei der Vorlage des 1:1. Ansonsten blieb er weitgehend ähnlich blass wie weiter vorne Raffael. Die größte Torgefahr ging vom Torschützen Herrmann sowie von Thorgan Hazard aus, wobei letzterer im Abschluss oft unglücklich agierte.

Die gute Nachricht an diesem schlechten Tag: Favre bieten sich noch einige Optionen, die eine Besserung bewerkstelligen können. Havard Nordtveit ist in der kommenden Woche wieder einsatzbereit und könnte eine marxartige Lösung der Probleme auf der Doppel-6 bieten. Auch die Rückkehr von Stranzl könnte evtl. wieder bevorstehen, wenngleich solch eine Aussage angesichts der jüngsten Verletztenhistorie des Österreichers mit Vorsicht zu genießen ist.

Es darf nichts schöngeredet werden: Borussia hat mit 2 Niederlagen einen Fehlstart hingelegt und bislang noch nicht die Leistung abrufen können, die diesem Kader zuzutrauen ist. Es hilft aber wenig, jetzt panisch den Weltuntergang und eine Saison im Tabellenkeller  heraufzubeschwören. Lucien Favre hatte mehrfach darauf verwiesen, vor einer schwierigen Saison zu stehen und darf sich nunmehr bestätigt sehen. Gerade der Schweizer hat aber schon mehrfach gezeigt, dass er mit solch schwierigen Situationen umzugehen versteht.

Borussia: Sommer - Korb, Schulz, Jantschke, Wendt - Traoré, Stindl (81. Drmic), Xhaka, Herrmann (81. Hrgota) - Raffael, Hazard (88. Dahoud)

Mainz: Karius - Brosinski, Bungert, Bell, Park - Clemens (83. Balogun), Baumgartlinger, Frei, Malli (64. Latza), Jairo - Muto (91. Koo)

Tore: 0:1 (42.) Jairo, 1:1 (54.) Herrmann, 1:2 (79.) Clemens

Gelbe Karten: Wendt, Korb - Frei

Zuschauer: 50.172

  • 20. Oktober 2021 @ballreiter Klarer Wettbewerbsvorteil für deutsche Europapokalteilnehmer, sie können ja nicht von deutschen Schiris gepfiffen werden.
  • 20. Oktober 2021 @Peter_Ahrens Ajax einfach das Liverpool der Älteren. #OudLiefde
  • 20. Oktober 2021 @u_bonnekoh Das Zweikampfverhalten von Can gegen Antony hatte sehr viel von Oscar Wendt gegen Leon Bailey.
  • 19. Oktober 2021 Ajax putzt selbst den größten Dreck weg. #AJABVB
  • 19. Oktober 2021 @kluettermann Ohneha. Anthony Ohneha 😉
  • 19. Oktober 2021 @Doering_Stefan Matthias Sammer dafür sehr gallig und steil in der Halbzeitanalyse.
  • 19. Oktober 2021 Daley Blind holländische Tony Jantschke. #AjaxBVB

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